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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
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Demokratie aber welche?
Gibt es wirkliche Alternativen zu der in Deutschland gelebten Demokratie?
Mehr und mehr entwickle ich einen Argwohn wenn Politiker das Wort "Demokratie" in den Mund nehmen. Mittlerweile wird uns alles und jedes mit den 3 Schlagwörtern: Demokratie, Globalisierung und Terrorbekämpfung verkauft.
Passt irgendwas nicht ins Bild wird das Grundgesetz und damit einhergehend unsere Demokratischen Rechte geändert.
Mittlerweile habe ich meine Zweifel ob es wirklich noch möglich ist einen demokratischen Meinungsbildungsprozess - ausgehend von Volk - in irgendeiner Weise auch tatsächlich umzusetzen. Es scheint mir so zu sein, das wir als Volk gar keine Instrumente mehr in der Hand haben um Politik grundsätzlich zu verändern.
Zudem werden Entscheidungen immer mehr in die Legeslative der EU verlagert bzw. dort getroffen. Der "Weg" etwas mitzubestimmen wird für uns als Bürger immer aufwendiger, intransparenter und länger. Beispiele: Beitritt zur EU, Beitritt zum Euro;
Ich wünsche mir Instrumentarien die es dem Bürger ermöglichen eine Regierung auch VOR dem Ablauf einer Wahlperiode aus dem Amt zu jagen. Wir erinnern uns was nicht alles im Wahlkämpfen versprochen wird. Das können die auch leicht tun weil diese Versprechen nicht einer wirklichen Kontrolle unterliegen.
Zudem nerven mich die Kungeleien zusehens: Da wird hinter verschlossenen Türen besprochen wer der nächste Bundepräsident sein wird, Da werden schnell noch ein paar Staatssekretäre ins Amt gehoben, kein Abgeordneter braucht über seine Spesen Belege abgeben (wurde als zu aufwendig klassifiziert) stattdessen erhält er eine Spesenpauschale. Wir aber müssen mit den Finanzamt über jeden Spesenbeleg streiten.
Es scheint mir so zu sein das die Politiker von uns alle 4-Jahre ertwarten das wie neben der Stimme auch unser Hirn abgeben, den in den nächsten 4 Jahren kann ihnen eh nichts mehr passieren.
Noch ein Kuriosum. In jeden Wahlkampf wird erklärt das man im Falle der Machtübernahme: Arbeitsplätze schaffen wolle, die Renten sicher machen will, und den sozial Benachteiligten ein Netz zu Leben geben will. So oder so ähnlich lauten die Roboterhaften Verkündungen quer durch alle Parteien.
KEINES dieser Versprechen kann der Staat auch nur im Ansatz Staat erfüllen. Die Politiker wissen das. Beispiel Rente. Obwohl sie alle seit 1989 wussten das der Staat die Renten nicht mehr garantieren wird können wurde dieses Märchen weitere 16 Jahre lang verkauft - bis nun allmählich der Offenbarungseid geleistet wird. Den im aktuellen Rentenbericht der aktuellen Regierung steht. " Der Staat kann die Renten über 2009 in der jetzigen Form nicht mehr garantieren".
Arbeitsplätze kann der Staat auch nicht schaffen. Das machen Firmen die zunehmend global organisiert sind und sich deshalb nicht mehr im Einflussbereich unserer Regierung befinden.
Und die soziale Absicherung läßt sich an Hartz IV erkennen.
Da aber dies alles in einen Zusammenhang steht, der Staat aber gar nicht mehr die Mittel (Instrumente) hat um etwas zu verändern, frage ich mich allen Ernstes on wir in den nächsten Jahren nicht gewaltig umdenken müssen und welche Art von Staat wir wirklich brauchen?
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13. 03. 2006, 08:01
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#1
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Es scheint mir so zu sein, das wir als Volk gar keine Instrumente mehr in der Hand haben um Politik grundsätzlich zu verändern.
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Hast Du in der Hand. Du nutzt sie nur nicht. Neben Deinem aktiven hast Du schließlich auch ein passives Wahlrecht. Ich lade Dich hiermit herzlich ein, Dich zu bewerben und es besser zu machen
Du könntest auch in die Medien gehen, damit Leute mobilisieren und so Druck auf die Politik ausüben.
Die EU gibt Richtlinien raus, wie die umgesetzt werden liegt (teilweise) jeweils im Ermessen der Mitgliedsstaaten. Außerdem wählst Du ja auch hier die Abgeordneten, bzw. Du kannst Dich wählen lassen.
Zitat:
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In jeden Wahlkampf wird erklärt das man im Falle der Machtübernahme: Arbeitsplätze schaffen wolle, die Renten sicher machen will, und den sozial Benachteiligten ein Netz zu Leben geben will.
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Wollen sie auch. Können ist eine andere Sache.
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13. 03. 2006, 08:59
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#2
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Ich verspreche mir nicht viel davon, dem Volk "mehr Mitbestimmung" einzuräumen. Dazu hat das Volk zu wenig Kompetenz. Andererseits schwindet auch die Kompetenz der Volksvertreter; beziehungsweise wird das System immer komplexer, so daß mehr Kompetenz erforderlich wird, um die Prozesse noch kontrollieren zu können.
Grundsätzlich würde ich am bestehenden Demokratie-Schema nicht viel ändern; an der Wirtschaftsverfassung jedoch eine ganze Menge.
Ausgehend von dem Grundsatz, daß wirtschaftliches Handeln zum Nutzen des ganzen Volkes zu geschehen hat, würde ich die Verteilungsfrage anders lösen. Die Globalisierung würde ich durch eine Stärkung der Regionalisierung zurückdrängen. Die betroffene Bevölkerung muß wieder erkennen, daß sie für sich selbst arbeitet und nicht für undurchsichtige Interessen von anonymen Kapitalansammlungen.
Da versucht gerade Merck Schering aufzukaufen. Beides sind gesunde Unternehmen. Was soll also diese Aktion außer irgendwelchen Renditeinteressen zu dienen wobei die Fusion für die Arbeitsplätze eher negativ sein dürfte? Das nur mal als Beispiel.
Die globale Herrschaft des Kapitals muß beschnitten werden, weil die beteiligten Nationen trotz demokratischer Struktur auf dieses Geschehen keinen Einfluß mehr haben. Die globale Geld-Diktatur ist von niemandem legitimiert und findet trotzdem statt. Sie wird von wenigen Interessierten undemoktratisch in Gang gehalten.
Unsere moderne technische Zivilisation hat eigentlich alles, was eine Gesellschaft braucht. Von den Möglichkeiten ist sie so reich wie keine Gesellschaft vorher. Darum wäre es ohne weiteres möglich, sich um einen anderen Verteilungsschlüssel der Güter zu kümmern, der den armen Gesellschaften und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen dienen könnte.
Die Zielsetzung der Gesellschaft muß eine andere sein und sie muß mehr sein als Profitmaximierung.
Der Rebell
P.S. Ein gänzlich anderes System wie etwa einen sogenannten Kommunismus lehne ich ab, da die Gefahr der Entartung zur Diktatur zu groß ist.
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13. 03. 2006, 09:59
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#3
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Die Globalisierung würde ich durch eine Stärkung der Regionalisierung zurückdrängen.
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Wie denn z.B.? Da würde mich jetzt Deine konkreten Vorstellungen interessieren.
Deine Argumentation finde ich zwar vom Kern richtig, aber ist nicht auch die Bevölkerung genauso gierig? Die lässt sich das immerhin alles bieten, so lange sie Wahlgeschenke (versprochen) bekommt und nicht zu sehr mit Einzelheiten vom Leid anderer belästigt wird. Die dicken Unternehmen sind ohne die Konsumenten nichts. Da kann auch die Politik ohne Rückhalt in der Bevölkerung nichts dran ändern. Wenn aber immer alle zu bequem sind (wobei es natürlich nicht leicht ist, sich soeinem System zu widersetzen) wird sich auch nichts dran ändern. Trotz allgemeinem Rumgeheule bezweifel ich auch, das ernsthaftes Interesse an einer Änderung besteht. Viel zu anstrengend, denn eigentlich geht's uns ja gut...
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13. 03. 2006, 10:22
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#4
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Es ist ja nicht so, daß es nicht vielfältige Studien über die negativen Auswirkungen der Globalisierung gäbe. Es gibt haufenweise davon. Beispiel: Auf unseren Märkten landen Produkte, die woanders von Sklaven produziert werden, die sogar noch durch den Produktionsprozeß vergiftet werden.
Oder: Brauchen wir wirklich japanische Autos in Europa? Ist die Auswahl hier zu gering? Warum kommen die Japaner nicht hierher und produzieren hier ihre Autos?
Die Wirtschaft ist ein komplexes System von Regelkreisen. Man kann in diesen Regelkreisen andere Sollwerte eingeben um den Prozessen eine andere Richtung zu geben.
Konkret würde ich das Steuersystem danach ausrichten. Man könnte etwa eine Entfernungssteuer erheben. Oder man könnte die Güter nach "Wichtigkeit" besteuern.
Werden eigentlich bei der Fusion von Merck/Schering irgendwelche Steuern fällig? Warum wird da keine Mehrwertsteuer erhoben, da doch eine Firma ein Handelsgut zu sein scheint.
Im Grundsatz würde ich also alle Wirtschaftsprozesse nach einem Bewertungssystem beurteilen und besteuern. Im internationalen Wirtschaftssystem würde ich unfairen Wettbewerb unterbinden. Ein Produkt, das unter hohen Umweltstandards hergestellt wird ist eben mehr wert als ein Produkt, das ohne Rücksicht auf die Ökologie hergestellt wird obwohl beide im Ergebnis identisch sind.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 10:45
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#5
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ex-Moderator
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Außerdem wählst Du ja auch hier die Abgeordneten,
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Genau das doch das Übel! Ich darf eine Partei wählen WER meine Interessen aber vertritt bestimme nicht ich sondern wiederum die Partei. Und von der Partei wird nur aufgestellt wer Linientreu ist. Deshalb ist auch JEDE Aussage eines Politikers Nonsen (Fraktionsdisziplin).
Laut Gundgesetz sollte es eigentlich anders sein: Indem Moment wo ein Volksvertreter gewält wurde vertritt er die Interessen des Volkes und nicht einer Partei. Es ist aber leider genau andersrum!
Jede Interessensgruppe hält sich heute eine Horde von Experten die gegebenfalls genau die Auffassung der Interressengruppe vertritt. Da sitzen sie dann bei Talkshows rum verwirren die Zuschauer mit teilweise diamentral entgegengesetzten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es sind immer die gleichen Verdächtigen die zu bestimmten Themen auftreten. UND: Man findet immer einen Experten der genau das GEGENTEIL belegen kann. Egal um welches Thema es sich handelt. Dadurch entsteht beim Zuseher ein Informationsgau. Glaubt hier wirklich jemand ersthaft das eihn 19jähriger dieses Games durchschaut?
Noch so eine Mißgeburt: Wer 19-Jahre alt ist darf wählen. Der gleiche 19jährige ist aber bei Hartz IV nicht volljährig. Hier müssem weiter seine Eltern haften wenn er es wagt eine eigene Wohnung zu beziehen. Das ist eigentlich ein Ausdruck von politischer Hilflosigkeit unter einem finanziellen Diktat der sich in der jetzigen Staatsorganisation nicht auflösen läßt.
Womit ich bei den Statement vom "Der Rebell" bin, dem ich ausdrücklich zustimme, denke aber das zuerst die Organisation des Staates verändert werden muss bevor diese Instrumente in Angriff genommen werden können. Wer sollte Sie den sonst verändern? Nein, mir geht es nicht darum eine Diktatur o.ä. zu errichten, sondern um die Veränderung der bestehende Staatsorganisation.
Zitat:
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Viel zu anstrengend, denn eigentlich geht's uns ja gut...
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Wie lange noch? Wir haben doch schon: Kinderarmut, bald auch noch Altersarmut etc.
Ich weiß nicht wann wir wirklich aufwachen um zu erkennen das es so nicht mehr weitergeht: Firmen die lustig Gewinne machen und dafür Leute entlassen.
EDIT. Die Aussage "Wer 19-Jahre alt ist darf wählen. Der gleiche 19jährige ist aber bei Hartz IV nicht volljährig. " stimmt so nicht.
Richtig ist: Junge Erwachsene unter 25 sollen möglichst wieder bei den Eltern wohnen und nur noch mit 276 Euro Arbeitslosengeld II auskommen.
Danke an Rebell für die Korrektur.
Geändert von Provokateur (13. 03. 2006 um 11:21 Uhr).
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13. 03. 2006, 10:57
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#6
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Auch für eine demokratische Wahl gibt es Alternativen, die teilweise praktiziert werden. (BaWü ? ) Man kann aus einer Liste inkompetente oder mißliebige Kandidaten herausstreichen; also abwählen.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 11:08
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#7
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Homosapien
Registrierungsdatum: Sep 2004
Ort: Planet Erde
Beiträge: 976
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Re: Demokratie aber welche?
Die beste Demokratie wird nichts nützen, wenn das Volk darin keinen Fortschritt mehr sieht, sondern wie es von statten geht, nur noch Rückschritte gibt.
Ist aber kein Wunder, da die Parlamente nur noch aus Akademikern, Wirtschaftsfritzen und Juristen bestehen, dass sind sozusagen Randgruppen des Volkes.
Frag mal in anderen europäischen Ländern nach, dort wirst du die gleiche Politikverdrossenheit erfahren wie hier in Deutschland, die Menschen haben das Gefühl von Ohnmacht nichts mehr ändern zu können mit Wahlen.
Diese Demokratie ist nur noch Selbsterhalt für Staatsbedienstete, dass Volk ist der grosse Verlierer.
Die Politik besteht hauptsächlich aus reinen Fachidioten, die haben nur einen begrenzten Horizont der ihnen beim studieren eingebleut wurde.
Andrax
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13. 03. 2006, 11:09
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#8
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ex-Moderator
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
Beiträge: 3.150
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Re: Demokratie aber welche?
@ Der Rebell
Zitat:
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Auch für eine demokratische Wahl gibt es Alternativen, die teilweise praktiziert werden. (BaWü ? ) Man kann aus einer Liste inkompetente oder mißliebige Kandidaten herausstreichen; also abwählen.
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Scheingefecht! Das würde ja bedeuten ich müßte in Hartz IV gehen um alle Wahlveranstaltungen aller Kanditaten zu besuchen. Wie stelle ich den einen "mißliebigen" Kandiaten fest? Woher soll ich wissen das er nach der WAHL nicht etwas anderes tut als er vor der Wahl versprochen hat?
Ich verstehe schon was du meinst, sehe allerdings in der Umsetzung erhebliche Probleme.
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13. 03. 2006, 11:16
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#9
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Wegen der Wahlen müßte man sich was einfallen lassen. Es gibt sicher Möglichkeiten; zB sowas wie eine Bewährungszeit oder Assistenzzeit oder Ähnliches.
Ich sehe das Hauptproblem in der schwindenden Unabhängigkeit der Abgeordneten. Sie unterliegen mehr und mehr einem Denkverbot weil das System übermächtig ist.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 11:22
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#10
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Homosapien
Registrierungsdatum: Sep 2004
Ort: Planet Erde
Beiträge: 976
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Zitat von Der Rebell
Auch für eine demokratische Wahl gibt es Alternativen, die teilweise praktiziert werden. (BaWü ? ) Man kann aus einer Liste inkompetente oder mißliebige Kandidaten herausstreichen; also abwählen.
Der Rebell
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Real bedeutet dieses, da brauch ich gar nicht mehr wählen gehen.
Denn was wollen die mit ein paar Stimmchen bewegen?
Nichts, so wie all die anderen kleinen Parteien, eine verschwendung von Wahlstimmen.
Sieh doch mal auf das Linksbündnis, die werden auch NULL bewegen können, dafür werden schon die grossen Parteien sorgen und die Medien.
Es gibt nur eine Entscheidung zwischen Pest oder Cholera in unserer Politlandschaft.
Demokratie in Deutschland?
Sehe ich keine, sehe nur 500 Diktatoren.
Andrax
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13. 03. 2006, 11:33
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#11
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Sieh doch mal auf das Linksbündnis, die werden auch NULL bewegen können, dafür werden schon die grossen Parteien sorgen und die Medien.
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Das kann man auch anders sehen. Immerhin mußten sich die Altparteien einigen Argumenten stellen und drauf reagieren.
Aber jetzt bitte keine Bewertungen der einzelnen Parteien vornehmen. Das ist ja eigentlich nicht das Thema und würde ins Abseits führen.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 11:37
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#12
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Homosapien
Registrierungsdatum: Sep 2004
Ort: Planet Erde
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Zitat von Der Rebell
Das kann man auch anders sehen. Immerhin mußten sich die Altparteien einigen Argumenten stellen und drauf reagieren.
Aber jetzt bitte keine Bewertungen der einzelnen Parteien vornehmen. Das ist ja eigentlich nicht das Thema und würde ins Abseits führen.
Der Rebell
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Ja das stimmt, nur bringen tut es leider nichts, da sie genau wissen dass sie nicht vom Ross heruntergestossen werden können und die Pensionen sicher sind.
Andrax
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13. 03. 2006, 11:48
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#13
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Ich darf eine Partei wählen WER meine Interessen aber vertritt bestimme nicht ich sondern wiederum die Partei.
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Du kannst bei der Bundestagswahl (als Bsp.) doch auch Direktkmandate (mit-)verteilen, oder? Außerdem habe ich auch auf Dein passives Wahlrecht hingewiesen. Das ist ein wichtiges Recht, nutze es.
Zitat:
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Ist aber kein Wunder, da die Parlamente nur noch aus Akademikern, Wirtschaftsfritzen und Juristen bestehen, dass sind sozusagen Randgruppen des Volkes.
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Das stimmt einfach nicht. Es sind zwar überwiegend Akademiker, aber das liegt auch daran, dass die erstens von der Materie mehr Ahnung haben (klar, wenn man das studiert hat), zweitens scheinen denen die Bevölkerung mehr zuzutrauen und drittens bewerben die sich einfach eher. Engagier Du Dich doch. Wo kein nicht-Akademiker auf dem Wahlzettel steht, da kann man ihn auch nicht wählen...
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13. 03. 2006, 12:10
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#14
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Kleiner Zwischenruf:
Einzelkandidaturen sind sehr teuer. Dafür braucht man schonmal eine große Truppe und viel Geld.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 12:27
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#15
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
Beiträge: 5.037
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Re: Demokratie aber welche?
Hat ja niemand gesagt, dass es einfach ist 
Man braucht natürlich Leute, die von den gleichen Ideen überzeugt sind und sich engagieren wollen. Aber sonst wählt einen ja eh keiner. Es muss aber auch keine Einzelkandidatur sein. Eine "offene Liste" wäre auch denkbar.
Also ist Dein Zwischenruf zwar durchaus richtig. Aber den immer als Entschuldigung vorzuschieben und gleichzeitig zu meckern, dass andere Politiker (auch in einer Partei fällt man nicht automatisch nach oben, besonders nicht von jetzt auf gleich) blöd sind, ist doch arm.
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13. 03. 2006, 12:41
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#16
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Zitat von Greg5000
Also ist Dein Zwischenruf zwar durchaus richtig. Aber den immer als Entschuldigung vorzuschieben und gleichzeitig zu meckern, dass andere Politiker (auch in einer Partei fällt man nicht automatisch nach oben, besonders nicht von jetzt auf gleich) blöd sind, ist doch arm.
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Blöd sind sie nicht. Sie dienen nur den falschen Zielen.
Das ist doch aber genau die Kritik am System. Die gewählten Vertreter sind zu weit weg vom Volk. Wenn man das einmal miterlebt hat, wie in einer Partei Nominierungen stattfinden, wundert einen garnichts mehr.
Ich habe auch kein perfektes Rezept, wie man eine repräsentative Demokratie volksnäher gestalten könnte. Aber eins ist doch klar, daß das gesamte gesellschaftliche Geschehen zur Zeit nur noch am Erfolg des Kapitals gemessen wird.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 12:47
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#17
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
Beiträge: 5.037
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Re: Demokratie aber welche?
Was mich aber wundert, ist der Umstand, dass extrem viele Leute meinen, die Politik wäre "nicht nah genug am Volk". Dann müsste jemand, der "näher am Volk" bzw. "aus dem Volk" doch gewählt werden, wenn er sich aufstellt. Warum macht das keiner? Bei uns gab es bei den letzten OB-Wahlen 3 unabhängige. Einer ist vorher aus der CDU geflogen (war vorher x Jahre OB und ist es auch wieder), einer war ein rechter Frührentner (die Kandidatur kam einem eher wie ein Witz vor) und der dritte war ein Student. Der erste hat die Wahl gewonnen, die anderen beiden haben zusammen keine 5 % geholt. Dabei war der Student relativ vielversprechend. Aber nein, da wählen die Bürger lieber sicher und bleiben bei dem was sie kennen, also CDU/SPD. Auf die Idee jemanden zu wählen, der mal etwas andere Politik macht und halt kein klassischer Kandidat ist, kommen die meisten nicht. Oder auch selbst wen aufzustellen. Die 250 Unterschriften dürften ja wohl zu holen sein, und Geld hatte der Studi auch nicht en masse. Darum geht es mir. Nichtmal wenn andere schon die Arbeit machen wird der Unterstütz.
Deshalb meinte ich, dass das Volk einfach kein übermäßiges Interesse daran hat, etwas zu ändern. Das finde ich frustrierend. Besonders dass die größten Schreihälse dann die sind, die "jemanden aus dem Volk" ganz schnell hängen lassen, wenn es ans Eingemachte geht.
//edit
Ich meinte auch nicht blöd im Sinne von dumm. Kannst dafür auch korrupt, selbstgefällig, weltfremd, whatever einsetzen.
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13. 03. 2006, 12:59
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#18
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.942
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Re: Demokratie aber welche?
Ich habe auch kein Rezept zur Verbesserung der Repräsentanz. Aber es gibt ja auch keine Garantie, daß durch mehr Kandidaten die Auslese besser wäre.
Ich sehe den Hauptfehler unseres Systems auch eher im falschen Wirtschaftssystem als in den (menschlichen) Unzulänglichkeiten in den Parlamenten.
Der Rebell
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13. 03. 2006, 13:28
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#19
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Mitglied
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 43
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Re: Demokratie aber welche?
Da zeig sich doch aber auch, dass das jetzige System darauf ausgerichtet ist alte Machtstrukturen zu erhalten.
Warum wird z.B. ein Einzelkandidat anders behandelt als altgediente "Volksparteien". Wäre es nicht gerecht, dass entweder niemand Unterschriften sammeln müsste oder jeder um auf dem Wahlzettel zu erscheinen? Und was soll das z.B. bringen, dass ich erst 250 Unterschriften sammeln muss. Wenn einer eine große Verwandschaft und einen großen Freundeskreis hat, kriegt er die Unterschriften von allen geschenkt, obwohl die gar nicht wissen was er wirklioch erreichen will...
Von daher sollte man diesen Blödsinn doch einfach sein lassen.
Wir haben ein Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimmen, Überhangmandaten, 5%-Klausel, Ausnahmen für irgendwelche Minderheiten. Für mich ist das an sich ein recht komplexes und aufwendiges Wahlverfahren, dann würde es doch keinen Unterschied machen 20-30 Namen mehr auf den Wahlzettel zu haben, da der bürokratische Aufwand eh groß ist und nicht soviel größer werden würde, wenn jeder der will sich ohne Einschränkung aufstellen lassen kann.
Schließlich soll doch der Bürger über seine Vertreter entscheiden und nicht eine ausgewählte Gruppe....
Und dass die gewählten Akademiker mehr Ahnung von der Materie haben zweifle ich mal stark an. Sie haben oft einfach nur mehr Zeit, verdienen zum Teil besser und haben einen besseren Ruf als z.B. ein Müllmann oder ein Arbeitsloser. Das sind eben nur Vorurteile oder kennt jemand von euch wirklich die jeweiligen Direktkandidaten?
Vielleicht können Akademiker auch einfach nur besser dem Bürger Quark erzählen, den er nicht versteht als ein Handwerker...
Dazu kommt, dass ich es mir als Student nicht leisten könnte, große Plakate aufstellen zu lassen, große Wahlkampfauftritte hinzulegen und an jeder Ecke Kullis, Kondome und sonst was fürn Werbescheiss verteilen zu lassen...
Ich denke vielleicht wäre es ja auch eine Lösung, den Politikern einfach wesentlich weniger als bisher zu bezahlen, so dass es keinen Unterschied macht ob ich Handwerker bin oder Politiker, dann würden demnächst vielleicht nur noch Idealisten im Parlament sitzen, die was fürs Land und nicht für ihre Tasche tun wollen.
Oder man versucht eine Art Prämiensystem einzuführen, dass 1mal im Jahr die Bürger ihren gewählten Direktkandidaten bewerten oder sowas. Oder man misst die Regierungen an ihren Wahlversprechen. Ich weiß, dass ist nicht einfach, aber sowas muss doch möglich sein.
Wobei ich ja als bestes System den Kommunismus ansehe, aber dann müsste sich erst der Mensch ändern, so dass eine Regierung und Geld überflüssig werden würden, quasi jeder bekommt was er braucht und nimmt auch nur das was er braucht, und versucht für die Gemeinschaft zu handeln. ABer naja bis wir soweit sind....
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13. 03. 2006, 13:29
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#20
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
Beiträge: 5.037
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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Warum wird z.B. ein Einzelkandidat anders behandelt als altgediente "Volksparteien". Wäre es nicht gerecht, dass entweder niemand Unterschriften sammeln müsste oder jeder um auf dem Wahlzettel zu erscheinen? Und was soll das z.B. bringen, dass ich erst 250 Unterschriften sammeln muss.
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Das finde ich sehr gut. Das hält immerhin viele Spaßkandidaten ab, weil die einfach zu faul sind, 250 Stimmen zu sammeln. Bei den großen Volksparteien kann man davon ausgehen, dass die es ernst meinen. Die Mitgliederzahlen des Orstverbandes übersteigen ja in den meisten fällen schon die benötigte Unterschriftenzahl. Zu viele einzelwähler würden das ganze eher aufblähen (vergl. 5%-Klausel). So hätten Einzelkandidaten und kleine Parteien noch weniger Chancen.
Zitat:
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Ich denke vielleicht wäre es ja auch eine Lösung, den Politikern einfach wesentlich weniger als bisher zu bezahlen, so dass es keinen Unterschied macht ob ich Handwerker bin oder Politiker, dann würden demnächst vielleicht nur noch Idealisten im Parlament sitzen, die was fürs Land und nicht für ihre Tasche tun wollen.
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Qualifizierte Leute sind nunmal teuer. Man trägt eine riesige Verantwortung, musste viel ehrenamtlich arbeiten und hat einen extrem unsicheren Arbeitsplatz (eine Falsche Aussage im Interview -> das war's). Wenn überhaupt sollten die mehr kriegen, damit sie einen Anreiz haben nicht einfach in die Wirtschaft zu verschwinden (oh, das klingt nach Ackermann, auf mich mit Gebrüll).
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13. 03. 2006, 13:44
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#21
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Mitglied
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 43
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Re: Demokratie aber welche?
@Greg: Meinst du denn nicht, dass aktuell die qualifizierten Leute, die keine Idealisten sind, nicht sowieso schon in der Wirtschaft sind, weil die da noch mehr bekommen.
Ich weiß gleich hauen mich viele, aber ich sag jetzt einfach mal, einer Großteil der Politiker, ist der Ausschuss aus der Wirtschaft, die nicht gut genug sind, aber noch mal etwas mehr als Arbeitslosengeld abgreifen wollen....
Es müssen ja nicht nur qulifizierte Leute sein, es müssen Leute sein, die Politik machen wollen, weil sie etwas bewegen wollen, nicht weil sie Geld verdienen wollen.
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13. 03. 2006, 13:55
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#22
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...ist dagegen!
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Osnabrooklyn
Beiträge: 5.037
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Re: Demokratie aber welche?
Zitat:
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@Greg: Meinst du denn nicht, dass aktuell die qualifizierten Leute, die keine Idealisten sind, nicht sowieso schon in der Wirtschaft sind, weil die da noch mehr bekommen.
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Warum willst Du denen dann weniger zahlen?
Zitat:
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einer Großteil der Politiker, ist der Ausschuss aus der Wirtschaft, die nicht gut genug sind
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Wieso, die haben doch vorher (oder nebenbei) oft noch gute Jobs (Anwälte, Berater, Manager, ...). Das sehe ich anders als Du. Und Ahnung (zumindest etwas Vorbildung) sollten die schon haben. Klar sollten es aber auch welche sein, die etwas bewegen wollen.
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13. 03. 2006, 14:02
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#23
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