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Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ ruler

Du führst mal wieder den üblichen Fehler vor, die Dinge nicht im Zusammenhang zu sehen. Wohin ist denn das Geld der sagenhaften Lohnsteigerungen geflossen?

Es hat den Binnenmarkt angekurbelt. Genau das, was jetzt als zu gering beklagt wird.

Eine Volkswirtschaft ist grundsätzlich viel zu komplex als daß man einer einzigen beteiligten Gruppe eine Schuld für ihren Niedergang zumessen könnte. Mit einer Ausnahme: Die Politik hätte schon in der Vergangenheit den Auftrag wahrnehmen müssen, durch Einsatz der richtigen Steuerungselemente das Schlimmste zu verhindern.

Wie lange wird schon über den demographischen Faktor diskutiert? Wie lange schon wird über die Bildungsmisere diskutiert? Wie lange über das Gesundheitswesen, über die Steuerreform, die Föderalismusreform und anderes?

Es gibt ein ganzes Bündel von Versäumnissen, die ausschließlich die Politik zu verantworten hat.

Wenn die Politik zu feige ist, in diese Felder einzugreifen, dann wuchern all diese Bereiche still vor sich hin bis sie keiner mehr bremsen kann.

Zum Schluß kommen dann irgendwelche Idioten und behaupten, daß die Arbeitslosen alleine die Schuldigen sind.

Es gibt genügend Meßdaten, soziologische Untersucheungen und Gutachten, die diese Gefahren benannt haben. Es wäre die Aufgabe der Politik gewesen, daraus die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen und zu handeln. Es ist ihr Auftrag und dafür wird sie bezahlt. Das kann man in jedem Amtseid nachlesen.

Der Rebell
Alt 15. 03. 2006, 23:39 Der Rebell is offline #26
kesrith
...gegen alle Flaggen!
 
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

wie alle anderen Gruppierungen spiegeln auch die Gewerkschaften eben nur die Zustände bei uns und natürlich sind sie als Arbeitgeber den gleichen Zwängen unterworfen wie die Gegenseite.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich die Einkommensschere bei uns in De immer weiter öffnet, was sich nachweisslich auch zu Zeiten getan hat, als allenthalben im Arbeitgeberlager geheult wurde, unsere Lohne währen zu hoch.

Inzwischen galoppieren die Gewinne der Unternehmen davon, das Geheule ist jedoch noch immer das gleiche wie vor 15 Jahren.

Da sind die Gewerkschaften sicher der falsche Sündenbock !

Gruss...
kesrith
Alt 16. 03. 2006, 00:00 kesrith is offline #27
ruler
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Wohin ist denn das Geld der sagenhaften Lohnsteigerungen geflossen?

Auf Arbeitnehmerseite wurde es durch die hohe Inflation aufgefressen, die ebenso durch die Gehaltssteigerungen verursacht wurde.

Auf Arbeitgeberseite dagegen wurde durch die gestiegenen Lohnstückkosten die internationale Wettbewerbsfähigkeit verringert.
Alt 16. 03. 2006, 00:16 ruler is offline #28
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Wir haben da so ein prominentes Unternehmen, das für sich eine Steigerung der Rendite um 25% beansprucht. Ich möchte nicht das Geheule hören, wenn eine Gewerkschaft etwas Ähnliches fordern würde.

Interessant ist auch das Gebahren von Merck. Es möchte gerne Schering kaufen hat aber das Geld überhaupt nicht dafür. Man leiht es sich also. Höchst interessant, wenn man das mit den Ansprüchen normaler Lohnbezieher vergleicht.

Abgesehen davon, daß es doch immer heißt, Konkurrenz belebt das Geschäft. Woher kommt denn die Vielfalt in unserer Gesellschaft? Aus den Monopolen? Ist EON der Weisheit letzter Schluß für den Fortschritt oder eher nur eine Methode der Renditesteigerung?

Ich finde diese Durchschnittsbürger hier onboard, die das hohe Lied des Kapitals singen immer ziemlich erbärmlich. Was erhoffen sie sich davon, daß sie vor dem Kapital auf dem Bauch kriechen?

Der Rebell
Alt 16. 03. 2006, 00:19 Der Rebell is offline #29
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ ruler,

Du kannst Deine einseitigen Betrachtungsweisen immer noch nicht lassen. Schon wieder versuchst Du, einer Gruppe der Gesellschaft die Schuld für die Inflation in die Schuhe zu schieben.

Könnten die Preise nicht auch einfach deswegen inflationär gewesen sein, weil die Unternehmer ihre Gewinne steigern wollten?

Der Rebell

P.S. Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem Auftreten von Gewerkschaften und Unternehmern. Wenn die Gewerkschafren auftreten, wirds laut und die Unternehmer setzen ihre Interessen leise durch. Das verwirrt dann die objektiven Wahrnehmungsmöglichkeiten der BILD-Leser.

Geändert von Der Rebell (16. 03. 2006 um 00:38 Uhr).
Alt 16. 03. 2006, 00:23 Der Rebell is offline #30
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Deine Empfehlungen sind ebeso arrogant wie überflüssig. Es bestätigt mal wieder meine Beobachtung von vor einigen Wochen, daß es ziemlich witzlos ist, sich mit Deinen Texten auseinanderzusetzen.

Überflüssig ist deine Textinterpretation. Dass meine Beiträge witzlos sind liegt wahrscheinlich daran, dass wir uns im Bereich Politik und Gesellschaft des Boards befinden. Wenn ich etwas "witziges" schreiben möchte werde ich dies gerne im Funtalk einbringen.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
obwohl sie im Gesamtgeschehen des Niedergangs Deutschlands eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Wenn es nur so wäre.
Alt 16. 03. 2006, 14:03 Magrange is offline #31
coolhand
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

hi,

Zitat:
Frag mal die Aktionäre, ob die Arbeitgeber Geld haben.

Frag doch mal die VERDI Arbeitgeber ob die Geld haben.

Länder und Kommunen sind alle mehr oder weniger pleite und sollen
trotzdem den Lohn erhöhen.

Gewerkschaft ist ist sicher nicht pleite und verlangt für eigene Leute Nullrunde.


Das ist ein Paradebeispiel für Doppelzüngigkeit!

mfg, ch
Alt 16. 03. 2006, 14:18 coolhand is offline #32
Lindener Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Wir haben da so ein prominentes Unternehmen, das für sich eine Steigerung der Rendite um 25% beansprucht. Ich möchte nicht das Geheule hören, wenn eine Gewerkschaft etwas Ähnliches fordern würde.
Du solltest wissen, das die meisten Arbeitsplätze duch den Mittelstand (und hier hauptsächlich durch Familienbetriebe) geschaffen werden und da Sprudeln die Gewinne eben nicht so!
Man sollte weiterhin unbedingt Lohnzurückhaltung üben und nicht den kleinen, durchaus vorhandenen Aufschwung durch hohe Gehaltsforderungen kaputt machen!

Die Gewerkschaft sollte sich gerade jetzt um die Erhaltung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren, sollte die Arbeitslosigkeit dann spürbar zurückgehen, ist auch wieder Platz für Lohnerhöhungen!
Das die Gwerkschaft (insbsonders Verdi) schon seit Jahren durch explodirende Gehälter Ihrer Funtionäre, Massenentlassungen und Arbeitszeiten von weit über 40 Stunden für Ihre Mitarbeiter auffält,ist doch schon lange kein Geheimniss mehr!

Gruss

Lindener
Alt 16. 03. 2006, 14:58 Lindener is offline #33
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Mit dem Argument, daß die Gewinne nicht sprudeln, kann man jeden Sklavenlohn begründen.

Zitat:
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU) und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) setzen auf höhere Löhne zum Ankurbeln der Wirtschaft. "Es ist eine Lebenslüge, dass die Löhne zu hoch sind", meint Rüttgers.
http://www.rp-online.de/public/artic...schland/168670

Und hier:
http://www.dgb.de/themen/tarifpoliti...rhoehungen.htm

Und hier:
Zitat:
Wir müssen in Deutschland wieder zurückkommen zu dem, was wir lange Zeit hatten, nämlich dass sich die Löhne mit der Produktivitätsentwicklung entwickeln und dass auch ein Ausgleich für die Inflationsrate gegeben wird, so dass die Kaufkraft der Arbeitnehmer wieder zunimmt.
http://www.goethe.de/ges/wrt/dos/dos/diu/de1085915.htm

Mit anderen Worten haufenweise. SPD, Linkspartei und Grüne braucht man wohl garnicht zu zitieren.

Der Rebell
Alt 16. 03. 2006, 15:10 Der Rebell is offline #34
Lindener Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU) und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) setzen auf höhere Löhne zum Ankurbeln der Wirtschaft. "Es ist eine Lebenslüge, dass die Löhne zu hoch sind", meint Rüttgers.

Wer spricht den von Sklavenlöhnen?

Na ja, zumindest Glos ist ja schon zurückgerudert!

Wenn es einem Unternehmen gut geht, spricht ja nichts gegen Löhnerhöhung, aber
z.B. im Einzelhandel stagniert seit Jahren der Umsatz, viele Händler könnten es nicht verkraften!

Gruss

Lindener
Alt 16. 03. 2006, 15:33 Lindener is offline #35
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Wohin ist denn das Geld der sagenhaften Lohnsteigerungen geflossen?

Es hat den Binnenmarkt angekurbelt. Genau das, was jetzt als zu gering beklagt wird.

Das Geld aus den Lohnsteigerungen hat nicht nur die Binnennachfrage angekurbelt. Es war aber ein schwerer Fehler die 35 Stunden Woche einzuführen und daran waren die Gewerkschaften hauptsächlich die Schuldigen.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Es gibt ein ganzes Bündel von Versäumnissen, die ausschließlich die Politik zu verantworten hat.

Darum gehts jetzt aber nicht. Ausserdem herrscht Tarifautonomie.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Wenn die Politik zu feige ist, in diese Felder einzugreifen, dann wuchern all diese Bereiche still vor sich hin bis sie keiner mehr bremsen kann.

Was hätte denn gemacht werden sollen?
Alt 16. 03. 2006, 15:41 Magrange is offline #36
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von kesrith 
wie alle anderen Gruppierungen spiegeln auch die Gewerkschaften eben nur die Zustände bei uns und natürlich sind sie als Arbeitgeber den gleichen Zwängen unterworfen wie die Gegenseite.

Es ist aber unverschämt von den Arbeitgebern 5% mehr Lohn zu verlangen, selber aber den eigenen Angestellten eine Nullrunde verpassen zu wollen.
Alt 16. 03. 2006, 15:48 Magrange is offline #37
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Jau,

die Gewerkschaften sind trotz der geringen Streikzeiten in Deutschland schuld an der Misere.

Von mir aus.

Der Rebell
Alt 16. 03. 2006, 15:55 Der Rebell is offline #38
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Interessant ist auch das Gebahren von Merck. Es möchte gerne Schering kaufen hat aber das Geld überhaupt nicht dafür. Man leiht es sich also. Höchst interessant, wenn man das mit den Ansprüchen normaler Lohnbezieher vergleicht.

Was hat denn das mit dem Thema zu tun?
Das solch ein Verhalten in der globalen Welt üblich ist wirst wohl wissen.
Falls es noch nicht bemerkt hast: Deutsche Unternehmen sind nicht nicht die einzigen auf der Welt und müssen sich international behaupten.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Abgesehen davon, daß es doch immer heißt, Konkurrenz belebt das Geschäft. Woher kommt denn die Vielfalt in unserer Gesellschaft? Aus den Monopolen? Ist EON der Weisheit letzter Schluß für den Fortschritt oder eher nur eine Methode der Renditesteigerung?

Und jetzt? Ein völlig sinnfreier Beitrag zum Thema.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Ich finde diese Durchschnittsbürger hier onboard, die das hohe Lied des Kapitals singen immer ziemlich erbärmlich. Was erhoffen sie sich davon, daß sie vor dem Kapital auf dem Bauch kriechen?

Das einzige erbärmliche sind deine persönlichen Angriffe.
Alt 16. 03. 2006, 18:37 Magrange is offline #39
Goldust
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Wohin ist denn das Geld der sagenhaften Lohnsteigerungen geflossen?

Es hat den Binnenmarkt angekurbelt. Genau das, was jetzt als zu gering beklagt wird.

Bis auf in dem Punkt gebe ich dir vollkommen recht.

Diese ganzen Lohnerhöhungen konnten den Abbau von Arbeitsplätzen eben nicht stoppen bzw. haben ihn ja erst begründet. Das liegt auch daran, dass diese Formel, dass mehr Löhne mehr Nachfrage und mehr Arbeistplätze schaffen meiner Ansicht nach nicht richtig ist.

Und dass man jetzt auf Lohnerhöhungen setzen müsse, um den Standort attraktiver zu machen, halte ich für lächerlich.

Wir haben nun mal einen Sockel aufgebaut, von dem wir noch lange nicht runter sind.
Alt 16. 03. 2006, 20:24 Goldust is offline #40
thrilled
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Goldust 
Bis auf in dem Punkt gebe ich dir vollkommen recht.

Diese ganzen Lohnerhöhungen konnten den Abbau von Arbeitsplätzen eben nicht stoppen bzw. haben ihn ja erst begründet. Das liegt auch daran, dass diese Formel, dass mehr Löhne mehr Nachfrage und mehr Arbeistplätze schaffen meiner Ansicht nach nicht richtig ist.

Und dass man jetzt auf Lohnerhöhungen setzen müsse, um den Standort attraktiver zu machen, halte ich für lächerlich.

Wir haben nun mal einen Sockel aufgebaut, von dem wir noch lange nicht runter sind.

DU machst es dir auch zu einfach, es waren ganz sicherlich nicht alleine die Lohnerhoehungen die zum "Wirtschafltichen" niedergang gefuehrt haben.

Crux und Segen der deutschen Wirtschaft (bemerke: nicht der dt. arbeitslosen), liegt inder extremen ausrichtung auf den Export. Man koennte auch anders Fragen warum z.B. die skandinavischen Laender keine derart gravierenden wirtschaftlichen Probleme haben troz hoeherer Loehne ?

Die antwort liegt wie bereits oben angedeutet im unverhaeltnis zwischen dem deutschen Binnenmarkt und dem Export, denn das Land das seine Produkte weltweit verkaufen will, muss diese auch zu einem Preis anbieten der mindestens genauso niedrig ist wie der der z.B. asiatischen Konkurenz.

Dieser Effekt fuehrt nun dazu das bei der Produktion die Kosten soweit gesenkt werden bis man eben mit den asiatischen/amerikanischen Konkurenten mithalten kann, das kann entweder durch entlassungen, automation etc. passieren.

Umso mehr prozent aller produzenten und dienstleister in einem Land ihre Produkte und Dienstleistungen "global" anbieten, zu eben solchen "globalen" preisen, umsomehr Arbeitnehmer trifft es entsprechend an den produktionsstaetten.

(Es ist nicht verwunderlich warum deutschland eine der hoechsten oder die hoechste Automations rate der Welt hat...)

Viel mehr ist die flasche Ausrichtung der Wirtschaft zu kritisieren (das wuerde zu beginn der 70er Jahre verbockt) als die Gewerkschaften.

Cheers thrilled
Alt 17. 03. 2006, 04:13 thrilled is offline #41
Lindener Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Um wieder zum Thema zu kommen, Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften:

http://www.manager-magazin.de/untern...406357,00.html

Interessant:

Zitat:
Die finanzielle Lage des DGB lasse keine Gehaltssteigerungen zu, heißt es schlicht. Also Nullrunde. Zum Teufel mit der Konjunktur.


Ja, ja, die guten Gewerkschaften!

Gruss

Lindener
Alt 17. 03. 2006, 05:54 Lindener is offline #42
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von thrilled 
Crux und Segen der deutschen Wirtschaft (bemerke: nicht der dt. arbeitslosen), liegt inder extremen ausrichtung auf den Export. Man koennte auch anders Fragen warum z.B. die skandinavischen Laender keine derart gravierenden wirtschaftlichen Probleme haben troz hoeherer Loehne ?

Die antwort liegt wie bereits oben angedeutet im unverhaeltnis zwischen dem deutschen Binnenmarkt und dem Export, denn das Land das seine Produkte weltweit verkaufen will, muss diese auch zu einem Preis anbieten der mindestens genauso niedrig ist wie der der z.B. asiatischen Konkurenz.



Das gehört zwar nicht zum eigentlichen Thema, aber trotzdem mal ein paar Worte dazu:

Es ist doch Unsinn die "extreme Ausrichtung" auf den Export von Produkten und Dienstleistungen als Grund anzuführen.

Erstens kann man den in Deutschland wohnenden Bürgern nicht verordnen dass diese nur noch in Deutschland hergestellte Produkte und Dienstleistungen kaufen. Diese würden die Bürger auch deshalb nicht machen, da ausländische Produkte und Dienstleistungen zum Teil ja billiger sind.

Zweitens sind Unternehmen mehr oder weniger gezwungen sich neue Märkte zu suchen um ihre Produkte zu verkaufen, auch um Produkte bei einer erhöhten Produktion billiger anbieten zu können.

Schon mal was von Fixkostendegression gehört?
Alt 17. 03. 2006, 07:33 Magrange is offline #43
Goldust
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von thrilled 
DU machst es dir auch zu einfach, es waren ganz sicherlich nicht alleine die Lohnerhoehungen die zum "Wirtschafltichen" niedergang gefuehrt haben.

Crux und Segen der deutschen Wirtschaft (bemerke: nicht der dt. arbeitslosen), liegt inder extremen ausrichtung auf den Export. Man koennte auch anders Fragen warum z.B. die skandinavischen Laender keine derart gravierenden wirtschaftlichen Probleme haben troz hoeherer Loehne ?

Die antwort liegt wie bereits oben angedeutet im unverhaeltnis zwischen dem deutschen Binnenmarkt und dem Export, denn das Land das seine Produkte weltweit verkaufen will, muss diese auch zu einem Preis anbieten der mindestens genauso niedrig ist wie der der z.B. asiatischen Konkurenz.

Dieser Effekt fuehrt nun dazu das bei der Produktion die Kosten soweit gesenkt werden bis man eben mit den asiatischen/amerikanischen Konkurenten mithalten kann, das kann entweder durch entlassungen, automation etc. passieren.

Umso mehr prozent aller produzenten und dienstleister in einem Land ihre Produkte und Dienstleistungen "global" anbieten, zu eben solchen "globalen" preisen, umsomehr Arbeitnehmer trifft es entsprechend an den produktionsstaetten.

(Es ist nicht verwunderlich warum deutschland eine der hoechsten oder die hoechste Automations rate der Welt hat...)

Viel mehr ist die flasche Ausrichtung der Wirtschaft zu kritisieren (das wuerde zu beginn der 70er Jahre verbockt) als die Gewerkschaften.

Cheers thrilled

Also wir haben höhere Lohnkosten als Schweden. Sind etwa auf dem gleichen Niveau wie Dänemark und Norwegen - doch hier enthält der Lohne eine Art "Risikozuschlag", da diese Länder beispielsweise gar keinen Kündigungsschutz haben. Und die zu kräftigen Lohnerhöhungen sind auf jeden Fall mit ein Faktor, weshalb wir jetzt nicht mehr wettbewerbsfähig sind (wenngleich sicherlich nicht der einzige). Wir hatten schließlich auch mit anderen Probleme wie der deutschen Vereinigung zu kämpfen.
Alt 17. 03. 2006, 14:41 Goldust is offline #44
thrilled
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Das gehört zwar nicht zum eigentlichen Thema, aber trotzdem mal ein paar Worte dazu:

Es ist doch Unsinn die "extreme Ausrichtung" auf den Export von Produkten und Dienstleistungen als Grund anzuführen.

Erstens kann man den in Deutschland wohnenden Bürgern nicht verordnen dass diese nur noch in Deutschland hergestellte Produkte und Dienstleistungen kaufen. Diese würden die Bürger auch deshalb nicht machen, da ausländische Produkte und Dienstleistungen zum Teil ja billiger sind.


Ich habe auch keine Vorordnung gefordert. Versuch bitte meinen Post richtig zu lesen. Darueberhinaus sprichst du hier den Import von auslaendischen Produkten an.

Zitat:
Zweitens sind Unternehmen mehr oder weniger gezwungen sich neue Märkte zu suchen um ihre Produkte zu verkaufen, auch um Produkte bei einer erhöhten Produktion billiger anbieten zu können.

Schon mal was von Fixkostendegression gehört?

Es ist sehr verlockend fuer Unternehmen in neue Maerkte einzusteigen von Zwang kann da meiner Meinung jedoch keine Rede sein.
Alt 18. 03. 2006, 02:56 thrilled is offline #45
thrilled
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Goldust 
Also wir haben höhere Lohnkosten als Schweden. Sind etwa auf dem gleichen Niveau wie Dänemark und Norwegen - doch hier enthält der Lohne eine Art "Risikozuschlag", da diese Länder beispielsweise gar keinen Kündigungsschutz haben. Und die zu kräftigen Lohnerhöhungen sind auf jeden Fall mit ein Faktor, weshalb wir jetzt nicht mehr wettbewerbsfähig sind (wenngleich sicherlich nicht der einzige). Wir hatten schließlich auch mit anderen Probleme wie der deutschen Vereinigung zu kämpfen.

Ich haette gerne etwas mehr Informationenen ueber den von dir genannten "Risikozuschlag". Trotzlanger suche konnte ich keine qualifiezierten Informationen finden.

Um noch mal auf den Punkt zu kommen, letz endlich ist es doch nicht relevant ob diese Laender nun mehr oder genauso viel an Lohnkosten bezahlen, ein grosser Wettbewerbsvorteil besteht in Norwegen gegenueber den Lohnkosten, Steuern und Sozialabgaben in Deutschland sicherlich nicht.

Der Unterschied liegt nun mal im fehlen eines starken Binnenmarkt in Deutschland bzw. einer Wirtschaft die zu stark auf den export ihrer Produkte fokussiert ist, das versuche ich ja gerade deutlich zumachen.

Die Loehne sind naemlich nur dann zu hoch, wenn man staerker unter internationalem Wettbewerb steht als andere, und das ist ungleucklicherweise in Deutschland der fall.

Cheers thrilled
Alt 18. 03. 2006, 03:32 thrilled is offline #46
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größtenteils harmlos
 
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von thrilled 
Die Loehne sind naemlich nur dann zu hoch, wenn man staerker unter internationalem Wettbewerb steht als andere, und das ist ungleucklicherweise in Deutschland der fall

Das kann ich jetzt gar nicht nachvollziehen. Wenn man in einem Niedrigpreis-Segment des globalen Marktes erfolgreich sein will, müssen die Lohnstückkosten niedrig sein. Das geht dann aber mit niedrigen Löhnen einher - und mit hoher Automatisierung, wenn möglich.
Deutschlands Waren bewegen sich hauptsächlich im Hochpreis-Segment und verkaufen sich über die Qualität - In diesem Segment sind die Lohnstückkosten weniger wichtig als die Qualität der Ware.

Unser "Arbeitslosenproblem" ist imo vielmehr ein Arbeitsplatzproblem im Niedriglohnbereich. - Und wenn man unser Binnenmarktproblem lösen will, muss man diesen Bereich fördern, damit gerade bei Menschen im unteren Lohnniveaubereich Kaufanreize entstehen und die Angst vor Arbeitsplatzverlust minimiert wird.
Alt 18. 03. 2006, 08:19 Sin Eater is offline #47
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von thrilled 
Ich habe auch keine Vorordnung gefordert. Versuch bitte meinen Post richtig zu lesen. Darueberhinaus sprichst du hier den Import von auslaendischen Produkten an.

Dann drück dich mal deutlich aus und wirf nicht mit irgendwelchen Phantasien um dich.


Zitat:
Zitat von thrilled 
Es ist sehr verlockend fuer Unternehmen in neue Maerkte einzusteigen von Zwang kann da meiner Meinung jedoch keine Rede sein.

Aha. Deiner Meinung nach sollten dann die Unternhemen in Deutschland einfach nur für den deutschen Markt produzieren. Dann müsste man sich ja nicht international mit der Konkurrenz und deren Produkte sowie Preise messen.
Natürlich müssen dann alle in Deutschland brav die einheimischen Produkte kaufen und nicht die ausländischen.
Stellst dir das so ungefähr vor?

Purer Schwachsinn.
Alt 18. 03. 2006, 12:48 Magrange is offline #48
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von thrilled 
Crux und Segen der deutschen Wirtschaft (bemerke: nicht der dt. arbeitslosen), liegt inder extremen ausrichtung auf den Export.

Bitte diesen Unsinn dann auch begründen.

Zitat:
Zitat von thrilled 
Die antwort liegt wie bereits oben angedeutet im unverhaeltnis zwischen dem deutschen Binnenmarkt und dem Export, denn das Land das seine Produkte weltweit verkaufen will, muss diese auch zu einem Preis anbieten der mindestens genauso niedrig ist wie der der z.B. asiatischen Konkurenz.

Es verkauft nicht ein Land seine Produkte, sondern Unternehmen.

Zitat:
Zitat von thrilled 
Dieser Effekt fuehrt nun dazu das bei der Produktion die Kosten soweit gesenkt werden bis man eben mit den asiatischen/amerikanischen Konkurenten mithalten kann, das kann entweder durch entlassungen, automation etc. passieren.

Die Schlussfolgerung ist Schwachsinn.
Beispiel BMW: Deren Autos sind ziemlich teuer, trotzdem fahren die seit Jahren ein Rekordergebnis nach dem anderen ein und schaffen Arbeitsplätze in Deutschland.

Zitat:
Zitat von thrilled 
Um noch mal auf den Punkt zu kommen, letz endlich ist es doch nicht relevant ob diese Laender nun mehr oder genauso viel an Lohnkosten bezahlen, ein grosser Wettbewerbsvorteil besteht in Norwegen gegenueber den Lohnkosten, Steuern und Sozialabgaben in Deutschland sicherlich nicht.

Natürlich sind die Lohnkosten und die Lohnnebenkosten sehr bedeutsam.
Und vor allem bei den Lohnnebenkosten sind wir in Deutschland einfach zu hoch.

Zitat:
Zitat von thrilled 
Die Loehne sind naemlich nur dann zu hoch, wenn man staerker unter internationalem Wettbewerb steht als andere, und das ist ungleucklicherweise in Deutschland der fall.