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prepassenger
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Schuld sind wir alle, weil die breite Masse immer die Fresse hält.
Die Gewerkschaften sind doch in Ihrer Macht inzwischen so beschnitten, daß ich mir bald gar nicht vorstellen kann daß die überhaupt noch was zustandebringen.
Doppelzüngigkeit hin oder her, da kann man besser fragen wie es die Politiker halten.
Einerseits Diäten erhöhen, andererseits Pensionen kürzen, Zuzahlungen Gesundheitswesen, das beißt sich wirklich, finde ich.

Wenn weniger Beiträge dann ist eine Nullrunde doch logisch, solange sie für alle gilt finde ich das ok und nachvollziehbar.
Schade finde ich das trotzdem, weil die Gewerkschaften eh nix mehr zu melden haben.
Alt 21. 03. 2006, 09:19 prepassenger is offline #76
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Oh mann, sei doch nicht so stur.

Bin nicht stur. Nur logisch.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Das erste betrifft diejenigen, die selber ein ordentliches Gehalt haben und mit dem Finger auf die Arbeitslosen zeigen und sagen "Ihr könnt für 5,60 arbeiten."

Da hilft auch nicht weiter. Wer sich hinstellt und meint einen bestimmten Lohn verdient zu haben soll dies auch begründen.
Mit welchem Recht verlangt jemand einen bestimmten Lohn, ohne z.B. entsprechend qualifiziert zu sein?
Wer enstprechende Qualifikationen nicht vorweisen kann und deshalb keinen Job hat war entweder zu faul, hat sich zu wenig Gedanken gemacht oder halt einfach Pech gehabt.
Für letzteres kann die Person nichts, das berechtig aber nicht zu einer "Bezahlt mir mindestens. x Euro" Haltung, dann arbeite ich auch.

Das kann die Solidargemeinschaft auf Dauer nicht verkraften.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Kann man das nicht erkennen?

Nö, weil es da nichts zu erkennen gibt.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Du behauptest wieder mal, daß genug Arbeit zu Niedriglöhnen da wäre. Das ist nicht so. Wenn überhaupt handelt es sich um einen Verdrängungswettbewerb. Teure Arbeitnehmer sollen durch billige ersetzt werden.

Das ist falsch. Es ist sehr wohl Arbeit zu Niedriglöhnen da. Vielleicht nicht für wirklich jeden, aber doch für viele.
Des Weiteren können nicht alle Arbeitnehmer durch billigere ersetzt werden, da die "billigeren Arbeitnehmer" ja nicht alle die die notwendigen Kenntnisse verfügen. Somit sind wir wieder beim Thema Qualifikation. --> siehe oben
Alt 21. 03. 2006, 10:31 Magrange is offline #77
Der Rebell
ehemaliger ex-ex
 
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Das ist falsch. Es ist sehr wohl Arbeit zu Niedriglöhnen da. Vielleicht nicht für wirklich jeden, aber doch für viele.
Des Weiteren können nicht alle Arbeitnehmer durch billigere ersetzt werden, da die "billigeren Arbeitnehmer" ja nicht alle die die notwendigen Kenntnisse verfügen. Somit sind wir wieder beim Thema Qualifikation. --> siehe oben

Jetzt bist Du mal dran, etwas zu beweisen. Also: wo ist die Statistik über die Anzahl der offenen Billiglohnstellen?

Außerdem gibt es genug qualifizierte Arbeitslose. Es sind nicht 5/7 Mio Arbeitslose unqualifiziert. Dann müßte ja die Statistik offene Stellen in entsprechender Zahl ausweisen.

Du kommst an der Tatsache nicht vorbei, daß bei der Gegenüberstellung Arbeitslose/Stellenangebote nur 10% offene Stellen angeboten werden.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 10:44 Der Rebell is offline #78
sirnnx Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Bin nicht stur. Nur logisch.
Mit welchem Recht verlangt jemand einen bestimmten Lohn, ohne z.B. entsprechend qualifiziert zu sein?
Wer enstprechende Qualifikationen nicht vorweisen kann und deshalb keinen Job hat war entweder zu faul, hat sich zu wenig Gedanken gemacht oder halt einfach Pech gehabt.
Für letzteres kann die Person nichts, das berechtig aber nicht zu einer "Bezahlt mir mindestens. x Euro" Haltung, dann arbeite ich auch.
Das kann die Solidargemeinschaft auf Dauer nicht verkraften.

Mit welchem Recht verlangt jemand von einem anderem für Hungerlöhne zu arbeiten?
Warum sollte das die Solidargemeinschaft unterstützen? Es gehört auch zur Solidarität,
ihn davor zu schützen und auch sich nicht selber zu verkaufen.

Aber mir ist auch klar, dass es immer welche geben wird, die auch die unterbezahlteste
Arbeit annehmen oder auch dazu gezwungen werden - und das es damit immer
schwerer wird, einen gerechten Lohn zu verlangen - der auch der Qualifikation und
schwere der Arbeit entspricht.

Etwas anders sieht es aus mit Leuten die die Solidarität ausnutzen. Davor sollten wir uns
schützen. Aber das wird ja nicht diskutiert.

Aber ich warne davor diese Betrüger mit den Arbeitslosen in einen Topf zu werfen und
gleich zu behandeln.

Und noch etwas. Der Grund für die Teilnahme an einer Solidargemeinschaft ist meist nicht
menschenfreundlichkeit oder das Erlangen von guten Karma.
Nein man hat die Sicherheit auch in den Genuss der Solidarität zu kommen wenn es einen
selber schlecht geht. Und sowas kann auch einen Magrange oder bitmac mal treffen!

NNX
Alt 21. 03. 2006, 10:45 sirnnx is offline #79
bitmac
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Und Du hälst Dich also für aufgeklärt? Da kann man mal sehen, wie wirkungsvoll Propaganda ist. Es geht nicht um 18 Minuten; es geht um einige Tausend Arbeitsplätze, die bei dieser Arbeitszeitverlängerung verloren gehen. Es geht also um Solidarität.

Das ist doch Kinderkacke. Ich kriege nen Hals wenn man wegen so was überhaupt anfängt zu streiken! Wenn nicht 1x im Monat irgendwo für 4 Wochen gestreikt werden würde hätten wir alleine davon schon ein Wirtschaftswachstum von 1% Was ist denn jetzt sinnvoller? Wenn eine Person 50 Stunden arbeitet und davon leben kann - oder wenn man 35 Stunden arbeitet und einen Nebenjob braucht damit man seine Miete zahlen kann? Da bist dann doch auch wieder bei einer Wochenarbeitszeit von jenseits der 50 Stunden?

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Kein Problem; gebt den Arbeitslosen Arbeit, dann arbeiten alle zusammen wieder länger. Entweder ist Herr Wulff dumm oder er weiß nicht wovon er redet. Wenn länger gearbeitet wird -egal in welcher Branche- führt das nicht zu mehr Wohlstand für alle sondern zu mehr Arbeitslosigkeit. Wie sonst will den der öD Kosten einsparen? Es ist irrational, wenn jemand behauptet, daß allein durch längere Arbeitszeiten Kosten eingespart würden. Ohne Entlassungen werden keine Kosten eingespart.

Dass zwischen Denken und Reden doch nicht zwingend ein Zusammenhang besteht (sry, Zitat geklaut) beweisen uns doch gerade die Politiker mit erschreckend häufiger Regelmäßigkeit. Der ÖD sollte nicht dafür verantwortlich sein Arbeitsplätze zu schaffen... und die Politik an sich schon gar nicht. Das einzige was die kann ist Rahmenbedingungen zu verbessern. Und anstatt eine Stellschraube nach der anderen minimalistisch zu bearbeiten wäre ich halt mal für Vereinfachung der Struktur - dann könnten solche Veränderungen auch mal wieder Wirkung zeigen.

Zitat:
Zitat von IQZ. 
Was spricht dagegen das sich Menschen in Gewerkschaften organisieren, und für Ihre Rechte einstehen; oder sich überhaupt erst welche schaffen für die es sich lohnt?

Absolut gar nichts. Wenn sie im Gegenzug auch mal zu ihren Pflichten stehen würden. Ich hab noch nie erlebt dass eine Gewerkschaft mal gesagt hat: "Och, der Wirtschaft gehts scheiße - lasst uns doch alle mal wieder bissl mehr tun - bei gleichem Gehalt". Hat ja lange genug geklappt dass die Arbeitszeit sich verkürzt und die Löhne gleichzeitig steigen. What's the fucking problem wenn sich der Spieß mal für ne Weile umdrehen sollte?

Zu dem Lohn-Dumpings-Arbeitssuchenden-Gebamsle da: Was haltet ihr denn von der Theorie einen per Sozialgesetzt definierten Mindestlohn zu akzeptieren. Nennen wir das mal Arbeiter-Geld. Und um diese soziale Leistung zu erhalten ist man als Staatsbürger verpflichtet im Rahmen seiner Möglichkeiten (könnte ja dann auch sozusagen den eigentlichen Gehaltsvorstellungen entsprechen) Arbeit zu leisten... Ich kann mir ohne großartig drüber nachdenken zu müssen schon vorstellen dass sich jede Menge staatlich verordnete Arbeit finden lässt. Arbeit die keine regulären Arbeitsplätze weg nimmt - aber trotzdem nützlich ist.
Alt 21. 03. 2006, 10:48 bitmac is offline #80
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ bitmac,

auch die vielen Nebenjobs, die man zum Überleben braucht, vernichten Arbeitsplätze.

Du bist und bleibst nunmal ein Neolib mit Deinen Argumenten.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 10:54 Der Rebell is offline #81
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von bitmac 
Das ist doch Kinderkacke. Ich kriege nen Hals wenn man wegen so was überhaupt anfängt zu streiken! Wenn nicht 1x im Monat irgendwo für 4 Wochen gestreikt werden würde hätten wir alleine davon schon ein Wirtschaftswachstum von 1% ...

.. Wenn sie im Gegenzug auch mal zu ihren Pflichten stehen würden. Ich hab noch nie erlebt dass eine Gewerkschaft mal gesagt hat: "Och, der Wirtschaft gehts scheiße - lasst uns doch alle mal wieder bissl mehr tun - bei gleichem Gehalt". Hat ja lange genug geklappt dass die Arbeitszeit sich verkürzt und die Löhne gleichzeitig steigen.

Darf ich mal den Fall Holzmann in Erinnerung rufen?
Zitat:
haben Betriebsrat und Gewerkschaft einer Reallohnsenkung von sechs Prozent zugestimmt. Darüber hinaus wurde die wöchentliche Arbeitszeit - ohne Lohnausgleich - auf 43 Stunden verlängert. Das bedeutet jede Woche vier Stunden unbezahlte Mehrarbeit. Auch 3000 Entlassungen hat der Betriebsrat bereits im Voraus abgesegnet. Damit beginnt eine neue Phase des Arbeitsplatzabbaus, der bisher sozialverträglich abgewickelt wurde und betriebsbedingte Kündigungen ausschloss. Insgesamt beziffert der Betriebsrat die Lohnopfer der Belegschaft auf 245 Millionen Mark. Der Stellenabbau ist darin nicht enthalten.
Zitat von WSWS

Aber hat am Ende zwar auch nicht viel gebracht.
Aber wiederlegt dein schönes Bild von den Gewerkschaften.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 10:59 sirnnx is offline #82
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Rebell

Hierzu wäre noch eine Antwort von dir interessant:

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Wenn länger gearbeitet wird -egal in welcher Branche- führt das nicht zu mehr Wohlstand für alle sondern zu mehr Arbeitslosigkeit.


Das ist völliger Unsinn. Nach deiner Theorie müssten wir ja alle nur weniger arbeiten. Im Extremfall sagen wir mal 1 Stunde in der Woche. Oder ist dir das zuviel?
Dann hätten wir ja keine Arbeitslosigkeit mehr und Wohlstand, Sonnenschein und kühle Getränke für alle.

Dumm nur dass das nicht funktioniert.
Kommst drauf warum?
Alt 21. 03. 2006, 11:06 Magrange is offline #83
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Magrange

erstmal bist Du jetzt mit der Statistik dran. Wieviele Billigjobs werden angeboten, die angeblich niemand annehmen will?

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 11:09 Der Rebell is offline #84
bitmac
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Mit welchem Recht verlangt jemand von einem anderem für Hungerlöhne zu arbeiten?

Derjenige der zahlt schafft an

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Nein man hat die Sicherheit auch in den Genuss der Solidarität zu kommen wenn es einen selber schlecht geht. Und sowas kann auch einen Magrange oder bitmac mal treffen!

Eine der Firmen für die ich arbeiten durfte hat im Zuge der allgemein schlechten Wirschaftslage in Kombination mit Fehlkalkulation und zu hohen Löhnen dicht gemacht. Es ließe sich leider nicht vermeiden mich arbeitslos zu melden. Das ganze habe ich keine 6 wochen ausgehalten - dann hab ich mir selbst Arbeit gesucht.

Ich erinnere mich da an eine wundervolle Szene in meinem Arbeitsamt. Ich musste mich mal wieder sehen lassen - kam an, hatte Pläne, Formulare, etc. Dabei. Ansprechpartner 1 war nicht da (arbeitet ja nur Di und Do zwischen Mittagspause und Nachmittagskaffee für ne halbe stunde oder so). Ansprechpartner 2 hatte keine Ahnung - besser gesagt: Die Formulare mussten von AP 1 abgesegnet werden. Da zücke ich meinen iPAQ und wollte nen Termin vereinbaren wann ich denn auf die Minute vorstellig werden könne um das möglichst rasch über die Bühne zu bringen (das mit dem "Ich will euer Geld nicht mehr haben...") - Da meinte sie nur noch: Nein, nein so geht das nicht - da müssen sie schon einfach so vorbeikommen... (und dann zwei Stunden auf dem Gang rumsitzen) In dem Augenblick ist mir klar geworden dass hier irgendwas falsch läuft.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
auch die vielen Nebenjobs, die man zum Überleben braucht, vernichten Arbeitsplätze.

Nichts gegenteiliges behaupte ich. Genau genommen hab ich zu dem Thema keine qualifizierte Meinung. Was hier in welchem Verhältnis Arbeitsplätze schafft / vernichtet lässt sich denke ich nicht so genau ermitteln.

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Darf ich mal den Fall Holzmann in Erinnerung rufen?

Kritik zur Kenntnis genommen. War nur leider zu spät... Bloß gut das der öffentliche Dienst nicht pleite gehen kann
Alt 21. 03. 2006, 11:11 bitmac is offline #85
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von prepassenger 
Die Gewerkschaften sind doch in Ihrer Macht inzwischen so beschnitten, daß ich mir bald gar nicht vorstellen kann daß die überhaupt noch was zustandebringen.

Wenn es nur so wäre....
Es ginge Deutschland besser.

Zitat:
Zitat von prepassenger 
Doppelzüngigkeit hin oder her, da kann man besser fragen wie es die Politiker halten.
Einerseits Diäten erhöhen, andererseits Pensionen kürzen, Zuzahlungen Gesundheitswesen, das beißt sich wirklich, finde ich.

Das ist eîn anderes Thema.

Zitat:
Zitat von prepassenger 
Wenn weniger Beiträge dann ist eine Nullrunde doch logisch, solange sie für alle gilt finde ich das ok und nachvollziehbar.
Schade finde ich das trotzdem, weil die Gewerkschaften eh nix mehr zu melden haben.

Warum sind denn weniger Beiträge vorhanden?
Weil weniger Mitglieder da sind.
Und das Argument dass weniger Mitglider vorhanden sind weil es mehr Arbeitslose gibt ist doch albern.
Den Gewerkschaften laufen die Mitglieder weg weil es es Betonköpfe sind die in ihrer Ideologie Jahrzehnte zurück sind.
Alt 21. 03. 2006, 11:14 Magrange is offline #86
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Jetzt bist Du mal dran, etwas zu beweisen. Also: wo ist die Statistik über die Anzahl der offenen Billiglohnstellen?

Weshalb soll ist etwas beweisen?
Du behauptest es gibt keine offene Stellen.
Ich behaupte es gibt welche.
Beweise du doch dass es keine gibt.

btw.: Diese Diskussion haben wir schon mal geführt. In einem anderen Tread.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Außerdem gibt es genug qualifizierte Arbeitslose. Es sind nicht 5/7 Mio Arbeitslose unqualifiziert. Dann müßte ja die Statistik offene Stellen in entsprechender Zahl ausweisen.

Hab ich ja nie behauptet, dass alle unqualifiziert sind. Ein großer Teil ist aber unqualifiziert oder zu niedrig qualifiziert.

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Du kommst an der Tatsache nicht vorbei, daß bei der Gegenüberstellung Arbeitslose/Stellenangebote nur 10% offene Stellen angeboten werden.

Jeder der in einem Unternehmen tätig ist weiß, daß nicht alle offenen Stellen ausgeschrieben oder gemeldet werden.
Alt 21. 03. 2006, 12:13 Magrange is offline #87
IQZ.
7lies
 
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Ich glaube mich dran zu erinnern, das z.B. bei VW Deutschland, Die Arbeiter auf lohn und Arbeitszeit verzichtet haben, um Ihren Kollegen die Arbeitsplätze zu sichern; ist jetzt aber schon sicher 2 Jahre her.

Anderer seits… Moment wer streikt ständig und ununterbrochen…

Ganz banales Beispiel Tefal Frankreich macht die schotten dicht und verlagert das gesamte Werk nach Polen, wodurch die ganze Region Ihre Arbeitsplätze verliert.

Wo wir oder eher ich beim Thema währ. Ist ja alles so weit weck Iran, Kuwait, Palästina, Russland, Kosovo, Polen, Tschechien, Frankreich, oh mann Frankreich.

Das hinterwäldlische Frankreich die ganzen faulen Säcke die nix besseres zu tun haben als auf blöd auf die Strasse zu gehen, wie kann das sein, wollen die kein Geld, oder haben die etwa zuviel? Haben die vielleicht psychische Probleme, keine Bildung oder einfach nur lange weile?
Ist ja alles so weit weck und hat mit uns hier ja garnix zu tun nein, mit sicherheit nicht. Aber zum Glück liefert uns ja die uneingeschränkte Pressefreiheit, ein uneingeschränktes Bild der Nachbarn; zumindest derer die gleich an Westdeutschland grenzen…

Naja ist ja alles nicht so tragisch, denn es gibt ja zum glück die Räumlichedistanz ist das nicht schön, dahinten beschwert sich wer und hier wird fleißig die Fresse gehalten, am besten noch morgens raus mit einem unglaublichen Selbstbewusstsein, ja ich bin… ich leiste der „Gesellschaft“ und dem rest der Welt für 2,50 den ultimativen dienst, meine Fresse ich bin aber´n guter. Und die ganzen 5 Millionen faulen wixxx, wollen ja alle nicht und was um mich herum passiert, ist ja eigentlich unwichtig, ich lebe hier und jetzt…

„Ich wünsche es mir nicht ich möchte es auch nicht prophezeien…

Mir wir wie komisch so im Magen… wenn ich wieder Kotzen kann lass ich es euch wissen…

Mit freundlichem Gruß

IQZ.
Alt 21. 03. 2006, 12:41 IQZ. is offline #88
kovalski
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften? Doppelzüngigkeit der "derzeitigen" Gesellschaft würde wohl besser passen.

Auch die derzeitigen Gewerkschaften sind nur ein Abbild der Gesellschaft. Ich denke da an die Neue Heimat, ich denke an die Verhinderung von Arbeitnehmervertretungen in Gewerkschaftseigenen Betrieben.
Quelle: Zeit, Süddeutsche Zeitung (Archiv) u.a.

Aber, ohne Gewerkschaften geht es nicht. Gewerkschaften (bevor die Gewerkschaftsbonzen die Macht übernahmen) kämpften für etwas soziale Gerechtigkeit. Oft mit Erfolg.

Leider sind die derzeitigen Gewerkschaften nur noch ein "Beschäftigungsprogramm" für gescheiterte Politiker. Fast jeder gescheiterte "Sozialpolitiker" findet bei den "Gewerkschaften" einen hochdotierten Job.

Investment für "Arbeitnehmer" ist für die Gewerkschaften zur billigen Sozialshow verkommen.

LG kovalski
Alt 21. 03. 2006, 12:46 kovalski is offline #89
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Magrange

wie kann ich denn beweisen, daß es etwas nicht gibt?

Witzbold.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 12:57 Der Rebell is offline #90
konstn Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@Rebell
ich glaube es würde absolut den Rahmen sprengen wenn ich hier ein ausführliche Text schreibe wie man die Globalisierung aus meiner Perspektive günstig gestalten kann.
Ersteinmal ist deine These falsch. Wie kann ich mir sonst Länder erklären wie z.B. Dänemark, Finnland, Schweden usw. ? Die kommen nicht aus einem niedrigen niveau bzw. haben sie nun das unserige schon weit überholt. Dein Argument zieht also nicht.
Fakt ist, China und der Ostblock usw. spielen nunmal mit ! Daran lässt sich (zurecht wie ich finde) nichts ändern. Nur müssen wir sehen das wir diese Entwicklung zum Vorteil aller werden lassen. Das wir um eine gesamt-positive Situation zu erreichen mittelfristig abstriche machen müssen z.B. länger arbeiten brauch kein vernünftiger Mensch in Frage zu stellen.

Wenn wir 5x so gut aber 7x so teuer sind wie China wird das ebend nichts. Das braucht auch nicht zu heissen das wir polnische Löhne bekommen sollten, um gotteswillen nicht ! Vielmehr müssen wir versuchen einen Strukturwandel zu vollziehen bei dem es uns gelingt die Beschäftigten aus den versch. Sektoren in andere zu bringen um Beschäftigung zu schaffen und zu erhalten ( z.B. wenn China unserer Kohle konkurrenz macht, dann macht es absolut keinen Sinn die durch den Bürger mit Milliarden subventionieren zu lassen! Mann sollte vielmehr versuchen in die high tech bereiche überzugehen usw.).
Wenn jedoch alle unflexibel an ihren Arbeitsplätzen kleben dann wird das nichts, womit wir wieder beim Thema Kündigungsschutz wären !
MFG
Alt 21. 03. 2006, 13:55 konstn is offline #91
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ konstn,

Du machst Dir wenigstens nichtmal die Mühe, Argumente zur Globalisierung vorzutragen.

Trotzdem weißt Du eines ganz genau; nämlich daß meine Argumente falsch sind.

Nagut, dann belassen wir es dabei.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 14:11 Der Rebell is offline #92
sirnnx Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von konstn 
... Wenn wir 5x so gut aber 7x so teuer sind wie China wird das ebend nichts. Das braucht auch nicht zu heissen das wir polnische Löhne bekommen sollten, um gotteswillen nicht ! Vielmehr müssen wir versuchen einen Strukturwandel zu vollziehen bei dem es uns gelingt die Beschäftigten aus den versch. Sektoren in andere zu bringen um Beschäftigung zu schaffen und zu erhalten

Sorry aber wir Deutschen sind keine Übermenschen wir sind weder 5x noch 7x produktiver
als Polen oder Chinesen. Und neue Fabriken die in diesen Ländern bestehen sind mit Sicherheit auch nicht schlechter als die, die es bei uns gibt. Der Wettkampf wird immer
über die Löhne stattfinden. Und mit mexikan Löhnen z.B. um die 100€ im Monat können wir nicht mithalten.

Wir belasten Sachen die bei uns hergestellt werden mit Sozialabgaben. Warum dann
nicht auch Importe? Das wäre doch nur gerecht. Exportweltmeister sind wir doch nur,
weil keiner die Zulieferungen aus dem Ausland mit gegen rechnet!

Strukturwandel? Ja wohin denn? Die Chinesen sind doch auch nicht blöd? Meinst du die
investieren nicht auch in Forschung und Bildung? Diesen Wettlauf können wir
nicht gewinnen. Wo entwickelt denn Microsoft?

Der Vergleich mit Skandinavien hinkt auch etwas. Kein Hotel dort käme auf den
Gedanken seine Wäsche in Polen waschen zu lassen. In Berlin sieht dies schon
anders aus. Sie sind regional noch etwas geschützt. Viele sind auch keine EU
Staaten und haben keine Zollfreiheit wie wir.

Die Arbeitnehmer eines Hochlohnlandes werden immer die Verlierer einer
Globalisierung sein. Auch wenn das gern und oft bestritten wird.
Gewinner sind allein die Unternehmer die jetzt auch die Arbeitnehmer der
verschiedenen Länder gegeneinander ausspielen können.

Lohnforderungen der Gewerkschaften in Tschechien an VW wurden mit dem
Hinweis auf die billigen Löhne in Mexiko schnell beendet.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 14:44 sirnnx is offline #93
Bombsquad85
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zum Thema Gewerkschaften: Nochmal, das sind keine AG's, auch keine GMbH's, man kann sie eher mit einem Verein vergleichen. Wenn die Mitglieder einfach weniger Beiträge zahlen, weil diese einfach wenig Geld haben, dann ist halt weniger Geld da. Das können die nicht kompensieren. Sie poduzieren oder handeln NICHTS!! Also, Äpfel mit Birnen verglichen. Beantworte mal ein Neolib die Frage, warum Gewerkschaften gegründet worden sind.

Zum Thema Globalisierung: Mal ne ganz simple blöde Frage: Wenn alle Firmen zu Billiglöhnen im Ausland produzieren, wer soll die Produkte dann kaufen?? Diejenigen, die sie hergestellt haben sicherlich nicht, denn die haben gerade genug Geld zum Leben. Und die "ehemaligen" Industrieländer sind verarmt, wer solls kaufen???

Zum Thema Lohnanstieg: Is ja schön, wenn unsere Bruttolöhne, von mir aus auch die Nettolöhne so stark gestiegen sind, hilft nur nix, wenn die REALLÖHNE fallen. Im Übrigen hat Deutschland ein sehr gutes Kosten/Stück Verhältniss, an den "hohen" Löhnen kanns net liegen.

Zum Thema Arbeitslose: Mal wieder typisch Talkshowgucker, als ob der Missbrauch unser System kaputt machen würde. Hat IRGENDJEMAND von den Neolibs mal versucht mit 345 Euro zu leben? Wenn ja, können wir uns gerne weiter unterhalten. Wenn nicht, ihr habts mal keinen Plan...
Warum geht man nicht an das Kapital, das vorhanden ist? Große Unternehmen rechnen sich arm, da sagt aber keiner was gegen. lol. Der DAX liegt bei über 5000 Punkten, aber es sind 5 Mio. Arbeitslose. Der Export brummt, aber die Menschen haben immer weniger Geld. Wird da keiner von euch Neolibs misstrauisch?? Wo ist das Geld hin? "Verschwunden, Verbrannt?" Lol ne

Und nochmal: Wenn wir länger arbeiten, vernichtet das Arbeitsplätze. Die zu verrichtende Arbeit bleibt gleich, nur brauch man bei 38,5 Stunden mehr Arbeiter, als bei 40.




Zitat:
Zitat von bitmac
Gewerkschaften stammen doch aus einer Zeit in der die Hälfte der Bevölkerung weder richtig lesen noch schreiben konnte. Da ist es doch absolut legitim dass man sich "beraten" lässt. Das finde ich ist heute nicht mehr so... Jeder hat heute die Möglichkeit sich zu informieren und darauf basierend eigenhändig vernünftige Konditionen auszuhandeln.

So ist es. Die Zeiten des "bösen, bösen Arbeitgebers", der seine Angestellten skrupellos ausgebeutet hat sind ziemlich vorbei. Inzwischen gibts Sozialversicherungen und Arbeitsgesetze.

Bei den Unternehmen, welche wirklich noch Ausbeuter sind (Schlecker, Lidl, ...) bekommen die Gewerkschaften nichts zustande.
Wo sind da die Gewerkschaften?


Lol, jetzt sinds also die "faulen, schlampigen und teueren" Arbeitnehmer,oder was? Was hat die Sozialversicherung mit Ausbeutenden Arbeitgebern zu tun?
Und die Arbeitsgesetze haste dir bestimmt auch schonmal angesehen,oda?
Was fürn unqualifizierter Beitrag. Der Arbeitgeber will Profit machen, da ists ihm doch am Liebsten, wenn die Leute für Lau arbeiten würden,oda?

Kennt ihr den "Manchester Liberalismus"? Anscheinend nicht. Wo Millionen Leute bettelarm waren und nur eine handvoll steinreich. "Kapitalismus pur" funktioniert nicht, deswegen gibts doch die Gewerkschaften, damit die Arbeitnehmer auch etwas bewegen können
Alt 21. 03. 2006, 15:12 Bombsquad85 is offline #94
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Darf ich mal den Fall Holzmann in Erinnerung rufen?
Zitat von WSWS

Aber hat am Ende zwar auch nicht viel gebracht.
Aber wiederlegt dein schönes Bild von den Gewerkschaften.

Da kamen die Rettungsversuche zu spät. Wären solche Zugeständnisse mal eher gemacht worden hätte es vielleicht noch gereicht.

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Mit welchem Recht verlangt jemand von einem anderem für Hungerlöhne zu arbeiten?



Welche Hungerlöhne denn? Die Gesellschaft hat das Recht von jemanden zu verlangen dass er arbeitet und nicht nur staatliche Gelder kassiert.

Wie bereits geposted: Andere Leute arbeiten auch wenn sie wenig verdienen.
Siehe Beispiel "Friseuse".

Mit welchem Recht lehnen Leute auch schlechter bezahlte Arbeit ab und machen gar nichts?

Solch eine Einstellung macht die Gesellschaft auf Dauer kaputt.

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Aber ich warne davor diese Betrüger mit den Arbeitslosen in einen Topf zu werfen und
gleich zu behandeln.

Das ist auch nicht das Anliegen. Aber es ist einfach nicht weiter tolerierbar, dass Leute Arbeit einfach ablehnen.

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Und sowas kann auch einen Magrange oder bitmac mal treffen!

Woher willst denn wissen, das es mich nicht auch schon mal getroffen hat?
Alt 21. 03. 2006, 15:37 Magrange is offline #95
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Mit welchem Recht lehnen Leute auch schlechter bezahlte Arbeit ab und machen gar nichts?
Solch eine Einstellung macht die Gesellschaft auf Dauer kaputt.

Du hörst wohl nie auf, diese Plattitüden herzubeten, oder?

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 16:24 Der Rebell is offline #96
Adna rim
Gesperrt
 
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Wer für 5€ die Stunde arbeiten geht, ist für Lohndumping, sinkende Kaufkraft und den Ruin unserer Wirtschaft verantwortlich.

Lieber ALGII nehmen und Däumchen drehen, anstatt den wenigen, die noch einen Job haben ihren Lohn mit runter zu ziehen.
Alt 21. 03. 2006, 16:29 Adna rim is offline #97
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften