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sirnnx Spender
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Wer soll dann die deutschen Fertigprodukte (Autos, Maschinen, ...) kaufen, welche für den Export bestimmt sind?

Wer kauft sie denn noch hier, wenn keiner mehr Geld hat?
"Autos kaufen keine Autos" (H.Ford)

Wer exportiert den Autos in Billiglohnländer? Die werden dort selbst hergestellt.
BMW, VW und wie sie heißen, produzieren doch alle schon in China.

Wenn sie Maschinen mit Zöllen belegen bekommt ihre Industrie Probleme, da sie
die Maschinen teurer einkauft als die ausl. Konkurenz.

Ich gebe dir aber Recht, man muss Zölle sehr überlegt einsetzen um nicht mehr
Schaden als Nutzen zu verursachen.

Vielleicht wäre es auch eine Idee den Transport zu verteuern. Das habe ich aber
noch nicht bis zum Ende durchdacht.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:16 sirnnx is offline #126
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Welche denn? Das würde mich jetzt doch mal interessieren.
Ich meine das jetzt keinesweg provokativ. Welche Aufgaben sollten
die Gewerkschaften in Deutschland alles wahrnehmen? Und wo sollten
sie sich lieber raushalten?

Gute Fragen. Also Herr Rebell, legen Sie los.
Alt 21. 03. 2006, 23:17 Magrange is offline #127
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Also müssen die Steuern erhöht werden, denn die Steuerkassen sind leer. Darum will ja die öffentliche Hand die Kosten senken.

Es ist eine Umgestaltung des Systems. Weg davon den Faktor Arbeit zu belasten, Finanzierung des Sozialstaates durch Steuern. Dabei auch Mieteinnahmen, Kapitalerträge, ...
Folge: Wer mehr hat zahlt mehr.
Alt 21. 03. 2006, 23:21 Magrange is offline #128
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Ich gebe keine Nachhilfe im Verfassungsrecht und für den Sozialkundeunterricht. Google hilft zum Stichwort "Koalitionsfreiheit". Wer den Anschein erweckt, daß er die Gewerkschaften abschaffen will, muß nicht ganz dicht sein.


Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:22 Der Rebell is offline #129
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
... Finanzierung des Sozialstaates durch Steuern. Dabei auch Mieteinnahmen, Kapitalerträge, ... Folge: Wer mehr hat zahlt mehr.

Ist das ein Schwenk nach links?
Hat dich der Rebell bekehrt?

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:23 sirnnx is offline #130
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Ich gebe keine Nachhilfe im Verfassungsrecht und für den Sozialkundeunterricht. Google hilft zum Stichwort "Koalitionsfreiheit". Wer den Anschein erweckt, daß er die Gewerkschaften abschaffen will, muß nicht ganz dicht sein.
Der Rebell

Bei google werde ich nicht die Meinung des Rebellen finden.
Die hätte mich aber mal interessiert!
Es geht nicht um die Abschaffung sondern um die Aufgaben einer Gewerkschaft
in unserer heutigen Zeit.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:26 sirnnx is offline #131
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Es ist eine Umgestaltung des Systems. Weg davon den Faktor Arbeit zu belasten, Finanzierung des Sozialstaates durch Steuern. Dabei auch Mieteinnahmen, Kapitalerträge,

Ziemlich nebulös. Wo sollen denn Steuern eingespart werden? Die Steuerkassen werden doch schon laufend gefilzt.

Eine Steuererhöhung ist für so eine Radikaländerung unerläßlich.

Derr Rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:26 Der Rebell is offline #132
Goldust
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Wer kauft sie denn noch hier, wenn keiner mehr Geld hat?
"Autos kaufen keine Autos" (H.Ford)

Das ist meiner Ansicht nach einer der dümmsten Sprüche, die es gibt. Schließlich besteht die Binnenachfrage nicht nur aus dem Konsumgüterkauf sondern auch aus dem Investitionsgüterkauf. Wenn eine Unternehmung also ein Auto kauft, ist das ein Investitionsgut, und auch das ist gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Uns (Deutschland) fehlt es vor allen Dingen an Binnennachfrage bei den Investitionen, das ist das Hauptproblem.
Alt 21. 03. 2006, 23:26 Goldust is offline #133
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Goldust 
Das ist meiner Ansicht nach einer der dümmsten Sprüche, die es gibt. Schließlich besteht die Binnenachfrage nicht nur aus dem Konsumgüterkauf sondern auch aus dem Investitionsgüterkauf. Wenn eine Unternehmung also ein Auto kauft, ist das ein Investitionsgut, und auch das ist gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Uns (Deutschland) fehlt es vor allen Dingen an Binnennachfrage bei den Investitionen, das ist das Hauptproblem.

Soll das die Zukunft sein? Die Unternehmen brauchen uns nicht mal mehr als Konsumenten. Die verkaufen sich sogar schon ihre Produkte gegenseitig. Das ganze in vollautomatischen Fabriken. Dann schaffen wir den Kostenfaktor Menschen ab.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:30 sirnnx is offline #134
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Die zentrale Aufgabe der Gewerkschaft ist es, die Arbeitnehmer (Mitglieder) gegenüber den Arbeitgebern zu vertreten. Das beinhaltet Tarifverhandlungen Rechtsberatung und zB die Organisation von Streiks zur Durchsetzung von Forderungen. Das hat sich seit Gründung der BRD nicht geändert und wird es auch nicht.

Der Rebell

P.S. Im Übrigen bin ich kein Gewrkschaftsmitglied und verteidige auch nicht die Dummheiten der Gewerkschaft.
Alt 21. 03. 2006, 23:30 Der Rebell is offline #135
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Wer kauft sie denn noch hier, wenn keiner mehr Geld hat?
"Autos kaufen keine Autos" (H.Ford)

Völlig richtig.
Leute die von staatlichen Geldern leben i.d.R. jedoch auch nicht.
Ich fordere ja nicht dass wir Löhne wie in Mexiko haben, aber wir müssen wieder besser werden. D. h. zum Beispiel auch länger arbeiten.

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Wenn sie Maschinen mit Zöllen belegen bekommt ihre Industrie Probleme, da sie
die Maschinen teurer einkauft als die ausl. Konkurenz.

Das Problem ist halt, dass unsere Industrie dann schon längst kaputt ist, da aufgrund der Zölle nichts mehr verkauft wird.

Zum Teil muss man Zölle einsetzen, aber das muss durchdacht sein.
Alt 21. 03. 2006, 23:32 Magrange is offline #136
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Goldust,

Investitionsgüter werden nur gekauft, wenn man die Produktion erhöhen will oder den Maschinenpark erneuern muß.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:34 Der Rebell is offline #137
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Ist das ein Schwenk nach links?
Hat dich der Rebell bekehrt?

Eher friert die Hölle zu.

Aber der Grundsatz "Wer mehr hat kann mehr leisten (zahlen)" ist im Prinzip zu unterstützen.
Alt 21. 03. 2006, 23:35 Magrange is offline #138
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Längere Arbeitszeiten jeglicher Art vernichten Arbeitsplätze. Bei gleichbleibender Auftragslage braucht man keine Verlängerung der Arbeitszeiten.

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:36 Der Rebell is offline #139
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Ziemlich nebulös. Wo sollen denn Steuern eingespart werden? Die Steuerkassen werden doch schon laufend gefilzt.

Eine Steuererhöhung ist für so eine Radikaländerung unerläßlich.

Wo habe ich was von Steuereinsparungen geschrieben?

Auf der einen Seite bekommen die AN und AG eine Entlastung wenn die Sozialabgaben gesenkt werden.
Das fehlende Geld muss durch eine Vereinfachung des Steuersystems und auch durch Steuern auf Kapitalerträge, Mieteinnahmen usw. eingenommen werden.
Alt 21. 03. 2006, 23:40 Magrange is offline #140
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Es ist für mich auch nicht so recht verständlich, warum einige immer
länger und länger arbeiten sollen, während Millionen andere nicht
arbeiten dürfen. Wieso können wir die Arbeit nicht mit denen teilen?

Naja wir müssten dann wohl auch den Lohn teilen ...

Aber wäre es dann nicht gerechter?

NNX

Zitat:
Zitat von Magrange 
... Das fehlende Geld muss durch eine Vereinfachung des Steuersystems und auch durch Steuern auf Kapitalerträge, Mieteinnahmen usw. eingenommen werden.

Aber die werden doch schon versteuert. Höhere Steuern auf Mieteinnahmen?
Wer baut denn dann noch Mietwohnungen?
Alt 21. 03. 2006, 23:41 sirnnx is offline #141
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Längere Arbeitszeiten jeglicher Art vernichten Arbeitsplätze. Bei gleichbleibender Auftragslage braucht man keine Verlängerung der Arbeitszeiten.

Der Rebell

Das stimmt doch nicht.

Eine Arbeitszeitverlängerung senkt Lohnkosten und steigert die Nachfrage!
Alt 21. 03. 2006, 23:41 Goldust is offline #142
Magrange
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Längere Arbeitszeiten jeglicher Art vernichten Arbeitsplätze. Bei gleichbleibender Auftragslage braucht man keine Verlängerung der Arbeitszeiten.

Dann beantworte mir doch mal meine Frage:

Nach deiner Theorie müssten wir ja alle nur weniger arbeiten. Im Extremfall sagen wir mal 1 Stunde in der Woche. Oder ist dir das zuviel?
Dann hätten wir ja keine Arbeitslosigkeit mehr und Wohlstand, Sonnenschein und kühle Getränke für alle.

Dumm nur dass das nicht funktioniert.
Kommst drauf warum?
Alt 21. 03. 2006, 23:44 Magrange is offline #143
Der Rebell
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Goldust

Eine Arbeitszeitverlängerung setzt in der ersten Folge Arbeitskräfte frei, die weniger konsumieren.

Der rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:44 Der Rebell is offline #144
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

@ Magrange

würdest Du bitte mit diesem albernen Beispiel von einer Stunde Arbeit aufhören?

Der Rebell
Alt 21. 03. 2006, 23:46 Der Rebell is offline #145
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Goldust 
Das stimmt doch nicht.
Eine Arbeitszeitverlängerung senkt Lohnkosten und steigert die Nachfrage!

Also meine Nachfrage steigt sicher nicht, wenn woanders jemand länger arbeitet.
Und wenn der auch nicht mehr verdient, wird seine auch nicht steigen.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:47 sirnnx is offline #146
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Es ist für mich auch nicht so recht verständlich, warum einige immer
länger und länger arbeiten sollen, während Millionen andere nicht
arbeiten dürfen. Wieso können wir die Arbeit nicht mit denen teilen?

Naja wir müssten dann wohl auch den Lohn teilen ...

Aber wäre es dann nicht gerechter?

Ja eben. Wer will denn schon seinen Lohn teilen? Die Allerwenigsten.
Da ist sich jeder selbst der Nächste.

Soll ein Unternehmen dann also zwei Leute für eine Stelle einstellen?
Natürlich will jeder der beiden ein volles Gehalt.

Kein Unternehmen kann damit im Wettbewerb bestehen.
Alt 21. 03. 2006, 23:49 Magrange is offline #147
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Wer baut denn dann noch Mietwohnungen?

Angebot und Nachfrage:
Wenn entsprechende Nachfrage vorhanden ist gibt es ein entsprechendes Angebot.
Alt 21. 03. 2006, 23:52 Magrange is offline #148
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Also meine Nachfrage steigt sicher nicht, wenn woanders jemand länger arbeitet.
Und wenn der auch nicht mehr verdient, wird seine auch nicht steigen.

NNX

Die Marktwirtschaft ist eine Tauschwirtschaft. Wer etwas anbietet, fragt zugleich auch etwas anderes nach. Es wird genauso viel mehr nachgefragt, wie auch mehr angeboten wird.
Alt 21. 03. 2006, 23:52 Goldust is offline #149
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Re: Doppelzüngigkeit der Gewerkschaften

Zitat:
Zitat von Magrange 
Ja eben. Wer will denn schon seinen Lohn teilen? Die Allerwenigsten.
Da ist sich jeder selbst der Nächste.
Soll ein Unternehmen dann also zwei Leute für eine Stelle einstellen?
Natürlich will jeder der beiden ein volles Gehalt.
Kein Unternehmen kann damit im Wettbewerb bestehen.

Ah! Dann haben wir den Schuldigen. Der Wettbewerb!
Können wir nicht (Hypothetisch) den Wettbewerb abschaffen?
Also so eine Art Gebietsschutz für Unternehmen.

NNX
Alt 21. 03. 2006, 23:53 sirnnx is offline #150
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