MI zahlt für Produktverschlechterung
Die hohlen Phrasen vom "Genießen hochqualitativer Musik", die mit DRM-Maßnahmen erst möglich sein sollen, entstellt die Industrie gelegentlich selbst zur Kenntlichkeit. In Südkorea bietet die Soribada künftig wahlweise DRM-verseuchte und DRM-freie Musik zum Kauf an. Welche Variante dem Kunden mehr Wert bietet, macht der Preis unmittelbar deutlich: DRM-freie Tracks sind 20 Cent teurer.
Damit wird auch nach ganz simplen Marktgesetzen sichtbar: ein minderwertiges Produkt wird billiger verkauft als ein hochwertiges. DRM-Tracks müssen billiger angeboten werden, schlicht, weil sie dem Kunden weniger Wert bieten. Und das Ganze wird von der Industrie bereitwillig zugegeben: das Angebot entstand in Absprache und unter Zustimmung der KMPA, dem koreanischen Verband der Musikindustrie.
Was jedoch noch erstaunlicher ist: was den Labels DRM schlussendlich wert ist. Für einen meist ohnehin leicht knackbaren Kopierschutz läßt sich die Musikindustrie über 20 Cent pro Track durch die Lappen gehen
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