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Zitat von klassenblatt
Wenn das so ist wie du sagst, dann kannst du mir sicherlich auch erklären warum das Land NRW (und zwar alle Landesbehörden - nicht unis) auf Windows setzen.
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Weil es eine gewachsene Struktur ist, und weil Anwendungen speziell auf Win32 geschrieben sind.
Das zu portieren wäre keine leichte Angelegenheit, das hast du zuletzt bei der Migration der DB gesehen, die sind von Loutus auf Linux gewechselt - lese die Gründe selbst nach:
http://www.cio.de/news/800108/index.html
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Wir haben hier selbst ein durchgängiges Exchange System laufen mit rund 8000 Clients. Und es funktioniert bestens.
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Nach innen - aber kein verantwortungsbewusster Admin wäre so braindead, einen Exchange ans Internet zu hängen, aus oben genannten Gründen.
Hier einmal der von außen erreichbare MTA:
Code:
telnet email.lds.nrw.de 25
Trying 193.159.218.5...
Connected to email.lds.nrw.de.
Escape character is '^]'.
220 email.lds.nrw.de ESMTP ready
help
214-2.0.0 This is email
214-2.0.0 Topics:
214-2.0.0 HELO EHLO MAIL RCPT DATA
214-2.0.0 RSET NOOP QUIT HELP VRFY
214-2.0.0 EXPN VERB ETRN DSN AUTH
214-2.0.0 STARTTLS
214-2.0.0 For more info use "HELP <topic>".
214-2.0.0 To report bugs in the implementation send email to
214-2.0.0 sendmail-bugs@sendmail.org.
214-2.0.0 For local information send email to Postmaster at your site.
214 2.0.0 End of HELP info
quit
221 2.0.0 email.lds.nrw.de closing connection
Connection closed by foreign host.
Nach innen kann Exchange ja nicht viel kaputt machen, da spricht er ja nur mit Outlook-Clients.
Außerdem ging es um große Strukturen die mehr als eine handvoll Mails/Tag verkraften müssen.
Schau mal bei GMX (20 Mio. Postfächer), web.de (12 Mio. Postfächer), Arcor (12 Mio. Postfächer) usw.
Soviel zum Thema Skalierbarkeit
Was so ein Wechsel kostet kannst du ja oben nachlesen - für ein Unternehmen rentiert sich das (siehe die neueren Bericht zur DB), auch für das Land NRW würde es sich rechnen, aber denen fehlt halt einfach das Geld, es jetzt umzusetzen.
Siehe auch der Wechsel auf Linux bei der Stadt München - das waren auch über 10k Accounts, und der gute Herr Ude scheint ja nun recht glücklich mit Linux zu sein
Die großen Bundesbehörden sind ja schon großteilig migriert (der letzte "Big Deal" war wohl die Migration der Infrastruktur des Deutschen Bundestages 2002, neuere Fälle sind mir da nicht bekannt, und ich war da ein kleines Rädchen im Getriebe, das selbst daran mitgearbeitet hat).
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Ich sagte ebenfalls nciht das Apache und MySQL unter Windows performant laufen, ich sagte nur das es diese gibt.
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Wir sprachen aber von *skalierbarer* und *funktionierender* Software.
Dafür ist Windows einfach eher ungeeignet, das ist doch auch gar nicht der Markt Redmonds. Im Serverbereich wird sich Microsoft einfach nicht durchsetzen können, dafür schneiden die Produkte im direkten Vergleich einfach zu schlecht ab.
Wo ich dir recht gebe ist, dass Linux nicht so bedienerfreundlich erscheint wie Windows.
Das liegt allerdings meist daran, dass die User ein Linux installieren udn ein Windows erwarten.
Die suchen ersteinmal das Arbeitsplatz-Icon, sind vom Filesystem überfordert, obwohl es nun wirklich einfacher ist (es gibt ein Wurzelverzeichnis, und darüber die die unterverzeichnisse; Partitionen werden da wos gewünscht ist ins Filesystem eingehnagen - bei Windows frikelt man sich zig Partitionen zurecht, die scheinbar frei im System hängen, und man kann auf jeder Platte sowohl Dateien als auch Applikationen draufhauen - dabei arbeitet auch Windows mit dem gleichen Filesystem, das wird dem User aber nicht gezeigt, der sieht nur das, was der Explorer sich zusammenbastelt).
Die User sind meist Windows gewohnt, und dessen Art zu arbeiten.
Neue Hardware funktioniert auch unter Windows meist nicht; wenn ich jetzt eine aktuelle Intel GBit-NIC in einem Rechner habe und die WindowsXP-Installations-CD einlege wird der Wintendo-Installer diese auch nicht erkennen, gleiches gilt bei Grafikkarten.
Auch hier muss ich handanlegen bis diese laufen.
Der Unterschied ist - bei Windows ist der User das gewohnt, bei Linux nicht, und ob ich nun eine setup.exe doppelklicke, oder ob ich sowas wie 'sh intel-installer.run' eingebe, das ist doch weder komplizierter noch einfacher - es ist *anders*.
Nimm mein Beispiel oben:
Wenn ich deine gesammten Computererfahrungen aus deinem Gehirn löschen könnte, und dir dann einmal zwei Wochen Linux inkl. Handbuch geben würde, gehe ich jede Wette mit dir ein, dass du dich dort eher zurechtfinden würdest als mit den gleichen Voraussetzungen bei Windows.
Würdest du *nichts* wissen wüsstest du auch nicht, was du mit einer setup.exe anfangen solltest, oder was die Systemsteuerung bei Windows ist.
Auch würden die Chancen ganz gut stehen, dass dein WLAN-Chip nicht von Windows erkannt werden würde, würdest du die Platte deines Notebooks plätten und eine handelsübliche WinXP-CD ins Laufwerk legen.
Bei Linux soll das alles sofort gehen, bei Windows liegt die Messlatte da bedeutend niedriger.
Klar, der Hersteller gibt dir ja seine OEM-Version mitdazu, da sind alle Hardwaretreiber vorhanden - gleiches bekommt man auch für Linux (OK, klar, das ist seltener, aber Dell liefert auch Notebooks mit Linux-Recovery-CDs).
Es gibt auch problematische Hardware, keine Frage, aber die ist doch eher selten.
Das Hauptproblem ist meist, dass die "Anfänger" meist schon damit überfordert sind, sich eben die Kernelmodule zu übersetzen, obwohl das nicht unbedingt schwieriger ist als eine setup.exe zu doppelklicken.
Die einzig wirkliche Hürde ist die, dass die "Anfänger" ein Windows erwarten, und ein Verhalten a la Windows, und das gibt es in dem Sinne nicht.
Außerdem ist die Frustrationsgrenze schnell erreicht und nach 10 Minuten (wenn überhaupt) hat man keine Lust mehr. Das siehst du oft, wenn du dir Threads hier im Linuxforum oder anderswo anschaust.
90% der Fragen werden schon im README geklärt, das sind maximal 150 Zeilen Text, dauert geschätzt 90 Sekunden. Die Lesen das nicht, stattdessen stellen sie dann ersteinmal in einem Forum diese Frage, oder suchen eine halbe Stunde und länger bei Google, obwohl die investierten 90 Sekunden nicht nur ihre Frage geklärt hätten, sie hätten sogar noch mehr wichtiges erfahren.
Man muss doch keine Stunden irgendetwas lesen, aber mal kurz ein README lesen sollte man schon machen, vorallem, wenn man keine Ahnung hat.