Eins vorweg, wie kann man einen eigentlich ganz normalen Filmtitel wie "The Matador" so dermaßen verhunzen? Wer denkt sich so einen Müll nur aus?
Man sollte sich von dem selten dämlichen Filmtitel aber auf keinen Fall abschrecken lassen und sich diesen äußerst witzigen und makabren Filmspaß nicht entgehen lassen.
Die Geschichte dreht sich um die Freundschaft zwischen einem Profikiller (Pierce Brosnan) und einem ganz normalen Spießer (Greg Kinnear).
Vor allem Brosnan in der Rolle des ausgebrannten Killers stellt seine Figur mit großer Energie und viel Humor dar. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als wollte er mit dieser Figur seiner alten Rolle als Bond permanent den Finger zeigen (Brosnan bekam für diese Rolle eine Golden Globe Nominierung). Kinnear, als sein Gegenüber, stellt den Durchschnittsbürger in Perfektion dar. Einigen dürfte Kinnear vielleicht noch als Schwuler in "Besser gehts nicht" in Erinnerung sein. Er hat einfach ein Gesicht, dass man nach dem Film eigentlich schon wieder vergessen hat. Perfekt für diese Rolle.
Die aufgesetzte Krimihandlung des Films ist nicht der Rede wert, das zentrale Themas des Films ist die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Männer.
Und diese Geschichte wird überaus witzig, spannend und manchmal auch melancholisch erzählt.
Sicher kein Film dem man künstlerische Ambitionen unterstellen könnte, aber ein Film bei dem man 90 Minuten lang köstlich unterhalten wird.