gulli:board Logo

Anzeige


  Thema geschlossen
lifto23
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 35
Re: schei.... WoW

Hier ne Reportage über einen WoW-Süchtling.
http://youtube.com/watch?v=K8hfK3RQs2g
sollte man sich mal anschauen
Alt 04. 10. 2006, 12:25 lifto23 is offline #176
cyberny
Fisch
 
Benutzerbild von cyberny
 
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.022
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von Pansen84 
@cyberny
hör auf so ne cerebrale Diarrhoe von dir zu geben! Absolut schwachsinniger Post, schade das du das Problem nicht erkannt hast
Was soll denn dieser aggressive Angriff, kommst du ohne Schwert nicht mehr zurecht?

Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Problem, wie bei vielen Situationen bei denen von Sucht gesprochen wird schlichtweg um eine Charakterschwäche. Immerhin handelt ist es keine körperliche oder psychische abhängigkeit. Die Leute die meinen dieser "Sucht" erlegen zu sein haben lediglich nicht genug Charakterstärke um sich einzugestehen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.

Wenn man solchen leuten das Spiel wegnimmt finden sie früher oder später etwas anderes, von dem sie sich bestimmen lassen, im besten Fall der TV im schlechtesten Fall ein Sekten-Führer. Das Spiel ist lediglich die aktuellste Mode-Erscheinung die genügend Leute anzieht und daher die Problematik offenlegt.

Kann sein, dass das etwas hart klingt aber da es meiner persönlichen Erfahrung nach den Leuten, die an solcher Charakterschwäche leiden, nicht gerade hilft wenn man sie mit eitieiti und bullebulle bemittleidet, sehe ich keinen besonderen Grund dafür meine Verachtung zu verstecken.


Und eins ist sicher, je mehr Verachtung den vorgeblich Süchtigen entgegengebracht wird, desdo unaktraktiver wird sich im Selbstmittleid zu suhlen und desdo weniger Süchtige gibt es.
Alt 04. 10. 2006, 13:39 cyberny is offline #177
Pansen84
Mitglied
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 117
Re: schei.... WoW

Immerhin handelt ist es keine körperliche oder psychische abhängigkeit. Die Leute die meinen dieser "Sucht" erlegen zu sein haben lediglich nicht genug Charakterstärke um sich einzugestehen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.


Ich denke schon das sie Irgendwo Psychisch davon abhängig sind. Musstest se mal erleben wenn se nen Tach nicht gespielt hat, dann is die ja schon nervös geworden. und das se nur mitleid suchen wenn se "süchtig" sind kann ich auch nicht so ganz bestätigen da se sich selbst nicht eingestehen das se "süchtig" sind. da kommt dann nur: lass mich doch, das is halt mein hobby das amcht mir spaß!

wenn man sagt das se süchtig ist wird man gut angefaucht!
Alt 05. 10. 2006, 06:53 Pansen84 is offline #178
Gawan999
Gesperrt
 
Benutzerbild von Gawan999
 
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 1.219
Re: schei.... WoW

Ich hab mit einigen InGame-Freunden gesprochen kurz nachdem ich mit WoW aufgehört hab und gefragt was sie eigentlich noch so fesselt an dem Spiel.
Die Begründung war meistens, dass im Winter das AddOn "Burning Crusade" kommt.
Auf die Frage warum sie ohne AddOn derzeit immer noch 6-8 Stunden am Tag in das Spiel investieren kamen immer nur Ausflüchte
Alt 05. 10. 2006, 07:07 Gawan999 is offline #179
BurnerR
Anders?
 
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 1.091
Re: schei.... WoW

Ich seh das nicht ganz so dramatisch wie Cyberny.
Mag sein, dass manche Menschen eher dazu neigen sich einer Sache in Form einer Sucht hinzugeben, aber das ganze manifestiert sich doch sehr schnell in WoW. Kommen die erstmal von WoW weg, finden sie womöglich kein "Spiel" mehr, dass sie auf dieser Suchtebene anspricht und Menschen ändern sich ja auch mit der Zeit - zumindest wenn sie in dieser Zeit kein Wow spielen...

mfg
Alt 05. 10. 2006, 09:54 BurnerR is offline #180
Harry Hard
Mitglied
 
Benutzerbild von Harry Hard
 
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 890
Re: schei.... WoW

[quote=cyberny]
Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Problem, wie bei vielen Situationen bei denen von Sucht gesprochen wird schlichtweg um eine Charakterschwäche. Immerhin handelt ist es keine körperliche oder psychische abhängigkeit. Die Leute die meinen dieser "Sucht" erlegen zu sein haben lediglich nicht genug Charakterstärke um sich einzugestehen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.
QUOTE]

Sehe ich ähnlich. Oftmals sind es außenseiter im Leben und versprechen sind bei World of Warcraft ruhm und ehre denke ich. Sie wollen dort erfolgreich sein.

Ich selber habe WoW ein halbes Jahr gezockt bis es mir zu langweilig wurde. Ich habe des öfteren Diskussionen mit Mitspielern geführt am Ende warum sie WoW noch spielen.
Die meisten Antworten die ich bekam waren: Ich spiele WoW um erfolgreich zu sein. Auf meine Frage nach dem spaß kam: Denkst du es macht spaß 5h Gold, Ehre oder ähnliches zu farmen? Nein das mache ich nur um erfolgreich zu sein spaß macht es mir schon lange keinen mehr.

Soetwas finde ich schade da manche ihre Zukunft zerstören, aber es noch nicht einsehen können oder wollen.
Alt 05. 10. 2006, 21:26 Harry Hard is offline #181
rotfl
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: Aufm Planet ERDE
Beiträge: 1.156
Re: schei.... WoW

Zitat:
Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Problem, wie bei vielen Situationen bei denen von Sucht gesprochen wird schlichtweg um eine Charakterschwäche. Immerhin handelt ist es keine körperliche oder psychische abhängigkeit. Die Leute die meinen dieser "Sucht" erlegen zu sein haben lediglich nicht genug Charakterstärke um sich einzugestehen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.

Du widersprichst dich ja selbst. Charakterschwäche ist ja eine Art von Persönlichkeitsstörung, dass dadurch eine Sucht entstehen kann ist ja logisch. Auch Alkoholiker/Drogenabhängige haben meist eine Charakterschwäche, sonst hätten sie ja niemals damit angefangen.

Das Vorliegen einer Charakterschwäche schliesst ja nicht aus dass derjenige süchtig ist, vielmehr ist es ursächlich für diese Spielsucht.

Also ist deine Aussage falsch. Der Charakterschwache ist einfach anfällig für gewisse Dinge, in unserem Fall WOW, kann aber auch für Alkohol usw. anfällig sein.

Natürlich handelt es sich um eine psychische Abhängigkeit, das ergibt sich doch schon aus den diversen Beiträgen hier und aus anderen Quellen. Man kann nicht leugnen dass es eine "Spielsucht" gibt, sei es Glückspiel, WoW oder sonst etwas.


Zitat:
nicht genug Charakterstärke um sich einzugestehen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind.

Eingestehen kann sich das ein jeder Süchtige, aber aufgrund der Sucht kann er das Problem nicht lösen.

Mit dem leugnen/verharmlosen dieses Problems ist keinen geholfen, vielmehr muss diese Sucht behandelt werden um den Leuten zu helfen. Auch das abstempeln dieser Menschen als charakterschwach ist totaler Blödsinn.

Zitat:
Und eins ist sicher, je mehr Verachtung den vorgeblich Süchtigen entgegengebracht wird, desdo unaktraktiver wird sich im Selbstmittleid zu suhlen und desdo weniger Süchtige gibt es.

Ja, diese Aussage ist an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Spielsucht

http://de.wikipedia.org/wiki/Sucht

http://de.wikipedia.org/wiki/Sucht#p...irkmechanismen
Alt 05. 10. 2006, 22:41 rotfl is offline #182
prepassenger
Master of Garnix
 
Benutzerbild von prepassenger
 
Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 3.564
Re: schei.... WoW

Alt 05. 10. 2006, 23:08 prepassenger is offline #183
SoulSpirit
Parasit
 
Benutzerbild von SoulSpirit
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 2.056
Re: schei.... WoW

naja, das Video ist für meinen Geschmack ein Bisschen zu sehr in die Länge gezogen...

Den Bericht vom Reporter find ich aber schon zach. Ein Junge bringt sich um weil er im Spiel was nicht erreicht hat?

Ich stimm der Frau im Video zu:
"It's almost like a book... But a book ends!"
Alt 06. 10. 2006, 10:03 SoulSpirit is offline #184
cyberny
Fisch
 
Benutzerbild von cyberny
 
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.022
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von rotfl 
Das Vorliegen einer Charakterschwäche schliesst ja nicht aus dass derjenige süchtig ist, vielmehr ist es ursächlich für diese Spielsucht.
Es schließt es nicht aus, es erklärt nur, dass der Begriff Sucht, den du da verteidigst, lediglich aus dem Sumpf des Selbstmitleides erwachsen ist und keine reale Grundlage hat.

Wie dem auch sei, gegen Charakterschwäche kann man was tun, den Charakter kann man durchaus stärken. Aber das geht nicht indem man rumheutl und was von Sucht blubbert oder aggressiv wird und sowas zum Beispiel als Schwachsinn, Schwachsinnigkeit oder cerebrale Diarrhoe bezeichnet.
Spoiler:
Alt 06. 10. 2006, 15:19 cyberny is offline #185
rokafella
S|\|00b|\|00by|\|00b
 
Registrierungsdatum: Dec 2004
Beiträge: 86
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von cyberny 
Es schließt es nicht aus, es erklärt nur, dass der Begriff Sucht, den du da verteidigst, lediglich aus dem Sumpf des Selbstmitleides erwachsen ist und keine reale Grundlage hat.

Du erzählst Müll. "Sumpf des Selbstmitleides", glaube du leidest an Charakterschwäche. O MANN *Kopfschüttel*
Alt 06. 10. 2006, 15:48 rokafella is offline #186
Pansen84
Mitglied
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 117
Re: schei.... WoW

die leute bei dennen du charackterschwäche mit "rumhäulen das se süchtig sind" betitelst gibt es glaub ich nur wenige von, denn die süchtigen sagen nicht das se süchtig sind, die heulen auch nicht wie dreckig es ihnen geht, das sehen se zu diesem zeitpunkt doch garnicht. sie sehen es erst wenn mal nen punkt kommt wo se wirklich aufhören, vielleicht weil se erkenenn das se süchtig sind, dann hören se auf und dann beschweren sie sich auch,aber nicht zu dem zeitpunkt wo se aktiv spielen. da kommt nur, wat? ich bin nicht süchtig, dat amcht mir halt einfach nur spaß lass mich doch, is mein hobby. du hörst aber glaube ich nicht ganz so viele beschwerden von denen
Alt 09. 10. 2006, 07:18 Pansen84 is offline #187
Kulgan
entmagnetisierter Kompass
 
Benutzerbild von Kulgan
 
Registrierungsdatum: May 2003
Ort: Hochparterre
Beiträge: 1.859
Re: schei.... WoW

Entsteht nicht immer eine Sucht aus einer Schwäche bzw. geht nicht immer eine Schwäche der Sucht voraus?

Als Jugendlicher fängt man das Rauchen an - man will ja cool sein vor den anderen = nicht genug Standfestigkeit in der Gruppe,

danach gehts weiter mit Alkohol - als Jugendlicher ists wieder cool, wer nicht trinkt ist uncool,

später wird man zu 99% nur Alk-süchtig, wenn man gleichzeitig ne Menge anderer Probleme hat oder aus dem entsprechenden Umfeld kommt (das ist eine Feststellung, keine abwertende Bemerkung).

Eine Schwäche gibt es für jede Sucht.

Bei WoW ist es ähnlich, habe ich persönliche / private Probleme, dann kann ich mich super in der Cyberwelt verstecken und eine Zeit lang alles vergessen. Bei WoW binich wer, ich habe klasse Items, spiele auch hart praktisch jeden Abend dafür etc.

Bei vielen WoW-Spielern ist es natürlich auch nur ein Hobby, sie spielen, wie sie eben mal Zeit haben, nicht 4-5x die Woche einige Stunden lang und dauerhaft unter strengen Raidregeln. Diese Hobbyspieler werden aber im Normalfall auch nicht annähernd so erfolgreich sein wie die "Süchtigen". Zum einen aus Zeitgründen (z.B. Arbeitslosigkeit - auch eine Art von Schwäche bzw. Problem). Und dann sehen sie es auch nicht so verbissen wie die "Hardcore-Spieler".

Dafür werden die Hobbyspieler im "RL" (= real life) meistens mehr vorzuweisen haben, sei es im Beruf, an Freunden, Familie etc - wieder ähnlich wie bei den Alkoholikern.

Diese These mag etwas gewagt wirken, aber ich denke, meistens trifft sie genau zu.

Bitte müllt mich nicht zu, ich würde irgendwelche Personengruppen abwerten, ich war selbst 1,5 Jahre arbeitslos und habe wie in diesem Thread schon erwähnt bei WoW so einiges erreicht, bevor ich das Spiel an den Nagel gehängt habe um die Notbremse zu ziehen. Es sind eigentlich alles Tatsachen, also muss sich bitte niemand ans Bein gepisst fühlen
Alt 09. 10. 2006, 12:55 Kulgan is offline #188
DARKWATER
Mitglied
 
Benutzerbild von DARKWATER
 
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Hölle auf Erden
Beiträge: 1.353
Re: schei.... WoW

Eine Charakterschwäche hat nicht zwangsläufig eine Sucht zur Folge. Eine Charakterschwäche ist keine Entschuldigung dafür, dass man irgend einer Sucht erliegt, weder Alk, noch Zigaretten, noch WoW. Charakterschwächen gibt es im Dutzend billiger, und jeder hat wohl auf seine Art einen kleinen Knacks, was keine Entschuldigung für so etwas ist, allenfalls erleichtert eine Charakterschwäche jemandem den Einstieg in die Problematik.

Ich selbst habe ca. 3 Monate lang WoW gespielt, habe es dann jedoch wieder gekündigt. Nicht, weil ich mein Privatleben nicht mehr auf die Reihe gebracht hätte, sondern weil es mich langweilte. (Es gibt wesentlich bessere MORPGs da draussen!) Ich empfinde WoW als oberflächlich sehr ansprechend, jedoch fehlt im definitiv der Tiefgang vieler andere Spiele wie z. B. Dark Age of Camelot. Dies ist jedoch bestimmt Ansichtssache, auch wenn sich die Redaktionen internationaler Spielezeitschriften relativ einig sind.

Es ist also ein RPG wie jedes andere auch, die Frage ist doch jetzt: Warum sind Leute mit Realitätsverlust ausgerechnet hier so sehr im Gerede? Weil es ein Massenphänomen ist, und weil es durch seine Einsteigerfreundlichkeit auch Leute zum Spielen bewegt hat, die ansonsten wenig mit PC-Spielen oder RPGs gemein hatten. (Was ja an für sich eine gute Sache wäre.) Viele Neulinge kannten die Problematik aber noch nicht, wie intensiv Spieleerlebnisse am PC oder Rollenspiele im Allgemeinen sein können. Darüber hinaus besteht die Problematik bei Rollenspielen allgemein, egal ob am PC wie WoW, Everquest, etc, oder Pen&Paper auf dem Papier mit Würfeln und Bleistift.

Leute, die psychisch auf irgend eine Weise labil sind und in der Realität womöglich auch noch andere Probleme haben, neigen of dazu, sich in ihre virtuellen (bei P&P: imaginären) Spielercharaktere hineinzusteigern, aber es sind doch Ausnahmen. Mit einer umfangreichen und sachlichen Aufklärung ohne Verteufelung solcher Dinge wäre schon viel erreicht. Aber es macht halt keine gute Publicity, wenn auf der Packung stehen würde: „Achtung: Enthaltenes Produkt kann bei übermässigem Konsum süchtig machen!“ Es würde aber der Wahrheit entsprechen. So wie sich eigentlich jeder Konsument bei Zigaretten (auch ohne die behämmerten Hinweise zur Gesundheit) im Klaren darüber sein müsste, dass zu viele Zigaretten die Gesundheit schädigen, so muss sich jeder PC-Zocker halt auch im Klaren darüber sein, dass sein soziales Umfeld ausserhalb der Spiele-Community u. U. in Mitleidenschaft gezogen wird, sollte man außer spielen nichts mehr auf die Reihe bekommen.

Mein Cousin hätte heute noch keinen Job, wenn er nicht aufgehört hätte, 10 Stunden am Tag Unreal Tournament im Clan zu zocken. (Damit möchte ich keine Clans angreifen!) Aber er hat es irgendwann von selbst eingesehen, wenn gleich auch mit ein wenig Hilfe. Hätte er einen Thread hier aufgemacht, hätte man ihm genauso gesagt, dass er seinen Arsch schon auch selbst hochkriegen muss, zumindest muss der Anstoss dazu aus ihm selbst kommen.

Hätte ich selbst die Wahl, dann würde ich mich in meine Wohnung einsperren, und den ganzen Tag PC-Spiele zocken. Abends würde ich eine Pen&Paper Rollenspielrunde mit meinen Kumpels spielen. Bin ich deswegen gestört, weil ich mich in meiner Internet Community (die sich über den ganzen Globus erstreckt) wohlfühle, und zwar mehr, als in der Bauerndisco eine Strasse weiter? Bin ich süchtig, weil ich gerne und oft PC-Spiele zocke? Ich habe aber dummerweise keine Wahl: Ich muss Geld verdienen, um mich zu ernähren und meinen Lebensstandard (In diesem Fall neue und bessere Hardware oder neue Gamez. In einer 640x480 Auflösung würde auch niemand von WoW abhängig werden…) aufrecht zu erhalten.

Würde ich wirklich wochenlang nur ein einziges Game rund um die Uhr spielen, müsste ich mich vor Langeweile übergeben. Vom Abstumpfungseffekt will ich gar nicht reden. („Hey, da ist ja ein Stufe XX-Endgegner. Cool, so einen haben wir seit fast einer Stunde nicht mehr gehabt! Das ich so was wieder zu sehen kriege, unglaublich…!“)

Also:
Man vernachlässigt durch das (übermässige) WoW-Spielen eventuelle seine anderen sozialen Kontakte, egal ob im Web oder in der Realität. Dies gilt aber auch für jede andere Aktivität, der man übermässig frönt, und dadurch andere Bereiche vernachlässigt.

Ist das wirklich krank? Oder ist das einfach dumm?

Ich war immer der Meinung, dass sich jeder, der sein Leben ansonsten auch auf die Reihe kriegt, auch das ein oder andere Laster verdient hat.

In einem stimme ich aber zu: Kollektives Mitleid für die Betroffenen ist relativ sinnlos. Ein Tritt in den Hintern von einer Authoritätsperson, vielleicht sogar von einem betroffenen Spielleiter in WoW, oder ein längeres sachliches Gespräch sollte mehr bewirken. Das ganze mit Alkoholismus oder anderen körperlich abhängig machenden Drogen zu vergleichen, halte ich für absolut panne. Wenn dies ein paar Betroffene in den jeweiligen Alkohol Entzugskliniken hören würden, dann würden sie vor Wut rot anlaufen.

Aber trotzdem zugegeben: Wer Probleme hat, und diese lösen möchte, muss erst einmal selbst das Problem erkennen und sich wünschen, dass es anders läuft, und da einige Betroffene es hier zugeben, ein Problem zu haben, ist dieser Thread nicht mal unnütz.
Alt 09. 10. 2006, 13:42 DARKWATER is offline #189
smartphoenix Spender
Mord-erator
 
Benutzerbild von smartphoenix
 
Registrierungsdatum: May 2005
Ort: Nicht im Gulli
Beiträge: 1.859
Re: schei.... WoW

Ein erschreckendes Beispiel zeigte die ARD.

In China werden Jugendliche zum Spielen gezwungen!! Damit machen kriminelle Banden dann Geld!

Hier das Video

Zitat:
China: Banden zwingen Jugendliche zum Spielen

Manche Computerspiele können Jugendliche geradezu süchtig und krank machen. In den Industrieländern des Westens beginnen viele zunächst freiwillig mit der Spielerei am Bildschirm. Am anderen Ende der Welt sitzen dagegen häufig Mitspieler, die dazu gezwungen werden. Denn bei einem der zur Zeit beliebtesten Online-Spiele, genannt "World of Warcraft", wechselt oft gutes Geld den Besitzer. Eine Verlockung für skrupellose Banden in China, die Jugendliche zum Spielen zwingen.

Quelle: ARD

Geändert von smartphoenix (09. 10. 2006 um 14:19 Uhr).
Alt 09. 10. 2006, 13:54 smartphoenix is offline #190
cyberny
Fisch
 
Benutzerbild von cyberny
 
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.022
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von Kulgan 
Diese Hobbyspieler werden aber im Normalfall auch nicht annähernd so erfolgreich sein wie die "Süchtigen".
Ja, das ist eine gigantische (oder diabolische) Marketing-Strategie.
Soetwas werden wir noch häufiger sehen in den nächsten Jahren.

DARKWATER: Sehr gut auf den Punkt gebracht.
Aus meiner Perspektive ist dem nichts mehr hinzuzufügen.
Alt 09. 10. 2006, 14:15 cyberny is offline #191
kesrith
...gegen alle Flaggen!
 
Benutzerbild von kesrith
 
Registrierungsdatum: Feb 2004
Beiträge: 1.566
Re: schei.... WoW

Charakterschwäche ist trotzdem nicht gerade ein geschickt gewählter Begriff.

Die Zeiten, da dieses Wort als moralische Keule missbraucht wurde, sind noch nicht solange her - und die Versuchung besteht nach wie vor, finde ich.

Gruß
kesrith
Alt 09. 10. 2006, 18:12 kesrith is offline #192
Harrys22
(Threadleser)
 
Benutzerbild von Harrys22
 
Registrierungsdatum: Apr 2006
Beiträge: 258
Re: schei.... WoW

SCHEI* WoW!!!!

Sorry, das musste jetzt raus...so, jetzt bin ich beruhigt
Alt 09. 10. 2006, 20:01 Harrys22 is offline #193
thrilled
Eccentric [IR:60%]
 
Benutzerbild von thrilled
 
Registrierungsdatum: Feb 2004
Beiträge: 789
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von cyberny 



Und eins ist sicher, je mehr Verachtung den vorgeblich Süchtigen entgegengebracht wird, desdo unaktraktiver wird sich im Selbstmittleid zu suhlen und desdo weniger Süchtige gibt es.

Sorry das wird wohl eher das Gegenteil bewirken, schliesslich fliehen diese Menschen ja in Ihre Sucht da sie mit der "Realität" nicht mehr (so gut) klar kommen. Verstärkt sich nun der Druck von Aussen wird wohl der Reiz sich noch tiefer online zu verstecken eher größer....
Alt 09. 10. 2006, 20:05 thrilled is offline #194
onighost
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 29
Re: schei.... WoW

hallo leute

man, ich wusste nicht das es so vielen so geht. irgendwie tut es gut das es nicht nur geblendete zocker auf der welt gibt.
ich kann euch auf jedenfall in jeder kleinen einzelheit verstehn, denn ich kenne die contras UND die pros.

zu mir: bin 23, zocke schon mein ganzes leben. mal hat ne beziehung drunter gelitten, mal die schule, mal die familie, aber im großen und ganzen hat es sich immer in grenzen gehalten.

in grenzen bis ich ende 2004 betatester wurde... ich war zu dieser zeit arbeitslos. und es hat eingeschlagen wie eine bombe. ich war niemals zuvor so von einem rollenspiel begeistert, es war überhaupt man erstes online rpg....

handel treiben, kommunizieren, immer was los, raiden über items labern, die ganze parlette. und es macht wirklich spass, jeder der gezockt hat weiss genau von was ich raide. auch der teamgeist, oft leute auf die man sich richtig verlassen kann, teilweise mehr als auf rl-bekannte...

naja, so ging fing es alles an: sofort als der beta-test vorbei war ( in der zeit war ich schon ein gutes stück mit meiner freundin zusammen) haben wir uns zusammen die retail gekauft, und es gab nur noch wow. unsere ganze beziehung war wow... mein leben war wow... ich hab... teilweise 20h +/- am tag gezockt. ich war immer oben dabei, immer online, immer informiert...
wärend um mich rum alles verrottet ist...

so verging ein jahr. zeitsprung frühjahr 2006
raidleader, immer busy, angesagt, respektiert, gefragt - ein meister des fachs.
leider waren die zustände in meinem richtigen leben ungefähr mit einer heroin-karriere vergleichbar...

soziale kontakte, wobei viele meiner freunde auch wow zocker aus meinem reallife sind brachen weg, man hat sich wegen bullshit in die haare bekommen.
um arbeit gekümmert? oder für ne aufnahme prüfung gelernt? fehlanzeige...

und dann kam der gau... ich hab meine beziehungen in meinem leben nie sonderlich gepflegt, hatte immer glück das ich gute vor allem liebe mädels um mich rum hatte.... aber mit meiner freundin war es etwas besonderes, so wie niemals zuvor....
leider war ich blind, blind, dumm, süchtig....
ich hab die zeichen nicht gelesen und nicht gemerkt das sie sich stück für stück von mir abwendet....

bis sie sich eine woche nichtmehr gemeldet hat... in dieses zeit pflegte sie ziemlich regen kontakt zu meinem, sagen wir mal, "ersten offizier" des raids...
ich hab das absolut nicht geschnallt, ihr könnt euch denken worauf mein hauptaugenmerk war...
naja, am ende der woche ist sie zu ihm gefahren... dort haben sie mitnander geschlafen... am montag darauf hat sie mir alles gebeichtet und meinte er war ein riesen fehler...
ich bin aus meiner trance aufgewacht, hab übelste ware die sau raus gelassen.. naja, das führte dazu das sie den typen nochmal traf... bei ihr daheim.. ich wusste davon
waren die schlimmsten 5 tage meines lebens, sie war die erste frau ever die mich betrogen hat.
ich ging gestärkt aus der sache raus, auch wenn es verdammt weh tat. ich hab dem spiel abgeschworen, ich hab in diesen tage geschnallt was es mit mir gemacht hat, wie ich meine frau vernachlässigt habe, wie es zu allem kommen konnte...
sozusagen ein heilsamer schock.
unsere beziehung lag ein monat auf eis. ich habe ihr verziehen, ich finde das man verzeihen können muss. seitdem hat sich vieles in unserem leben geändert, wir haben eine bessere zeit als jemals zuvor.

abschließend möchte ich sagen, das ich die zeit, die ich in diesem spiel verbracht habe als verlorene zeit sehe... es ist einfach kein lebensinhalt 24/7 hinter lila-items herzurennen...

wo andere spiele die ich gespielt habe das hash waren, war wow das "H"
einige können das bestimmt nachvollziehen. dieses spiel wurde gemacht um menschen abhängig zu machen, eine LEGALE DIGITALE DROGE
unter der viele noch leiden werden, denn es ist kein ende in sicht.
aber hört meine worte, irgendwann wird es von gesetzeswegen eingeschränkt

an alle die darüber nachdenken selbst mal zu zocken, die es noch nicht kennen:
in der richtigen dosis ist es wie wenn man ab und an mal einen raucht, spricht nichts dagegen.
das es bei zuviel konsum menschen kaputt macht, no doubt


das war meine geschichte von verlorenen jahren, frauen und zuviel engstirnigkeit. ist ziemlich umfangreich geworden. aber da ich jetzt ne plattform kenne wo ich es vortragen konnte, hab ich dies getan. sonst weiss niemand davon.


viel spass beim lesen evtl.

regards
Alt 13. 10. 2006, 15:31 onighost is offline #195
DARKWATER
Mitglied
 
Benutzerbild von DARKWATER
 
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Hölle auf Erden
Beiträge: 1.353
Re: schei.... WoW

Ich mache mir jetzt bestimmt keine Freunde, aber trotzdem:

Zitat:
abschließend möchte ich sagen, das ich die zeit, die ich in diesem spiel verbracht habe als verlorene zeit sehe... es ist einfach kein lebensinhalt 24/7 hinter lila-items herzurennen...

Stimme ich nicht ganz zu. Soweit hast Du recht: Ein Spiel kann niemals den kompletten Inhalt Deines Real-Lifes sein. Allerdings hast Du nicht unwesentlich Spass gehabt. Mit anderen Leuten zusammen im Netz zu spielen und Spass zu haben ist nun wirklich eine gute Sache. Es KANN den Umgang mit sozialen Gegebenheiten sowie die Einfühlsamkeit steigern. Es KANN helfen, Berührungsängsten entgegen zu wirken. Dadurch, dass man einen festen Platz in einem Clan oder einer Raidgruppe hat, bekommt man Verantwortung übertragen und lernt unter Umständen damit auch umzugehen. Rollenspiele werden z. T. von Psychologen als Werkzeug zur Therapie für sozial gestörte Persönlichkeiten eingesetzt. (Natürlich nicht WoW…)

Du hast Dich zu anfangs dafür entschieden, und zu dem damaligen Zeitpunkt sprach nichts dagegen. Du musst Dir keine Vorwürfe darüber machen, dass Du angefangen hast, sondern darüber, dass Du nicht rechtzeitig gecheckt hast, wo wieder Schluss ist, bzw. wann Du Deinen Spielkonsum eindämmen musst.

Zitat:
dieses spiel wurde gemacht um menschen abhängig zu machen, eine LEGALE DIGITALE DROGE unter der viele noch leiden werden, denn es ist kein ende in sicht.
aber hört meine worte, irgendwann wird es von gesetzeswegen eingeschränkt

Das hoffe ich nicht, denn Blizzards brilliante Entwickler haben sich bestimmt nicht gesagt: ‚Wir werden diese üblen Blizzardfans da draussen alle in die Sucht und in den sozialen Ruin treiben. Die Vision von George Orwell wird durch unser Spiel bald Wirklichkeit. Muaharharharharhar…!!!’

Sie haben sich zu Entwicklungszeiten bestimmt nicht mal selber vorstellen können, welche Wellen der Erfolg ihres Spiels schlagen könnte. Ausserdem versucht jeder Spieledesigner ein Spiel zu entwerfen, das den Spielern gefällt. Ein wesentlicher Faktor eines PC-Spiels (oder von mir auch eines Pen&Paper Rollenspiels) ist der Grad der Stimmigkeit und der Atmosphäre. Der Spieler muss sich als Teil des Geschehens fühlen – das ist Intention. Leute sollen sich von einem Spiel angesprochen fühlen. Mal anders gefragt: Meint ihr, Jerry Bruckheimer produziert seine Filme so, dass sie möglichst wenigen Menschen gefallen? Meint ihr, bei einer behämmerten Soap wie Verliebt in Berlin wird darauf geachtet, dass sich am Ende einer Episode keiner wünscht, die nächste zu sehen? Entschuldigung, das ist naiv und hat nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Problem – der Sucht danach, ein Teil der interaktiven Spielewelt zu sein - zu tun.


Zitat:
in der richtigen dosis ist es wie wenn man ab und an mal einen raucht, spricht nichts dagegen. das es bei zuviel konsum menschen kaputt macht, no doubt

Hier wiederum stimme ich Dir 100% zu. Es kommt immer auf das Maß der Dinge an.

Ansonsten: Ich finde es gut, dass Du hier ehrlich Deine Geschichte erzählt hast. Respekt! Ich hoffe, Du hast mein Posting nicht als bösartig aufgefasst, so war es nämlich nicht gemeint. Viel Glück für die Zukunft wünsche ich Dir, bzw. allen in diesem Thread.
Alt 13. 10. 2006, 16:13 DARKWATER is offline #196
Maynard J.K.
[...]
 
Benutzerbild von Maynard J.K.
 
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Helvete
Beiträge: 314
Re: schei.... WoW

Alt 13. 10. 2006, 18:07 Maynard J.K. is offline #197
Elfdruck
Alptraummacher
 
Benutzerbild von Elfdruck
 
Registrierungsdatum: Feb 2006
Ort: in Alpträumen
Beiträge: 1.031
Re: schei.... WoW

also irgendwie unterscheide ich mich von der masse hir wohl in einem punkt:

ich hab wow gepsielt und mir wurds langweilig.

um genau zu sein: 3 wochen gezoggt "ohne ende". irgendwann viel mir eines auf: die gegner sind eigentlich immer gleich, monster, rar, elite. plättn. in gruppe oder nicht, es ist immer das gleiche (kaum abwechslung meiner meinung nach)

der hoche sucht faktor machen die freunde die man im spiel gewinnt aus (naja um paarr is es schon schad die im spiel bleiben, but wayne).

ich denke das wow vorallem desshalb so viele in ihren bann zieht, weil sie sich selbst aufbaun können, sich ihr aussehen auswählen können etc. und wnn man große scheiße baut (kommt eh relativ selten vor) gängt man einfach bei null wieder an (oder macht mit nem anderen char weiter)

es ist eine interessante umsetzung, die durch die vielen gimix (z.b. besoffen sein) an das echte leben erinnert. aber auch nur erinnert.

ich werd wohl nie nen manaball auf meine lehrer abfeuern können (schade eigentlich).

MfG Elfdruck
Alt 13. 10. 2006, 18:16 Elfdruck is offline #198
Harry Hard
Mitglied
 
Benutzerbild von Harry Hard
 
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 890
Re: schei.... WoW

Zitat:
Zitat von Elfdruck 
also irgendwie unterscheide ich mich von der masse hir wohl in einem punkt:

ich hab wow gepsielt und mir wurds langweilig.

um genau zu sein: 3 wochen gezoggt "ohne ende". irgendwann viel mir eines auf: die gegner sind eigentlich immer gleich, monster, rar, elite. plättn. in gruppe oder nicht, es ist immer das gleiche (kaum abwechslung meiner meinung nach)

Mir wurde es auch langweilig allerdings erst nach so 3 Monaten als ich das erste mal 60 war. Naja habs dann verkauft und jetzt habe ich eh keine Zeit mehr.

Im Nachhinein bin ich froh das die Zeit vorbei ist was ich dort für sinnlose Zeit investiert habe.... wirtschaftlich eine Katastrophe