Hallo,
Bin aus einer Paris zurück und konnte deswegen nicht antworten! Also wo soll ich bloß anfangen?

Erstmal freu ich mich wirklich auf die Antworten.
1) Ich weiß, dass meine Gedichte sehr abstrakt sind, daher wird der Zugang zum Inhalt und zur Intention für den Leser erheblich erschwert! Ich muss aber sagen, dass die Gedichte nicht an bestimmte Leser gerichtet sind. Ich schreibe sie mehr für mich in einem Heft als Erinnerung. Ich wollte bloß wissen wie sie bei anderen Leuten ankommen, deswegen stellte ich sie hier rein, aber naja.
2) nun zum Gedicht, mit einer Wortfeld analyse lässt sich das Gedicht (sehr viele andere ebenso) sehr leicht entschlüsseln:
Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um eine Flucht (wohlmöglich vor einem Ort oder einer aussichtslosen Situation)
1. Strophe: Es handelt sich naja um eine sehr hässliche Sache, die hier beschrieben wird, durch das "bist du" wird etwas oder jemand angesprochen, in der zweiten Zeile wird deutlich, dass dieses "du" Natur verkleinert (fast sogar auslöscht), dieses "du" macht die Natur seinesgleichen. Dadurch wird (für mich) ganz klar, dass es sich hierbei nur um die Großstadt handeln kann! Die dritte Zeile gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die zweite Strophe, sogar ein Funken Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation.
2. Strophe: Plöztlich ein überraschender perspektivenwechsel. Jeder erkennt hier, dass nun die Natur von ihrer schönsten Seite beschrieben wird, harmonischer kann es nun wirklich nicht beschrieben werden! Durch die Beschreibung, wird deutlich wie sich die psychische Situation des Beschreibers verbessert. Wohlmöglich fühlt sich der Leser nun auch besser (zumindest besser als in der ersten Strophe), dadurch wird die epische Distanz verringert.
3.Strophe: Die Wende geschieht hier: Auch hier in der Natur (von der zweiten Strophe), werden negative Seiten erkannt, nämlich das Blut, das Leiden und der Tot. Verblüffung entsteht beim Leser, der diese Situation nicht versteht! Diese Beschreibung, die eine Zerstörung beschreibt entsteht durch eine neue Sichtweise (die in mir ebenso statt fand). Ich sah zu dem Zeitpunkt die Natur, nicht mehr sowie man sie normalerweise sieht. Ich sah sie mehr durch die Sicht der Evolutionstheorie. Durch dieses neue Sichtweise (das Recht des stärkeren usw. usw.) wird das Bild der schönen Natur für mich zerstört. Daher die vierte Strophe, man kann nichts mehr als schön empfinden, weder die große, enge und dreckige Stadt (die der Mensch mit Vernunft und Verstand baut), noch die Natur, die in alten Epochen (wie Romantik) als Fluchtsort benutzt wurde. Man kann nichts mehr als schön empfinden, weil die Vernunft blockiert. Dieses Hinführen der Vernunft (aus der letzten Zeile), naja zuerst die Befreiung aus der Unfreiheit durch das Mittelalter durch die Aufklärung und nun kann ich die Natur nicht mehr als schön empfinden.
Aus dem Gedicht lässt sich noch mehr rausholen. Leute, die kritisieren, aus welchem Grund auch immer, sollen dies bitte auf einer sachlichen Ebene machen, für Kritik bin ich offen, aber für Aussagen wie scheiße, strukturlos oder sonstiges hab ich kein Bock.
Mit freundlichen Grüßen
I.Kant
PS.: Zu Grammatik und Rechtschreibfehler, kann ich nur sagen, dass ich seit 4 Jahren in der Republik lebe....