Forunkel, wenn Du Kunst als das Ergebnis des menschlichen Bedürfnisses sich kreativ auszudrücken bezeichnest, hast Du recht. Ich würde Kunst auch so bezeichnen.
Im Grunde ist jede Hausfrau, die die Servietten schön faltet und das das Gedeck ansprechend auf dem Tisch arrangiert schon eine Künstlerin.
Allerdings muß ich auch Glen Runciter in Puncto Qualität der Kunst recht geben...
natürlich gibt es eine Menge moderner Künstler aller Sparten, die auch gerne provokant und auch gut sind .. ich bin für sowas sehr offen und ich muß es auch nicht unbedingt verstehen oder es darf auch sinnlos sein... dann müssen aber andere Kriterien stimmen.. dann merkt man auch, daß der Künstler nicht einfach etwas hingerotzt hat bzw. sich mit der Materie auskennt und weiß was er da tut.
Jeder muß mal anfangen...
Im Falle unseres Gedichts hier würde ich dem Dichter einfach vorschlagen sich weiter mit den verschiedenen Stilmitteln der Sprache und Dichtung zu beschäftigen, damit er seinen eigenwilligen Stil auch gut rüberbringen kann. Den darf er ja gerne haben.

Und ich sehe auf jeden Fall Ansätze, die versprechen, daß er da auch dazu in der Lage ist.
Und daß er sich durchaus auch tiefere Gedanken macht.
Ich bin jetzt wirklich kein Mensch, der sich mit der Materie besonders gut auskennt... ich urteile nach meinem Gefühl und meiner Wahrnehmung heraus... dieses Gedicht ist nicht rund, es wirkt hölzern und unbeholfen... wie in dem anderen Gedicht ist mir die Wortwahl zu simpel, hier allerdings schon weit besser ... somit erhält das Gedicht keine Tiefe, die aber erreicht werden wollte...
Dafür, daß es eigentlich eine finstere Abrechnung mit dem Menschen und seinem Tun sein soll ist mir das Gedicht noch zu hell...
das ist aber nun mein persönliches Empfinden denn für mich kann man diese Thematik nicht schwarz genug darstellen...