gulli:board Logo

Anzeige


  Antwort
Jano
Jesus' Homeboy
 
Benutzerbild von Jano
 
Registrierungsdatum: Aug 2005
Ort: Bremen
Beiträge: 332
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Bin ich stolz auf die Fussball Nationalmanschaft meines Landes? - Ja
Bin ich voller Euphorie wenn das Team gewinnt und alle gemeinsam jubeln und feiern? - Ja
Bin ich stolz auf die Innen- und Aussenpolitik meines Landes? - Naja

Die Frage ist doch eher, kann ich etwas wie Nationalstolz empfinden. Was soll das eigentlich sein? Bin ich stolz auf den Staat, die Regierung und die Politik oder die Gesellschaft und das was sie so treibt? Klar es passieren auch tolle Sachen in der Gesellschaft, und auch die Politik schafft es das ein oder andere mal eine vernünftige Entscheidung zu treffen, aber stolz darauf sein?
Ich bin stolz auf Freunde oder Familie wenn sie etwas schaffen was nicht alltäglich ist oder was besonderes. Bin auch mal stolz auf mich wenn's in der Uni ne gute Note gibt. Oder wenn man was Gutes getan hat.
Stolz sein kann man ohne Zweifel, und da sind wir wieder beim Thema, auf z.B. das erreichen des Halbfinales oder (hoffentlich) sogar den Titel des Europameisters!

Aber, und vielleicht liegts ja auch daran das wir in Deutschland so etwas mehr reflektieren als anderswo, wenn ich sage das ich auf mein Land stolz bin, denk ich immer automatisch an Politik und Gesellschaft, an Merkel, Kinder mit Handymusik, die Supernanny, Kurt Beck, Jugendschutzgesetze und VDS.
Alt 24. 06. 2008, 15:34 Jano is offline Mit Zitat antworten #101
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Du mußt meine Sprüche nicht mögen.
Argumente wären mir lieber.
Alt 24. 06. 2008, 15:37 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #102
Der Rebell
ehemaliger ex-ex
 
Benutzerbild von Der Rebell
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 18.031
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Man kann nicht ernsthaft über Nationalstolz diskutieren, wenn man sich noch nichtmal über Nationalgefühl klar ist.

Also eins nach dem anderen und nochmal von vorne anfangen.
Alt 24. 06. 2008, 15:39 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #103
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Jano 
Die Frage ist doch eher, kann ich etwas wie Nationalstolz empfinden. Was soll das eigentlich sein?
Ich bin stolz Deutscher zu sein. Ich bin stolz auf Deutschland. Ich akzeptiere die Vergangenheit und bin stolz, welcher Staat sich aus diesen dunklen Stunden entwickelt hat, nicht perfekt, aber was ist schon perfekt.

Die gleiche Frage ist, wie kannst du Liebe empfinden? Energieströme in unserem Gehirn? Schmetterlinge im Bauch? Was soll das eigentlich sein?
Alt 24. 06. 2008, 15:40 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #104
stagflation
Mitglied
 
Benutzerbild von stagflation
 
Registrierungsdatum: Jun 2008
Ort: Stadt
Beiträge: 202
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Deutschland wurde nicht von selbst zur (wieder zerfallenden) Demokratie, sondern mußte durch Bombenangriffe dahingeprügelt werden. Kein Grund, "stolz" zu sein.
Alt 24. 06. 2008, 15:43 stagflation is offline Mit Zitat antworten #105
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Man kann nicht ernsthaft über Nationalstolz diskutieren, wenn man sich noch nichtmal über Nationalgefühl klar ist.

Also eins nach dem anderen und nochmal von vorne anfangen.

Nationalgefühl ist das, was man über den Staat fühlt und denkt. Kann auch negativ sein, was man eben darüber denkt, z.B., dass man mit dem Rassismuss und der Chancengleicheit unzufrieden ist.
Nationalstolz ist dieVerbundenheit mit dem Vaterland, man identfiziert sich mit Deutschland, man "liebt das Vaterland".

Hoffe konnte dir mal wieder helfen

Quelle: Wikipedia.de

EDIT:
Zitat:
Zitat von stagflation 
Deutschland wurde nicht von selbst zur (wieder zerfallenden) Demokratie, sondern mußte durch Bombenangriffe dahingeprügelt werden. Kein Grund, "stolz" zu sein.

Zerfallende Demokratie? Wo siehst du das denn? Fakten bringen, dann reden wir weiter, deswegen ignoriere ich den Rest des Posts jetzt mal.
Alt 24. 06. 2008, 15:47 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #106
Der Rebell
ehemaliger ex-ex
 
Benutzerbild von Der Rebell
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 18.031
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Hoffe konnte dir mal wieder helfen

Quelle: Wikipedia.de

Das habe ich befürchtet.

Statt Ursachenforschung nur Begriffserklärungen aus einem Konversationslexikon (sofern Wiki das ist).
Alt 24. 06. 2008, 15:50 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #107
ruler³
Sapere aude
 
Benutzerbild von ruler³
 
Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Sektor 001
Beiträge: 1.380
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von RuberCicero 

Gemeinschaftsgefühl aus einer inneren Einsicht hört sich theoretisch gaanz toll an - etwa so wie Vollbeschäftigung, Chancengleichheit und alle Grenzen - und Vorurteile überschreitende Emanzipation... da nehm ich doch lieber das "künstlich" erzeugte Gemeinschaftsgefühl des Fussballs als gar keins

Ja, wenn du das nicht kannst, bleibt dir nichts anderes übrig, nein
Alt 24. 06. 2008, 15:53 ruler³ is offline Mit Zitat antworten #108
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Das habe ich befürchtet.

Statt Ursachenforschung nur Begriffserklärungen aus einem Konversationslexikon (sofern Wiki das ist).
Habe ich denn Unrecht?

@ ruler
sapere aude
Alt 24. 06. 2008, 15:56 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #109
Jano
Jesus' Homeboy
 
Benutzerbild von Jano
 
Registrierungsdatum: Aug 2005
Ort: Bremen
Beiträge: 332
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Man kann nicht ernsthaft über Nationalstolz diskutieren, wenn man sich noch nichtmal über Nationalgefühl klar ist.

Also eins nach dem anderen und nochmal von vorne anfangen.

Also ich nehme mal an Nationalgefühl ist ein Gefühl von Gemeinschaft. Oder ist es das Gefühl eines einzelnen? Schließt sich ja im grunde Kategorisch aus. Ich kann mich nur als Deutscher fühlen weil es ein Land gibt, in dem viele Menschen als Gemeinschaft leben die eine Kultur (oder nicht) entwickelt haben und verfolgen blablabla.

Es gibt Grundsätze die wir vermittelt bekommen haben, z.B. Gerechtigkeitsgefühl, das im entfernten Sinne daraus resultiert das wir ein bestimmtes Grundgesetz haben und eine politische und gesellschaftliche Ordnung die wir akzeptieren. Darin besteht ja evtl ein Nationalgefühl, also in grundsätzlichen Werten und Ansichten.

Aber es gibt doch viel zu viele Leute (und damit mein ich nichtmal nur verblendete Extremisten) mit denen ich mich in einen Topf werfe wenn ich mein Gemeinschaftsgefühl auf meine Nation reduziere. Ich glaube auch kaum das so etwas in einer individuellen Gesellschaft wie dieser großen Sinn macht.

Wo wir wieder beim Nationalstolz wären, und ich denke je länger diese Diskussion geht je fragwürdiger wird diese Idee für mich
Alt 24. 06. 2008, 16:14 Jano is offline Mit Zitat antworten #110
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Jano 
Es gibt Grundsätze die wir vermittelt bekommen haben, z.B. Gerechtigkeitsgefühl, das im entfernten Sinne daraus resultiert das wir ein bestimmtes Grundgesetz haben und eine politische und gesellschaftliche Ordnung die wir akzeptieren. Darin besteht ja evtl ein Nationalgefühl, also in grundsätzlichen Werten und Ansichten.
Unsere moralischen Ansichten, beigebrachte Werte oder unser Gewissen haben nichts mit Nationalgefühl zu tun oder nur dann, wenn sie direkt mit der Nation in Zusammenhang stehen. Nationalgefühl, das bezieht sich direkt auf den Staat, und hängt direkt mit den Dingen zusammen, die man über den Staat denkt (z.B. Werte wie Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Chancengleichheit).

Zitat:
Wo wir wieder beim Nationalstolz wären, und ich denke je länger diese Diskussion geht je fragwürdiger wird diese Idee für mich
Das ganze hat allerdings nichts mit Nationalstolz zu tun, dieser ist heutzutage meist ein positiver Begriff, wenn er nicht gerade im Zusammenhang mit NeoNazismus genannt wird.
Folgene Presentation finde ich ganz gut passend zu dem Thema:
http://www.nazis.de/inidia/stolz.htm
Alt 24. 06. 2008, 16:27 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #111
<<P@trick>>
Mitglied
 
Benutzerbild von <<P@trick>>
 
Registrierungsdatum: Nov 2006
Beiträge: 295
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Um herlich zu sein: Ich hasse überzogenen Patriotismus und bin froh wenn ich keine Flacken mehr an den Autos ertragen muss. Ich glaube in Amerika würde ich folgerichtig durchdrehen...

Zum eigentlichen Thema:
Ich halte Patriotismus schon für gefährlich. Wie ihr ja schon festgestellt habt, ist es ein Gefühl und kann sich natürlich auch positiv ausdrücken. Was mir aber Sorgen macht ist die Tatsache, dass sich dieses Gefühl sehr leich maipulieren lässt. Schaut doch mal wie mühelos es sich bei uns zu den Fußballturnieren an und ausknipsen lässt. Vaterlandsliebe kann auch schnell in Hass auf andere Länder umschlagen, dass hat uns die Geschichte schon zu oft gezeigt.
Alt 24. 06. 2008, 16:47 <<P@trick>> is offline Mit Zitat antworten #112
Jano
Jesus' Homeboy
 
Benutzerbild von Jano
 
Registrierungsdatum: Aug 2005
Ort: Bremen
Beiträge: 332
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von RuberCicero 
Unsere moralischen Ansichten, beigebrachte Werte oder unser Gewissen haben nichts mit Nationalgefühl zu tun oder nur dann, wenn sie direkt mit der Nation in Zusammenhang stehen. Nationalgefühl, das bezieht sich direkt auf den Staat, und hängt direkt mit den Dingen zusammen, die man über den Staat denkt (z.B. Werte wie Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Chancengleichheit).

Werte die wir beigebracht bekommen haben WEIL wir in diesem Land leben, geboren etc. sind, meinte ich damit. Sie sind ja eine Grundlage die wir im Normalfall gemein haben. Ein Gemeinschaftsgefühl kann nur durch Gemeinsamkeiten entstehen, und die können ja nicht nur auf die geographische Lage reduziert werden.


Zitat:
Zitat von RuberCicero 
Das ganze hat allerdings nichts mit Nationalstolz zu tun, dieser ist heutzutage meist ein positiver Begriff, wenn er nicht gerade im Zusammenhang mit NeoNazismus genannt wird.
Folgene Presentation finde ich ganz gut passend zu dem Thema:
http://www.nazis.de/inidia/stolz.htm

Ich versteh es immer noch nicht so. Ich bin tierisch stolz auf die Nationalmannschaft und das erreichen des Halbfinales. Ich lauf mit Trikot und Fahne rum wien bekloppter nach dem Spiel. Versteh mich nicht falsch ich will hier nicht rumbashen. Aber Nationalstolz führt bei mir immer zurück auf Politik. Ich würd z.B. nicht im Ausland rumrennen und sagen wie stolz ich bin das wir politisch das und das erreicht haben. Ich bin auf einzelne Dinge stolz die aus unserem Kollektiv entstanden sind als einfach nur stolz deutsch zu sein?!
Alt 24. 06. 2008, 16:52 Jano is offline Mit Zitat antworten #113
3-D
Mitglied
 
Benutzerbild von 3-D
 
Registrierungsdatum: May 2008
Beiträge: 56
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Deutsche haben aufgrund der Geschichte ein Problem mit Nationalstolz.
Ausserdem reagiert das Ausland besorgt über Deutschen
Dann weißt du aber nicht was in der Ausländischen Bevölkerung abgeht. Da reagiert kaum einer merkwürdig.
Klar macht man mal in Geselliger Runde seine Witze und sie stellen sich auch mal zum Hitlergruß bereit. Doch was solls. Ist ja nur ein Spaß.

Zitat:
den Aufstieg zu einer Weltmacht, die Deutschland wirtschaftlich bis heute noch ist.
Nun ja wirtschaftlich vielleicht.....
Aber ich möchte gar keine Weltmacht sein.

Zitat:
Guckst du hier: http://www.rhetorik.ch/Massen/Massen.html und vergleichst das mal mit der Masse im Stadion
So ist der Mensch eben. Aber die Massenbewegungen sind eben ein Teil des Zusammengehörigkeitsgefühl. Und wenn dies gewollt Unterdrückt wird kommt es irgentwann explosionsartig wieder hoch.
Daraus erfolgt dann der Schaden.

Zitat:
Die Mahnungen zu mehr nationalen Bekenntnissen kommen nicht von ungefähr immer aus der gut situierten bürgerlich-rechten Ecke und haben aus besitzstandwahrender Sicht ihren Zweck.
Nun dann sind wohl die Freiheitsbewegungen auch aus gutu bürgerlichen Kreisen gekommen ?
Mit gesundem Nationalstolz wird überhaupt erst eine Spaltung verhindert. Somit zählt dein Divide et impera nur für deine Beispiele.

Zitat:
Aber es gibt doch viel zu viele Leute (und damit mein ich nichtmal nur verblendete Extremisten) mit denen ich mich in einen Topf werfe wenn ich mein Gemeinschaftsgefühl auf meine Nation reduziere.
Ich glaube auch kaum das so etwas in einer individuellen Gesellschaft wie dieser großen Sinn macht.

Wo wir wieder beim Nationalstolz wären, und ich denke je länger diese Diskussion geht je fragwürdiger wird diese Idee für mich

Nun ohne Zusammengehörigkeitsgefühl kann kein Sozialstaat leben.

Zitat:
Ich halte Patriotismus schon für gefährlich. Wie ihr ja schon festgestellt habt, ist es ein Gefühl und kann sich natürlich auch positiv ausdrücken. Was mir aber Sorgen macht ist die Tatsache, dass sich dieses Gefühl sehr leich maipulieren lässt. Schaut doch mal wie mühelos es sich bei uns zu den Fußballturnieren an und ausknipsen lässt. Vaterlandsliebe kann auch schnell in Hass auf andere Länder umschlagen, dass hat uns die Geschichte schon zu oft gezeigt.
Was für ein Stuss. Die Geschichte hat uns gezeigt, das wenn das gefühl nicht mehr vorhanden zu sein scheint, irgend ein Idiot kommt und es aufweckt.
Würde man offenner mit dem Nationalstolz umgehen, würde soetwas nicht passieren wie andere Länder hassen.
Wieso lernt man 1/3 der Geschichtsstunden in der Schule etwas über den 2ten WK ?
Wenn wir Werte und Kultur vermitteln würden, wäre vieles anders.

Schau doch mal... Beispiel die "neue Türken-Generation. Die vorstellung das sich Integration von alleine erledigt ist geplatzt. Die entwurzelten Jugendliche ohne Ahnung ihrer Geschichte klammern sich verzeifelt an ihre Flagge.
Und beleidigung des Türkentums = Ehre wird gleich mit nem Kieferbruch weggesteckt.
Und nur weil sie entwurzelt sind, keine Ahnung von ihrem Land ihrer Geschichte haben. Sie könnten jetzt auch eine Bewegung wie die 68er starten, hat sich aber in die Andere Richtung entwickelt. Radikaler Nationalismuss ist entstanden.
Schau auf die Straße bevor du mir widersprichst.

Und wieso man soviel Angst vor der kleinen Anzahl an Rechtsextremen hat verstehe ich nicht!
Da ist doch die Gefahr vor Linken und Fundamentalisten viel größer so neben bei
Alt 24. 06. 2008, 17:52 3-D is offline Mit Zitat antworten #114
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von Jano 
Werte die wir beigebracht bekommen haben WEIL wir in diesem Land leben, geboren etc. sind, meinte ich damit.
Naja, versteh ich nicht ganz, wenn ich ehrlich bin. Glaube kaum, dass es Werte gibt, die jetzt nur in einem Land beigebracht werden ^^

Zitat:
Ein Gemeinschaftsgefühl kann nur durch Gemeinsamkeiten entstehen, und die können ja nicht nur auf die geographische Lage reduziert werden.
Exakt, Gemeinsamkeiten. Da hatte ichs mit n paar anderen Leuten hier in nem anderen Thread drüber --> Gugst du ^^




Zitat:
Ich bin tierisch stolz auf die Nationalmannschaft und das erreichen des Halbfinales. Ich lauf mit Trikot und Fahne rum wien bekloppter nach dem Spiel. VAber Nationalstolz führt bei mir immer zurück auf Politik.
Nationalstolz muss ja auch nicht sofort verallgemeinert werden, dein Nationalstolz kann sich ja nur auf Deutschland im Zusammenhang mit dem Fussball beziehen. Lies dir mal den Artikel auf wiki durch, mir hat er geholfen da unterscheiden zu können
Alt 24. 06. 2008, 18:00 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #115
<<P@trick>>
Mitglied
 
Benutzerbild von <<P@trick>>
 
Registrierungsdatum: Nov 2006
Beiträge: 295
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von 3-D 
Was für ein Stuss. Die Geschichte hat uns gezeigt, das wenn das gefühl nicht mehr vorhanden zu sein scheint, irgend ein Idiot kommt und es aufweckt.
Würde man offenner mit dem Nationalstolz umgehen, würde soetwas nicht passieren wie andere Länder hassen.
Wieso lernt man 1/3 der Geschichtsstunden in der Schule etwas über den 2ten WK ?
Wenn wir Werte und Kultur vermitteln würden, wäre vieles anders.
Du kannst es nennen wie du willst, aber blinder Patriotismus hat wohl in der Summe mehr Menschen geschadet als geholfen. Werden Kriege nicht erst sinnvoll wenn man nationalistisch denkt? Da würde ich gern mal deine Antwort hören.
Ich möchte damit auch garnicht nationalstolz als die Wurzel allen Übels verdammen, aber Fakt ist auch: ohne Nationalstolz kein Patriotismus! Im übrigen kann ich mich noch ganz gut an die Hetzkampagne in der BILD gegen Polen vor dem Vorrundenspiel erinnern. Da gab es auch nur Empörung auf deutscher Seite. Es fällt schwer neutral zu bleiben, wenn man schon auf einer Seite steht.
Zitat:
Zitat von 3-D 
Schau doch mal... Beispiel die "neue Türken-Generation. Die vorstellung das sich Integration von alleine erledigt ist geplatzt. Die entwurzelten Jugendliche ohne Ahnung ihrer Geschichte klammern sich verzeifelt an ihre Flagge.
Und beleidigung des Türkentums = Ehre wird gleich mit nem Kieferbruch weggesteckt.
Und nur weil sie entwurzelt sind, keine Ahnung von ihrem Land ihrer Geschichte haben. Sie könnten jetzt auch eine Bewegung wie die 68er starten, hat sich aber in die Andere Richtung entwickelt. Radikaler Nationalismuss ist entstanden.
Schau auf die Straße bevor du mir widersprichst.
Offensichtlich waren die Zeilen an mich gerichtet (wesshalb auch immer?!). Mit den Türken gebe ich dir Recht, aber es gibt auch aggressive Deutsche. Und was fällt auf? Genau diese Leute kommen meist aus einer sozialen Unterschicht. Der fehler der Integrationspolik ist doch nicht, dass sie den Türken zu unsere oder ihrer Nationalität bekehren konnte, sondern das es immer noch eine gesellschaftliche und soziale Abgrenzung gibt. Um es mal überspitzt zu formulieren: Mit ein wenig mehr Krips würden sie vielleicht versuchen zu argumentieren bevor sie dir auf die Fresse hauen wollen. (wie gesagt: Es gibt genug Deutsche oder was auch immer auf die das auch zutrifft, besonders wenn sie in der Gruppe anzutreffen sind)
Alt 24. 06. 2008, 19:20 <<P@trick>> is offline Mit Zitat antworten #116
RuberCicero
xyz, Fan von Klartext
 
Benutzerbild von RuberCicero
 
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 70
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Ich glaube manche müssen sich von dem negativen Bild des Patriotismus oder auch Nationalstolzes verabschieden. Ich denke das war einmal. Klar gibt es auch heutzutage noch solche Gruppen, die in ihrer Verblendung ihren Antisemithismus und ihre Ausländerfeindlichkeit fälschlicherweise als Nationalstolz oder auch Patriotismus sehen wollen. Schwachsinn. Und wer das dann als Vorwand nimmt, Nationalstolz und Patriotismus als schlechte Begriffe zu deklarieren, der gibt diesen Randgruppen, und das sind sie, nur viel zu viel Macht.

Löst euch von den Ketten der Vergangenheit, Hitler ist tot, es lebe der gesunde Patriotismus
Alt 24. 06. 2008, 19:46 RuberCicero is offline Mit Zitat antworten #117
cyberny
wissender
 
Benutzerbild von cyberny
 
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.021
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von RuberCicero 
Und wer das dann als Vorwand nimmt, Nationalstolz und Patriotismus als schlechte Begriffe zu deklarieren, der gibt diesen Randgruppen, und das sind sie, nur viel zu viel Macht.
Nicht nur das, eine Untergrabung des Zusammengehörigkeitsgefühls ist eine Methode um ein Erstarken der Arbeiterklasse zu verhindern.
Alt 24. 06. 2008, 22:07 cyberny is offline Mit Zitat antworten #118
3-D
Mitglied
 
Benutzerbild von 3-D
 
Registrierungsdatum: May 2008
Beiträge: 56
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Du kannst es nennen wie du willst, aber blinder Patriotismus hat wohl in der Summe mehr Menschen geschadet als geholfen. Werden Kriege nicht erst sinnvoll wenn man nationalistisch denkt? Da würde ich gern mal deine Antwort hören.
Nun Kriege entstehen aus Geld und Macht Gründen, schon immer!! Und wenn die Bevölkerung nicht bereit ist greift man zu einem Mittel. das heißt dann Propaganda oder Terroranschläge. So haben die Leute einen gemeinsamen Feind von dem sie sich bedroht fühlen.
Ist ganz einfach.

Zitat:
Im übrigen kann ich mich noch ganz gut an die Hetzkampagne in der BILD gegen Polen vor dem Vorrundenspiel erinnern. Da gab es auch nur Empörung auf deutscher Seite.

Klar, aber das Bild sowieso mehr Fotomontage und Überschriften zeigt als Inhalt ist ja wohl bekannt. Anderseits war es immer noch geschmackvoller wie das der Polen xD.


Zitat:
Mit den Türken gebe ich dir Recht, aber es gibt auch aggressive Deutsche. Und was fällt auf? Genau diese Leute kommen meist aus einer sozialen Unterschicht. Der fehler der Integrationspolik ist doch nicht, dass sie den Türken zu unsere oder ihrer Nationalität bekehren konnte, sondern das es immer noch eine gesellschaftliche und soziale Abgrenzung gibt. Um es mal überspitzt zu formulieren: Mit ein wenig mehr Krips würden sie vielleicht versuchen zu argumentieren bevor sie dir auf die Fresse hauen wollen.

DU träumst anscheinend immer noch
Sicherlich gibt es verwahrloste Deutsche, und doch liegt das Problem bei der Integration. Die ist garnicht möglich mit solchen Massen, und bei so einem Kulturellen Unterschied.
Türken haben nun einmal ein anderes Rechtsverständniss, wa smit dem Deutschen nicht übereinstimmt. Unterschichten hin oder her, Unterschicht ist nur noch gewaltbereiter (!) aber die Oberschicht ist ebenso nicht Integrationswillig/fähig.
Und das sie lieber argumentieren würden statt auf die "Fresse" hauen meine ich, stimmt nicht. Das liegt an der Mentalität des Durchschnitts, wenn da erstmal der Gruppendruck da ist und man sich beweisen muss, kann da wenig helfen.
Und das die weniger Hirn haben ist zu bezweifeln . Nun es gibt anderseits auch viele anständige Türken wenn man es auf diese bezieht. doch diese sind dann meistens um die 40 oder älter.


Zitat:
Löst euch von den Ketten der Vergangenheit, Hitler ist tot, es lebe der gesunde Patriotismus
was soll den der smilie am schluss da =? : )
Alt 24. 06. 2008, 22:08 3-D is offline Mit Zitat antworten #119
Surrender
undefiniertes Wesen
 
Benutzerbild von Surrender
 
Registrierungsdatum: Jun 2005
Ort: Stammheim
Beiträge: 408
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Da wir gerade beim Stolz sind:
Ich bin stolz das letzte mal Dezember 2005 in de getankt zu haben... seitdem kriegt dieses Geld mein nächster EU Nachbar!
Ich bin stolz seit 2004 einige K€ mit Schwarzarbeit verdient zu haben!
Ich bin stolz meinen PKW ausschlieslich in Schwarzarbeit reparieren zu lassen!
Ich bin stolz den grössten Teil der alltäglichen Waren beim EU Nachbar zu kaufen und so wenig wie möglich in de!

Ich bin stolz meine deutschen Mitbürger mit Deutschland Fahne am Auto beim EU Nachbarn zu sehen, die das genauso machen wie ich!

Wenn da noch mehr mit machen, haben wir das System ganz schnell plattgemacht und können stolz sein!
Alt 24. 06. 2008, 22:58 Surrender is offline Mit Zitat antworten #120
Yu~
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Sep 2007
Beiträge: 12
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Einer der wenigen Momente, wo ich wirklich stolz war, ein Deutscher zu sein, war der Tag, an dem Schröder sein Nein zum Irakkrieg erklärt hat. Eigentlich sollte es zwar eine Selbstverständlichkeit sein, Frieden dem Krieg vorzuziehen, aber angesichts der deutschen Geschichte und der heutigen Machtverhältnisse war das eine herausragende Leistung, auf die man wirklich stolz sein kann.

Nationalität hat für mich als geborenen Aachener noch nie viel zu bedeuten gehabt. Wenn man wenige hundert Meter von der belgischen und wenige Kilometer von der niederländischen Grenze aufwächst (damals in meiner Kindheit noch mit Zollhäuschen und Hundepatrouillen im Wald), dann lernt man "Heimat" anders zu definieren als nach Staatsgrenzen oder Staatsangehörigkeit.

Tja, und sonst ... worauf könnte man als globaler Hartz4-Exportweltmeister sonst noch stolz sein? Ach ja, da hätten wir noch den Europameisterschaftstitel ... vielleicht, lassen wir uns mal überraschen morgen abend ... jetzt wo die Pizzabäcker raus sind, brauchen wir nur noch unsere Fladenbrotbäcker abzuservieren, und schon stehen wir im Finale ... und dann können uns höchstens noch die Russen stoppen, wie damals im großen Weltkriegsmeisterschaftfinale im Hexenkessel von Stalingrad.

Und was hat Fußball nun mit Integration zu tun? Die unzähligen deutschen Fahnen-Träger und -Spazierenfahrer könnte ich höchstens dann erst nehmen, wenn sie sich wenigstens dafür eingesetzt hätten, dass ihre Nationalsymbole auch aus Deutschland kommen und nicht aus Rumänien, Indien oder China importiert wurden. Diese Ignoranz unserer volkseigenen Konsumentenschaft ist weitaus schädlicher für unser deutsches Volkswesen als das ganze ausländerfeindliche Geschrei. Und wie sollen uns unsere ausländischen Mitbürger auch ernst nehmen, wenn wir unser sauer verdientes Geld den globalen Finanzhaien in den Rachen werfen, die uns mit dem ganzen Konsummüll versorgen, statt unsere eigenen Fähigkeiten zu nutzen?!
Aber ein Gutes hat die EM: man redet miteinander, und sei es auch nur darüber, ob es Abseits war oder nicht, aber immerhin schonmal besser als garnix für die Integration.
Alt 24. 06. 2008, 23:12 Yu~ is offline Mit Zitat antworten #121
<<P@trick>>
Mitglied
 
Benutzerbild von <<P@trick>>
 
Registrierungsdatum: Nov 2006
Beiträge: 295
Re: WM in Deutschland - Integrationshilfe?

Zitat:
Zitat von 3-D 
Nun Kriege entstehen aus Geld und Macht Gründen, schon immer!! Und wenn die Bevölkerung nicht bereit ist greift man zu einem Mittel. das heißt dann Propaganda oder Terroranschläge. So haben die Leute einen gemeinsamen Feind von dem sie sich bedroht fühlen.
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Das ein patriotistischer Haufen keinen Krieg anzettelt ist wohl hier im Forum jeden bewusst. Ich glaube aber, dass sich eine Bevölkerung umso leichter zum Krieg überreden lässt, je patriotischer sie ist. Das sowas dann meist als Verteidigung vor den bösen Land XYZ verkauft wird ist auch klar. Steh ich mit dieser Meinung wirklich allein da?

Zitat:
Zitat von Yu~ 
Einer der wenigen Momente, wo ich wirklich stolz war, ein Deutscher zu sein, war der Tag, an dem Schröder sein Nein zum Irakkrieg erklärt hat. Eigentlich sollte es zwar eine Selbstverständlichkeit sein, Frieden dem Krieg vorzuziehen, aber angesichts der deutschen Geschichte und der heutigen Machtverhältnisse war