|
|
|
|
|
|
|
[Review] Poseidon
Katastrophen-Filme mag ich gar nicht.
Ob das nun Flugzeuge, brennende Hochhäuser, berstende Staudämme oder eben sinkende Schiffe sind; Katastrophen-Filme langweilen.
Genau so ist es leider auch mit Poseidon.
Die Geschichte ist so unerheblich das man sie in zwei Sätzen komplett erzählen kann.
Silvesterfeier auf einem Luxusliner, eine Monsterwelle bringt das Schiff zum kentern. Wagemutige kleine Gruppe kämpft sich durch das sinkende Schiff nach draußen.
Mehr passiert wirklich nicht. Wolfgang Peterson verschwendet so gut wie keine Zeit mit Nebensächlichkeiten wie dem Vorstellen der Charaktere, oder mit einer Einleitung. Bereits nach 10min kentert das Schiff.
Die mit den üblichen Klischees besetze Gruppe (Mutter mit Kind, heldenhafter Einzelgänger (gutaussehend), kumpelhafter Exbürgermeister (Kurt Russel - da muß man ja nichts mehr dazu sagen) und nach zwei, drei anderen deren Erwähnung überflüssig sind) klettern, tauchen, kriechen, rennen also durch das auf Kiel liegende Schiff und müssen dabei allerlei Hindernisse bezwingen.
Ja, das klingt langweilig und öde und genau das ist es auch.
Über eine Stunde zieht man nichts anders als die in unterschiedlichen Panikgraden befindlichen Gruppenmitglieder an Palisaden hochklettern, durch Lüftungsschächte kriechen, unter irgendwas her tauchen und vergleichbares.
Ich weiß, dass ich mich wiederhole aber ich wüßte nicht wie ich den Inhalt des Filmes sonst beschreiben sollte.
Es wiederholt sich immer wieder das selbe an wechselnden Orten.
Einige bleiben zwar auf der Strecke, aber auch das ist ja nichts weiter als Schema-F der Katastrophen Filme.
Auch mit modernen, sündhaften teuren Special-Effekts kann man da nichts aufbürsten.
Ein paar Becken mit Wasser, etwas Schiffinneinrichtungsschrott und fertig ist die Kulisse. Das konnte man in den 70ern genauso gut wie heute.
Wer dann hofft wenigstens mit tollen schauspielerischen Leistungen entschädigt zu werden, der fehlt.
Hier hält man sich auch an das Grundprinzip des Filmes - die Unerheblichkeit.
Richtig schlecht spielt niemand, aber auch nicht wirklich gut. Irgendwie halt um 90min Film zu füllen.
Sogar Richard Dreyfus den man durchaus als den renommiertesten Darsteller dieses Filmes bezeichnen kann, spielt halt irgendeine Rolle eines depressiven (weil gerade von seinem Freund verlassen) schwulen Architekten. So habe ich das zumindest verstanden, aber eigentlich ist es auch egal; auch diese Person bleibt flach und nichtssagend.
Was mich wirklich überrascht hat sind die gewaltigen Mengen an Sprengstoff die auf so einem Luxus-Kreuzfahrtschiff transportiert werden.
Denn anderes lassen sich die ständigen und teilweise gewaltigen Explosionen nicht erklären, die ständig das zu 90% unter Wasser liegende Schiff erschüttern.
Popcorn Kino hin oder her - aber dieser Film ist so nichtssagend, dass man nur abraten kann sich Poseidon anzuschauen.
Wäre das ein Kurzfilm von 30min, wäre es vielleicht ganz unterhaltsam - so ist es eine einzige langweilige Redundanz.
|
16. 07. 2006, 02:00
|
#1
|
|
fly like a beagle
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: unterm Dach
Beiträge: 1.702
|
Re: [Review] Poseidon
Ist das nicht ein Remake?
Gibt es da nicht einen Mann Gottes (gutaussehend), der sich für den Rest der Gruppe opfert, allerdings nicht ohne vorher einen 15 minütigen Monolog (Gott antwortet ihm leider nicht) mit Gott zu halten? Und einen Nichtschwimmer, der eine beeindruckende Leistung im Streckentauchen hinlegt?
Ich erinnere mich dunkel, dass ich so einen Film mal irgendwann mit 14 im Sommerkino in einem österreichischem Ferienort gesehen habe. Damals fand ich ihn ganz spannend.
|
16. 07. 2006, 02:20
|
#2
|
|
|
Re: [Review] Poseidon
Ja richtig.
Gabs 1972 schonmal, Gene Hackman spielte seinerzeit einen Pfarrer.
An Einzelheiten kann ich mich auch nur sehr wage erinnern, aber er ist mir besser in Erinnerung als diese neue Wolfgang Petersen Verflimung.
|
16. 07. 2006, 10:02
|
#3
|
|
Ex-Administrator
Registrierungsdatum: Mar 2002
Beiträge: 3.807
|
Re: [Review] Poseidon
Zitat:
|
Zitat von x12x13
Was mich wirklich überrascht hat sind die gewaltigen Mengen an Sprengstoff die auf so einem Luxus-Kreuzfahrtschiff transportiert werden.
Denn anderes lassen sich die ständigen und teilweise gewaltigen Explosionen nicht erklären, die ständig das zu 90% unter Wasser liegende Schiff erschüttern.
|
Mensch icks, das ist doch Spezialsprengstoff gewesen. Den hat der Petersen vom Boll bekommen. *g*
Wirklich voellig ueberfluessiges Stueck Film, da war absolut nichts sehenswertes dran.
|
16. 07. 2006, 14:29
|
#4
|
|
mag den BVB!!!
Registrierungsdatum: Jan 2005
Beiträge: 4.269
|
Re: [Review] Poseidon
Doch, ich fand den Film schon recht unterhaltsam. Die Tatsache, dass die Charaktere nicht ewig lange vorgestellt werden und die Action sofort beginnt, finde ich im Gegensatz zu euch eher positiv. Klar sind viele Sachen sehr Klischee-mäßig und ihr habt auch Recht, wenn ihr sagt, dass nicht mehr wirklich viel Neues passiert, denn letztendlich überwinden sie einfach nur verschiedene Hürden. Trotzdem finde ich die Spezial-Effekte ziemlich gut gemacht. Der Film wird sicherlich nicht in die ewige Filmgeschichte als der Knaller eingehen, trotzdem ist er für das einmalige Gucken gut.
|
19. 07. 2006, 12:15
|
#5
|
|
Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2006
Beiträge: 6
|
Re: [Review] Poseidon
hi,
durfte den trailer vor "hostel" erleben,
dat hat mir schon gereicht, typisches klischee,
nix neues, total überflüssig, vor allem snake
-waterproved- plisken mimt ma wieder den
obercoolen,
|
21. 07. 2006, 23:34
|
#6
|
|
Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 15:44 Uhr.
|
|