AOL entschuldigt sich: Suchlog-Deaktivierung in der Diskussion
"Das war ein komplettes Desaster, und wir sind wütend und aufgebracht darüber ... Auch wenn keine persönlichen Daten mit diesen Accounts verknüpft ist, verteidigen wir diesen Vorfall keinesfalls. Es war ein Fehler, und wir entschuldigen uns dafür", so AOL in einer Stellungnahme zur Publikation von über 20 Millionen Suchanfragen. Währenddessen schlägt der CEO der von AOL aufgekauften Weblogs, Inc. Calacanbis vor, dass AOL zukünftig überhaupt keine Suchlogs mehr speichert.
"Geradeheraus gesagt: ich will, dass wir keine Logs unserer Suchanfragen führen. Genau, ihr habt richtig gehört... wir sollten diese Daten nichtmals erfassen. ... Ich denke, wir sollten das als einen Weg sehen, um ein neues Image zu schaffen: "AOL-Search: Wir zeichnen eure Suchanfragen nicht auf!" Was denkt ihr - sollen wir das Logging abstellen und gut?"
So Calacanbis in seinem Blog.
Der Daten-GAU bei AOL führt damit zu einer erfreulichen Diskussion über die Notwendigkeit der allumfassenden Datenaufzeichnung. Das US-Justizministerium stellt an die großen Suchmaschinenbetreiber Forderungen nach Herausgabe von Suchlogs, um die Effizienz ihrer Maßnahmen gegen Online-Pornografie zu prüfen. AOL hatte dem Wunsch des DOJ damals entsprochen.
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