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Taschenspieler
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Registrierungsdatum: Aug 2006
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Die Teufel und das Kind

Hallo,

das hier ist eine kleine Kurzgeschichte von mir.

Es ist nichts originälles, weil ich eigentlich nur den Stiel von Nietzsche versucht habe zu kopieren und auch seine philosophischen Theorien darzulegen versuchte.

Das wollte ich schon seit längerem machen, weil ich seinen Schreibstil ziemlich interessant und schön finde.




Die Teufel und das Kind


Das kleine Kind macht die Augen auf. Es guckt sich um und freut sich sehr. – Es lebt. Es springt herum, dreht sich umher, tanzt den ganzen Tag. Es ist ein Kind – ach hat es es gut.
Das kleine Kind spielt weit oben auf dem Berg. Doch dann: O – siehe da: Was macht das Kind? Welch' Unsinn tut es? Es steigt herab – immer tiefer. Warum nur? Jetzt ist’s zu erkennen: Die Teufel rufen es. Sie flüstern dem Kind etwas ins Ohr. Das Kind ist verwirrt – was wollen sie? Warum lassen sie es nicht in Ruh’? Das Kind folgt jedoch nur und tut nichts. Wie sollte es auch? Die Teufel flüstern ihm zu: „Lauf weiter, lauf weiter.“ Das Kind gehorcht und läuft weiter. Welch Schreck: Die funkelnden Kinderaugen sind weg. An deren Stelle ist nun nur noch Leere. Die Teufel haben dem Kind das Glück und die Freude geraubt – weil der Teufel sagt: „Glück und Freude sind böse, mein Kind. Es ist nicht gut! Hör nur auch mich. Ich bin gut. Du brauchst auch nicht mehr zu denken – es ist nur mühselig. Wir denken jetzt für dich.
Lauf nun hinab. Siehst du da nicht die anderen Leute? Sie warten alle auf dich. Schließe dich ihnen an. Sei wie sie. – Denn das ist gut. Denke nicht mehr. Wir tun das für dich. Tu du’s nur den Leuten gleich und alles wird gut.
Das Kind tut wie ihm befohlen. Es lebt leer und unbekümmert vor sich hin. Es hat aufgehört zu denken – das muss es nicht mehr.
Als jedoch das Denken ein Ende nahm, nahm das Kindsein auch ein Ende. Das Kind ist nun ein Mensch, wie jeder andere auch. Wie sollte es auch anders als die anderen sein? Es tut das selbe wie sie. So muss man nämlich leben. Das ist recht. Das ist gut.
Doch dann – eines Tages – ganz plötzlich: Der Mensch schneidet sich die Hand am Messer. Er blick hinunter zur Hand. Was ist das? Das ist kein Blut. Es ist Gift! Der Mensch blickt panisch um sich. Was macht er hier? Wer sind die Leute? Und warum sind diese Leute tot? Sie bewegen sich zwar noch – sind aber dennoch tot. Der Mensch guckt empor und sieht dann – die Spitze des Berges. Ein Weg führt hinauf. Was da oben wohl sein mag? Der Mensch steigt hinauf und oben angekommen fand er das, was er seit langer Zeit verlor – das Glück und die Freude.
Das kleine Kind macht die Augen auf. Es guckt sich um und freut sich sehr. – Es lebt. Es springt herum, dreht sich umher, tanzt den ganzen Tag. Es ist ein Kind – ach hat es es gut.



Mir ist bewusst, dass das nur eine billige Nachahmung ist. Aber etwas anderes wollte ich auch nicht.
Alt 20. 08. 2006, 00:20 Taschenspieler is offline Mit Zitat antworten #1
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