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Mitglied
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 11
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Hier möchte ich einige Dinge ansprechen:
Zum ersten einemal, dass das Strafmaß in Deutschland nie ganz ausgeschöpft wird. Es wären Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren möglich doch diese werden so gut wie nie verhängt, meistens bleibt es leider bei Geld- oder Bewährungsstrafen. Diese können aber erst einmal keine Abschreckung leisten und die Betroffenen Bosse können ihren Betrieb oft sogar munter weiter führen.
Jetzt werden wieder von einigen Politikern härtere Strafen verlangt doch diese Forderungen müssten aber nicht sein wenn man das derzeitig mögliche ausnützen würde!
Zum zweiten möchte ich nur kurz anmerken, dasss sich, man glaubt es nicht, einige Kontrolleure auf den Befund des Verterinärmediziners des Betriebs verlassen wenn es um bakterielles oder um Keimbelastung geht behauptet zumindest der Autor des Buches "Die Fleischmafia" Gestern im BR. Hier muss man sich fragen warum die Kontrolleure sich darauf verlassen, dürfen oder wollen sie nicht? Die Frage warum die betriebseigenen Mediziner meistens nichts finden kann sich jeder selbst beantworten.
Die Beziehungen zwischen staatlichen Institutionen, Kontrolleuren und Betrieben wurde hier ja schon erläutert aber soweit ich weiß sind die Vorgesetzten der Kontrolleure nicht die Gemeinden, sondern die Landkreise.
Ich würde mich über seriöse Links freuen die das belegen oder bestätigen.
DANKE!
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07. 09. 2006, 18:01
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#26
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Ogalulu
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 908
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
mal zwei dinge:
(1) sicherlich sollte man als endverbraucher beim preis misstrauisch werden. aber erstens gibt es für lebensmittel gewisse gesetzliche auflagen und für deren einhaltung hat der staat gerade zu stehen. sonst kann er diese gesetze gleich abschaffen. zum anderen kann ein "pfiffiger" geschäftemacher schlechtes fleisch auch teuer verkaufen (das geht bspw. auch bei wein ganz gut) und dann ist der preis als warnsignal obsolet.
(2) warum überlässt man nicht viel mehr den verbraucher die kontrolle? also kundenseitiges qualitätsmanagement? mir ist sowieso schleierhaft, warum qourmet-tempel an der qualität nix auszusetzen hatten. aber warum werden nicht alle hygienekontrollen etc öffentlich in den supermärkten ausgehängt? oder im i.n.t.e.r.n.e.t alle ergebnisse/ kontrolltermine/ kontrollierte produzenten einsehbar gemacht? es gibt nur ein "allheilmittel": transparenz ohne betriebsgeheimnisse.
nachtrag: das strafmass halte ich für nahezu irrelevant. zum einen ist das kind dann schon in den brunnen gefallen. zum anderen dürfte es in den usa keine schwere kriminalität geben...
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07. 09. 2006, 18:16
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#27
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 11
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
@ToxedViruz
Den Vorschlag bezüglich der Veröffentlichung der Lebensmittelkontrollen finde ich sehr gut! Das wird in den USA schon sehr lange praktiziert und zwar mit Erfolg, wird aber bei uns auf Grund der Lobbyistenverbände NIE kommen.
Vielleicht erinnert sich noch Jemand an den Eierskandal in dem ging es darum das eine Firma schlechte Eier in ihren Nudeln verwendet hat. Das wurde dann veröffentlicht vom Bund oder einer Gemeinde usw... Ich weiß es nicht mehr aber die Institution musste dann Geld an die entsprechende Firma, deren Name ich nicht mehr weiß, zahlen weil sie auf Grund der veröffentlichen Informationen Gewinneinbußen hinzunehmen hatte.
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07. 09. 2006, 18:51
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#28
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Streng geheim!!!
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 182
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
das problem ist, daß die menschen in fragen ihrer ernährung sich überhaupt nicht informieren. das fängt doch schon bei coca cola und co. an. null nährwert, nur zucker, aber wird toll beworben und alle kaufen es ohne mal nachzudenken, was sie da überhaupt trinken...
bezüglich fleisch: die leute essen heute alle viel zu viel fleisch, was absolut nicht gesund ist. wenn sich jetzt die leute über sog. gammelfleisch aufregen, dann kann ich nur lachen. sogenannte gourmets verspeisen z.B. ach so tolle austern die vor toxinen nur so strotzen. ich denke, daß das gammelfleisch nur die spitze des eisbergs ist, wenn man sich mal genauer anschaut, wie das essen was auf dem (papp-) teller landet produziert wird, würden die meisten, das was sie heute essen vor ekel nicht mehr runterwürgen können.
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07. 09. 2006, 19:11
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#29
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Silent Reader
Registrierungsdatum: Feb 2001
Beiträge: 359
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Zitat von DER-LINKE
Ich weiß es nicht mehr aber die Institution musste dann Geld an die entsprechende Firma, deren Name ich nicht mehr weiß, zahlen weil sie auf Grund der veröffentlichen Informationen Gewinneinbußen hinzunehmen hatte.
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Warum erzählst du nur die halbe Wahrheit? Das Unternehmen hieß Birkel u. hatte durch eine Fehlinformation des Regierungspräsidiums Stuttgart so schwerwiegende Einbußen hinzunehmen, die 1990 zum Verkauf der Firma an Danone führten. Die Entschädigung kam erst 1991. Soviel zu "finde ich sehr gut".
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07. 09. 2006, 20:55
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#30
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: o00o---'(_)'---o00o
Beiträge: 898
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Moin,
ist da wares dran,wenn ja wann ist der nächste dran:
Quelle:
http://www.rp-online.de/public/artic...schland/351230
Seehofer soll Gammelfleisch-Skandal vertuscht haben
Hamburg (rpo). Bundesverbraucherminister Horst Seehofer soll frühzeitig vom jüngsten Gammelfleisch-Skandal gewusst und ihn absichtlich vertuscht haben. Die Opposition wirft dem CSU-Politiker vor, er habe offenbar parteiintern abstimmen wollen, wie man die Angelegenheit "unter der Decke" halten könnte.
Seehofer hätte die Bürger bereits am 25. August unverzüglich vor dem Gammelfleisch warnen müssen, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Bärbel Höhn, der Zeitung "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. "Statt dessen hat er offensichtlich sechs Tage gebraucht um parteiintern abzustimmen, was zu tun ist, und damit den Skandal unter der Decke gehalten", kritisierte sie.
Quelle:
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/...ik/438897.html
Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf erwartet eine Aufdeckung weiterer Fleischskandale in seinem Bundesland. Ihm sei es lieber, es fliege eine Serie krimineller Machenschaften auf, «als wenn die Verbraucher weiter geschädigt werden», sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenmagazin «Focus».
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) solle nun zügig Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit umsetzen, forderte Schnappauf. «Der Bund könnte im nationalen Alleingang die Anzeigepflicht wenigstens hier zu Lande in Gang setzen.»
Das noch vom Bundesrat zu verabschiedende Verbraucherinformationsgesetz will Schnappauf nach eigenen Worten offensiv anwenden. «Wir müssen den Gaunern das Handwerk legen, indem wir die gesamte Gammelfleischkette vom Lieferanten bis zu Metzgern, Supermärkten, Gaststätten oder Imbissbuden veröffentlichen», betonte der CSU-Politiker.
Bei einer «Focus»-Umfrage sprachen sich 93 Prozent der Befragten dafür aus, dass Verbraucher über die Herkunft von Gammelfleisch informiert werden sollten. (nz)
das wird wohl kein Ende nehmen so lange die käufer kaufen nur weil es billig ist.
grüsse
amondaro
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10. 09. 2006, 11:20
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#31
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.877
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Ich halte diesen Vorwurf an die Endverbraucher für völlig falsch.
Wieviel darf denn ein Kilo Schweineschnitzel kosten, wenn es sauber ist?
Wer weiß denn schon, wieviel gute Ware kosten darf. Die Verbraucher sind doch keine Fachleute, die das beurteilen können.
Rebell
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10. 09. 2006, 11:24
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#32
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
Beiträge: 3.150
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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das wird wohl kein Ende nehmen so lange die käufer kaufen nur weil es billig ist.
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Das ist völliger Unsinn. Hier handelt es sich um Grundnahrungsmittel und der Verbraucher hat ein RECHT darauf das unabhängig vom Preis dieses Produkt sauber ist. Die Machenschaften sind ja nicht entstanden weil man den Verbrauchern billiges Fleich anbieten wollte sondern weil einige der Unternehmer den Hals nicht voll kriegen konnten.
Das ein einzige was hier wirklich hilft ist öffentliche Prügelstrafe für alle Beteiligten.
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10. 09. 2006, 11:35
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#33
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: o00o---'(_)'---o00o
Beiträge: 898
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Moin,
FALSCH,
ein Teil der schuld trägt auch der Verbraucher,immerhin will er es auch immer billig !! Man ladet ja regelrecht dazu ein es auch billig anzubieten,ob es billig Ware,Gammelfleisch oder gar etwas man nur annähernd richtung Fleisch geht.
Zu Grundnahrungsmittel,Fleisch gehört nicht dazu,sondern nur Brot und Wasser
was der Körper braucht. Sicher sagt man Fleisch gehöre dazu damit es rechtfertigen kann dies zu konsumieren. Sicher esse ich auch Fleisch aber dies nur einmal die Woche,und es reicht. Die meissten sind ja regelrecht Verwöhnt
jeden Tag zb., McDödel und Co. um sich die Hamburger,BigMac´s etc, reinzuziehen.
Wenn der Mensch sich bissel zügeln würde,dann würde dies auch weniger mit diesem Gammelfleisch geben.
Was kostet nen gutes und frisches Schnitzel, 1-2 euro Euro oder gar nur 50 cent...
Zu damaligen Zeit kostete nen Braten 18 Mark,sicher die Zeiten sind vorbei.
Nur ihr müsst euch vor Augen halten,um so billiger um so grösser die Nachfrage um so grösser der Reiz dies Gammelfleisch auf den Markt zu bringen.
Es soll keiner auf Fleisch verzichten,nur genau überlegen wo man es kauft !!
grüsse
amondaro
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10. 09. 2006, 13:54
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#34
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.877
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Zitat von amondaro
ein Teil der schuld trägt auch der Verbraucher,immerhin will er es auch immer billig !!
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Das ist doch normales Verhalten am Markt, wie es von keinem (sogenannten) Wissenschaftler bestritten wird.
Der Verbraucher kann es nicht wissen, wo Gammel anfängt und Qualität aufhört.
Mal weg vom Fleisch. Wie soll der Verbraucher feststellen, ob die Textilien aus Fernost irgendwie mit Giftstoffen belastet sind?
Gerade weil der Markt immer komplexer geworden ist, hat der Verbraucher umso weniger Möglichkeiten der Kontrolle, weil sie sowohl seine Zeit als auch seine Fähigkeiten übersteigen. Auch die technischen Möglichkeiten zur Vertuschung sind heute so hoch, daß da Niemand mehr mitkommt.
Qualitätskontrolle gehört in die Hände von Fachleuten. Darauf müssen sich die Verbraucher verlassen können.
Rebell
P.S. Durch die Schuldzuweisung könnte sogar ein gegenteiliger Effekt entstehen. Die Betrüger erhöhen den Preis für Gammel und der Verbraucher denkt, daß es Qualität ist.
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10. 09. 2006, 14:08
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#35
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Ogalulu
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 908
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
*zustimmt*
wer am handel/an der verarbeitung/am verkauf von lebensmitteln teilnimmt, hat gewisse auflagen zu erfüllen und die einhaltung dieser auflagen hat für den verbraucher preisunabhängig zu sein. und das ist imho eine originäre hoheitliche aufgabe. und da gehören ross und reiter genannt. und zwar auf unternehmens- als auch auf behördenseite!
ich habe das vorhin schon mal angeschnitten: man kann schlechte ware auch überteuert in den handel drücken und dann ist der preis als qualitätsmerkmal vom tisch. - was der verbraucher vom preis ablesen kann, ist der unterschied zwischen handwerkskunst und industrieller fertigung, die art der tierhaltung, die sorte der herkunftsländer vllt, die art der gewinnung des fleisches... aber defintiv nicht das haltbarkeitsdatum.
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10. 09. 2006, 14:56
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#36
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.877
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Man weite das doch nur mal auf alle Produkte aus. Soll den der Verbraucher einen VHS-Kurs belegen, um all diese Deklarationen zu verstehen?
Ich kann mir bis heute nicht merken, was die 0- 1- 2-Stempelung bei Hühnereiern bedeutet und aus welchem Land die kommen.
All diese Verbraucher-Aufklärungsetiketten werden doch möglichst so gestaltet, daß sie niemand versteht.
Rebell
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10. 09. 2006, 15:02
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#37
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Wie oft noch ?
Bis wir das Ko.... kriegen und vor lauter Ko.... kein Fleisch mehr anpacken. Packen wir keines mehr an können die Gammelfleischfabrikanten einpacken.
Haben die dann eingepackt packen wir wieder mehr Gemüse an.
Eine fette Verkettung von Packvorgängen wie ich feststellen muss
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10. 09. 2006, 15:06
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#38
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Ogalulu
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 908
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Zitat von Slaky
Haben die dann eingepackt packen wir wieder mehr Gemüse an.
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auch keine wirkliche alternative. gemüse gibt es dafür zupestifiziert... es ist ein vergleichbares problem. mal abgesehen davon, ob die verschiedenen siegel den verbaucher verwirren sollen oder ein letzter versuch des jeweiligen herausgebers bzw. branche sein sollen: wir brauchen eine einheitliche kennzeichnung im lebensmittelbereich, unabhängig ob konserve, gemüse, fleisch, tk oder was weiss ich. beispielgebend könnte doch die weisse ware sein mit ihren energiesparsiegel. mal aus dem bauch heraus übertragen:
AAA - 100% bio, keine pestizide, keine zusatzstoffe, keine konservierungsmittel, auch nicht unterhalb irgendwelcher prozentgrenzen, keine farbstoffe, anhand codierung auf der verpackung herstellungskette auf der internetseite des verkäufers 100% nachvollziehbar
...
D - herkunft unbekannt, erfüllt alle grundlegenden hygienerichtlinien, probiers einfach mal und blogge deine erfahrungen... *fg*
E - hersteller schliesst sich dieser klassifizierung nicht an und vergibt eigenes siegel
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10. 09. 2006, 16:04
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#39
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
Beiträge: 3.150
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Reiz dies Gammelfleisch auf den Markt zu bringen.
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Was für eine tolle Logik. Schuld sind nicht die Hersteller sondern die Käufer!
Sollte nun bei einem Kunden gesundheitlich Probleme auftreten ist er selber schuld schließlich hätte er auch BIO Fleisch kaufen können.
Nochmals zu Erinnerung:
Es gab/gibt Hersteller die sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen wollten, dazu haben sie u.a. vergammeltes Fleisch als unbedenklich verkauft.
Das ist kriminell und durch nichts zu entschuldigen.
Nun gut, den Rest des Gammelfleisches nicht vernichten sondern damit bitte alle Beteiligten füttern.
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10. 09. 2006, 16:56
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#40
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: o00o---'(_)'---o00o
Beiträge: 898
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Moin,
Der Verbraucher kauft da wo ist billig ist,zu billig nach meiner Meinung.
Ansatz ist doch einfach,ist wird zu viel Produziert.
Woher soll denn das Gammelfleisch her kommen ? Es ist Fleisch was nicht verkauft wurde oder per
LKW von dem benachbarten Ausland ihr her geschafft.Es sollte Kontrolliert werden woher,wie,wann !! Und man sollte bissel weniger Produzieren somit alle
ihren Preis anheben muß.
Als Beipiel ich habe heute Bauchfleis von Schwein gewürzt verspeist,ca 340 gramm und habe bezahlt ca.2,53 euro (5,06 DM) bei Rewe. Andere bieten das selbe ca nen 1 euro billiger an,woher kommt der Preis
? wurde bei den Angestellten gespart,oder beim den Lieferunternehmen oder nur beim Fleisch !! Irgend wie muss man doch an irgend was Sparen damit man es zum dem Preis anbieten kann.
Den beide haben die selbe Produktionslinie,sicher gibt es bei Rewe und andere die Fleischtheke,aber daduch gibt es kein grossen unterschied zum Preis.
Das einzige,das man an den Gehälter der Angestellten spart oder beim Fleisch.
grüsse
amondaro
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10. 09. 2006, 21:15
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#41
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 9
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Das ganze ist ein Teufelskreis, beginnend beim Produzenten über die Regierung über den Handel zum Konsumenten.
Ich glaube eher, dass die Fleischpreise genau das gleiche machen wie alle Preise in den letzten Jahren: steigen.
Fleisch ist alles andere, bloß nicht billig und auch nicht günstig.
Der Bauer wird gezwungen immer höheren Aufwand bei der Mästung zu betreiben. Die Produktionskosten steigen ständig (Impfung, Veterinär, Sauberkeit, Heizung, Futter etc). Die Metzgereien kämpfen mit ständig steigenden Personalkosten, immer schärferen Hygienevorschriften und müssen deswegen ständig neue Technik anschaffen. Der Handel kämpft mit jährlich steigenden Transportkosten, steigenden Lagerkosten (Kühlung mit Strom ist ja nicht gerade günstig) und auch mit fortschreitender Kaufzurückhaltung der Kunden. Also muss der Handel länger lagern. Das kostet auch wieder mehr.
Wenn man alle anfallenden Kosten an den Kunden weiter geben würde, dann würden wir wahrscheinlich für Rindfleisch viel mehr zahlen müssen. Das kann und will sich der Großteil der Kunden aber nicht leisten. Das würde aber Umsatz- und Gewinneinbußen Produktions- und Handelskette bedeuten.
Die Gewinnspanne ist bei allen Beteiligten sicher alles andere als groß. Und wenn man schon durch Effizienz nichts mehr einsparen kann, dann muss man eben "besonders günstige" Ware einkaufen und die Bilanz stimmt wieder.
Wenn man bedenkt, dass Frischfleisch nur 1-2 Tage im Kühlschrank gelagert werden soll/darf, dann würde mich aber mal interessieren wie alt das Fleisch im Supermarkt an der Fleischtheke ist. Was wohl mit der ganzen Ware passiert, die nach Ladenschluss wieder weg geräumt wird?
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11. 09. 2006, 11:40
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#42
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.877
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
@ digidelic,
willst Du damit sagen, daß es richtig ist, die Probleme bei der Herstellung von Produkten (nicht nur Fleisch) an den Endverbraucher durchzureichen?
Der Endverbraucher hat weder die Kenntnisse noch die technischen Möglichkeiten, mangelhafte Produkte zu erkennen. Deswegen gibt es ja die vielfältigen gesetzlich eingerichteten Kontrollinstitutionen. Aber offensichtlich funktionieren diese nicht, weil Politik und Kontrolleure ihre Hausaufgaben nicht machen.
Um das nun zu verschleiern, behaupten die Verantwortlichen, daß der Kunde selbst einen Teil der Verantwortung trägt.
Wer erzählt denn dem Kunden "Bei uns geht es noch billiger"? Steht dann dabei, daß damit ein Qualitätsverlust verbunden ist? Die Täuschung beginnt doch bereits bei der richtigen Fleischthekenbeleuchtung. Da sieht Fleisch immer ganz frisch aus.
Rebell
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11. 09. 2006, 12:25
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#43
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 67
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Wir sollten uns langsam an das "Gammelfleisch" gewöhnen, denn es bleibt keine Alternative. Vor Jahren wurden diese "Lebensmittel" noch als Tierfutter verarbeitet, doch bei der heutigen Überbevölkerung können wir uns das nicht mehr leisten, wir müssen das Zeug selber fressen. Ich beobachte schon seit längerem, wie wir uns langsam an die sinkende Qualtität gewöhnen. Der "Gammelfleisch-Skandal" ist somit eigentlich nur eine Medienaktion. Den Hunger einer wachsenden Weltbevölkerung können wir nur lösen, wenn wir alles fressen, was uns gerade noch so am Leben erhält - Guten Appetit!
Ach so, wir leben in einem "reichen" Land? - Dann erklärt mal einem Hartz IV-Empfänger, daß er teurere Lebensmittel kaufen soll, oder erklärt den noch arbeitenden Mitbürgern, daß sie für einen Hartz IV-Empfänger mehr "abdrücken" müssen, oder ganz anders: wieso sollen wir hochwertige Nahrungsmittel erhalten wenn andere verhungern?
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11. 10. 2006, 19:22
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#44
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Pragmatisch.
Registrierungsdatum: Jan 2006
Beiträge: 981
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Das Grundproblem ist doch ganz einfach: die Massenproduktion. Die geht eben nicht mit Qualität einher - letztlich sind die Margen deshalb gering, es macht ja die Menge. Bei geringer Marge kann ichs mir nicht leisten, die produzierten / georderten Produkte nicht abzusetzen, sonst bin ich schnell Pleite.
Das führt immer wieder zu den selben Problemen.
Die Frage ist nur, aus welchen Gründen steuert die Regierung über Subventionen die Landwirtschaft ausschliesslich in diese Richtung? Mastställe für Großtiere werden nur noch in einer Größenordnung >5000 Tiere suventioniert... Wenn ein Bauer überleben will, dann kann er dies nur noch mit Ställen in dieser Größenordnung. Deshalb gibts dann ständig Skandale: Krankheiten; Antiobiotika & Gammelfleisch. Gesund ist was anderes.
Ich mutmaße zwei Gründe:
Zum einen "Brot&Spiele" - das Volk hungert nicht, isst "gut" - und somit gibts grundlegend wenig Probleme...*lach* Ein gut genährter Bach beschwert sich schliesslich nicht...
Zum anderen habens die Amis mal wieder vorgemacht - und wenn die Regierung hier weiterhin Importe in weit größerer Menge als heute vermeiden will, was nunmal nicht gut ist: Abhängigkeit, Arbeitsplätze - und letztlich für den Konsumenten in der Qualität noch schlechter, dann gibts nur diesen Weg zur Gigantomanie.
Letztlich haben wir es aber als Verraucher schon ein wenig in der Hand. Wo man kauft (Fleischer, Bauern, Öko-Laden) und Was wir kaufen - bestimmen letztlich immer noch wir.
Zwei Anmerkungen:
Im ersten Post gabs nen Vergleich zum Tierfutter. Nur mal dazu: meines Wissens sind die Bestimmungen dort BESSER - und die Kontrollen funktionieren gut...
Zu den "Supermärkten" z.B. Aldi&Co. - mir ist aufgefallen, dass die Fleischpreise dort soo günstig gar nicht sind, das geht noch wesentlich billiger. Die Qualität ist demzufolge gar nicht so schlecht. zum anderen hat Aldi einfach die leistungsfähigste Logistik - sollte mich gar nicht wundern, wenn die Qualität dort noch zu der besten gehören würde. Ich lass mich aber auch gern vom Gegenteil überzeugen...
Jedenfalls: Guten Appetit weiterhin - und letztlich ist viel Gemüse eh besser, ob wir nun omnivor sind oder nicht.
@the clown
Deine Argumentation ist nur dann stimmig, solange Fleisch ein notwendiges Grundnahrungsmittel ist. Das ist es aber nicht - Fleisch ist Luxus, oder sollte es sein. Generell gilt ungefähr 1 Kilo Fleisch = 15 Kilo Biomasse durch Verfütterung.
Weniger Fleisch essen - würde also helfen, hungrige Mägen zu stopfen.
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11. 10. 2006, 23:08
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#45
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Anders?
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 1.150
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Überbevölkerung?
Hungern? Schau mal hin, wieviele Millionen Tonnen Lebensmittel erst von den Unternehmen gekauft und dann weggekippt wird. Nein, da kann ich dich beruhigen, es wird noch sehr lange ausreichend Nahrung geben.
Das Problem siedle ich beim Konsumverhalten der Menschen hier an.
Unter anderem die fehlende Transparenz hat eine starke Gleichgültigkeit erzeugt, was solche Dinge angeht. CocaCola wurde ja schon angesprochen, aber die Problematik geht ja weit über die eigenen Gesundheitlichen Aspekte hinaus.
Rebell hats auch schon gesagt, der Markt heute ist hochkomplex. Aber ich gehöre anscheinend auch einer Minderheit an, wenn ich denke, dass die Tatsache, dass jede Jeans schon vor dem Kauf mehr Kilometer zurückgelegt hat als viele Menschen in ihrem ganzen Leben keinen erhaltenswerten Zustand darstellt.
Hm ach und ja wir leben in einem reichen Land.
mfg
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11. 10. 2006, 23:48
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#46
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the mars
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 347
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
[mod] Über Geschmack läßt sich hier nicht streiten... Bild entfernt[/mod]
Geändert von Provokateur (12. 10. 2006 um 06:02 Uhr).
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12. 10. 2006, 01:22
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#47
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 67
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Hungern? Schau mal hin, wieviele Millionen Tonnen Lebensmittel erst von den Unternehmen gekauft und dann weggekippt wird.
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Wenn so etwas einmal passiert ist, wird es sofort von den Medien aufgegriffen und der Eindruck erweckt, es sei gültige Praxis. Ich erinnere mich an einen Fernsehbericht über die Vernichtung von Zwiebel-Überproduktion. Diese spektakulären Berichte sind aber die Ausnahme. Tatsache ist leider, daß wir ohne eine "Turbo-Agrarwirtschaft" nicht mehr überleben könnten. Die Menschen in Europa wären bereits vor 100 Jahren ausgestorben, wenn der Kunstdünger nicht erfunden worden wäre. Aus internen Diskussionen bei einem namhaften Hersteller ökologischer Nahrungsmittel weiß ich von den Leuten, die es wissen müssen, daß "gesunde" Lebensmittel auf dieser Welt begrenzt sind und nicht für jeden verfügbar sein können. Wenn es mehr ökologische Nahrungsmittel geben würde, könnte diese Firma ihre Umsätze deutlich erhöhen. Auf dieser Welt hungern Hunderte von Millionen von Menschen, weil die Lebensmittel zu teuer sind. Es ist ein Privileg, hochwertige Lebensmittel konsumieren zu dürfen, aber die wachsende Erdbevölkerung kann sich, wenn überhaupt, nur billige Massenware leisten. Ich möchte auf ein weiteres Beispiel für "Gammelfleisch" hinweisen: Wir können hier in Deutschland kaum noch hochwertiges Thunfisch-Fleisch kaufen. Was da in Dosen und Gläsern angeboten wird ist bestenfalls noch Tierfutter für das Haustier. Ich würde für Qualität gerne mehr bezahlen, aber es wird schlichtweg nichts zum Kauf angeboten. Die angebotene Qualität der Hersteller sinkt fast unmerklich und langsam ab. Das gleich gilt für Obst und Gemüse. Wir haben es nicht bemerkt, daß wir nur noch unreifes, geschmackloses Zeug zu kaufen bekommen.
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13. 10. 2006, 00:02
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#48
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Pragmatisch.
Registrierungsdatum: Jan 2006
Beiträge: 981
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Zitat:
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Wir können hier in Deutschland kaum noch hochwertiges Thunfisch-Fleisch kaufen.
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Richtig, Thun ist völlig überfischt. Weisst du was die Japsen dafür bezahlen?
Das könnte hier niemand bezahlen...
Man kann sich aber auch gesund ernähren, ohne solche knappen Güter.
Zitat:
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Die angebotene Qualität der Hersteller sinkt fast unmerklich und langsam ab. Das gleich gilt für Obst und Gemüse.
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Man muss halt lernen, das gesundes - und auch schmackhaftes - Obst nicht unbedingt toll aussieht. Dann eben nicht den Granny Smith aus Neuseeland. Der ist nach Wochen auf See tot - und war immer schon geschmacklos.
Man muss eben mit Verstand einkaufen - aus Deutschen Landen...:O)
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13. 10. 2006, 18:37
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#49
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Bu§h Gegner
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 983
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Re: Gammelfleisch : Wie oft noch ?
Das einzige Mittel dem Problem Herr zu werden, ist die Veröffentlichung der Daten der Verantwortlichen. Davor haben die Firmen die meiste Angst. Geldstrafen werden meist mit weiteren Delikten "refinanziert", ein Imageverlust ist nur schwer wieder gut zu machen.
Solange der Verbraucher allerdings seinen Proteinspiegel völlig unkritisch ausgleicht, werden es die schwarzen Schafe relativ leicht haben. Ein Beispiel: Es gibt bei uns einen Mongolengrill, in dem éin "All you can eat" Menue 13 Euronen kostet. Die Auswahl an frischen Zutaten, die auf einem großen Grill frisch zubereitet werden, ist relativ gering, fertig gegarte Waren in Warmhaltebehältern dagegen recht groß. Ich komme selbst aus der Branche und weiß, dass kein Otto Normalo den Unterschied schmeckt, ob ein Chop Suey aus frischem, oder 4 Jahre gelagertem Fleisch hergestellt wurde. Bei scharfen Panaden ist es selbst für Spezialisten schwer, den Unterschied zu schmecken.
Ich behaupte nicht, dass dieser Mongolengrill betrügt, ich sage nur, dass es denkbar einfach ist. Ich werde dort einfach nichts essen, da die Küche nicht transparent ist.
Anders in einem Supermarkt meines Vertrauens. Dort ist es möglich den gesamten Produktionsverlauf über große Glasscheiben einzusehen, auf Nachfrage werden sämtliche Fragen beantwortet. Natürlich kann auch hier getrickst werden, allerdings wäre, sollte etwas an die Öffentlichkeit gelangen, dies mit Sicherheit der Untergang des Unternehmens, da die Fleischabteilung das Zugpferd des Unternehmens ist und Leute teils viele km fahren, um hier einzukaufen.
Mein Ansatz: Wer nichts zu verbergen hat, soll seinen Laden transparenter gestalten, wem seine Gesundheit wichtig ist, sollte kritischer einkaufen, schwarze Schafe sollten öffentlich gemacht werden, nur so kann es funktionieren.
Übrigens: Der Preis ist kein Kriterium. Nicht umsonst sind Fleischtheken immer am Ende des Marktes. Fleisch und Wurst wird bei fast jedem Gang in den Supermarkt gekauft und die Angebote sollen die Käufer in die Märkte locken. Deshalb wird gerade hier oftmals unter Selbstkostenpreis verkauft, da an anderer Stelle die Verluste mehr als ausgeglichen werden. Billig gleich schlecht ist also an dieser Stelle nicht unbedingt zutreffend.
setup
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14. 10. 2006, 08:08
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#50
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