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  1. #1
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    Standard Einheitsschule?

    Moin!

    Morgen stehen hier in Berlin Wahlen an und im Vorfeld wurden Verfechter der Einheitsschule meistens zur Schnecke gemacht. In den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien findet nur bei der Linkspartei (Forderung der Einheitsschule) ein mögliches Reformprogramm zum Berliner Schulsystem. Andere Parteien halten sich da raus; so hetzt die Berliner CDU weiterhin gegen den im diesen Schuljahr eingeführten Ethikunterricht, die FDP will "demokratische" und "freie" Schulen (was soll das bloß heißen??), die SPD zeigt sich vollkommen uneins (Wowi will sie nicht, andere Genossen doch).

    Ich wurde persönlich schon oftmals verbal wegen meiner positiven Einstellung zur Einheitsschule angegriffen. Dies meistens auf solche aggressive Art und Weise, was mir nur zeigte, dass die Gegner eine Reflexion und Diskussion freilich meiden.

    Das Ziel der Einheitsschule ist klar: SchülerInnen werden gemeinsam bis zur 8./9./10. Klasse (darüber lässt sich streiten) ganztägig unterrichtet und besuchen, falls sie das nötige Wissen besitzen, ein Gymnasium oder bestreiten andere fortbildende Maßnahmen. SchülerInnen werden je nach ihren Begabungen gefördert und unterstützt. Sie werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich je nach ihrer Leistungsstärke richtet. Dies sollte möglichst flexibel gestaltet sein, so dass ein Kurssystem möglichst früh eingerichtet wird und Klassen, die eigentlich gerade Begabte und Minderbegabte ignorieren, abgeschafft werden. Ich denke, dass man in vielen gemeinsamen Schuljahren und kontinuierlicher Förderung die Fähigkeiten eines Schülers besser erkennt und Schwächen besser ausgemerzt werden. Ja, ich muss zugeben, es hört sich utopisch an, aber Utopia ist ein lohnenswertes Ziel.

    Nach dem derzeitigen Stand besucht ein Berliner Schüler die Grundschule sechs Jahre; es existieren aber auch einige grundständige Gymnasien (ab 5.Klasse) in Berlin, die wir aber aus gutem Grund mal außen vorlassen. Ein nicht unbedeutender Teil der Bevölkerung besucht Hauptschulen oder schafft nichtmal die Realschule mit einem vernünftigen Abschluss. Somit haben viele keine Chance überhaupt in das Berufsleben einzusteigen und werden nicht von der Gesellschaft vollständig akzeptiert. Es hört sich vielleicht blöd an und falls sich jemand angesprochen fühlt: >Sorry, es gibt solche und solche. Dann bist du eben die Ausnahme.< Auch ungebildete Leute verspüren Triebe und pflanzen sich fort. Diese Leute haben keine Arbeit oder schlechte. Die Kinder wachsen in einer miserablen Umgebung auf und erhalten keine Bildung, sondern werden vor den Fernseher gesetzt (Unterschichtenfernsehen). Sie können sich nicht artikulieren und weisen Defizite in ihren sozialen Kompetenzen auf (sie besitzen ja nicht mal ein funktionsfähiges Umfeld!), werden im Alter von 5/6 Jahren in die Grundschule geschickt, wo im Frontalunterricht Kindern die Freude am Lernen durch fragwürdige Lernmethoden und Rahmenpläne genommen wird. Es ist kein Geheimnis, dass die meisten dieser Kinder aus Migrantenfamilien kommen (nein, ich bin kein Nazi; ich bin selbst Ausländer) und deswegen auch um schon präventiv die Probleme bei der Einschulung zu bekämpfen eine Kindergartenpflicht nötig ist.

    Wozu die Kindergartenpflicht? Kinder, egal welcher Herkunft, werden heutzutage vernachlässigt. Viele Eltern haben keine Zeit sich um ihre Sprösslinge ausreichend zu kümmern, so dass jene verkümmern. Es ist bekannt, dass möglichst frühe Bildung effektiv und sinnvoll ist. Deswegen ist es notwenig diese fruchtbaren Jahre aufzugreifen und die Kinder zu fordern.

    Doch woher soll das Geld kommen? Diese Frage stelle ich mir auch oft. Der Rot-Rote Senat beweist an ihrem rigorosem Sparkurs ihre soziale Nähe.
    Die Lehrmittelfreiheit wurde abgeschafft, so dass Kinder aus finanzschwachen Familien nochmals belastet werden, da die Schulbücher selbst gekauft werden müssen.
    Die Einführung von Studiengebühren und weitere Erhöhungen der Kindergartengebühren stehen noch aus. Wo soll die Mehrbelastung hinführen?
    Es gibt zu wenige Lehrer an den Berliner Schulen, was sich im Unterrichtsausfall widerspiegelt. Doch anstatt wieder mehr Lehrer einzustellen, werden jetzt wieder Stellen eingespart, da die Schüleranzahl in Berlin in den nächsten Jahren weiter sinken wird.

    Doch niemand fragt, weshalb es immer weniger Schüler in Berlin gibt. Ich glaube, dass daran die ungerechte Bildungspolitik des Senats verantwortlich ist. Man ist verunsichert und misstraut der Politik. Wenn schon meine Kinder keine Zukunft haben ...


    Dazu nochmals in eigener Sache: Jeder ist herzlich eingeladen mitzuhelfen! (auch per PN)

    Gruß!

  2. #2
    ex-Moderator Avatar von kuxxx
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    Standard Re: Einheitsschule?

    In der Thematik kenne ich mich kaum aus.
    Aber da nach PISA einiges recherchiert wurde, kann ich zumindest resümmieren das andere Länder, in denen die Einheitsschule Programm ist, deutlich besser abschneiden als wir.
    Auch bin ich der Meinung, das sozialer Status der Eltern viel damit zu tun hat, ob deren Kinder auf eine Haupt/Realschule oder ein Gymnasium kommen.
    Der alte Spruch "Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren" trifft auch auf unser Schulsystem zu. Wird Zeit, daß es reformiert wird und ich wüßte kein besseres Modell als die Einheitsschule, zumal es Unsinn ist, an unserem bisherigen System weiter kosmetisch zu doktorn.

  3. #3
    wird auch zu dir kommen Avatar von Sensenmann
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Bildung ist in Deutschland Ländersache.

    Somit unterliegt die Bildung der Kleinstaaterei.

    Solange wie jeder Landesfürst mit seiner Regierung festlegen kann was gut oder schlecht ist oder besser wie es um die Finanzen des geschröpften Landeshaushaltes steht und anhand daran die Bildung fest macht wird sich nichts ändern, außer das es mit der Bildung noch weiter bergab geht.

    Bildung ist die Zukunft eines Volkes. Bildung ist in Deutschalnd eine finanzielle Belastung derer die Bildung anzubieten haben.

    Thema Einheitsschule: Ich bin dafür und zwar für alle bis zur 10. Klasse und danach 2 Jahre für Abitur. Schule bis zum Abitur und Universität gratis. Bildung ist Zukunft und die soll für alle offen sein.

  4. #4
    Oberster Systemgegner Avatar von Karl Marx
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Ich bin auch für die Einheitsschule als Sozialist.
    Find das sehr Sozial eine Schulform ohne Ausgrenzung.
    Wer sagt schon gern vor anderen Er ist Hauptschüler ?? Ne muß nicht sein !!

  5. #5
    selbsthilfe durch google

    ex-Moderator

    Avatar von natbornkiller
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Nein,
    das Schulsystem ist zwar mehr als Reformbedürftig, dennoch Einheitsschulen können keine Probleme lösen.
    Regelmässige Weiterbildung für die Lehrer, Zwanzig Mann Klassen, Interessierte Lehrer, Sozialarbeiter und Psychologen brauchen die Schulen abgesehen von viel Geld um das auch zu finanzieren.

    Es muss weiterhin möglich sein, Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Laufen zu halten, um die unterschiedlichen Menschen adäquat zu unterrichten.
    mfGr

  6. #6
    Eierlegende Wollmilchsau Avatar von Affe_mit_Waffe
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von Sensenmann
    Bildung ist die Zukunft eines Volkes. Bildung ist in Deutschalnd eine finanzielle Belastung derer die Bildung anzubieten haben.
    Stimmt. hinzu kommt kommt das das Bildungssystem vollkommen veraltet ist. Der Altersdurchschnitt der Lehrer steigt immer weiter. Jahrzentelang gab es keinen großen Reformen. Zitat: Wie können die Lehrer von Gestern die Schüler von heute mit den Methoden von Vorgestern auf die Probleme von übermorgen vorbereiten ? Meine Meinung ist das, die mit dem heutigen Bildungssystem in Deutschland nicht möglich ist. Als das Bildungssystem eingeführt wurde, war der Sinn darin aus den kindern gehrsam einzuprügeln und aus ihnen gute Soldaten für den Krieg zu formen. Jetzt hat sich zwar die politische Großwetterage verändert, aber die methoden sind die gleichen gebliebe. 30 Schüler sind in einem Klassenraum zusammengepfercht, und von vorne trichtert ihnen ein häufig überforderter Lehrer das häufig vermeintlich wichtige ein. Der Schultag ist in eine strikten 45 Minuten Rhytmus unterteilt. Ohne Gnade zerreist er den Gesamten unterricht. Fur den selten ambitionierten Leher ist es ein Ding der Unmöglichkeit einen flexiblen Unterricht zu gestalten. Viel eher sind es verbitterte und ausgebrannte Lehrer, denen die Qual des täglich zur Schule kommen im Gesicht anzusehen ist und genauso wie die Schüler nur dem Stundenende entgegenfiebern. So ist monotoner Unterricht die Folge. Der Lehrer macht jedes jahr den gleichen Unterricht, besonders ist es verheeren das zum Beispiel im Politik\Sozialkunde Unterricht keine aktuellen Themen wie Wahlen,Reformen oder andere geschehnisse besprochen werden, sonder der Unterricht einfach ohne Rücksicht durchgezogen wird. Der normale Schultag sieht dann so aus: Der Schüler muss zum Anfang des unterrichts strmm stehen und dem Lehrer gehorsam erweisen. Dann schreibt der Lehrer Sachen an die Tafel, die von den Schülern auswendig gelernt werden müssen. fatal ist dabei das diese häufig nciht hinterfragt werden. Besonders wird dies im Religionsunterricht deutlich. Er wird den Schülern der Religionunterricht aufgeszungen. Jetz werden eine denken, das es ja auch noch Werte und Normen als Ersatz gibt, doch da sehr oft icht genügend Leher vorhanden sin werden die Schüler, obwohl sie über 14 sind und damit vom Gesetz selber über ihre Religionszugehörigkeit entscheiden dürfen in den normalen Religionunterrich eingegliedert. Die verteilung läuft so: Katholen geatauft kommt in den kath. Unterricht, und der Rest kommt in den evangelischen. Oft wird auf subtile Weise der Sinn des religionsunterricht zu Tage. Wer sich offen gegen die Religion stellt bekommt automatisch eine schlechte Note. Schlechte Sachverhalte wie die Haltung der Kirche zum Dritten Reich, die Inquisition und die Kreuzzüge werden unterdrückt. Zitat einer Lehrerin: "Nun erarbeiten wir am Bespiel der an der Stelle wo Jesus aus einem Menschen einen böhsen ausgetrieben hat, die haltund der Kirche zum Exorcismus." Tja in dieser Aussage ist das ist das gewollte Ergebnis am Anfang der Stunde klar. Dem Schüler bleibt nichts anderes zu hoffen, das diese Propaganda keinen einfluss auf ihn hat. Ab der Ersten Klasse ist der Schüler dieser Indokrination
    gänzlich Hilflos ausgesetzt. Meiner Meinung sollte das ganze Bildungssystem Reformiert werden. Ganz nach dem Zitat von Welhelm Busch :Wir haben die Erde nicht von unsrern Eltern geerbt sondern von unsrern Kindern geliehen. dem Heranwachsenen sollte mehr raum zur persöhnlichen entfalung gegeben werden. Der Klassengröße muss reduziert werden, damit jeder die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung am Unterricht hat, und der Leher icht aussieht als ob es eine Bestrafung ist jeden morgen den Klassenraum zu Betreten. Auch müssen Begabungen der Schüler rechtzeitig erkannt erwerden und die müssen dan auch gefördert werden. Auch die Ausbildung der lehrer muss verändert. Die Ausbildung der Lehrer behinhalt fast nur den Erwerb des Wissens der vermittelt werden soll, aber nicht wie das geht. Der angehende lehrer wird ins kalte Wasser geworfen wenn er das erste mal den Klassenraum Betritt. Schon da entscheidet sich der spätere psychologische werdegang der Lehrer. Die meisten werden depressiv, ihnen ist der Unterricht egal und er wird leblos durchgeführt, andere werden zum Gespött der Schüler wiederum andere leisten nur noch Minimum. Die wird besonders im Sportunterricht deutlich, wo die die Sportleher, die Meisten schon diverse Bandscheibenvorfälle hatten und verfettet sind am liebsten auf stupise leichtathletik, wie Laufen, springen und werfen gesetzt wird, wo einfach nur die Leistung der Schüler gemessen wird. So ist es nich verwunderlich das Schüler bei jungen motivierten Lehrer die auch einmal gewagten unterricht machen und selbst mit Herz und Seele dabei sind eine 2 bekommen und beim nächsten Leherer der sein Einheitsprogramm abziehen auf eine 4 fallen. Zum Glück gibt es aber auch Ausnahemen bei den Lehrern die bis ins hohe Alter motiviert sind. Dort passen die Schüler im Unterricht auf weil der Leher sie mitreist, sind respektvoll weil der lehrer sie mit respekt behandelt und strengen sich an.


    nun, ich denke ein anderes großes Problem ist das das Bildungsminiterium abseit der Basis, d.h. der lehrer entscheidet. alle in diesem Gremium sitzende waren keine Lehrer und haben keine Ahnung von Schulalltag, und sind so alt das sie ihre damaligen Erlebnisse zu ihrer Schulzeit vergessen haben.

    Das bildungssystem ist nur noch durch eine radikalkur zu retten, sonst stürzt das bildungsniveau immer weiter ab, und Deutsche Süler landen im Vergleich zu anderen erupäischen Shülern immer weiterr im Hinterfeld.

  7. #7
    ist nur noch selten hier Avatar von zwo-elf
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von natbornkiller
    Regelmässige Weiterbildung für die Lehrer, Zwanzig Mann Klassen, Interessierte Lehrer, Sozialarbeiter und Psychologen brauchen die Schulen abgesehen von viel Geld um das auch zu finanzieren.
    Wenn diese Vorschläge umgesetzt würden, wär mir die Schulform relativ egal.

    Aber keine Sorge, soweit wird es nicht kommen, auch in Berlin nicht. Stattdessen werden weiterhin ideologische Grabenkämpfe geführt, die in erster Linie von der Misere anlenken sollen. So lange man sich noch um die 'richtige' Schulform streitet braucht man ja nichts zu ändern.


    @Affe m. W.: schon mal über die großzügigere Verwendung von Absatzmarken nachgedacht?

  8. #8
    Mitglied Avatar von Weeman17
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Spoiler: 

    Zitat Zitat von Affe_mit_Waffe
    Stimmt. hinzu kommt kommt das das Bildungssystem vollkommen veraltet ist. Der Altersdurchschnitt der Lehrer steigt immer weiter. Jahrzentelang gab es keinen großen Reformen. Zitat: Wie können die Lehrer von Gestern die Schüler von heute mit den Methoden von Vorgestern auf die Probleme von übermorgen vorbereiten ? Meine Meinung ist das, die mit dem heutigen Bildungssystem in Deutschland nicht möglich ist. Als das Bildungssystem eingeführt wurde, war der Sinn darin aus den kindern gehrsam einzuprügeln und aus ihnen gute Soldaten für den Krieg zu formen. Jetzt hat sich zwar die politische Großwetterage verändert, aber die methoden sind die gleichen gebliebe. 30 Schüler sind in einem Klassenraum zusammengepfercht, und von vorne trichtert ihnen ein häufig überforderter Lehrer das häufig vermeintlich wichtige ein. Der Schultag ist in eine strikten 45 Minuten Rhytmus unterteilt. Ohne Gnade zerreist er den Gesamten unterricht. Fur den selten ambitionierten Leher ist es ein Ding der Unmöglichkeit einen flexiblen Unterricht zu gestalten. Viel eher sind es verbitterte und ausgebrannte Lehrer, denen die Qual des täglich zur Schule kommen im Gesicht anzusehen ist und genauso wie die Schüler nur dem Stundenende entgegenfiebern. So ist monotoner Unterricht die Folge. Der Lehrer macht jedes jahr den gleichen Unterricht, besonders ist es verheeren das zum Beispiel im Politik\Sozialkunde Unterricht keine aktuellen Themen wie Wahlen,Reformen oder andere geschehnisse besprochen werden, sonder der Unterricht einfach ohne Rücksicht durchgezogen wird. Der normale Schultag sieht dann so aus: Der Schüler muss zum Anfang des unterrichts strmm stehen und dem Lehrer gehorsam erweisen. Dann schreibt der Lehrer Sachen an die Tafel, die von den Schülern auswendig gelernt werden müssen. fatal ist dabei das diese häufig nciht hinterfragt werden. Besonders wird dies im Religionsunterricht deutlich. Er wird den Schülern der Religionunterricht aufgeszungen. Jetz werden eine denken, das es ja auch noch Werte und Normen als Ersatz gibt, doch da sehr oft icht genügend Leher vorhanden sin werden die Schüler, obwohl sie über 14 sind und damit vom Gesetz selber über ihre Religionszugehörigkeit entscheiden dürfen in den normalen Religionunterrich eingegliedert. Die verteilung läuft so: Katholen geatauft kommt in den kath. Unterricht, und der Rest kommt in den evangelischen. Oft wird auf subtile Weise der Sinn des religionsunterricht zu Tage. Wer sich offen gegen die Religion stellt bekommt automatisch eine schlechte Note. Schlechte Sachverhalte wie die Haltung der Kirche zum Dritten Reich, die Inquisition und die Kreuzzüge werden unterdrückt. Zitat einer Lehrerin: "Nun erarbeiten wir am Bespiel der an der Stelle wo Jesus aus einem Menschen einen böhsen ausgetrieben hat, die haltund der Kirche zum Exorcismus." Tja in dieser Aussage ist das ist das gewollte Ergebnis am Anfang der Stunde klar. Dem Schüler bleibt nichts anderes zu hoffen, das diese Propaganda keinen einfluss auf ihn hat. Ab der Ersten Klasse ist der Schüler dieser Indokrination
    gänzlich Hilflos ausgesetzt. Meiner Meinung sollte das ganze Bildungssystem Reformiert werden. Ganz nach dem Zitat von Welhelm Busch :Wir haben die Erde nicht von unsrern Eltern geerbt sondern von unsrern Kindern geliehen. dem Heranwachsenen sollte mehr raum zur persöhnlichen entfalung gegeben werden. Der Klassengröße muss reduziert werden, damit jeder die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung am Unterricht hat, und der Leher icht aussieht als ob es eine Bestrafung ist jeden morgen den Klassenraum zu Betreten. Auch müssen Begabungen der Schüler rechtzeitig erkannt erwerden und die müssen dan auch gefördert werden. Auch die Ausbildung der lehrer muss verändert. Die Ausbildung der Lehrer behinhalt fast nur den Erwerb des Wissens der vermittelt werden soll, aber nicht wie das geht. Der angehende lehrer wird ins kalte Wasser geworfen wenn er das erste mal den Klassenraum Betritt. Schon da entscheidet sich der spätere psychologische werdegang der Lehrer. Die meisten werden depressiv, ihnen ist der Unterricht egal und er wird leblos durchgeführt, andere werden zum Gespött der Schüler wiederum andere leisten nur noch Minimum. Die wird besonders im Sportunterricht deutlich, wo die die Sportleher, die Meisten schon diverse Bandscheibenvorfälle hatten und verfettet sind am liebsten auf stupise leichtathletik, wie Laufen, springen und werfen gesetzt wird, wo einfach nur die Leistung der Schüler gemessen wird.

    zum ersten teil stimm ich dir zu .

    aber , bei mir in der schule läuft es anders ab als von dir beschrieben . bin jetzt in der 12. und hab viele deiner beschriebenen probleme erlebt . was aber nicht stimmt ist , zumindest bei mir in der schule , dass man in den reli-unterricht muss . bei uns ist es einfach so gewesen , dass schüler ohne kath. oder evang. glauben keinen unterricht haben . in der kursphase müssen sie dann ethik wählen . aber , dass z.b. ein jude , oder atheist in den evang. unterricht kommt , ist zumindest an meiner schule , und dann glaub ich auch in ganz bayern , nicht möglich .


    aber soweit kann man nicht argumentieren , da ja jedes bundesland seine eigene ,,bildung`` betreibt


    [Mod]Weeman ich hab dein Quote wg besserer Übersicht mal verspoilert, zitiere doch bitte in Zukunft das Wesentliche - Feydab[/mod]
    Geändert von Feydab (16. 09. 2006 um 21:42 Uhr)

  9. #9
    wird auch zu dir kommen Avatar von Sensenmann
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von natbornkiller
    ... abgesehen von viel Geld um das auch zu finanzieren.

    Das Geld ist doch da, wird aber leider zweckentfremdet ausgegeben.

    Wahrscheinlich ist es aber Methode die Bildung auf Sparflamme zu kochen, denn so läuft man nicht Gefahr, daß die Bildung Individien hervorbring die denen die das zu verantworten haben eine Vorwurf machen.

  10. #10
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Ich habe bei der Idee mit der Einheitsschule nur Angst dass eben die wirklich an Wissen interessierten Schüler untergehn. Ich will hier jetzt nicht mit Vorurteilen kommen (bin Gymnasiast), aber selbst an meinem etwas ländlichen Gymnasium, wo man möglicherweise eine etwas ruhigere Atmosphäre erwarten würde, ist es so dass sehr viele Schüler eine Protesthaltung an den Tag legen. Diejenigen die wirklich lernen wollen, werden öfters diskriminiert und ausgeschlossen. Man wünscht sich teilweise sogar eine NOCH stärkere Aussortierung.
    Wobei danach dann eher an Interesse an Wissen aussortiert werden sollte als an dem tatsächlichen Wissenstand.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Weeman17
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von doh!?
    Ich habe bei der Idee mit der Einheitsschule nur Angst dass eben die wirklich an Wissen interessierten Schüler untergehn. Ich will hier jetzt nicht mit Vorurteilen kommen (bin Gymnasiast), aber selbst an meinem etwas ländlichen Gymnasium, wo man möglicherweise eine etwas ruhigere Atmosphäre erwarten würde, ist es so dass sehr viele Schüler eine Protesthaltung an den Tag legen. Diejenigen die wirklich lernen wollen, werden öfters diskriminiert und ausgeschlossen. Man wünscht sich teilweise sogar eine NOCH stärkere Aussortierung.
    Wobei danach dann eher an Interesse an Wissen aussortiert werden sollte als an dem tatsächlichen Wissenstand.

    tja ,es gibt auch genug leute die sich für was besseres halten , weil sie den meistens sinnlosen dreck auswendig können

  12. #12
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Ich bin sogar sehr für eine Einführung von Einheits oder Gesammtschulen. Aus dem einfachen Grund heraus, dass dadurch die ideologische Seite abgedeckt ist. Unser dreigliedriges Schulsystem wirkt auf mich mehr als nur demotivierend.
    Ich erwähne dabei immer gern das amerikanische Schulsystem. Der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär ist auf diese Art und Weise ein wenig ins System eingeflossen. Jeder kann es mit genügend Fleiß schaffen.

    Ich sage sogar dass das heimische Umfeld eine untergeordnetere Rolle spielt. Es kommt allein darauf an welche der drei Schularten man besucht. Wenn man die Realschule besucht, benimmt man sich dem entsprechend. Das selbe auch im Gymnasium. Das sieht man ganz deutlich wenn man Schüler betrachtet, die aus der selben Gegend kommen, aber die verschiedene Schulen besuchen oder von Realschule aufs Gymnasium wechseln.
    Der Staat sagt mir doch schon auf diese Art und Weise wo mein Platz in der Gesellschaft zu finden ist...

  13. #13
    Mitglied Avatar von Yagharek
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von natbornkiller
    Nein,
    das Schulsystem ist zwar mehr als Reformbedürftig, dennoch Einheitsschulen können keine Probleme lösen.
    Regelmässige Weiterbildung für die Lehrer, Zwanzig Mann Klassen, Interessierte Lehrer, Sozialarbeiter und Psychologen brauchen die Schulen abgesehen von viel Geld um das auch zu finanzieren.

    Es muss weiterhin möglich sein, Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Laufen zu halten, um die unterschiedlichen Menschen adäquat zu unterrichten.
    mfGr
    ich kann dieses nur unterzeichnen.
    ob einheitsschule oder nicht ist im grunde egal. alles steht und fällt mit den lehrern. du wirst nie, wirklich nie, vernümftigen unterricht an einheitsschulen erreichen können, wenn zum einen die lehrer nicht dafür ausgebildet werden und zum anderen dafür motiviert.

    ich kriege immer noch das kalte grausen, wenn grundschullehrer an haupt- und realschulen bis zur 10ten klasse unterrichten sollen.
    man muß sich daß mal auf der zunge zergehen lassen.
    du bekommst ne ausbildung, wie du 20-30 kleine bälger in den griff kriegen sollst (und ja, egal wie lieb dein sohne/tochter/enkel/neffe/bruder ... zu hause ist, in der schule ist er einfach ein arschloch) und sollst dann 20-30 leute in den griff kriegen, welchen du gegenüber zu einem nicht stärker und zum anderen nicht größer als diese bist.

    jedes schulsystem ist besser als unseres. denn jedes andere ist durchdacht. egal mit welchen ziel. unser deutsches schulsystem ist einfach nur ein flickenschuster. es wird sich angeschaut, welches land besser als unseres da steht und dann dessen teil übernommen, was nicht zu irgendeiner form zu mehrkosten für unser schulsystem führt.
    mit anderen worten bedeutet dies:
    theoretisch: wow, in norwegen arbeiten die lehrer, genauso wie jeder anderer seine 8 stunden am tag, also in der schule, ab.
    praktisch: wie die lehrer wollen wie die norweger eigene büros haben. das können diese sich aber mal abschminken. andere berufszweigen kommen auch ohne sowas aus und die lehrer haben doch immer noch die klassenräumen, in welchen sie sich ausbreiten können.

  14. #14
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von Weeman17
    tja ,es gibt auch genug leute die sich für was besseres halten
    ich halte mich nicht für etwas Besseres. Es ist nur so dass wir alle die Stunden in der Schule absitzen müssen, warum also nicht die Zeit produktiv nützen, sich also konzentrieren und etwas lernen. Können müssen es später alle wenn sie weiterkommen wollen! Wenn ich nun aber mit meiner Freizeit, die ich neben der Schule habe, etwas anderes machen will (zB in meinem Fall Leistungssport Rennrad), dies aber nicht kann, weil ich zusätzliche Zeit zum Lernen investieren muss, da durch irgendwelche "Clowns" die Lehrer dermaßen gestresst sind, man sich im Unterricht nicht mehr konzentrieren kann,.. usw
    ist das einfach nicht fair denen gegenüber die Intelligent (Erwachsen !?) genug sind zu bemerken, dass es Schwachsinnig ist, mit solch einer Protesthaltung im Unterricht zu sitzen.

    @Weeman17: Überlege bitte nächstes Mal etwas genauer bevor du auf "Antworten" drückst, damit du nicht wieder so einen Mist postest -.- Danke.

  15. #15
    immerruhmreicher Erzähler
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Es gibt jetzt schon zu wenige Lehrer und es kommen viel weniger nach als in Rente gehen...Ich denke die Klassengröße wird noch eher zunehmen als abnehmen.

    Es gibt noch andere Probleme. Das Schulsystem ist insgesammt vielleicht nicht unterfinanziert. Denn im internationalen Vergleich wird einfach zuviel Geld in "Elitenförderung" gepumpt...sprich Gymnasien und Universitäten. Und im Gegenzug sind Real - und Hauptschulen unterfinanziert.
    Für Kinder bis zu sechs Jahren sollte es auch mehr Ganztagsangebote geben. Vor allem in Vierteln mit ärmeren Familien. Es klingt jetzt leider wieder so als ob ärmliche Verhältnisse mit mangelnden erzieherischen Fähigkeiten einhergehen...aber angesichts hoher Kriminalitätsraten sollte man doch vielleicht mehr auf Prävention in Form von Erziehung setzen als später teure Resozialisierungsmaßnahmen durchzuführen.
    Gleichzeitig ermöglicht man eine Verbindung von Karriere und Kind...

    doh!?
    Wie wäre es, wenn du einfach erwachsen den Mund hällst...

  16. #16
    jiao hua

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    Avatar von Feydab
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von rasska
    Denn im internationalen Vergleich wird einfach zuviel Geld in "Elitenförderung" gepumpt...sprich Gymnasien und Universitäten. Und im Gegenzug sind Real - und Hauptschulen unterfinanziert.
    Dagegen sprechen die internationalen Vergleichszahlen, die bestätigen daß Deutschland viel weniger Hochschulabsolventen mit Abschluß "entlässt" als andere Staaten.

  17. #17
    thrilled
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von natbornkiller
    Nein,
    das Schulsystem ist zwar mehr als Reformbedürftig, dennoch Einheitsschulen können keine Probleme lösen.
    Regelmässige Weiterbildung für die Lehrer, Zwanzig Mann Klassen, Interessierte
    Lehrer,Sozialarbeiter und Psychologen brauchen die Schulen abgesehen von viel Geld umdas auch zu finanzieren.

    Es muss weiterhin möglich sein, Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Laufen zu halten, um die unterschiedlichen Menschen adäquat zu unterrichten.
    mfGr
    Richtig ist das mehr Geld in Bildung investiert werden muss.

    Ich halte es jedoch für falsch an der dreiteilung des Schulsystems festzuhalten, zeigt es sich doch das die einteilung in das jeweilige Schulsystem ( also Haupt, Real und Gymnasium), über die soziale Herkunft erfolgt. Es wird also nur in geringem Maße nach Leistung oder Begabung ausgewählt.

    Desweiteren verkommt die Hauptschule, zur Schule in der gezeigt wird wie man im Ghetto lebt von Bildung kann man da kaum noch sprechen.
    Auch benachteiligt das aktuelle Schulsystem mit seinem Schwerpunkt auf Hausaufgaben, arme und migranten Kinder schliesslich können dort die Eltern ihren Kindern eben oft nicht "unterstüzend" unter die Arme greifen.

    • Um effiziente, gute Bildung zu erreichen muss also mMn nach ein für Schüler verpflichtendes Ganztagsangebot aufgebaut werden.
    • Die Wahl eines Sportclubs muss ebenfalls verplflichtend eingeführt werden. Dieser muss an mehreren Tagen innerhalb der Woche ausgeführt werden.
      (Sportclubs haben verschiedene positive Auswirkungen u.a. kann so ungesunde Lebenshaltung bekämpft werden die integration von Ausländern fällt leichter.)




    Auch befürworte ich die Einführung von Einheitsschulen, allerdings gibt es bei vielen Vorschlägen große Probleme. So führt eine vernachlässigte Leistungsdifferenzierung, dazu das begabten Schülern die Möglichkeit genommen wird, sich entsprechend ihrer Begabung zu entwickeln. Andererseits führt eine falsche, zu frühe oder vollständige Differenzierung zu einer Klassengesellschaft die letzendlich nur dazu führt das sich verschiedene Schülergesellschaftenbilden so das die Schwachen nur mit Schwachen soziale Kontakte pflegen usw.

    Ich persönlich halte es daher für empfehlenswert, die Klassenverbände bis zur 10 aufrecht zu erhalten. Innerhalb der Klassen jedoch die Leistungsdifferenzierung bereits ab der 5 oder 6 Klasse einzuführen. Dies bedeutet zwar einen deutlich erhöten Leistungsaufwand für die entsprechenden Lehrer, hat aber sonst sehr viele Vorteile:


    1. Begabte Schüler können durch die frühe Differenzierung ihre Begabung ohne Probleme entfalten.

    2. Durch den erhalt der Klassenverbände kommt es nicht zur entstehung völlig verschiedener Schülergesellschaften, schliesslich bleibt die soziale Struktur erhalten auch wenn man inhaltlich unterschiedliche Themen behandelt.

    3. Eine herab bzw. heraufstufung in verschiedene Leistungsklassen ist problemlos möglich ohne die Gefahr in einen Kurs der nur aus "Leistungsschwachen" besteht zu geraten, denn diese treten durch die differenzierung innerhalb der Klassen nicht mehr auf.

    4. Starke Schüler können schwache weiterhin unterstüzen.


    Das große Manko besteht allerdings in der Lehrerintensiven betreung, das System funktioniert nur wenn 1 oder 2 Lehrer um einen Kurs in der größenordnung von 15 - 23 Schülern kümmern, denn es müssen ja oft mindestens 2 verschiedene Lehrstoffe erarbeitet werden und diese auch noch gut Vermittelt werden.

  18. #18
    thrilled
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    Standard Re: Einheitsschule?

    Zitat Zitat von Feydab
    Dagegen sprechen die internationalen Vergleichszahlen, die bestätigen daß Deutschland viel weniger Hochschulabsolventen mit Abschluß "entlässt" als andere Staaten.
    Nicht zwingend dagegen (schliesslich ist Deutschland auch bei der benachteiligung von Armen und Migranten ganz oben mitdabei), eher dafür das generell zu wenig in Bildung investiert wird

  19. #19
    jiao hua

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    Avatar von Feydab
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    Standard Re: Einheitsschule?

    @thrilled
    richtig, ich eben nur mal drauf hingewiesen, daß die gesamte Bildungspolitik lahmt und nicht eine überproportionele Förderung der Hochschulen stattfindet.

  20. #20
    Der Rebell
    Gast

    Standard Re: Einheitsschule?

    Ein gegliedertes Schulsystem kommt einer Vorverurteilung gleich. Man glaubt zu wissen, welches Einheitssystem (denn jeder Typus ist für sich ein Einheitssystem), auf das jeweilige Kind paßt oder welches Kind man in ein vorgefertigtes System zwängen kann.

    Die ausländischen Erfahrungen sind ganz andere. Wie schon beschrieben, geht es um Klassenstärken, Lehreraus- und Weiterbildung und Individualförderung Ohne Sitzenbleiben und nicht um einen gleichen Haarschnitt für alle.

    Zu allem Überfluß ergeht auch der Ruf nach mehr Akademikern. Offensichtlich kann sich Deutschland diese jedoch garnicht leisten, wie die Klinikärzte bewiesen haben.

    Individualförderung ist die beste Vorsorge für die Gesellschaft, damit ein Kind nicht zur Dauerbelastung für das Sozialsystem wird. Abgesehen davon, daß dadurch Kräfte freigesetzt werden, die dem jeweiligen Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft nach seinen Kräften erst ermöglicht.

    OECD-Statistiken werden bejubelt, wenn sie passen und verdammt, wenn sie eine schlechte Botschaft bringen.

    Rebell

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