Diebold-Wahlmaschinen: Mit dem Hotelbarschlüssel zur Speicherkarte
Der Einsatz elektronischer Wahlmaschinen ist hoch umstritten. Wahlergebnisse könnten verfälscht werden, so die Kritiker, die sich auf Papier und Stift eher verlassen wollen als auf Wahlcomputer, deren Software oft genug nicht offengelegt ist. Zu gern werden die Bedenken der Kritiker als Paranoia abgetan, Ed Feltens neueste Entdeckung bezüglich der scharf kritisierten Wahlmaschinen von Diebold zeigt jedoch einmal mehr, wie erbärmlich es um das Sicherheitsbewusstsein des Herstellers bestellt ist. Den Schlüssel, der Zugang zum Speicherchip des AccuVote-TS bietet, kann im Netz geordert werden und öffnet unter anderem Minibars in Hotels.
Nach einer Livedemo eines Hackangriffs auf die AccuVote-TS stellte einer der Teilnehmer fest, einen ähnlichen Schlüssel als den zu besitzen, der zum Öffnen der Wahlmaschine benutzt wurde. Eine Überprüfung führte zum Ergebnis, dass die Wahlmaschine mit dem Schlüssel ebenfalls geöffnet werden konnte. Seit ungefähr 15 Jahren besaß der Techniker den Schlüssel, den er zum Öffnen alter VAX-Rechner verwendet hatte. Was zunächst wie ein seltsamer Zufall schien, stellte sich als eine grobe Fahrlässigkeit des Wahlmaschinenherstellers heraus: der Schlüssel ist eine Standardanfertigung, wie sie in Büroschränken oder Hotel-Minibars verwendet wird.
Einige Testbestellungen von Schlüsseln beim Office Furniture Key Shop öffneten die Wahlmaschine ebenfalls.
Felten konstatiert, das sei charakteristisch für Diebold
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