Die Grenzen zwischen Kunst und Copyrightverstoß ausloten wollen die österreichischen Aktivisten von Ubermorgen.com. Mit ihrer Auktionsplattform für Wahlstimmen der letzten US-Präsidentschaftswahlen zogen sie bereits einmal das Interesse auf sich, nun ist das Ziel amazon.com. Mittels Software-Bots sollen zahlreiche Bücher Amazons durchsucht, vollständig erfasst und als Volltext ins Web gestellt werden.
Das Angriffsziel: Amazons "Search Inside the Book"-Funktion, die das Durchsuchen von Büchern im Volltext erlaubt. Die Ergebnisse können - viele Suchabfragen vorausgesetzt - zum Volltext des Buchs zusammengesetzt werden. Die Aktion selbst, mehr jedoch ihr Effekt in den Medien, wird dabei durchaus als Kunstprojekt verstanden. Hans Bernhard gegenüber Futurezone:
"Uns interessiert es, in globalen, massenmedialen Netzwerken Kommunikationsexperimente zu fahren. Wir sehen "Amazon Noir" in der Tradition des digitalen Aktionismus."
Die Galerie Plattform - Raum für Kunst hat das das Projekt entsprechend positiv aufgenommen:
"Eine Anleitung zur Sabotage großer Netzfirmen, vielleicht aber auch eine Anleitung zur Missachtung des Copyrights im digitalen Zeitalter? Oder
weiterlesen