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gAbBeR
Registrierungsdatum: Nov 2003
Beiträge: 275
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Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Nabend an alle Gullianer,
vor knapp vier Wochen ist eine sehr gute Freundin von mir gestorben - ich würde sogar sagen eine meiner engsten Freunden. Sie war gerade mal süße 20.
Um´s ganze etwas verständlicher zu machen, hier der Pressebericht zu den Todesumständen:
Zitat:
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Neumünster (dpa/lno) - Beim Zusammenstoß von zwei Motorrädern sind am Sonntagnachmittag in der Nähe von Neumünster zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 64 Jahre alter Mann wollte mit seinem Motorrad auf der Bundesstraße 430 in Richtung Plön nach Bönebüttel abbiegen, als er mit einem nach Neumünster fahrenden Motorrad zusammenprallte, teilte die Polizei mit. Der 64-Jährige wurde bei dem Unfall ebenso getötet wie die Beifahrerin des zweiten Motorrads, das von einem 22 Jahre alten Mann gelenkt wurde."
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Der 22 Jährige war ihr Verlobter und ist am Dienstag darauf seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen.
Ich weiß einfach nicht, wie ich das Ganze verarbeiten soll. Wir gingen bis zu den lezten Sommerferien noch gemeinsam in eine Klasse. Haben viel zusammen gemacht, uns oft getroffen und miteinader für die Klausuren und die Abschlussprüfung gelernt.
Ich dachte eigentlich, ich komme nach ein-zwei oder vielleicht auch drei Wochen damit zurecht. Doch dem ist leider nicht so. Ich denke heute noch Tag für Tag an sie. Stelle immer wieder fest, wie sehr sie mir fehlt. Zu Lebzeiten hab ich schon über sie gesagt, dass ich vorher noch nie einen Menschen kennengelernt habe, der soviel Charakter und Herzensgüte hatte. Sie hatte unglaublich viel innere Schönheit - hat sogar Ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt und das regelmäßig. Sie war immer für alle da und hat einem stets ein Lächeln geschenkt...
Das schlimme ist nur, im Laufe der Zeit hat sich meinerseits mehr entwickelt als "nur" gute Freundschaft. Ich entschloss mich schließlich ihr das einfach zu sagen. Der Richtige Moment dafür war auch schnell gefunden. Der Abend unserer Abschlussfeier - ich wählte diesen Moment, da ich genau wusste, dass nun sowohl ich, als auch sie nun ins Berufsleben eintauchen werden und wir uns danach mangels Zeit nicht mehr so oft sehen können. Habe 300km entfernt einen Job gefunden, woraufhin sich der Kontakt leider stark minimierte. Wir telefonierten zwar häufig, das ist allerdings nicht das Selbe, wie sich wirklich zu sehen. Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe es ihr an diesem Abend unter vier Augen "gebeichtet". Die Resonanz war, dass es ihr genau so ging, wie mir. Mich traf erstmal der Schlag. Verständlich oder? Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe dann aus Respekt zu ihr und ihrer Beziehung allerdings direkt gesagt, dass ich ihr das nur mitteilen wollte - einfach aus Gründen der Fairniss und Ehrlichkeit - und AUF GAR KEINEN FALL ihre Beziehung zerstören wollte. Sie war schließlich schon gute fünf Jahre mit ein und dem selben Mann zusammen. Und dann auch noch verlobt. Erschwerend bin ich dann auch noch seit drei Jahren in einer "??glücklichen??" Beziehung. Letztlich haben wir uns darauf geeinigt weiterhin "nur" gute Freunde zu bleiben. Die folgenden Tage waren ein wenig Problematisch. Keiner wusste sorecht, wie er sich dem Anderen gegenüber verhalten soll. Im laufe der Zeit hat sich das dann allerdings ganz gut eingependelt. Gott sei Dank! Die Gefühle blieben allerdings - beiderseits...
Ich erinnere mich noch heute gerne daran, was wir alles gemacht haben.
Das eine Mal - mitten in der Woche, Sektfrühstück (2 Flaschen) und dann noch ein paar DvD´s dazu. Viel gelacht, nichts passiert. Zum Glück!?
Dabei hätten wir vom Typ her gar nicht wirklich zusammen gepasst.
Sie - die liebe Süße von nebenan. Unkompliziert. Nicht zickig. Patent. Reizend. Einfühlsam. Ruhig.
Ich dagen (ohne Selbstverherlichend wirken zu wollen) - Immer in Aktion (Energie für 3, und trotzdem kein ADS). Eher der "Arsch" der Nation. Die Axt im Walde. Und soweiter und sofort.
Zurück zum Eigentlichen.
Ihr Verlobter konnte mich nicht leiden, war Eifersüchtig. Zwar verständlich, allerdings habe ich mich, soweit ich denke, mehr als fair verhalten. Zumal er davon nichts wusste.
Sie meinte mal zu mir, dass ich mal mit ihm shoppen gehen solle, da ich, wie sie sagte, stilsicher, modern und ?-->redegewannt<--? bin (wieder ohne Selbstverherlichend wirken zu wollen). Er hätte es zwar gut vertragen können (ich möchte jetzt wirklich nicht schlecht über ihn Reden - soviel Respekt habe ich dann doch noch vor den Toten), wollte es aber nicht wirklich.
Ich glaube man merkt, ich hab sie wirklich gern gehabt....
Den Mittwoch bevor sie verstorben ist (nur zur Info, bin seit dem krank geschrieben, da ich operiert wurde und bin seit dem mal wieder in der Heimat) hatten wir Abends telefoniert. Sie überlegte, ob sie noch zu mir kommt oder nicht. Wollten vielleicht noch DvD´s gucken. Der letzte Satz, den ich dann noch von ihr gehört hatte: "Sei mir nicht böse, aber ich bin ziemlich kaputt von der Arbeit. Lass uns das mal auf nächste Woche verschieben. Du bist ja noch ne Weile krank geschrieben und wir haben ja schließlich noch genug Zeit." Ich nur noch:"Ok, kein Problem. Bis dann." Das war´s. Ende. Ich bin mir nicht ganz sicher. Aber ich glaube, wäre sie an diesem Abend zu mir gekommen und sie hätte bei mir übernachtet - dazu Kerzen, Sekt und Tralala, wäre, glaube ich, ?leider? mehr passiert.
Am Wochende schrieb ich zwischen durch mal ne SmS. Sendebericht hatte ich an. "In Arbeit." Die ganze Zeit. Ich machte mir zwar schon Sorgen, da sie sonst immer recht zügig geantwortet hatte, dachte mir allerdings noch nichts dabei.
Folgenden Montag erzählte mir meine Mutter von einem schweren Mororradunfall (s.o.). Ich dachte mir nur:"Übel." Dann ging mein Leben "normal" weiter. Bis schließlich der Dienstag kam, andem mich die Nachricht ereilte. Die Mutter von ihr, zu der ich später noch mehr sagen werde, hat über eine gemeinsame Freundin von uns dafür gesorgt, dass mir Bescheid gegeben wird. Ich war gerade unterwegs. Mein Handy klingelte. Es war die gemeinsame Freundin. Sie völlig aufgelöst und hat nur geweint. Was folgte könnt ihr euch denken. Der Tag war im "Arsch". Verwunderlich? Wohl kaum! Die gemeinsame Freundin legte mir abschließend noch Nahe, dass ich mich noch bei ihrer Mutter melden sollte.
Ich tat das dann natürlich auch. Sie erzählte mir Haarklein, was genau und wie es passiert ist. Wenigstens musste sie nicht leiden. Ein schwacher Trost.
Nun zu der Mutter. Ich kannte sie eigentlich gar nicht. Ein, vielleicht zweimal, ein kurzes "Tag!" und "Tschüss!" - das war´s. Ich kannte gar keinen aus ihrer Familie. Der Grund, bei ihr zu Hause war immer viel zu viel Action. Sie hatte dort kein eigens Zimmer. Ergo man war nie zu zweit und konnte sich in Ruhe unterhalten. Deswegen fanden sämtliche Treffen nur bei mir oder sonst wo statt. Außerdem liegt meine Wohnung wesentlich zentraler.
Ihre Mutter allerdings, wie ich im laufe der folgeden Tage feststellte, wusste sehr viel über mich, ebenso eine ihrer Schwestern. Nur warum!? War wohl oft Gesprächsthema. Das war mir allerdings gänzlich unbekannt. In ihrem Freundeskreis war ich wohl auch öfters das Thema, war mir ebenfalls nicht bekannt.
Der Tag der Beerdigung kam. Ich habe "Rotz und Wasser" geheult. Unsere alte Klasse hat noch Geld zusammen gesammelt und nett in eine Karte verpackt. Für die Mutter. Sie konnte es sicher gut gebrauchen, schließlich ist eine Beerdigung nicht gerade günstig.
Ich wurde dazu auserwählt die Karte zu überreichen und ein paar Worte zu sagen (keine Ahnung, warum ausgerechnet ich). Ich überreichte also die Karte und quälte ein paar, vielleicht tröstende, Worte herraus. Dann sagte mir die Mutter einiges. Z.B.:"Sie hat dich sehr lieb gehabt und ich weiß das ihr ein besonderes Verhältniss zueinader habt." Oh Gott tat das Weh. Diese Worte habe ich bis heute nicht verdaut. Mir kamen dann wieder die Tränen. Um mein Gesicht zu bewahren ging ich dann. Da trat ihre Schwester an mich herran. Keiner wusste zunächst was er sagen sollte. Mein Mitgefühl habe ich selbstverständlich beiden zum Ausdruck gebracht. - Hätte ich wohl nicht tun müssen, man hat´s mir wohl gut ansehen können. Wir starrten uns eine ganze Weile nur leer in die Augen. Ihr Familie tut mir so leid. Ich hielt es nicht mehr aus und musste erneut gehen. Ich denke mir wird wohl keiner böse sein.
Ein wenig fern ab des Grabes (sie wurden gemeinsam bestattet) stand ich nun eine Weile da, habe mich ersteinmal wieder gesammelt und gewartet das der ganze Pulk aus Trauernden und Schaulustigen (ja, sowas gibt´s leider Gottes auch auf dem Friedhof - RESPEKTLOS!) am Grab vorbei zieht. Alle waren,einigermaßen, weg. Ich ging erneut zum Grab. Stand nur da. Aufeinmal stand die Mutter erneut neben mir. Sie hatte mich nun doch erwischt. Ich heulte wie der letzte Schloßhund. Sie sagte wieder einige Dinge. Wieder soetwas wie vorher schon. Der nächste schmerzhafte Stich ins Herz. Sie rieb mir mir ihrer Hand über den Arm. Sollte wohl als tröstende Funktion fungieren. Geholfen hat´s nicht wirklich.
Mittlerweile habe ich mich dazu entschlossen, mich nocheinmal mit der Familie auseinander zu setzen. Zumindest mit der Mutter und ihrer einen Schwester. Ich denke ich bin das ihr Schuldig. Sie hätte es schließlich nicht anders getan. Ich weiß nun nur nicht, wie ich an die Familie herantreten soll. Wollen die das überhaupt? Was sage ich? Und wie lange soll ich noch warten, bis ich mit ihen spreche? Wo? Mit beiden gemeinsam oder lieber getrennt? Oder vielleicht doch besser gar nicht. Ich bin ratlos. Eigentlich bin ich mir nichtmal sicher, warum ich diesen Roman hier überhaupt poste!? Suche ich nur Mittleid? Trost? Aufbaunde Worte? Suche ich Hilfe? Will ich mir das einfach nur mal von der Seele schreiben? - Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.
Abschließend kann ich nur noch sagen, danke für euer Ohr, bzw. eure Augen und
Ruhe in Frieden, Engelchen.
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04. 10. 2006, 02:39
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#1
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Moderator
Registrierungsdatum: Jan 2003
Beiträge: 8.549
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Hallo,
erstmal mein herzliches Beileid.
Der Verlust eines Menschen der uns nahesteht ist immer schwer zu verarbeiten.
Ich will jetzt auch nicht viel dazu sagen. Ich denke, viele Antworten weißt du selber, wenn du in dich horchst.
Aber zumindestens bei einer Sache will ich dir Mut machen. Geh ruhig zu ihrer Familie. IdR tut es allen Betroffenen gut miteinander zu trauern/reden. Du warst ein Teil in ihrem Leben, hast sie ein Stück begleiten können. Diesen Teil kannst du die Eltern teilhaben lassen. Und so erfähst du auch vielleicht noch etwas mehr, wie sehr du an ihrem schon teilgenommen hast. Je länger du es hinauszögerst, umso schwieriger wird es den "passenden" Aufhänger für das Gespräch zu finden.
Die Fragen warum du...
Was du...
Die kannst du dir wirklich selbst beantworten. Auch wenn es dir jetzt nicht sofort aufgeht, der Moment kommt.
Ich wünsche dir und den Anderen, viel Kraft, bei der Bewältigung der Trauer.
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04. 10. 2006, 04:44
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#2
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gAbBeR
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Nov 2003
Beiträge: 275
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Ich danke schonmal für die netten Worte. Nur ich weiß leider überhaupt nicht, wie ich an die Familie heran treten soll. Zum Beispiel einfach anrufen und auf ´nen Kaffee einladen!? Etwas Plump und taktlos oder? Vielleicht erstmal nen Brief? Oder wäre das doch zu unpersönlich? Was würde ich denen überhaupt schreiben können/sollen!? Standartisierte Floskeln, wie toll doch alles war, will wohl auch keiner hören. Das wissen wir doch alle... Einfach an der Haustür klingeln? Könnte denen das überhaupt passen? Wollen die überhaupt mit mir reden!?
Ich bin mir im Moment echt über nichts im Klaren...
Zitat:
Die Fragen warum du...
Was du...
Die kannst du dir wirklich selbst beantworten. Auch wenn es dir jetzt nicht sofort aufgeht, der Moment kommt.
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Aber wann!?
Wie gesagt, nochmal danke.
Gruß,
rAzHeL
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04. 10. 2006, 12:57
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#3
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Endzeitgestresster
Registrierungsdatum: Oct 2005
Beiträge: 330
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
auch von mir mein herzliches beileid. auch ich musste vor kurzem erfahren, dass der tod zum leben dazu gehört - ich musste meine mutter beerdigen, sie war erst 56
du möchtest mit der familie kontakt aufnehmen, das finde ich toll. ich selbst war über jedes gepsräch dankbar. jeder mensch, der sich an meine mutter erinnerte, mir geschichten erzählte, mit mir litt war mir eine hilfe. es half mir, nicht nur an den tod zu denken, sondern an das leben davor.
ich denke, es ist auch nicht pietätlos wenn du nach erinnerungsstücken bittest. mich haben einige wenige gebeten und ich habe gerne mit offenen händen verteilt.
und, so hart es klingt, das eigene leben geht weiter.
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04. 10. 2006, 13:08
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#4
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 117
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
erstmal mein Beileid...
klar das du im moment völlig durch den wind bist und so ahrt es klingt, es wird auch noch verdamt lange dauern bis du wieder klaren fuß fassen kannst, sowas geht nicht, wie du anfangs dachtest nach 2-3 wochen. wenn du das bedürfniss ahst mit ihren eltern zu sprechen, dann tu das, es ist quastch denke ich zu denken das die eltern dich nicht sehen wollen oder so und slebst wenn doch, dann wird das nichts persönlcihes sein sondern weil die aufgrund der eigenen trauer im moment nicht in der lage sind mit anderen menschen zu sprechen. das beste ist (meiner meinung anch) einfach bei dehnen vorbei zu gehen und zu klingeln, über ein gesprächsthema musste dir denke ich keine gedanken machen, es wird von alleine kommen und wenn nicht, dann sitze halt da und trauerst, brauch trauer große worte? aber abgesehen davon denke ich nicht das dann nur geschwiegen wird. anscheinend kennen die eltern bzw. die mutetr dich ja besser als du dachtest. also einfach rein in die schuhe und losmaschieren!!!
wünsch dir alles gute!
pansen
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04. 10. 2006, 13:14
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#5
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Prof. Dr. rer. nat.
Registrierungsdatum: May 2003
Ort: P-Town
Beiträge: 453
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Vor einem Jahr und paar Monaten ist mein Freund und Mitbewohner durch einen "Unfall" gestorben, ich habe die Rede im Namen der Freunde gehalten. Den Kontakt zu seinen Eltern hatte ich schon ein paar Jahre, aber in den schweren Monaten nach seinem Tod haben wir uns besser kennengelernt. Ich muss sagen, dass ich die ersten Monate noch Kontakt zu ihnen hatte, aber ihn von mir selber ausgehend immer weiter eingeschränkt hatte. Vielleicht einfach nur darum, nicht mehr trauern müssen. Ein Schutzschild aufzubauen.
Auf jeden Fall habe ich zur Zeit gar keinen Kontakt mehr.
Meinen Freund habe ich aber immer noch in Kopf, an seinem Geburtstag oder Todestag natürlich mehr denn je, aber wenigstens plagen mich die schlimmen Träume nicht mehr.
Wenn du mit den Eltern nicht reden möchtest, dann finde ich es ok. Falls du nur wegen den Eltern den Kontakt verstärken möchtest, dann musst du dir im klaren sein, dass deine Verarbeitung des Tods ein wenig nach hinten rückt. Da muss jeder selber wissen, ob er das möchte oder nicht.
greez Rotin
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04. 10. 2006, 13:45
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#6
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fly like a beagle
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: unterm Dach
Beiträge: 1.758
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Ich denke, du solltest die Familie mal besuchen. Ruf vorher an und frag, ob du mal vorbeikommen kannst. Nimm Blumen mit, das ist immer gut.
Und dann redet einfach drauflos. Ihr werdet wahrscheinlich Erinnerungen teilen, über manche wahrscheinlich sogar gemeinsam lachen (ja, auch das geht, wenn man trauert) und wenn dir der Sinn danach steht, dann kannst du auch erzählen, dass du das Mädchen mehr als gern hattest. Wahrscheinlich wird die Mutter nicht überrascht sein.
Selbstverständlich darfst du um ein Erinnerungstück bitten, die Mutter wird dir sicher gern eins geben, weil sie sich darüber freut, dass auch andere Menschen ihre Tochter vermissen und in Erinnerung behalten möchten.
Es wird die Familie trösten und auch dich, wenn ihr zusammen sitzt und über deine tote Freundin redet.
Aber es wird dann nicht alles wieder gut, vielleicht noch nicht mal besser. Das braucht einfach Zeit, mindestens ein Jahr wirst du sicherlich traurig sein, die Eltern natürlich noch viel länger. Wobei die Trauer nicht ununterbrochen andauert sondern dich teilweise aus heiterem Himmel treffen wird. Es kann dir passieren, dass du auf der Strasse irgendwas siehst, was dich an sie erinnert, und du heulst los. Wehr dich nicht dagegen, heul einfach.
Ich stell mir Trauer immer vor wie ein Fass, in das eine bestimmte Menge Tränen geweint werden muss. Je voller das Fass wird, desto mehr läßt der Schmerz nach.
Und glaube nicht, dass es irgendwie einfacher wäre, wenn du mit ihr zusammen eine Nacht verbracht hättest. Vielleicht würde dich dann auch noch das schlechte Gewissen drücken.
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04. 10. 2006, 13:56
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#7
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jan 2006
Beiträge: 15
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Hallo!
Auch ich musste vor 2 1/2 Monaten meine Mutter (auch erst 53) zu Grabe tragen und kann Dir vielleicht etwas nachfühlen. Was ich Dir raten kann ist: Schäme Dich nicht zur Familie Deiner Freundin zu gehen und mit Ihnen zu sprechen. Ich denke es wird sowohl Dir, als auch den Anderen helfen über den Tod hinweg zu kommen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es schön ist zu merken, dass einige Menschen nicht nur aus Pflicht zu Beerdigung kommen, sondern dass sie alle ihre eigenen Erinnerungen an die Tote haben. Und das zu hören tut gut, und wird auch Dir helfen.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft,
W. A.
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04. 10. 2006, 16:55
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#8
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ﬞ
Registrierungsdatum: Dec 2004
Beiträge: 816
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Erstmal auch mein herzliches Beileid, schrecklich, sowas zu lesen.
Zitat:
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Zitat von rAzHeL
(...)
...der soviel Charakter und Herzensgüte hatte. Sie hatte unglaublich viel innere Schönheit - hat sogar Ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt und das regelmäßig. Sie war immer für alle da und hat einem stets ein Lächeln geschenkt...
(...)
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Wirklich traurig, es scheint meist solche Menschen zu treffen. Immer nur warmherzig, nett zu allem und jedem, usw. Wenn man zuerst nachdenkt, ist es nicht gerechtfertigt, und unfair. Aber - was wir nicht wissen -, vielleicht trifft es aus gutem Grund solche Menschen zuerst, weil es danach "gut" fuer sie weitergeht. Das wird aber jeder von uns erst "dann" herausfinden koennen.
Ich weiss es natuerlich auch nicht, und ich will in keinster Weise ihren Tod als "gut" heraufbeschwoeren, ich kann mir denken wieviele Personen darunter extrem leiden.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, es hilft dir auch wirklich nicht weiter, ich moechte nur einmal meinen Respekt derartigen Personen gegenueber aeussern, die ihr Leben "lang" nur Gutes taten. Und dafuer mit einem kurzen Leben bestraft, oder auch nicht, wer weiss, wurden.
Ich weiss auch nicht wieso ich das ganze wirre Zeug hier schreibe, nach deinem Text sind mir die Gedanken nurnoch wirr, und ich weiss nicht, inwiefern das was ich hier schreibe, "okay" ist.
Dir noch viel Glueck im weiteren Leben, ich hoffe du kommst bald darueber hinweg!
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04. 10. 2006, 18:32
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#9
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gAbBeR
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Nov 2003
Beiträge: 275
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Zitat:
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..., dass du das Mädchen mehr als gern hattest. Wahrscheinlich wird die Mutter nicht überrascht sein.
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Wieso denkst du, dass sie darüber nicht überrascht sein wird? Und sicher, dass das eine gute Idee ist? Sie war schließlich verlobt und ich weiß nicht in welcher Beziehung ihre Familie zu ihrem Verlobten stand/steht? Vielleicht lobten sie ihn ja immer in höchsten Tönen.
Zitat:
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Ich stell mir Trauer immer vor wie ein Fass, in das eine bestimmte Menge Tränen geweint werden muss. Je voller das Fass wird, desto mehr läßt der Schmerz nach.
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Die Aufbauensten Worte, dich ich bis dato je gehört habe. Danke.
Zitat:
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Und glaube nicht, dass es irgendwie einfacher wäre, wenn du mit ihr zusammen eine Nacht verbracht hättest. Vielleicht würde dich dann auch noch das schlechte Gewissen drücken.
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Das glaube ich auch. Ein schlechtes Gewissen habe ich ja jetzt schon.
Zitat:
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...aber wenigstens plagen mich die schlimmen Träume nicht mehr.
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Ich habe in letzter Zeit auch immer wieder schlechte Träume (ist wohl normal). Nur ist es immer der selbe, schreckliche Traum. Deuten kann ich ihn dazu noch auch nicht. Können Träume eine Bedeutung haben? Wenn ja, wie finde ich diese herraus?
Zitat:
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also einfach rein in die schuhe und losmaschieren!!!
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Das sagst du so leicht. Ich möchte ja mit ihen reden. Nur ich kann einfach keinen Anfang finden. Ich möchte einfach nicht taktlos erscheinen oder die Trauer der Familie noch verschlimmern, denn ich denke, ich vermisse sie zwar sehr, aber wahrscheinlich bei Weitem nicht so sehr, wie ihre Familie.
Und nochmal besten Danke an alle, die versuchen mir hier ein wenig zu helfen, Mut zu zu sprechen, etc. Danke.
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04. 10. 2006, 20:19
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#10
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 117
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
was ist für dich "den erste fuß fassen" da klingeln oder das erste wort sagen? hört sich vielelicht blöd an aber bau dir quasie so ne art Brücke. wenn du nicht das erste wort reden willst dann sag nichts befor ihre mum nichts sagt und wenn du nicht klingeln möchtest dann stell dich einfach in ein paar meter entfernung vor die tür, früher oder später wirste entdeckt und "eingeladen"
vielleicht hilft das
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04. 10. 2006, 20:31
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#11
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Dü Düm!
Registrierungsdatum: May 2005
Beiträge: 930
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Erstmal auch von mir mein Beileid.
Auch ich musste vor 6 Jahren erfahren, wie es ist, einen Menschen zu verlieren, der einem sehr nahe steht. Zu dem Zeitpunkt war ich 12.
Ich habe es jetzt nach den 6 Jahren wirklich gut verarbeitet. Ich habe kein Problem darüber zu Reden oder darüber Nachzudenken. Ich komme absolut damit klar. Wobei man so etwas natürlich nie ganz und zu 100% "verarbeiten" kann...
Ich akzeptiere es einfach. Was soll man auch anderes machen.
Bei mir ist das Fass voll.
Und auch ich kann dir nur empfehlen, sprich auf jeden Fall mir ihrer Familie.
Ich kann dir leider keine Tipps geben, wie du auf sie zugehen sollst, aber ich kann dir sagen, dass das dir das Reden über den Tod sehr helfen wird. Es wir helfen das Ganze zu verarbeiten und auch irgendwie zu verstehen.
Mir hat damals mein Vater sehr geholfen.
Und wie schon von anderen erwähnt, auch wenn es noch so zynisch klingt: Das Leben geht weiter.
Es ist nur wichtig das du deine Trauer verarbeitest. Bloß nicht alleine Zuhause rumhocken und nachdenken. Sprich mit Menschen! Sonst kommst du nie damit klar !
Hoffe ich konnte dir irgendwie helfen oder zumindestens Mut machen.
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04. 10. 2006, 20:46
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#12
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...gegen alle Flaggen!
Registrierungsdatum: Feb 2004
Beiträge: 1.586
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Was den Besuch bei der Familie angeht:
'ruf einfach an und sage ihnen , dass Du gerne vorbei kommen würdest. Ich glaube nicht, dass Sie nein sagen werden. (Wenn doch, könntest Du das einfach als Selbstschutz betrachten, hat dann sicher nichts mit Dir zu tun)
Wenn Du dort bist, verlasse Dich auf deine Intuition: Du wirst schon spüren, ob eher miteinander Schweigen angesagt ist oder ein Austausch - gleich welches Thema, auch das wird sich für Dich zeigen.
leise Grüsse...
kesrith
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04. 10. 2006, 21:00
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#13
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fly like a beagle
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: unterm Dach
Beiträge: 1.758
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Zitat:
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Zitat von rAzHeL
Wieso denkst du, dass sie darüber nicht überrascht sein wird? Und sicher, dass das eine gute Idee ist? Sie war schließlich verlobt und ich weiß nicht in welcher Beziehung ihre Familie zu ihrem Verlobten stand/steht? Vielleicht lobten sie ihn ja immer in höchsten Tönen.
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Ich weiß es natürlich nicht, aber da die Familie so viel von dir wußte, vermute ich dass deine tote Freundin viel über dich erzählt hat. Und Mütter merken mehr als einem manchmal lieb ist. Kann natürlich aber auch anders sein.
Du musst es ja auch nicht ansprechen, kannst es aber, wenn dir der Sinn danach ist. Selbst wenn sie mit einem anderen verlobt war ist es doch nicht schlimm, dass du auch in sie verliebt bist. Jedenfalls würde ich es als Mutter nicht schlimm finden.
Ich schreib hier übrigens extra nicht 'verliebt warst', weil meiner Erfahrung nach die Liebe nicht mit dem Tod der geliebten Person aufhört.
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05. 10. 2006, 07:19
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#14
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Gesperrt
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 1.217
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Es gibt nur einen einzigen Weg so ein traumatisches Ereignis zu verarbeiten - und das ist die Zeit vergehen zu lassen.
Mir ist vor 3 Jahren ein langjähriger Wegbegleiter verstorben dem ich sehr nahe gestanden bin - zwar nicht so unerwartet und schockierend wie in deinem Fall, aber es war deshalb für mich nicht weniger schlimm - und die Trauer hat bei mir fast ein Jahr gedauert.
Bewahre dir ein Andenken an deine Freundin und halte sie in Ehren, dabei können dir ihre Verwandten ganz bestimmt am Besten helfen - und du ihnen.
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05. 10. 2006, 07:34
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#15
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Master of Garnix
Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 3.581
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Laß sie einfach in deinem Herzen weiterleben, so richtig tot ist man erst wenn sich keiner mehr an einen erinnert.
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05. 10. 2006, 08:26
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#16
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~Der Alles besorgt~
Registrierungsdatum: Dec 2003
Ort: LA
Beiträge: 339
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
auch mein Beileid hast du..,
habe im Februar diesen Jahres auch eine sehr gute Freundin durch einen Autounfall verloren,bin selber nicht ganz darüber hinweg,aber mir hat es sehr geholfen mich damit auseinander zusetzen,mich damit ab zufinden!Trauer gehört nunmal dazu,und zeigt das Sie dir auch viel bedeutet hat!
Der Tod gehört zu Leben wie mein Vorredner schon erwehnt hat,Schicksalsschläge kommen sehr unerwartet und sind sehr berührend.
Vielleicht möchte Ich dir noch einen Tip geben:
Du könntest ihr zuliebe vielleicht eine Erinnerungs-Homepage machen,dies tat auch die Mutter meiner verstorbenen Freundin,mir persönlich hat dies sehr geholfen damit fertig zuwerden!
Zumal echte Freunde immer weiter Leben ,auch wenn es nur in unserem Herzen ist!
lg
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05. 10. 2006, 10:30
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#17
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Mit Glied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Ort: Zu Hause
Beiträge: 414
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Zitat:
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Zitat von rAzHeL
Nur ich weiß leider überhaupt nicht, wie ich an die Familie heran treten soll. Zum Beispiel einfach anrufen und auf ´nen Kaffee einladen!?
Aber wann!?
Wie gesagt, nochmal danke.
Gruß,
rAzHeL
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Einfach mal bei der Familie blicken lassen, völlig egal warum.
Das schlimmste, was du in dem fall machen kannst, ist einfach nichts zu machen.
zu Aber wann!? - Sofort
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05. 10. 2006, 11:57
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#18
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gAbBeR
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Nov 2003
Beiträge: 275
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Mhhh, der Mehrheit nach zu urteilen, sollte ich einfach vorbei schauen, ohne mich vorher zu melden. Ok, ich werd mal drüber nachdenken. Ich denke aber, dass ich eher vorher mal anrufen werde und nachfrage, wann es am besten passt. Ist es eigentlich besser, zu denen nach Hause zu gehen oder sollte ich lieber einen neutralen Ort, wie ein nettes Café (vielleicht eins, wo sie früher selbst gerne hingegangen ist?) wählen?
Zu der Erinnerungshomepage:
Eine ganz gute Idee. Könntest du mir vielleicht mal den Link der Homepage geben für deine verstorbene Freundin? Aber nur, wenn´s ok ist.
Und nochmal an alle, die ebenfalls einen Menschen verloren haben:
Ein besonderer Dank von mir an euch für eure Anteilnahme. Es tut gut aufbauende Worte von Menschen zu hören bzw. lesen, die ähnliches erlebt haben. Auch ich spreche mein Beileid aus.
Nach wie vor bin ich über jeden Tipp oder Satz, der einem Hilft dieses zu verarbeiten dankbar. Es tut gut sich einfach mal alles von der Seele schreiben zu können.
DANKE!
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05. 10. 2006, 22:08
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#19
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~Der Alles besorgt~
Registrierungsdatum: Dec 2003
Ort: LA
Beiträge: 339
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
aber sicher kann Ich das
www.CarolineStrelow.de
Ich wünsche Dir alles Gute
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06. 10. 2006, 16:41
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#20
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Krasses Arschloch
Registrierungsdatum: Feb 2005
Ort: Neo-Tokyo III
Beiträge: 995
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Ja, das ist wirklich scheisse. Mehr kann ich da irgendwie nicht zu sagen.
Könnte mir vorstellen, dass es besonders hart ist, da du das Gefühl hast, eine Chance mit ihr verpasst zu haben. Das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, aber (wie sagt man das, ohne oberlehrerhaft zu klingen) vielleicht bringt es dir etwas fürs spätere Leben: Nutze jede Chance - man weiss nie, wann es zu spät ist.
Du könntest auch mal überlegen in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Da kannst du über die Sache reden und zwar wahrscheinlich besser als übers Netz. Sowa gibts eigentlich in jeder Stadt.
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06. 10. 2006, 18:27
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#21
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 351
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Zitat:
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
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Besauf dich über alle Maße und danach.... ist ja auch egal!
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06. 10. 2006, 18:56
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#22
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Moderator
Registrierungsdatum: Jan 2003
Beiträge: 8.549
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Re: Ihren Tod verarbeiten - ABER WIE!?
Sorry, aber das ist einfach nur ein besc... Vorschlag, denn er ändert nichts. Er verschiebt das ganze nur leicht und ist einfach sinnlos.
@rAzHeL
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der Familie in Kontakt zu treten. Aber ich würde dir immer nur den direkten Weg empfehlen. Geh direkt hin. Schieb es nicht auf. (Hast du ja schon ein bisschen) Auch wenn du Angst hast, überwinde die. Trink vorher nicht !! (Alkohol) Nur Mut, es wird schon alles gut gehen, und du wirst eine neue wertvolle erfahrung machen.
Ich wünsche dir viel Erfolg | |