-
11. 10. 2006, 10:13 #1
Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Erstaunliche Töne aus dem Haus Disney: Co-Vorsitzende Anne Sweeney akzeptiert Piraterie als Konkurrenz, der man sich stellen müsse. Das "Publikum hat die Oberhand und es gibt kein Anzeichen dafür, dass es sie wieder hergibt." Stehen neue Strategien statt dem bisherigen, rein juristischem und technischen Kampf an?
Sweeney gab ihr Statement in einer Keynote ab, nachdem sie 15 Minuten nach der Erstausstrahlung einer Folge der Serie "Desperate Housewives" eine werbefreie, hochqualitative Version der Sendung aus einem Filesharingnetz betrachtet hatte. Sweeney:
"Mit der digitalen Revolution haben die Verbraucher einen Coup gelandet. Wir müssen nicht nur den Content machen, den sie wünschen, sondern auch jederzeit zur Verfügung stellen. Diese Machtverschiebung verändert das Denken über unsere Geschäftsmodelle
weiterlesen
-
11. 10. 2006, 10:31 #2deleted userGast
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
woohoo Realisten!

-
11. 10. 2006, 11:01 #3DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
1) Bin gespannt, wann sie (oder der Konzern) wieder das genaue Gegenteil behauptet?
2) Akzeptieren tun sie es nur, wenn Disney sich von Klagen wegen illegalen herunterladens ihrer Werke distanziert voher ...
3) ...halte ich das alles für leeres Geschwätz, nur um auf sich aufmerksam zu machen.
-
11. 10. 2006, 11:13 #4keule68Gast
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Tja, hatte Disney nicht die Einweg DVD eingeführt?
Die Rudern aber schnell in eine andere Richtung.
-
11. 10. 2006, 11:20 #5
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Ob es Zufall ist, das eine Frau bereit ist zuzugeben, dass das alte Geschäftsmodell überholt ist?
Auf jeden Fall erfreuliche Töne.
-
11. 10. 2006, 16:18 #6Mitglied
- Registriert seit
- Feb 2006
- Beiträge
- 26
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
sie hat es aus einem sharing netz betrachtet?? VERKLAGT SIE!
-
11. 10. 2006, 17:57 #7
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Wurde aber auch echt mal Zeit, dass wenigstens eine mal vernünftige Töne anschlägt.
Natürlich ist der illegale Markt harte Konkurrenz. Denn er bietet dieselbe (manchmal,da werbefrei,sogar bessere) Leistung - zu gar keinem Preis außer der eigenen Internetleitung (weitersharen).
Aber da will ich jetzt auch gerne Ergebnisse und (für den Verbrauche) rentable Lösungen sehen, sonst passiert so schnell nix. - Naja oder sie verknasten halb Deutschland.
-
11. 10. 2006, 19:44 #8
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Löbliches Statement. Nur, wen interessiert Disney schon?
-
11. 10. 2006, 19:50 #9deleted userGast
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Hallo? Fluch der Karibik ...
Zitat von Velvel
-
11. 10. 2006, 23:12 #10
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
WOW.....das finde ich respektabel. Endlich ein Mensch, der es gerafft hat!Sweeney:
"Mit der digitalen Revolution haben die Verbraucher einen Coup gelandet. Wir müssen nicht nur den Content machen, den sie wünschen, sondern auch jederzeit zur Verfügung stellen. Diese Machtverschiebung verändert das Denken über unsere Geschäftsmodelle
Wenn sie es jetzt noch schaffen würde die anderen zu überzeugen, wäre ich Platt!
-
12. 10. 2006, 13:22 #11Mitglied
- Registriert seit
- Aug 2001
- Beiträge
- 613
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Das interessante finde ich weniger, dass sie die Piraterie als Konkurrenz ansieht, sondern das anscheinend so langsam wieder die Einsicht einkehrt, das die Angebote sich für den Kunden/Konsumenten lohnen müssen. Viele Kopierschutzmaßnahmen, keinerlei vernünftige Angebote für Video On Demand und ähnliches haben ja die Kunden in die Arme der "Piraten" getrieben.
Wenn sie es jetzt schaffen vernünftige Modelle zu entwickeln, die auch realistische Preise haben und vernünftig nutzbar sind, wird das Problem der Raubkopiererei auch wieder deutlich geringer werden. Zwar wird es weiterhin Leute geben, die alles für umsonst und sofort haben wollen, aber ich denke, viele sind auch bereit einen realistischen Preis für ein vernünftiges, legales Angebot zu zahlen.
-
12. 10. 2006, 19:41 #12
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Da stimme ich dir 100%ig zu. Jeder dadurch neugewonnene Kunde, ist dann auch ein Erfolg!
Zitat von Lim_Dul
-
12. 10. 2006, 19:55 #13
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Paradigmenwechsel oder doch (nur) ein Einzelfall? Ich finde den Ansatz, den Kunden und seine Wünsche endlich ernst zu nehmen löblich und hoffe, dass sich dieses Denken auch bei den "Hardlinern" durchsetzt. Nur wer erkennt, dass der Kunde den Markt bestimmt, wird letztendlich an diesem bestehen.
-
13. 10. 2006, 21:37 #14
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Könnte ich mir teilweise auch sehr gut vorstellen.
Zitat von Lim_Dul
Es müsste halt ein wenig attraktiver gemacht werden.
Gruss,
Horst Fuchs
-
18. 10. 2006, 03:11 #15Mitglied
- Registriert seit
- Oct 2006
- Beiträge
- 3
Re: Disney akzeptiert die Konkurrenz durch Piraterie
Die 8%,...
Kennt das noch wer?
Albert Einstein meinte zur Zeit als dsa Nazideutschland gerade aufkam und immer totalitärer wurde wenn 8% der Bevölkerung *********** leisten würden die Gefängnisse nicht mehr ausreichen und der Staat wäre machtlos,....
Dies wird nun die logische Konsequenz auf im Internet sein. Bei der Anzahl an Usern ist es unmöglich auch nur anähernd einen bedeutenden Teil zu finden, verklagen bzw einzusperren. Ja nichtmal anti kopierschutz programme etc krieg man aus dem Netz. Im Ürinzip kann jeder auf seinem PC Inhalte hosten, bzw unendliche viele free Space möglichkeiten Nutzen, per mail versenden etc.
Das Netz hat damit eine Eigendynamik entwickelt die kein Staat oder Firma herr werden könnte. Nichtmal China kann das neue Web 2.0 und deren Blogs etc aufhalten. Egal wiviel Technik und sperren man einsetzt. Entweder man schaltet es ganz ab (was ja nicht geht weil ja zuviel Geld damit verbunden ist) oder akzeptiert das die Spielregeln sich geändert haben
Nun beginnen die Konzerne zu begreifen (bzw begriffen haben sie es schon lange sie haben nur trozdem versucht einen Kampf zu gewinnen der nicht zu gewinnen war,.. klar wer würde anders handeln wenns um die goldene kuh geht?) das sie nunmehr in Konkurenz zum Filesharingstehen und zwar im Wirtschaftlichen sinne und sie einfach besser werden müssen.
Allerdings jeder der dies nun als Sieg sehen will mahne ich langfristig zu denken.
Die Wahrscheinlichkeit das dieser Kampf seitens der Industrie gewonnen werden kann sind nicht sehr hoch. Entweder werden dumpingpreise verlangt oder man wird auch diesen Kampf verlieren. Flatrates etc wären da eine Lösung sowie die freie kopierbarkeit (und somit auch archivierbarkeit) der Inhalte
Ansonsten werden es wohl ein erheblicher Anteil der Nutzer kaum Akzeptieren was uns allerdings zum Kernproblem bringt. Im Momment verkraftet die Industrie den Ausfall durch Kopien noch. NOCH. Allerdings mit der Geschwindigkeit mit der sich megabreitband und neue anschlüssenebst sharingsclients durchsetzen müssen sie schnell handeln (was meint ihr warum die jetzt das alle so schnell ankündigen)
Wir stehen kurz vor einer schwelle. Mit dem WEb 2.0 (ma ich hasse den ausdruck was solls .-) wird auch das Filesharing eine neue Welle erleben und die wird die Industrie erheblich empfindlicher treffen als je zuvor.
Problem an der Sache ist nur. Wenn die Industrie kein Geld verdient wird entweder eine Menge Produktionen aufhören zu existieren oder sehr drastische maßnahmen notwendig sein.
Ich denke mittel und langfristig ist filesharing eine gute Sache um Druck auf die Industrie aufzubauen und zu halten jedoch kein Ersatz. Man sollte die Kuh nicht erschießen solange sie Milch gibt. Und bald wird die Kuh nicht mehr der Konsument sondern die Industrie sein. wenn sie zu sehr unter dem freien Download leidet hat das früher oder später konsequenzen,...
Im übrigen bin ich im momment noch auf seite der kopierer. Einfach weil die industrie durch globalisiertes marketing unglaubliche gewinne einstreift für die die künstler nur einen bruchteil erhalten. ausserdem sind deren produkte einfach überteuert.
Die preisstruktur einer cd entspricht der einer schallplatte (wenn man inflation etc mitrechnet) und auch das einkommen der künstler blieb in relation gleich jedoch veringerte sich die produktion durch dvd und cd und der globalisierung bzw marköffnungen der letzten 20 jahre enorm. die gewinne /cd stiegen in relation um mehrere 100 % und landete in den firmen. gleichzeitig wurden kunden mit kopierschutz genötigt und ihnen das gesetzliche recht aberkannt zum privaten gebrauch (auch cds halten ned ewig) kopien zu fertigen,.. eine vorgehensweise die kopieren wohl zur selbstverteidigung macht
jedoch die selbstverteidigung endet dort wo der angreifer (industrie) handlungsunfähig dahinröchelnd das eigene blut aufwischt und das ist immer mehr der fall,.. und da muss gesagt werden alles in grenzen
im übrigen ist der spieleindustrie bereits ein genialer antikopierschutz gelungen (was sich allerdings wiederum nachteilig für den kosumenten in form von bugs etc auswirkt) der trick war einfach onlinespiele mit rankings etc einzuführen bzw onlineserver nur durch partner zur verfügung zu stellen um ein öffnen der software ( und damit der clients bzw dessen kopierschutz) unmöglich zu machen
nachteil für die industrie, besagte games werden jahrelang gespielt und oft derart intensiv das ein neuer titel für viele spieler oft nur territär wichtig ist da ohnehin die zeit in der schlacht um die rangliste fehlt,.... :-)
-


Zitieren
mehr lesen...







Occupy Kiel: Massiver Sachschaden...
Heute, 20:15 in gulli:news