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gulli:News Redaktion
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 5.964
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Überwachungsgesellschaft: Wir leben mittendrin
Am 2. und 3. November findet in London die 28. internationale Konferenz der Datenschutzbeauftragten statt. Das Programm steht unter dem Motto "Überwachungsgesellschaft?", das Fragezeichen ist jedoch reiner Euphemismus. Wir befinden uns nicht auf dem Weg zur Überwachungsgewsellschaft, sondern sind bereits mittendrin.
Entsprechend wird der Ausrichtungsort London in der Einladung als passend betrachtet: in einem Land mit 4 Millionen Überwachungskameras, in einer Stadt, die ihre Bürger im Auto, zu Fuß und in der U-Bahn überwachen kann, ist der Kongress duchaus gut aufgehoben.
In den Arbeitspapieren zur Konferenz geben sich die Datenschützer desillusioniert. "Ein Bericht zur Überwachungsgesellschaft" ist zur Konferenz erschienen, der Mechanismen, Techniken und soziale Veränderungen in einer überwachten Gesellschaft beschreibt. Nicht als Ausblick darauf, was uns droht, sondern als Beschreibung der Gesellschaft, in der der wir leben
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31. 10. 2006, 16:59
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#1
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 14
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Paranoia
Viele behaupten, die Datenschützer wären Paranoid. Dem ist aber nicht so. Paranoia entsteht u.A. daraus, daß man sich selbst bei alltäglichen Dingen nicht mehr sicher sein kann, ob man nicht mit Konsequenzen rechnen muss, weil die Überwachung besteht. Ein Cartoon sagt mehr als 1000 Worte
http://www.geek-happens.com/p/DE/files/paranoid.html
MfG,
Ben
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31. 10. 2006, 23:26
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#2
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Dumm gelaufen?!
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 284
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Re: Überwachungsgesellschaft: Wir leben mittendrin
Wo bekommt man diese RFID-Störsender eigentlich her? Ich stell mir das lustig vor, wenn die im Laden mit einem RFID-Sender verwanzt sind^^
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01. 11. 2006, 01:52
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#3
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Retro-Nerd-Hippie
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 5.394
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Re: Überwachungsgesellschaft: Wir leben mittendrin
Das Zeugs kaputtmachen wäre eine Möglichkeit, fördert aber auch wieder die noch weitere Überwachung und entsprechende Reaktionen. RFID-Störsender? Dann wird halt überall noch ein RFID-Störsender-Ortungsgerät hingebaut. Und an Orten mit einer so flächendeckenden Überwachung wie London kann man sowieso nichts mehr abbauen, ohne dabei von fünf anderen Kameras aufgezeichnet zu werden. Man könnte höchstens vom Stadtrand aus anfangen, wo man noch keine Kamera im Rücken hat.
Aber auch so ein Vorgehen halte ich bislang noch immer für kontraproduktiv. Dann lieber versuchen, Einfluss auf die Gesetzgeber auszuüben. Ja, auf direktem Weg vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit.
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01. 11. 2006, 02:15
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#4
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RST/ACK
Registrierungsdatum: Jun 2003
Ort: im falschen screen
Beiträge: 2.898
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Re: Paranoia
Sie belauschen mich! Sie zeichnen mich!
Zitat:
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Dann lieber versuchen, Einfluss auf die Gesetzgeber auszuüben.
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Ach, MSX, erstmal musses beim Volk ankommen... so ganz allein gegen den Staat ists nicht wirklich auf Dauer, frustrierend auch ob der ganzen kopfschüttelnden "Du hast vielleicht Probleme" - Umwelt.
Zitat:
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Wo bekommt man diese RFID-Störsender eigentlich her?
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Sowas baut man selbst. 
( Mal ein wenig ernsthafter.)
Wär es nicht spannender, statt zu zerstören, das Signal einfach so zu verstärken, das auch Oma Maier in der Gemüseabteilung mitbekommt, dass da was funkt?
Also ich stell mir das auf jedenfall witziger vor, so ein lauter pulsierend-rauschender Saturnmarkt als irgendwelche kaputten Chips.
Man müsste eigentlich nur... *kabelkiste angugg* *in Gedanken verlier...* ....Ich sollt abschicken hier... *klick*
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01. 11. 2006, 06:28
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2006
Beiträge: 197
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Re: Überwachungsgesellschaft: Wir leben mittendrin
Wär vielleicht eine idee. Irgendwo in der öffentlichkeit ein Terminal hinstellen, dass die aktuell ausgelesenen RFID-Daten über einen anzeigt. Naja, das mit dem Terminal ist wieder etwas kostspielig, weil man auch da mit Sabotage rechnen muss. Aber ich glaube das hilft tatsächlich mehr, als die Teile einfach nur zu zerstören (kann man ja beides paralell machen ^^).
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01. 11. 2006, 13:03
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#6
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Pastafarian
Registrierungsdatum: Feb 2000
Beiträge: 698
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Re: Überwachungsgesellschaft: Wir leben mittendrin
tja, das unters Volk zu bringen ist gar nicht so leicht. Wurd in der Vorlesung schon angepisst weil ich den Prof drauf hingewiesen hab, dass die Matrikelnummer zur Anonymisierung da ist und nicht, um sie neben meinen Namen auf ein Blatt zu schreiben. Und dass man als paranoid bezeichnet wird ist standard, kotzt mich an aber man kann nichts dagegen tun. Außer Mitleid mit den armen unwissenden Seelen zu haben. Denn das verdienen sie sich, wenn sie mich paranoid nennen nur weil ich keine Rabattkarte und keinen RFID-Pass will...
nils
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02. 11. 2006, 12:23
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#7
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Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 20:21 Uhr.
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