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22. 11. 2006, 12:36 #1
Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
Der Amoklauf von Emsdetten entfacht wieder einmal die mittlerweile schon zur Gewohnheit verkommenen Diskussionen um sogenannte Killerspiele. Jedes Mal greifen Online- und Printmedien dieses Thema auf und können sich dabei auf prompt vorliegende Presseerklärungen diverser Politiker berufen. Zweifellos: wer Counterstrike und Konsorten spielt ist ein latent psychisch gestörter Amokläufer, der jeden Tag explodieren könnte heißt es im ungeteilten Presseecho.
Subversive Vorstöße in diese Richtung gibt es seit Jahren. Bereits 1999 - wenige Monate nach dem Schulmassaker von Littleton und dem Amoklauf eines 16-jährigen Lehrling in Bad Reichenhall fordert CSU-Ministerpräsident Edmund Stoiber ein Verbot "Killerspielen" in Bayern. Dabei lässt er auch keinen Zweifel an seiner Meinung, denn derartige Spiele "[sind] völlig unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen".
Erneut entflammt die Debatte nach dem Massaker von Erfurt, bei dem 16 Menschen sterben. Bereits damals wurde ein neues Jugendschutzgesetz verabschiedet und ein Antrag auf Indizierung ("Verbot") von Counterstrike gestellt, der allerdings abgewiesen wurde, da das Spiel zwar eine gewisse Jugendgefährdung in sich berge, diese aber für eine Indizierung nicht ausreiche.
Davon erneut unbeeindruckt zeigen sich Politiker um Niedersachsens Innenminister Uwe Schürmann (CDU) und Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU), die eine Bundesratsinitiative unterstützen wollen, die eben jene "Killerspiele" verbieten soll. Ziel dieser Initiative soll ein generelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot für eine nicht näher genannte Gruppe von Computerspielen sein. Beckstein findet hier gewohnt deutliche Worte
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27. 11. 2006, 12:29 #81Mitglied
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Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
Ich finde es einfach Scheisse das unsere Politiker immer die Schuld bei anderen suchen als bei sich selber. Sie sollten sich mal Fragen warum unsere Jugendliche so sind, sie sehen doch in Deutschland einfach keine Perspektive. Und dann noch der Unterricht der in Deutschen Schulen von Total überalternden Pädagogen auf Uralte weise geführt wird. Das ist einfach nur zum Lachen was in Deutschland alles abgeht.
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28. 11. 2006, 15:27 #82Mitglied
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Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
interessant wäre meines Erachtens auch, ob ein Verbot technisch durchsetzbar wäre. Bei Offline-Games ists natürlich kein Problem sich diese irgendwo zu saugen. Wie schauts aber bei Online-Games aus? Wäre es denn möglich (wie auch immer) dafür zu sorgen, dass z.B. die Gameserver aus Deutschland nicht mehr erreichbar sind?
Ich denke da z.B. auch daran als vor ein oder zwei Jahren CSS einfach über Steam zensiert wurde und besiegte Gegner nicht mehr zu Leichen wurden sondern sich einfach auf den Boden setzten. Dieser Blödsinn hatte sich ja damals, Gott sei Dank, recht schnell erledigt.
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28. 11. 2006, 20:20 #83
Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
Der Sexualverbrecher Mario Mederake hatte bereits ein ordentliches Vorstrafenregister. Hier gab es einen anderen Tatauslöser, sein abartiges Sexualverhalten, nicht Spiele oder ähnliches.
Zitat von Gravenreuth
Er hätte eigentlich immer noch hinter Gittern sitzen müssen, was dank der laschen Gesetzgebung verhindert wurde. Das was bei den Dresdnern gelaufen ist hätte nebenbei bemerkt niemals passieren dürfen.
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28. 11. 2006, 21:32 #84
Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
Was war zuerst da Killerspiele oder Killer?
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06. 12. 2006, 18:25 #85
Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
hehe das ist gut^^
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06. 12. 2006, 20:05 #86Mitglied
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Re: Killerspiele: Warum die Verbotsdebatte am Ziel vorbeiführt
Langsam kann ich über Beckstein nur noch lachen:
Verbot von „Killerspielen“ - Bayern will auch Spieler bestrafen (FAZ, 5.12.2006)
Ein besonderes Highlight:
Tja, lang ist ist es her, das Jurastudium und die Promotion zum Dr. iur.Für das gelegentliche Spielen seien dagegen „Jugendstrafen“ ausreichend.
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grtz
BuggerT


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