So, da es anscheinend kein Anderer macht, möchte ich mich mal an einem kleinen Review zu o.a. Konzert versuchen.
Nachdem
MUSE am Vorabend schon in Berlin gespielt hatten, traten sie am 16.11.2006 in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg auf.
Vor dem eigentlichen Konzert traten
The Noisettes als Vorband auf. Ich selbst würde ihre Musik irgendwo zwischen

und

einordnen, aber daß ist ja Geschmackssache. Das ich damit nicht allein war, zeigte sich aber auch an den eher verhaltenen Reaktionen des Publikums.
Es folgte eine sehr lange Pause (mindestens 50 Minuten) - etwas zu lange. Bezeichnenderweise begann die Masse erst jetzt, zu z.B. "Killing In The Name Of" warm zu werden. (Während der Pause liefen verschiedene Titel aus der Konserve.)
Dann ging es los. Und wie. Mit "Knights of Cydonia", einer Auskopplung aus ihrem aktuellen Album, startete nicht nur das Konzert, sondern auch die ausgefeilte Licht- und Video-Show. Den ganzen Abend über passten Musik und Show nahezu perfekt zueinander. Man mag vielleicht, zu Recht, behaupten, daß MUSE so ewas gar nicht nötig hätten. Andererseits förderten die Effekt die "Konzert-Stimmung" aber auch. Die Menge an Licht und Farbe, sowie der schnelle Bildwechsel dürften den Abend allerdings zum Horror für Epileptiker gemacht haben
Hier die Setlist des Abends:
- Knights Of Cydonia
- Hysteria
- Supermassive Black Hole
- New Born
- City Of Delusion
- Time Is Running Out
- Forced In
- Bliss
- Sunburn
- Soldier's Poem
- Invincible
- Map Of The Problematique
- Starlight
- Plug In Baby
-----[Zugabe]----- - Apocalpyse Please
- Hoodoo
- Stockholm Syndrome
- Take A Bow
Ihr Programm Bestand zu 2/3 aus Titeln der letzten beiden Alben und war insgesamt sehr gut durchmischt. Dabei scheuten sie sich auch nicht, die ausgelassene Menge durch ruhigere Titel ab und an wieder etwas runter zu holen. Obwohl Gesang und Musik meiner Meinung nach (sehr) gut waren, würde ich dem Ton nur etwa 7 von 10 Punkten geben. Dies dürfte vor allem auf die Räumlichkeiten (große Sporthalle) zurückzuführen sein. Allerdings hat diese auch den Vorteil, daß man sich bei Bedarf auf den Rängen hinsetzen kann und teilweise von dort auch einen sehr guten Blick auf die Bühne hat.
Ich hätte ja gern an dieser Stelle eine Reihe knackiger Photos eingebaut, um die Effekte der Show zu veranschaulichen, aber leider sind meine Bilder zu unscharf geworden. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch, daß bei "Bliss" riesige Luftballons ins Publikum geworfen wurden und einige Minuten über den Köpfen umherwanderten.
Die Halle war zu etwa 85% gefüllt, hinten müsste also noch Platz gewesen sein. Im vorderen Bereich wurde es ziemlich eng. Für mich unerwartet wurde zu vielen Titeln gepoged und vereinzelt ging es auch ruppig zu.
Leider war nach gut 1,5 Stunden der Spaß auch schon vorbei; ich denke bei den Kartenpreisen wäre eine weitere halbe Stunde noch drin gewesen.
Wo ich grade bei Preisen bin: das unvermeidliche Merchandising war ziemlich teuer, dafür waren die Getränke noch grade im Rahmen.
Fazit des Abends: trotz und auch wegen der Effekthascherei der Bühnenshow bleiben MUSE für mich eine der besten Live-Bands.