SAT-Schüssel-Besitzer können sich bei ish per Internet nicht anmelden!
Seit zwei Monaten ist nun ish-Internet+VoIP auch in meinem Ortsteil verfügbar, angeblich sogar bis zu 6 Mbit/s!
Anmeldung übers Internet bei
www.ish.de ist jedoch für Sat-Schüssel-Besitzer in dem Vorort nicht möglich! Internet-Server meldet, dass Internet+VoIP bei mir nicht möglich sei, und ich solle mal die Hotline anrufen.
Soweit ich das testen konnte, sind auch Dachantennen-Besitzer also DVB-T-Empfänger von der Internet-Anmeldung ausgeschlossen.
Warum? Weil Sat-Schüssel-Besitzer und DVB-T-Empfänger natürlich Kabelfernsehen abgemeldet hatten und der Anschluss gesperrt ist.
Ich glaube, dass man das als sehr merkwürdig bezeichnen darf, denn eine DSL-Verfügbarkeitsprüfung ist möglich, ohne dass man DSL anmelden muss, während man bei ish wohl der Meinung ist, das nur Leute, die
Kabelfernsehen angemeldet haben, ihre Verfügbarkeit überprüfen und
sich per Internet anmelden dürfen.
Ich rief also an und wurde nach 5 Minuten durchgestellt.
Ich teilte der Dame mit, das ich gerne Internet+VoIP anmelden würde und fragte sie, warum Sat-Schüssel-Besitzern dies über Internet nicht möglich sei.
Sie sagte mir (nach einigen Momenten der Verwirrung: "... sie sind sogar gesperrt..."), das mein Anschluss gesperrt sei, dass aber Internet möglich sei und dass sie nicht weiß, warum ich mich nicht per Internet anmelden kann (ish-corporate-identity? Internet-Server meldet "NEIN, Internet+VoIP
nicht möglich.", ish-Callcenter-Mitarbeiterin sagt "JA, Internet ist möglich."?)
Ein Techniker würde vorbeikommen, um zu entsperren, aber wann, das könne sie mir nicht sagen.
Nachdem ich ihr Name und Adresse mitteilte, wollte sie meine Bankkontodaten haben, worauf ich misstrauisch wurde, weil nichts geklärt war:
1. Sie hatte mir nicht mitgeteilt, welche Kosten auf mich zukommen.
2. Sie wusste nicht, ob 6 MBit bei mir möglich ist.
Sie behauptete, das Internet möglich sei, aber mit welcher Geschwindigkeit
sagte sie mir nicht.
Bei meinem Glück hätte ich dann wahrscheinlich laut
Paragraph 2.6, bGB_Internet-Telefon_ish,0.pdf, anstatt 6/0.5-Mbit/s irgendwann die Super-Lite-Variante 256/128-kbit/s bekommen.
3. Sie hatte mir nicht einmal ein Zeitfenster genannt, in dem ein Techniker
vorbeischauen würde.
Mit meinen Kontodaten hätte sie also einen Vertrag in der Tasche, während ich
(siehe Punkte 1 bis 3) überhaupt nichts in der Hand hatte.
Ich fragte sie, warum sie denn jetzt schon Bankkontodaten haben will, wenn noch nicht einmal ein Techniker hier war, der bestätigen kann, das 6 Megabit/s
oder Internet oder VoIP über meinen gesperrten ish-Kabelanschluss überhaupt möglich ist, antwortete sie, dass das so in den AGBs stehe, was ich aber nach Durchsicht der AGBs nicht bestätigen kann.
DSL-Anbieter verlangen auch Kontodaten sowie eine Einzugsermächtigung aber per Internet-Formular, und somit habe ich mit Hilfe eines Druckers schwarz auf weiß, was ich bestelle!
Ich habe das Gespräch daher sofort beendet, denn als Tiscali-DSL-14-Tage-Mitglied
(ist jetzt zwei Jahre her) weiß ich, dass eine Anmeldung problemlos möglich ist, und dass sofort die erste Rechnung kommt, dass es aber möglich ist, dass weder Zugangs-Passwort noch Zugangs-Software geschickt werden und auf emails nicht reagiert wird.
Allgemeine Warnung!
Ich warne jeden davor, Bankkontodaten telefonisch oder per Internet-Formular
rauszurücken, wenn nicht einmal die elementarsten Daten wie
- Gesamtkosten, monatliche Kosten,
- (Installationstermin- oder Zeitfenster, ist nicht so kritisch)
- Vertragsdauer,
- technische Daten der Flatrate wie z.B. Normal, Lite, Super-Lite, Super-Extra-Lite
schwarz auf weiß vorliegen!
Bonitätsprüfungen bei der Schufa und anderen Instituten kann man nur mit
Bestandsdaten also ohne Bankkontodaten durchführen!
Eine Tatsache, die jedem Mieter bzw. Mietwohnungsinteressenten bekannt sein dürfte.
Bestandsdaten sind eine Sache, wobei man sich hier schon genau überlegen sollte, wem man sein Geburtsdatum preisgibt.
Entgeltdaten sind eine viel sensiblere andere Sache und telefonisch gebe ich
diese nicht heraus, weil das gleichbedeutend mit einem Blankovertrag ist.
Nebenbei bemerkt: Bestimmte Wahrsager-Hellsichtigkeits-Bauchgefühl-Fernsehsender
wollen zuerst deine Bankkontodaten und leiten dich erst dann weiter!
AGBs sollte man sich vorher genauestens durchlesen, denn ein Anbieter räumt
sich z.B. das Recht ein, das gesamte Sufverhalten "anonymisiert" auszuwerten,
andere bieten xyz MBit/s an, liefern dann aber für den gleichen Preis nur eine
langsamere "Lite-Version", was durch die AGB rechtlich abgesichert ist und nur
dann gegen das BGB verstößt, wenn es sich um krasse Unterschiede handelt, usw.
Zusammenfassung
Wenn tatsächlich 6 Mbit/s und VoIP auch in in Randbezirken von Städten möglich ist, wäre ish gegenüber DSL-Anbietern viel attraktiver (35 Euro für 6 Mbit + 15 Euro Grundgebühr), aber wenn man von ish keinen schriftlichen Vertrag sondern nur mündliche (telefonische) Zusagen bekommt,
die bei Problemen nichts wert sind, kommt für mich kein Vertragsabschluss
für 12 Monate in Frage.
Skeptisch bin ich außerdem wegen Paragraph 2.6, denn mit dem wird der schwarze Peter einer potentiell schlechten Internet-Verbindung auf den Provider abgeschoben.
Habe ich selber mal vor ein paar Jahren bei GMX erlebt, die erst eine sehr gute Internet- Anbindung lieferten, die Downloadgeschwindigkeit dann aber zu wünschen übrig ließ und mich dann mindestens einmal pro Tag rausschmissen,
weil sie durch die vielen Neuanmeldungen (neuartiger Volumentarif)
überlastet worden sind.
Die Glasfaserverbindungen bewältigen sicher mehrere Millionen User,
der Flaschenhals liegt aber bei den Servern des Service-Provider (conecpta?) und es bleibt offen, wie diese mit einer potentiellen Neuanmeldungswelle fertig werden.