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theTC
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

@Provokateur:
Stell dir vor, ich wohne tatsächlich auf dem Lande. Und ich kenne das Problem, dass man immer erst weit bis zur nächsten Stadt muss.
Ich glaube nur, dass, gerade in einem großen Familienbetrieb (in welchem ich übrigens auch wohne, bei uns gibts 4 Kinder) letztendlich 10€ im Monat mehr an Sprit nicht der wirtschaftliche GAU sind. - Kommt bitte nicht mit, "frag mal deine Eltern", ich glaube, die haben mir diese Einstellung auch anerzogen.
Ich selber fahre nur Motorrad, oder halt die Autos meiner Eltern, und wenn da Tanken dran iss, dann is halt Tanken dran, und man findet das nicht goldig und ich bekomme halt von meiner Mutter, immer schon, 60€ in die Hand gedrückt, wenn das Auto getankt werden muss. Manchmal kostet es dann halt nur 56€ manchmal kostet es 2€ mehr, aber irgendwie find ich es sinnlos, mich darüber aufzuregen. Dann kaufe ich mir halt bei nem Spaziergang durch die Göttinger Innenstadt mal keinen Kaffee bei WorldCoffee und dann hab ich das wieder raus.

@Quotex
Das mit dem Fahrradfahren war nicht so gemeint, dass man jetzt seine Möbel von Ikea mit nem Gepäckträger nach Hause fährt. Ich mache es zum Beispiel so, dass ich die 10 Kilometer bis zu meiner Freundin häufig mitm Fahrrad statt mit dem Motorrad fahre. Das sind Strecken, die man nur aus Faulheit mit dem Auto fährt und das kann man sparen.

Das Argument, dass man es sich nicht leisten kann, umzuziehen ist nachvollziehbar und ich habe da in dem Moment tatsächlich nicht drann gedacht. Jedoch bin ich der Meinung, dass die meisten Leute, die diese Einstellung vertreten, dass Politiker generell selbstsüchtige Menschenfeinde sind, vielleicht gar nicht aus dem netten Sozialstaat, in dem sie leben, wegziehen wollen.

Ich habe vielleicht ein bischen überreagiert, weil ich diese Grundeinstellung überhaupt nicht nachvollziehen kann. Das ist BILD Zeitung und nicht mehr. Wer davon ausgeht, dass Politiker nur Schwachsinn veranstalten und überhaupt nur nach ihrem Eigensinn arbeiten, sollte sich Gedanken darüber machen, warum es Politologie als Studiengang gibt und was wohl aus den ganzen Politologen wird, wenn sie fertig studiert haben. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass ein einziger fehlgeleiteter Politiker auf eigene Faust die Möglichkeit und überhaupt Interesse daran hätte, dem Volk das Geld aus der Tasche zu ziehen, für seinen eigenen Vorteil.
Bei sowas platze ich immer, tut mir leid. Vielleicht habe ich den falschen Politikunterricht genossen, den ich übrigens wirklich genossen habe. Aber da haben wir dieses "die da oben, wir hier unten" mit "beschränktes, dichotonisches Bewustsein" oder "Stammtischmeinung" benannt.
Alt 05. 01. 2007, 11:52 theTC is offline Mit Zitat antworten #26
Feydab
jiao hua
 
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Ich selber fahre nur Motorrad, oder halt die Autos meiner Eltern, und wenn da Tanken dran iss, dann is halt Tanken dran, und man findet das nicht goldig und ich bekomme halt von meiner Mutter, immer schon, 60€ in die Hand gedrückt, wenn das Auto getankt werden muss. Manchmal kostet es dann halt nur 56€ manchmal kostet es 2€ mehr, aber irgendwie find ich es sinnlos, mich darüber aufzuregen. Dann kaufe ich mir halt bei nem Spaziergang durch die Göttinger Innenstadt mal keinen Kaffee bei WorldCoffee und dann hab ich das wieder raus.

Daraus schließe ich, dass du dem gut situierten Mittelstand entstammst. Deine eigenen Einkommenstverhältnisse kann ich natürlich nicht nachvollziehen, gehe jedoch davon aus, dass du keinen eigenen Hausstand bestreitest, da du schreibst, du würdest bei deinen Eltern auch wohnen.

Sei mir nicht böse, aber dann kannst du nicht mitreden. Erst wenn du diese Situation tatsächlich selber bestreiten solltest, wirst du wohl feststellen, wie viel 10 € Wert sind und ggf. auch eine Ahnung davon haben, wie es denjenigen geht, die schon letztes Jahr von der Hand in den Mund gelebt haben und nun mit noch weiter gestiegenen Lebenshaltungskosten zurecht kommen müssen.

Berufspendler, denen neben der gestrichenen Pendlerpauschale gestiegene Treibstoffkosten auflaufen, Geringverdiener, die garnicht die Möglichkeit haben mal eben in der Göttinger Innnenstadt einen Kaffee zu schlürfen und besser Aldi Bier in Plastikflaschen kaufen anstatt Abends mit der Freundin in die Kneipe zu gehen.
Alt 05. 01. 2007, 12:18 Feydab is offline Mit Zitat antworten #27
Basmaster
Auf zum Atem
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von Feydab 
Daraus schließe ich, dass du dem gut situierten Mittelstand entstammst. Deine eigenen Einkommenstverhältnisse kann ich natürlich nicht nachvollziehen, gehe jedoch davon aus, dass du keinen eigenen Hausstand bestreitest, da du schreibst, du würdest bei deinen Eltern auch wohnen.

Sei mir nicht böse, aber dann kannst du nicht mitreden. Erst wenn du diese Situation tatsächlich selber bestreiten solltest, wirst du wohl feststellen, wie viel 10 € Wert sind und ggf. auch eine Ahnung davon haben, wie es denjenigen geht, die schon letztes Jahr von der Hand in den Mund gelebt haben und nun mit noch weiter gestiegenen Lebenshaltungskosten zurecht kommen müssen.

Berufspendler, denen neben der gestrichenen Pendlerpauschale gestiegene Treibstoffkosten auflaufen, Geringverdiener, die garnicht die Möglichkeit haben mal eben in der Göttinger Innnenstadt einen Kaffee zu schlürfen und besser Aldi Bier in Plastikflaschen kaufen anstatt Abends mit der Freundin in die Kneipe zu gehen.

du hast 100 % recht
Man muß auch bedenken wenn man zb als Pendler pro Tag 100 km fahren muss da kommt man mit seinen 10€ mehr im monta schon nicht mehr hin
Alt 05. 01. 2007, 12:21 Basmaster is offline Mit Zitat antworten #28
theTC
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von Basmaster 
Wie seht ihr das mit dem neuem Jahr und den neuen Abgaben
Zitat:
Zitat von Feydab 
Sei mir nicht böse, aber dann kannst du nicht mitreden.
Entschuldigung, dann halt ich meine Klappe. Ich wusste nicht, dass die Frage nur denjenigen privilegierten galt, die die Steuererhöhung scheisse finden.

Aber gut, ich halt mich raus.
Nur vielleicht solltet ihr halt dann auch mal darüber nachdenken, dass die Politik halt nicht nur für einen Teil der Bevölkerung gemacht wird, sondern für alle gültig ist und es halt immer welche gibt, denen es besser geht und welchen, denen es schlechter geht, weil es halt einfach nicht anders zu regeln ist.

Es tut mir leid, wenn jemanden die Steuererhöhung hart trifft und es tut mir auch wirklich leid, wenn jemand in argen Problemen steckt, nur bin ich weiterhin der Meinung, dass man nicht den Anspruch haben kann, ein Sozialstaat finanziere sich von selbst. Dafür sind nunmal Steuern nötig.

Die Lösung, die ihr anstrebt, wäre dann wohl, man lässt den Staat einzig von den Reichen finanzieren. Wa meint ihr, wie schnell die dann weg sind? Die haben nämlich das Geld, wegzuziehen und dann löst sich natürlich auch das Problem mit dem Pendeln, weil nämlich nichts mehr da ist, wo man täglich hinpendeln kann.

Naja, ich halt mich dann jetzt raus, wenn ich nicht mitreden kann, nur weil ich nicht eurer Meinung bin.
Tut mir leid, wenn ich dein Weltbild gestört hab, dass jeder Hass auf die Politik hat.
Alt 05. 01. 2007, 12:50 theTC is offline Mit Zitat antworten #29
Feydab
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von theTC 
Entschuldigung, dann halt ich meine Klappe. Ich wusste nicht, dass die Frage nur denjenigen privilegierten galt, die die Steuererhöhung scheisse finden.
[...]
Die Lösung, die ihr anstrebt, wäre dann wohl, man lässt den Staat einzig von den Reichen finanzieren. Wa meint ihr, wie schnell die dann weg sind? Die haben nämlich das Geld, wegzuziehen und dann löst sich natürlich auch das Problem mit dem Pendeln, weil nämlich nichts mehr da ist, wo man täglich hinpendeln kann.

Ein recht kindisches Statement, statt dich mal den Argumenten zu widmen, die sich aus meinem Post ergeben, schmollst du lieber.

Grundsätzlich ist die MwSt eine allgemeine Steuer, deren Erhöhung jedoch verstärkt diejenigen trifft, die eh kaum etwas haben, und genau das ist auch der Kritikpunkt der Gegner.
Unser Staat basiert in der Tat daruf, dass diejenigen, die mehr haben stärker zur Beteiligung gebeten werden sollten und nicht im Sichelprinzip alle geschröpft werden. Die Abkehr davon ist schon seit geraumer Zeit zu beobachten, ebenso wie Kapital- und Steuerflucht der Priviligierten.

Statements wie das Deine sind die Auswüchse der Abkehr vom Sozialstaat und insofern bedanke ich mich sogar bei dir für den Beleg deiner Ignoranz gegenüber dem Sozialstaat.
Alt 05. 01. 2007, 13:02 Feydab is offline Mit Zitat antworten #30
toka Spender
Alles wird gut....
 
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Ich bin der Meinung, das unsere Damen/Herren Politiker erstmal sechs Monate in einer sozial Wohnung mit ALG II (345 € ) leben müssten bevor sie an die Macht kommen. Erst dann dürften sie über Steuererhöhungen nachdenken. Die Gesundheitsreform wäre vom Tisch, wenn es nur 2 Krankenkassen gäbe, nämlich Arbeiter und Beamten/Angestellte, so ist es in Luxemburg, wo ich arbeite.
Alt 05. 01. 2007, 13:22 toka is offline Mit Zitat antworten #31
cosmopolitan
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von theTC 
Die Lösung, die ihr anstrebt, wäre dann wohl, man lässt den Staat einzig von den Reichen finanzieren. Wa meint ihr, wie schnell die dann weg sind? Die haben nämlich das Geld, wegzuziehen und dann löst sich natürlich auch das Problem mit dem Pendeln, weil nämlich nichts mehr da ist, wo man täglich hinpendeln kann.

Was wäre daran so schlimm? Solange sie das Geld hierlassen, können sie von mir aus verschwinden.

Mann, Du tust ja gerade so, als sei "Reichtum" etwas Legitimes. Aber es ist doch wohl unstrittig, dass es keinerlei moralische Rechtfertigung von Einkommensunterschieden um den Faktor 100 oder gar 1000 gibt. Das gibt kein noch so krasses Leistungsprinzip her! Wer also ein paar Hunderttausend oder gar einige Millionen pro Jahr einsackt, bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit.

Ergo: wir haben kein Effektivitätsproblem, sondern ein Verteilungsproblem, welches man durchaus auch mit steurlichen Mitteln angehen könnte, wenn das denn gewollt wäre. Erstaunlich, dass man Dir das noch erklären muss. Wenn Du etwas in früheren threads stöbern würdest, wärest Du vllt etwas weniger ahnungslos.

so long, cosmo
Alt 05. 01. 2007, 13:32 cosmopolitan is offline Mit Zitat antworten #32
Provokateur
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

@theTC

Ich weiß nicht wie du auf 10 Euro kommst - wären es nur 10 Euro dann würde in der Tat wohl nicht soviel Aufhebens darum gemacht. Allerdings solltest du bei deiner Milchmädchenrechnung davon ausgehen das die ominösen 10 Euro in der Realität keine Relevanz haben. Mein Nachbar fährt täglich 100 Kilometer zur Arbeit, seine Frau 50. Da beide Schicht arbeiten kommen Öffentliche Verkehrsmittel nicht in Betracht.

Für ihn bedeuten höhere Spritpreise eine wirtschaftliche Bedrohung weil sein Lohn nicht mit den steigenden Unterhaltskosten automatisch skaliert. Die Mittel die er für den Lebensunterhalt aufwenden muss werden weniger infolgedessen muss er sparen falls er das noch irgendwie kann. Noch dazu wird er mit ständig steigenden Abgaben wie z.B. Krankenkassenbeiträgen konfrontiert.

Sozial bedeutet in der Tat das leistungsfähigere ein Mehr zum Gemeinwohl beitragen. Als Unternehmer ist mir die Spritpreiserhöhung relativ schnuppe - da ich die ohnehin absetzten kann. Ein Maurer kann das nicht ihn trifft es mit voller Härte.

Vor 10 Jahren konnte ein Alleinverdiener mit einem Nettolohn von ca. 1800 Euro seine Familie noch gut über die Runden bringen - und sogar noch etwas auf die Seite legen. Diese 1800 Euro sind heute jedoch nur noch ca. 1000 Euro wert!
Sicherlich sind Lebensmittel und Unterhaltungstechnik billiger als damals - die Preise für Sprit und Mieten + Nebenkosten sind indes wesentlich höher.
Alt 05. 01. 2007, 14:24 Provokateur is offline Mit Zitat antworten #33
wtfbbq
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

hab die mwst erhöhung bisher kaum bis garnicht bemerkt. beim rewe sind alle preise gleich geblieben. viele händler bleiben bei den preisen die sie vorher hatten. doch einige (auch zb rewe) haben ihre preise schon vorher erhoben. mein beispiel 1l coke = 94c oder so und seit gut 2-3monaten 1€.

naja zur zeiten locken großhändler von fachgeschäften mit sonderangeboten etc.. aber offiziell heisst es dass man diese rabatte bzw nicht erhöhung nicht halten kann und man auf jedenfall die erhöhung auf den kunden weiterleiten muss.


bin gespannt darauf wie sich die preise in den kommenden monaten ändern werden
Alt 06. 01. 2007, 05:19 wtfbbq is offline Mit Zitat antworten #34
Jardie Spender
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von wtfbbq 
bin gespannt darauf wie sich die preise in den kommenden monaten ändern werden

klammheimlich gibts wieder interne absprachen zwischen den ketten und plötzlich ist alles wieder 10% teurer.

hauptsachen billiger einkaufen, bauern und co in den ruin treiben und dann durch nen paar prozente mwst weitere 5% gewinn draufschlagen.
Alt 06. 01. 2007, 05:33 Jardie is offline Mit Zitat antworten #35
theTC
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Re: Das neue Jahr die neuen Steuern

Zitat:
Zitat von cosmopolitan 
Was wäre daran so schlimm? Solange sie das Geld hierlassen, können sie von mir aus verschwinden.

Mann, Du tust ja gerade so, als sei "Reichtum" etwas Legitimes. Aber es ist doch wohl unstrittig, dass es keinerlei moralische Rechtfertigung von Einkommensunterschieden um den Faktor 100 oder gar 1000 gibt. Das gibt kein noch so krasses Leistungsprinzip her! Wer also ein paar Hunderttausend oder gar einige Millionen pro Jahr einsackt, bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit.

Ergo: wir haben kein Effektivitätsproblem, sondern ein Verteilungsproblem, welches man durchaus auch mit steurlichen Mitteln angehen könnte, wenn das denn gewollt wäre. Erstaunlich, dass man Dir das noch erklären muss. Wenn Du etwas in früheren threads stöbern würdest, wärest Du vllt etwas weniger ahnungslos.

so long, cosmo
Und du tust gerade so, als ob du problemlos den Job eines jeden übernehmen könntest, der ein höheres Einkommen als du hat.
Wenn es so einfach ist, ein Topmanager zu sein, 'ne große Firma aufzuziehen und damit reich zu werden, wenn jeder, der Lust hat, seinen Betrieb gründen und nach 2 Jahren sechsstellige Beträge kassieren kann, warum ist es dann nicht so?

Gut, ich kann nachvollziehen, dass ein Vorstandschef nicht unbeding nen paar millionen verdienen muss, um sich über Wasser zu halten, aber das, was da bezahlt wird, beinhaltet ja auch eine Bezahlung für den Weg, den du hinter dir hast.

Noch verständlicher finde ich es bei denjenigen, die jene Firma, in der sie riesen Gehälter kassieren, selbst gegründet haben. Bill Gates, die Aldis, Steve Jobs,... Toll, das sind deiner Meinung nach nur Deppen und ihren Job könnte jeder übernehmen. Aber die haben ein Unternehmen gegründet, sich gegen die Konkurrenz durchsetzen können, weil sie gute Ideen und ne gute Strategie hatten, und sind dadurch reich geworden. Keiner verbietet dir, deinen Laden aufzumachen und mit einer tollen Idee reich zu werden. Es ist nur nicht ganz so einfach, wie man sich das auf den ersten Blick vorstellt. Und deshalb zahlt es sich dann auch aus, wenn mans geschafft hat.

Ich glaube, dass Reichtum das höchste Innovationsdruckmittel ist, das wir haben, weil eben neue Erfindungen von Menschen gemacht werden, die damit erfolgreich und wohlhabend werden wollen. Kaum jemand erfindet etwas, was sich nicht verkaufen lässt. Ist moralisch vielleicht verwerflich, aber dennoch harte realität.
Du gehst halt, wenn du was entwickelst, hohe Risiken ein, weil du pleite bist, wenn deine Erfindung floppt. Und das Risiko will nicht jeder eingehen und wird deshalb vielleicht lieber Beamter, der sein Geld sicher hat. - Überhaupt siehst du's doch am Beamtentum, dass eine komplett gesicherte, gleichmäßig bezahlte Stelle nicht unbedingt die Effektivität steigert.

Wenn die Reichen gehen, lassen sie ihr Geld nicht hier, sondern nehmen es mit, nach Taiwan, wo sie keine hohen Lohnnebenskosten bezahlen müssen.
In Deutschland sind wir drauf und drann, unsere Lohnstückkosten so zu steigern, dass es sich einfach nicht mehr amortisiert, hier zu produzieren. Wir sind zwar effektiv, aber wir kosten einfach zu viel. Auch wenn es dir nicht gefällt: Wenn du weitere Kosten auf die Reichen schiebst, dann machen die ihr Werk in Taiwan auf, wo sie nicht nur weniger Lohnnebenkosten, sondern auch keine Umweltauflagen zu finanzieren haben.

Ich weiß nicht, woher du deine Überzeugung nimst, dass du hier den Lehrmeister mimen kannst und die ungekürzte Weisheit aussprichst und dich dann auch noch aufregst, dass mir deine Weisheit nicht offensichtlich ist. Das liegt einfach daran, dass ich nicht deiner Meinung bin, dass ich durchaus davon überzeugt bin, es sei sinnvoll, dass Löhne unterschiedlich sind. Wieso sollte man in einer Firma versuchen, effektiv zu Arbeiten, wenn es nicht die Aussicht auf Beförderung gibt
Aus Spaß an der Perfektion wahrscheinlich: Wie viele würden das machen?

@Provokateur:
Auf die 10 Euro kam ich über etwa 2,50€ pro Tanken und jede Woche ein mal Tanken. So iss das bei uns etwa. Bei meinem Motorrad merk ich das auch kaum, weil ich da auch nicht so oft tanken muss. Ist natürlich ne Zahl, die nicht allgemeingültig ist, weil jeder unterschiedlich fährt, aber ich dachte, ich nehme als Beispiel eine, von der ich weiß, dass sie in der Realität, nämlich bei mir daheim, existiert.

Du kannst imo nicht die Wirtschaft von heute mit der von vor 10 Jahren vergleichen, weil in diesem Zeitraum das Maß der Globalisierung massiv zugenommen hat. Traurigerweise existiert nun Konkurrenz im Ausland und die Staaten können sich aussuchen, wo sie produzieren - Stichwort: "Steuerkonkurrenz der Staatenwelt". Überhaupt ein Stichwort, um das ich die ganze Zeit herumrede, wie mir scheint.
Es ist ne schwierige Situation, in der wir uns befinden, weil wir natürlich höhere Risiken haben, Jobs an internationale Konkurrenz zu verlieren, also das soziale Netz stärker belasten, und im gleichen Moment die Lage verschlimmern, wenn wir diese steigenden Kosten auf die Unternehmen abwälzen.
Deshalb bin ich beispielsweise eher der Meinung, dass man Lohnnebenkosten senken sollte, um den Standort Deutschland interessanter zu machen. Dadurch hast du zunächst natürlich eine massive Last, die du auf die Schultern der Arbeiter legst, und das ist auch tragisch, aber auf lange Sicht sorgst du durch eine steigende Anzahl von Arbeitsplätzen gleichsam für einen ansteigenden Wohlstand und entlastest das Soziale Netz dadurch, dass die Leute arbeiten gehen können.

- Ich betone noch mal, dass ich es nicht großartig finde, wenn Menschen durch die Steuererhöhung arm werden. Ich habe mich nur über die Art und Weise aufgeregt, wie argumentiert wurde, nämlich, dass dies alles aus reiner Boshaftigkeit der Politiker geschieht. Ich bin nur Schüler und ich habe wahrscheinlich einfach noch nicht so viel von der harten Welt abbekommen und bin noch ein bischen zu idealistisch mit den Lehren von der Politik verbunden, die ich halt in der Schule beigebracht bekomme. So wie ich das hier mitbekomme, scheint ja das ganze System nur schlecht zu sein und der Staat der größte Feind des gerechten Menschen. Und, wenn ich mal cosmopolitan glauben schenke, ist das die Lehre, die ich aus dem Forum hier dann zu ziehen habe... Ich finde das ein bischen traurig, weil ich mich bisher eigentlich in dem System ganz gut vertreten fühlte und vieles schon auch nachvollziehen kann. Und Nein!, meine Eltern verdienen nicht sechsstellige Gehälter im Jahr.
Ich kann auch kein Rezept für die heile Welt diktieren, aber ich bin eigentlich froh, dass es immer die Möglichkeit gibt, beruflich aufzusteigen, weil das der einzige Weg ist, auf welchem ich motiviert werden kann... Ich kann auch verstehen, wenn sich jemand verarscht fühlt, der finanzielle Probleme bekommt, aber ich finde es unverständlich, wenn derjenige das dann auf die Politiker schiebt, weil die letztendlich nur Werkzeuge der Bevölkerung sind, in der wir leben.
Alt 06. 01. 2007, 18:22 theTC is offline Mit Zitat antworten #36
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