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Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Politischer Konsum
Ich lese gerade das Buch Die Einkausrevolution von Tanja Busse und ich muss sagen: Es verändert micht.
Es geht darum welche Verbrechen wir mit jeder unserer kleinen Einkäufe mitbezahlen.
Du legst dein Geld an in ein Fond, du merkst durch viel Recherche das du damit eine Firma unterstützt die Minen für den Kongo herstellt; Du kaufst einen Baumwollpullover den ein fast nackter Afrikaner mit, hier streng verbotenen, Pestizidien von Bayer spritzt, er badet quasi darin und hat kein Wasser um sich später abzuduschen; Du kaufst die Billigmilch vom Lidl und machst damit die Milchpreise weiterkaputt so das ein Bauernhof nach dem anderen schließt und der Industrialisierung weicht; Deine schicken Sneaker wurden von übermüdeten Kindern genäht, ebenso der Fussball den du deinem Sohn zum Geburtstag kaufst; du kaufst Eier aus Freilandhaltung, aber kaufst indirekt aus Käfighaltung mit jedem Produkt das Ei enthält; Jedes Handy enthält Coltan, von dessen Umsatz Soldaten im Kongo ihre Waffen finanzieren; Du ...
Die Liste läßt sich auf alle erdenklichen Produkte übertragen und die Verantwortung es zu ändern liegt bei uns. Schock! Ja, die Politik ist so von wirtschaftlichem Lobbyismus zerfressen das wir, der meckernde "kleine Mann" das Ruder in die Hand gedrückt bekommen. Du findest Atomstrom scheiße und wartest das die Politik das regelt? Setz einfach ein Zeichen und wechsel zu Ökostrom (kostet unwesentlich mehr bspw. bei Lichtblick.
Prinzipiell ist es doch so das bei den allerallermeisten von uns die Grundbedürfnisse abgesichert sind, der Rest ist "eigentlich" unnötiger Luxuskram. Wie kann man so stagnieren das man sagt ich kauf mir lieber nen Schokoriegel mehr, als den 10 cent teureren Fairtrade-Kaffee zu kaufen. Die Kaffeebauern wollen alle einen fairen Vertrag, nur ist der Absatz zu gering.
Irgendwie stimmen die Relationen nicht, wir hecheln den Trends nach, konsumieren über unsere Grenzen hinaus, schleppen jedes Wochenende irgendwelche großformatigen Technikkartons nach Hause, kaufen Jeans für mehrere hundert Euro bei denen dann nur 5 Cent bei dem landen der sie mit knurrendem Magen zusammengenäht hat.
Ich habe mittlerweile für mich die Konsequenz gezogen, mich saisonal und regional zu ernähren, an Luxusartikeln zu sparen und das Geld lieber daraufhin anzuwenden die teuren Lebensmittel (Fairtrade, ect) zu kaufen und ebenso gewisse Firmen zu meiden. Allerdings schicke ich diesen zusätzlich auch regelmäßig Emails in dem ich Begründe warum ich nicht mehr bei ihnen einkaufe.
Es ist deprimiernd aber es ist so, wir haben allein durch unseren Konsum alle dazu beigetragen das Kinder, Frauen, Männer jeglichen Alters gelitten haben oder sogar gestorben sind.
Buchtips:
Die Einkausrevolution
No Logo
Shopping hilft die Welt verbessern
Das neue Schwarzbuch Markenfirmen
Fast nackt. Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben
Geändert von Zettel am Zeh (04. 01. 2007 um 22:04 Uhr).
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04. 01. 2007, 21:34
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#1
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 222
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Re: Politischer Konsum
Tja,auch wenns Brutal klingt,aber so ist die Welt und so wird sie auch bleiben.
Sie besteht nunmal aus denen die Gewinnen und denen die Verlieren.
Und über das warum und weshalb zu philosophieren ist absolut
müßig.
Denn es ist eine Tatsache,das die Weltkultur auf der Ausnutzung
und Ausbeutung schwächerer/ärmerer Kulturen seit bestehen der Menschheit
basiert.
Eine Abschaffung dieses "Unrechts" würde alles zusammenbrechen
lassen.
Oder was glaubst warum die Entwicklungshilfe nicht anschlägt bzw.
Gelder umgeleitet werden um Diktaturen zu schaffen,während der
Rest verhungert.
Denn wer kann mir denn wirklich garantieren das mein Geld die Hungernden
erreicht-niemand!
Ausserdem ist doch niemand wirklich dran interessiert von den Global Playern
dieser Welt das es z.b. noch mehr Schwarze gibt oder die Soziale Situation
dort besser wird.
Die holen doch ihren Gewinn aus dieser Uneinigkeit der Schwarzen die
meistens in der gegenseitigen Dezimierung derselbigen endet.
Man gibt ihnen Waffen statt Nahrung.
Alte Sache "Die Reichen leben von den Armen,und die Armen von der Arbeit".
Und dieses "Fair Trade" is nur ne Lüge,was Unternehmen benutzen um
Mitleidige Menschen wie Dich zu Verarschen.
Denn wenn Onkel Tuca in Costa Rica wirklich Fair bezahlt werden würde,
(Was er nicht wird)dann würde die Banane (die Frachtkosten per Schiff nich
zu vergessen) wahrscheinlich pro Stück 10 Euro Kosten-mit dem Effekt das
sie Niemand Kaufen würde.
Und Oköstrom Funktioniert garnicht ohne ein Anständiges AKW im Hintergrund
weil z.b. Strom aus Wind,Wasser oder Sonne nur produziert wird wenn diese
Dinge Permanent zur Verfügung stehen,was sie nicht tun,dank der Launischen
Natur.
Das ist Technisch erwiesen,hol dir mal Infos darüber.
Die Story war nämlich so,das der Bruder eines hohen Grünenpolitikers
(Ich nenn keine Namen) diese Firma besitzt,die die Windkrafträder baut.
Und als SPD/Grüne an die Macht kamen hat eben dieser Politiker dafür
gesorgt das sein Bruder mit nem Regierungsauftrag mal richtig Umsatz mit
den Teuren Windkrafträdern (1,3 Mill.pro Stück)macht.(Thema Atomaustieg
usw.)
Bald kam aber die große Ernüchterung,da die Alternativen Energien noch nich
mal genügend Saft dauerhaft lieferten,um ne Kleinstadt zu versorgen.
Allerdings wurde das Projekt trotz nicht Funktionierens weiter von
Steuergeldern subventioniert.
Und diese sogenannten Ökostrom Anbieter sind auch nur
Lügner,da "Ökostrom" bei denen folgendermaßen funktioniert:Da kommt die
Energie aus irgendnem Umspannwerk das den Saft aus irgendnem AKW aus
Tschechien bezieht-das nennt sich dann Ökostrom und is natürlich auch noch
Teurer,dafür wird aber Permanent geliefert was den Aktien und dem Image
gut tut.
So und nur So funtioniert diese Welt.
Hast du überhaupt schonmal überlegt wo Frau Busse bzw. ihr Verlag ihre
Bücher Drucken lässt und welches Papier verwendet wird?
Zumeist in Polen wo man das Papier noch mit Giften Bleichen darf
und der Arbeiter kaum Geld kriegt(Kein Witz!).
Also dann schreib mal wieder ne E-mail......
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04. 01. 2007, 23:50
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#2
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
Tja,auch wenns Brutal klingt,aber so ist die Welt und so wird sie auch bleiben.
Sie besteht nunmal aus denen die Gewinnen und denen die Verlieren.
Und über das warum und weshalb zu philosophieren ist absolut
müßig.
Denn es ist eine Tatsache,das die Weltkultur auf der Ausnutzung
und Ausbeutung schwächerer/ärmerer Kulturen seit bestehen der Menschheit
basiert.
Eine Abschaffung dieses "Unrechts" würde alles zusammenbrechen
lassen.
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Es wird für immer Armut geben, unser Wohlstand ist der Preis für das Elend der Welt. Soweit stimme ich dir zu. Das kann niemand ändern, aber man kann gewisse Strömungen stärken in dem man Interesse zeigt und eben halt hier und da ein wenig mehr zahlt.
Zitat:
Oder was glaubst warum die Entwicklungshilfe nicht anschlägt bzw.
Gelder umgeleitet werden um Diktaturen zu schaffen,während der
Rest verhungert.
Denn wer kann mir denn wirklich garantieren das mein Geld die Hungernden
erreicht-niemand!
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Ich glaube das die Entwicklungshilfe nicht anschlägt weil sie so investiert wird, das die eine Hälfte der Welt immer in Abhängigkeit der anderen bleiben muss um unsere Tretmühle am laufen zu halten. Aber ich glaube eben so daran das einen ganz geringen Prozentsatz an Menschen gibt die wirklich helfen wollen und dies auch tun (und sei es um sich an sich selbst aufzugeilen) und diese kann man auch guten Gewissens unterstützen (nach Recherchen). Mir ging es aber weniger um die einmalige, später abgesetze Spende, sondern die Veränderung im Alltag.
Zitat:
Ausserdem ist doch niemand wirklich dran interessiert von den Global Playern
dieser Welt das es z.b. noch mehr Schwarze gibt oder die Soziale Situation
dort besser wird.
Die holen doch ihren Gewinn aus dieser Uneinigkeit der Schwarzen die
meistens in der gegenseitigen Dezimierung derselbigen endet.
Man gibt ihnen Waffen statt Nahrung.
Alte Sache "Die Reichen leben von den Armen,und die Armen von der Arbeit".
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Habe ich nie behauptet. Was ich aber denke ist das die Verbrauchermacht den Markt in eine gewisse Richtung drängen kann. Wenn alle geiz is geil schreien, läßt man die chinesen halt schuften bis die Fabriken zusammenbrechen.
Zitat:
Und dieses "Fair Trade" is nur ne Lüge,was Unternehmen benutzen um
Mitleidige Menschen wie Dich zu Verarschen.
Denn wenn Onkel Tuca in Costa Rica wirklich Fair bezahlt werden würde,
(Was er nicht wird)dann würde die Banane (die Frachtkosten per Schiff nich
zu vergessen) wahrscheinlich pro Stück 10 Euro Kosten-mit dem Effekt das
sie Niemand Kaufen würde.
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Das ist eine einfach nur eine Behauptung mit der "herzlose Menschen" (Pendant zu mitleidig?) wie du ihr Gewissen beruhigen. Der Onkel muss nicht das bekommen was wir hier bekommen, ein paar Cent mehr von hier sind dort ein der entscheidende Unterschied (im Gesamten natürlich)
Zitat:
Und Oköstrom Funktioniert garnicht ohne ein Anständiges AKW im Hintergrund
weil z.b. Strom aus Wind,Wasser oder Sonne nur produziert wird wenn diese
Dinge Permanent zur Verfügung stehen,was sie nicht tun,dank der Launischen
Natur.
Das ist Technisch erwiesen,hol dir mal Infos darüber.
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Ich glaub hier fehlen dir ein paar Infos. Stichwort: Photovoltaik
Natürlich müsste die Verbreitung sich um ein vielfaches verfielfältigen, aber es wäre durchaus möglich. Und wenn ich Ökostrom kaufe, dann steigt der Marktanteil für erneuerbare Energien, mehr cashflow, angebot und nachfrage, ich brauch nicht weiter reden oder?
Zitat:
So und nur So funtioniert diese Welt.
Hast du überhaupt schonmal überlegt wo Frau Busse bzw. ihr Verlag ihre
Bücher Drucken lässt und welches Papier verwendet wird?
Zumeist in Polen wo man das Papier noch mit Giften Bleichen darf
und der Arbeiter kaum Geld kriegt(Kein Witz!).
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Ja, steht vorne im Einband: FSC Mix - FSC- zertifizierte EOS - Papiere aus St. Pölten. Printed in Germany.
Und hast du schonmal überlegt das du mit deinem gerade ach so hippen zynischen Weltbild
auf dem sichersten Weg läufst das alles schlimmer wird anstatt besser. Selbst wenn alles gar nichts bringt (was ich nicht glaube) ist es immer noch besser sich an den Grashalm zu klammern als einfach so zu ersaufen.
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05. 01. 2007, 00:31
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#3
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.951
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von Guppanui
Und Oköstrom Funktioniert garnicht ohne ein Anständiges AKW im Hintergrund
weil z.b. Strom aus Wind,Wasser oder Sonne nur produziert wird wenn diese
Dinge Permanent zur Verfügung stehen,was sie nicht tun,dank der Launischen
Natur.
Das ist Technisch erwiesen,hol dir mal Infos darüber.
Die Story war nämlich so,das der Bruder eines hohen Grünenpolitikers
(Ich nenn keine Namen) diese Firma besitzt,die die Windkrafträder baut.
Und als SPD/Grüne an die Macht kamen hat eben dieser Politiker dafür
gesorgt das sein Bruder mit nem Regierungsauftrag mal richtig Umsatz mit
den Teuren Windkrafträdern (1,3 Mill.pro Stück)macht.(Thema Atomaustieg
usw.)
Bald kam aber die große Ernüchterung,da die Alternativen Energien noch nich
mal genügend Saft dauerhaft lieferten,um ne Kleinstadt zu versorgen.
Allerdings wurde das Projekt trotz nicht Funktionierens weiter von
Steuergeldern subventioniert.
Und diese sogenannten Ökostrom Anbieter sind auch nur
Lügner,da "Ökostrom" bei denen folgendermaßen funktioniert: Da kommt die
Energie aus irgendnem Umspannwerk das den Saft aus irgendnem AKW aus
Tschechien bezieht-das nennt sich dann Ökostrom und is natürlich auch noch
Teurer,dafür wird aber Permanent geliefert was den Aktien und dem Image gut tut.
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Haarsträubende Theorie um nicht zu sagen Verschwörungstheorie.
Ohne jeden Link oder ohne Quellenangabe völlig wertlos.
Ich empfehle dringend, diesem Thema eine Struktur zu geben. Man kann in der Tat darüber diskutieren, wie sich unser Einkaufsverhalten weltwirtschaftlich auswirkt.
Wenn das aber dazu führt, daß hier abwegige und unbewiesene Theorien diskutiert werden sollen oder wenn es hier von Atomstrom über Fondinvestitionen und Spendengelder und weiß der Deibel was sonst noch in ein Sammelsurium münden soll, das keine Linie hat, dann ist hier schnell dicht.
Rebell
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05. 01. 2007, 02:24
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#4
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2006
Ort: Spätzleland
Beiträge: 1.522
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Re: Politischer Konsum
DAs Problem beim sogenannten Fair Trade handel ist doch, das die Bauern durch diesen Handel auch wieder abhängig von uns werden, d.h. sie stecken in einem Teufelskreis fest.
Das ist ja auch ein umstrittener Punkt in der Unterstüzung der 3.Welt.
Zu alternativen Energien:
-In einer Greenpeace-Zeitschrift war ein interessanter Artikel über sogenannten Ökostrom. Hier
- Hier und hier noch andere Quellen
-Persönliche Erfahrung habe ich damit gemacht, das wir mit unseren Physikkurs bei einer interessanten Vorlesung waren (find aber leider das Material nicht mehr dazu)
Es ging auch sehr viel um Fotovoltaik. Es kann längerfristig eingesetzt werden.
ABER!
Der Strom muss noch umgewandelt werden, bzw. auch zwischengespeichert werden. Ich glaub um die 75 % müssen gespeichert werden.
Und eine Fotovoltaikanlage auf dem DAch bringt nur bedingt was, da sie einfach den Leistungsgrad nicht erzielen kann. Kann auch alles phsyikalisch ausgerechnet werden. Bei Bedarf such ich mal die Unterlagen, aber wie gesagt ist schon 3 Jahre her und weiß nicht wo die sind.
MFG
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05. 01. 2007, 03:18
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 340
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von Guppanui
...so ist die Welt und so wird sie auch bleiben.
Sie besteht nunmal aus denen die Gewinnen und denen die Verlieren.
Und über das warum und weshalb zu philosophieren ist absolut
müßig. Denn es ist eine Tatsache,das die Weltkultur auf der Ausnutzung
und Ausbeutung schwächerer/ärmerer Kulturen seit bestehen der Menschheit
basiert.
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Unfug! Nicht die Welt ist so, sondern "nur" dieses Scheiß System, das auf dem Prinzip des größtmöglichen Eigennutzes aufbaut, was offenbar ganz gut mit einigen Eigenschaften der übergroßen Mehrheit der Menschen konform geht. Deshalb scheint es immer mal wieder so, als würde der Kapitalismus ganz gut funktionieren und ewig halten.
Zitat:
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Zitat von Guppanui
... Eine Abschaffung dieses "Unrechts" würde alles zusammenbrechen lassen.
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Das ist eine sehr gewagte und durch nichts belegte Behauptung. Kannst Du vielleicht in die Zukunft sehen? Warten wir's ab...
@Zettel am Zeh
Das von Dir angesprochene Dilemma, sagt doch weiter nichts aus als: je mehr man sich, auch in seinem Konsumverhalten, auf das bestehende Eigennutz-System einläßt, desto mehr Verantwortung für dessen negativen Folgen lädt man sich auch auf. Wenn man ganz für sich wirklich aus dieser Mühle ausbrechen will, muß man sich wohl oder übel dem ganzen System komplett verweigern, in dem Bewußtsein, daß man es damit selbst natürlich nicht mal ankratzt. Aber wer tut das schon und vor allem, wer kann sich das leisten?
so long, cosmo
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05. 01. 2007, 07:27
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#6
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von holler
DAs Problem beim sogenannten Fair Trade handel ist doch, das die Bauern durch diesen Handel auch wieder abhängig von uns werden, d.h. sie stecken in einem Teufelskreis fest.
Das ist ja auch ein umstrittener Punkt in der Unterstüzung der 3.Welt.
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Das ist aber eine Abhängigkeit die sie in ihrer Lage zu schätzen wissen. Abhängig bedeutet hier langfristige Lieferbeziehungen.
Zitat:
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Wenn das aber dazu führt, daß hier abwegige und unbewiesene Theorien diskutiert werden sollen oder wenn es hier von Atomstrom über Fondinvestitionen und Spendengelder und weiß der Deibel was sonst noch in ein Sammelsurium münden soll, das keine Linie hat, dann ist hier schnell dicht."]Wenn das aber dazu führt, daß hier abwegige und unbewiesene Theorien diskutiert werden sollen oder wenn es hier von Atomstrom über Fondinvestitionen und Spendengelder und weiß der Deibel was sonst noch in ein Sammelsurium münden soll, das keine Linie hat, dann ist hier schnell dicht.
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Das Thema interessiert eh kein Schwein 
Diese Entwicklung ist wohl meine Schuld aufgrund des Startpostings. Es ging einfach darum die Vielfalt der Bereiche aufzuzeigen. Aber ich gebe dir recht, das ein weiterer Verlauf in dieser Richtung bringt gar nichts.
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05. 01. 2007, 07:32
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#7
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von cosmopolitan
@Zettel am Zeh
Das von Dir angesprochene Dilemma, sagt doch weiter nichts aus als: je mehr man sich, auch in seinem Konsumverhalten, auf das bestehende Eigennutz-System einläßt, desto mehr Verantwortung für dessen negativen Folgen lädt man sich auch auf. Wenn man ganz für sich wirklich aus dieser Mühle ausbrechen will, muß man sich wohl oder übel dem ganzen System komplett verweigern, in dem Bewußtsein, daß man es damit selbst natürlich nicht mal ankratzt. Aber wer tut das schon und vor allem, wer kann sich das leisten?
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Wer redet denn da vom Absoluten? Wer will den gleich alles auf einmal in die Hand nehmen?
Das geht nicht und jeder muss schauen wie er es für sich und seinen finanzielle Möglichkeiten umsetzen kann und wo man sich in Verzicht üben kann.
Ich habe nicht gemeint das jeder sofort nur politisch korrekte Waren einkaufen sollte, sondern das erstmal ein Bewußtsein dafür da ist, und die breite Masse bspw. den fair gehandelten Kaffe kauft, auch wenn er 10 Cent teurer ist.
Die Industrie produziert billig, billger am billigsten, warum? Weil wir danach schreien! Ja, wir wollen Fleisch das fast nix kostet, damit wir uns die teuren Jeans leisten können. Das ist das Prinzip das wir den Konzernen mit unserem Kaufverhalten vermitteln und die greifen es natürlich dankbar auf. Werden faire Produkte mehr gekauft und sie sehen können das es keine Nische ist, sondern wir bereit sind den wahren Warenwert zu zahlen, wird sich auch etwas ändern.
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05. 01. 2007, 11:37
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#8
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Pragmatisch.
Registrierungsdatum: Jan 2006
Beiträge: 981
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Re: Politischer Konsum
@Guppanui
Dein Statement zum Ökostrom ist falsch, Erklärung: hier
Mit alternativen Energien ist es schwierig den Versorgungsauftrag zu erfüllen, weshalb du keinen EVU finden wirst, der darauf setzt. Das ist auch das einzige was daran stimmig ist.
Aber hier sind Ansätze auch durchaus spürbar.
Im übrigen würde mich der Name sehr interessieren, da es ja kaum kleine Unternehmen unter den Herstellern gibt...  Das ist doch alles Quatsch...
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05. 01. 2007, 12:02
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#9
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 340
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von Zettel am Zeh
Das ist das Prinzip das wir den Konzernen mit unserem Kaufverhalten vermitteln und die greifen es natürlich dankbar auf.
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Genau das ist der Trugschluss. Schließlich bestimmt das Sein das Bewußtsein. Solange also Produktion und Verteilung nicht hauptsächlich der Befriedigung der elementaren Bedürfnisse der Menschen, sondern der Realisierung von Gewinn dienen, solange einzig und allein das Geld der Maßstab aller Dinge ist, wird die Schwelle für ein umweltbewußtes oder faires Konsumverhalten so hoch liegen, dass sie nur von einigen Wenigen bewußt übersprungen wird. Der Effekt ist dann entsprechend gering...
Aber ich gebe Dir insofern recht, als dass es schon gut ist, auch in der breiten Öffentlichkeit wenigstens ein Feeling für das Problem zu wecken.
Zitat:
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Zitat von Bajoou
Mit alternativen Energien ist es schwierig den Versorgungsauftrag zu erfüllen, weshalb du keinen EVU finden wirst, der darauf setzt.
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Das vor allem deshalb, weil in alternative Energien viel zu wenig investiert wird. Wozu auch, solange sich mit Verstromung primärer oder nuklearer Energieträger genügend Knete machen läßt? Hier ist der Staat gefordert, regulativ einzugreifen und zwar derart, dass die Erlöse aus drastischer Zwangsbesteueruung umweltschädlicher Energierezeugung der Entwicklung und Etablierung neuer, regenerativer Quellen zugute kommen.
Das gilt beileibe nicht nur für die Elektrizitätswirtschaft. Der Luftverschmutzung z.B. kommt man kaum bei, wenn die Erlöse aus der immer höheren Mineralölsteuer nicht zur Kostendämpfung und Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs benutzt werden. Solange Sprit- und ÖPNV-Preise gelichermaßen ansteigen ändert sich nix...
so long, cosmo
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05. 01. 2007, 12:33
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#10
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von cosmopolitan
Genau das ist der Trugschluss. Schließlich bestimmt das Sein das Bewußtsein. Solange also Produktion und Verteilung nicht hauptsächlich der Befriedigung der elementaren Bedürfnisse der Menschen, sondern der Realisierung von Gewinn dienen, solange einzig und allein das Geld der Maßstab aller Dinge ist, wird die Schwelle für ein umweltbewußtes oder faires Konsumverhalten so hoch liegen, dass sie nur von einigen Wenigen bewußt übersprungen wird. Der Effekt ist dann entsprechend gering...
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Wenn aber für die Firmen spürbare finanzielle Einbußen entstehen aufgrund eines wachsenden politischen Bewußtseins? Dann ist die Motivation der Firmen doch gleich größer.
Siehe Supermarktbio oder aktuell auch Fair Trade im Supermarkt.
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05. 01. 2007, 13:15
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#11
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 340
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Re: Politischer Konsum
Naja, ich weiss nicht. Meiner Meinung nach funktioniert das nur, wenn umweltgerechte und/oder fair gehandelte Produkte beim Endverbraucher nicht teurer ankommen als all der andere Schrott. Das ginge zum Beispiel durch regulierendes Eingreifen des Staates, wie z.B. bei der jetzt durchgesetzten Zwangsbeimischung von Biokraftstoffen in den Sprit. Solange aber die neoliberale "Freiheit der Märkte" als goldenes Kalb angebetet wird, ist das nur schwer flächendeckend vorstellbar.
so long, cosmo
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05. 01. 2007, 13:22
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#12
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.951
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Re: Politischer Konsum
Man kann das Problem ganz anders lösen.
Alle Importprodukte, die unter schlechteren Arbeitsbedingungen und schlechteren Umweltbedingungen hergestellt werden, stellen eine Verletzung des fairen Wettbewerbs dar. Deshalb müssen sie zum Ausgleich mit Zöllen belegt werden.
Die Zoll-Einahmen können dann dazu verwendet werden, Kinderarbeit und sonstige unerträgliche Arbeitsbedingungen durch Entwicklungshilfe zu bekämpfen.
Aber leider kommt es in einer kapitalistisch gesteuerten Gesellschaft nicht dazu.
Rebell
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05. 01. 2007, 13:33
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#13
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 340
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Re: Politischer Konsum
Wieso ganz anders? So etwas ähnliches hab ich doch weiter oben schon vorgeschlagen...
so long, cosmo
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05. 01. 2007, 13:36
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#14
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Homosapien
Registrierungsdatum: Sep 2004
Ort: Planet Erde
Beiträge: 976
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Re: Politischer Konsum
National sind Kinderarbeiten in den EU - Ländern verboten, doch unsere Politiker unterstützen mit ihren Handelsgesetzen diese in anderen Ländern in denen es nicht verboten ist oder sich keiner drum schert.
Natürlich im Sinne des Wohlstandes
Einerseits haben z.B. die Hölländer für ihre Postzustellung mit Kindern ab 13 in DE geworben (ging vor ein paar Wochen noch durch die Medien), diese Kinder können sich dann ein Taschengeld verdienen.
Juhhhuuuu hehehe
EU Produkte sind oft nicht Konkurenzfähig und viele Geschäftszweige müssen daher schliessen, weil diese keine Kinder einsetzen dürfen (soll jetzt nicht heissen das ich dafür wäre), aber es ist erlaubt Produkte aus wer weiss wo zu kaufen die von Kindern hergestellt wurden.
Ja stimmt, die Nachfrage bestimmt das Angebot und jeder Käufer hätte es in der Hand ob er Kinderarbeit unterstützt oder nicht, aber dafür gibt es viel zu wenig Aufklärung und wer wenig Geld hat, der kauft halt das Billige aus Indien oder sonst wo, den Meisten ist noch nicht einmal bewusst dass sie damit direkt Kinderarbeit oder Sklavenarbeit unterstützen.
Na ja, ein Dilemma und der Wirtschaft ist es eh egal, die wollen nur den Profit und mit Kinder oder Sklavenarbeit verdient man halt den Höchsten.
Andrax
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05. 01. 2007, 13:39
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#15
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Anders?
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 1.161
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
Naja, ich weiss nicht. Meiner Meinung nach funktioniert das nur, wenn umweltgerechte und/oder fair gehandelte Produkte beim Endverbraucher nicht teurer ankommen als all der andere Schrott.
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Ich glaube mehr Transparenz und mehr Infos zu solchen Themen würden schon reichen. Beispiele dafür findet man ja auch an anderen Stellen: Erst gestern hab ich wieder Öko Gummibärchen ohne Gelatine gegessen. Teurer, ja, aber die schmecken auch echt dreimal so gut wie normale Gummibärchen, da will man die normalen garnimmer essen ^^. Und: 25% Fruchtanteil. Da gibt es Säfte die haben weniger.
Denn wie Rebell schon sagt, das was er vorschlägt wird es wohl vorerst nicht geben. Der dank dafür geht sicherlich vor allem an die WTO.
100% Erneuerbare Energie ist wohl möglich: http://www.zukunftsenergie.org/index.php?seite=100
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05. 01. 2007, 13:48
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#16
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.951
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von cosmopolitan
Wieso ganz anders? So etwas ähnliches hab ich doch weiter oben schon vorgeschlagen...
so long, cosmo
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Nunja,
ein bischen konkreter ist mein Vorschlag schon. Aber sicher hast Du recht, daß er nicht ganz anders ist.
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05. 01. 2007, 13:50
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#17
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Gesperrt
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 62
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von BurnerR
Ich glaube mehr Transparenz und mehr Infos zu solchen Themen würden schon reichen. Beispiele dafür findet man ja auch an anderen Stellen: Erst gestern hab ich wieder Öko Gummibärchen ohne Gelatine gegessen. Teurer, ja, aber die schmecken auch echt dreimal so gut wie normale Gummibärchen, da will man die normalen garnimmer essen ^^. Und: 25% Fruchtanteil. Da gibt es Säfte die haben weniger.
Denn wie Rebell schon sagt, das was er vorschlägt wird es wohl vorerst nicht geben. Der dank dafür geht sicherlich vor allem an die WTO.
100% Erneuerbare Energie ist wohl möglich: http://www.zukunftsenergie.org/index.php?seite=100
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Mehr Transparenz ist ein gutes Stichwort. Die ist hierzulande nämlich nada. Es steht zwar drauf wo etwas produziert wurde, aber es ist noch lange lange nicht gesagt das diese wirklich daher kommen. Es geht alles über so viele Umwege, so viele Dinge werden in Teilproduktionen aufgesplittet und rund um den Globus produziert, das wir beim Einkauf vieler Waren wirklich keine Chance mehr haben politisch einzukaufen. Der Bürger hat keine Chance sich Informationen dieser Art zu besorgen, gerade was chemische Zusätze oder Inhaltstoffe angeht. Wir tappen völlig im dunkeln und die einzige Möglichkeit die bleibt sind die sehr streng selbstkontrollierten Demeterwaren bspw.
In dem Buch Einkaufsrevolution wird hierzu ein gutes Beispiel angeführt:
Immer wieder werden bei Lebensmitteln starke Überschreitungen der Pestizidwerte festgestellt. Allerdings unterliegen die Kontrollstellen nach deutschem Recht einer Verschwiegenheitsklausel. Es ist so als würde jemand über den Jahrmarkt ziehen und feststellen 2 von 10 Karussels sind unsicher, aber er dürfte es niemandem sagen.
Als Lösungsansatz wird im Buch zumindest ein Name & Shame -System vorgeschlagen
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05. 01. 2007, 16:28
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#18
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Ogalulu
Registrierungsdatum: Dec 2005
Beiträge: 908
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Re: Politischer Konsum
Zitat:
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Zitat von Der Rebell
Alle Importprodukte, die unter schlechteren Arbeitsbedingungen und schlechteren Umweltbedingungen hergestellt werden, stellen eine Verletzung des fairen Wettbewerbs dar. Deshalb müssen sie zum Ausgleich mit Zöllen belegt werden.
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strafzölle finde ich problematisch. wenn das 3.-welt-unternehmen bei uns fast nichts mehr verkaufen kann (das ist ja der sinn eines zolles und damit der künstlichen preisanhebung) dann kann es die arbeits- und umweltbedingungen auch nicht verbessern. - ausserdem leuchtet mir nicht ein, warum unser staat oder die eu geld an einem produkt kassieren soll, dass bspw. in indien kinder hergestellt haben. weil strafzoll heisst ja: die produktion bleibt genehmigt, nur eine institution mehr hält auch noch die hand auf.
der bessere weg ist wohl sicherlich: information und transparenz. die unternehmen sollten ihre arbeits- und umweltstandards offen legen und diese werden dann regelmässig kontrolliert und die ergebnisse veröffentlicht. wer dann hier noch verkaufen will, wird sich früher oder später auf unser niveau zubewegen. die schaffung einer win-win-situation sehe ich erfolgversprechender als zölle. noch 10-15 jahre (fiktiv) und die formierung der welt in wirtschaftsblöcke ist komplettiert (ausser afrika vllt). dann artet jede strafzollaktion in einen kleinen handelskrieg aus. zu besichtigen an den wechselseitig verhängten strafzöllen, die sich die eu und die usa gegenseitig um die ohren gehauen haben. inklusive blockadehaltungen in der wto. muss nicht sein, oder?
das problem ist eher: wollen wir diese transparenz? wir kriegen ja noch nicht mal unsere unternehmen transparent (siehe letzter fleisch-skandal). ausserdem stecken hinter den unternehmen vieler tigerstaaten westliche unternehmen. das heisst: egal wie weit wir schauen, kehren müssen wir vor der eigenen tür.
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05. 01. 2007, 17:07
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#19
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2005
Beiträge: 505
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Re: Politischer Konsum
Kommt es nur mir so vor, oder möchte das Buch (bzw. der Einleitungstext) den Eindruck erwecken als wüsse all das der Käufer nicht? Als würde er gerade seine Macht entdecken
Das sind keine Skandale, dass ist weltbekannt. Das ist Kapitalismus. Es ist ein System wie eine Waage, in dessen Mitte der Mittelstand, an deren Spitze der Reichtum - und in deren Abgrund die Armut steht. Natürlich könnte man versuchen, den Abgrund anzuheben - auf Kosten der eigenen Position.
Geändert von caytchen (05. 01. 2007 um 18:49 Uhr).
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05. 01. 2007, 17:10
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#20
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 354
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Re: Politischer Konsum
@caytchen
Respekt , dass notier ich mir . Eine bessere Beschreibung von Kapitalismus und dem sozialen Konflikt des 20. Jhrhunderts hab ich noch nie gehört .
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05. 01. 2007, 17:14
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#21
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