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18. 01. 2007, 11:43 #1
Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
In den USA wird gefordert, dass sich Blogger zu politischen Themen mit mehr als 500 täglichen Lesern namentlich registrieren müssen. In Südkorea geht man das Problem von der anderen Richtung her an: wer auf Seiten mit mehr als 100.000 Besuchern pro Tag schreiben oder kommentieren will, muss sich namentlich identifizieren. Die geplanten Eingriffe in die Freiheitsrechte sind bemerkenswert, erstaunlicher ist, dass nach wie vor Gesetzesvorschläge eingebracht und ernsthaft diskutiert werden, die technisch unsinnig sind.
Einmal mehr über die Schiene "Lobbying" sollen in den USA kritische Blogger mundtot gemacht werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird augenblicklich diskutiert. Inhalt: politisch kritisches Bloggen soll mit Lobbyismus gleichgesetzt werden. Wer mehr als 500 tägliche Leser hat, gilt als Lobbyist und muss sich entsprechend namentlich registrieren, andernfalls sollen Haftstrafen drohen.
Von der anderen Richtung her geht man das Problem in Korea an. Webseiten mit mehr als 100.000 Besuchern
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18. 01. 2007, 12:33 #2
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Haben wir schon -> Impressumspflicht. Ist zwar keine Registierung aber kann leicht automatisiert abgegriffen werden.
MfG,
Ben
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18. 01. 2007, 12:41 #3
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Unsinn! Zumindest in allen demokratischen Ländern kann/soll doch jeder dazu stehen was er postet und sich nicht hinter Nicknamen und Forenbetreiber verstecken - wie z.B. bei HEISE. Ich poste doch auch mit meinem Realnamen!
Zitat von gulli:news
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18. 01. 2007, 12:51 #4
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Fragst du einmal wie man einen Kopierschjutz umgeht und dann wird am nächsten Tag dein PC durchleutet oder wie?
Ich finde es schon gut, dass man in Internet noch halbwegs anonym ist...
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18. 01. 2007, 12:52 #5
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
genau, wo kämmen wir dahin, wenn es nur anonyme kritik gibt und keiner dafür verhaftet werden kann.
außerdem bin ich dafür, daß das recht auf eine geheime wahl abgeschafft wird und jeder bürger bei seinem kreuzchen machen per kamera gefilmt und dabei live im netz für jeden einsichtlich übertragen wird.
in demokratischen ländern soll jeder dazu stehen, was er wählt.http://www.werdeweltretter.de/
Sir Peter Alexander Ustinov: Die letzte Stimme, die man hört, kurz bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der da sagt: "Das ist technisch unmöglich."
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18. 01. 2007, 12:54 #6
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
benfox: nur fuer die Seitenbetreiber. Grade in Korea gehts um jeden, der auf einer großen Seite kommentiert, in Foren postet usw.
Günter: anonym seine Meinung zu aeussern halte ich fuer ein Grundrecht. Fuers Netz kann ich da einiges aufzaehlen, wenn du das hoeren magst, und in Bezug aufs RL hatten wir erst letztens das da. Es ist btw. nicht alles Heisediskussion, was Realnamen im netz angeht.Greetz Korrupt
miss the signal, miss the signpost,
lose the access to it all
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18. 01. 2007, 13:00 #7
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
nun ja...vom eigentlich problem/situation mal hinwegzusehen, sehe ich kein problem damit in deutschland meine meinung zu sagen und kann mich demnach auch mit richtigem namen anmelden. mir persönlich gehen einige in den foren ganz schön auf den geist, weil sie meinen, sie wären anonym und könnten ihren geistigen ballast ständig und jedem mitteilen. nur mal so... vom grundsatz her, nämlich das ziel zu verfolgen, jeden und jede überall und immer überprüfen zu können, zeigt die angst und das fehlende vertrauen der herrschenden.
ps....was auch wieder zu relativieren wäre...hat korrupt ja recht, wenn ich mich an meine alten demotage zurückerinnere...aber die videos werden ja sofort gelöscht...und die welt ist eine scheibe
"Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit."benjamin franklin
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18. 01. 2007, 13:19 #8
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
und einige haben sich lächerlich gemacht, dass das iran einführt.. usa ist nicht besser..
wahrscheinlich kommt merkel bald auch mit so nem vorschlag.. die politik geht mir auf die eierIch habe keine Vorurteile - Ich hasse jeden
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18. 01. 2007, 13:25 #9Geschäftsführer
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- 322
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Zitat von Gravenreuth
Sehe ich nicht so!
Wenn ein Mc Donalds Mitarbeiter privat gerne bei Burger King isst weil er McDonalds scheiße findet dann muss er das Anonym posten können um Repressalien im Job zu vermeiden. Auch eine Richterin die als zum Beispiel nebenbei als prostituierte Arbeitet oder der Politiker der sich über seine Potenz sorgen macht sollen das mit gleichgesinnten Anonym besprechen können.
Eine (Zwangs) Entanonymisierung halte ich allenfalls dann für gerechtfertigt wenn es zu rechtsverstößen kommt. Dann sollte der Betreiber wenn er es nicht schafft dies auf anderen Wege zu unterbinden gezwungen werden Userdaten zu erheben damit die dan bei Rechtsverstößen (und nur dan) ausgewertet werden können.
Was aber auch den haken hat das dann zumindest den Seitenbetreiber Daten zugänglich sind die ihm nichts angehen...
Andererseits kann es auch nicht sein das das recht auf Anonymität alle andern rechte beschneidet die zum Schutze der Menschen da sind.
Das recht auf Anonymität ist wichtig im Zweifel und in Einzelfällen hat aber sicherlich das recht der Menschen sich vor Straftaten schützen zu wollen Vorrang. Die beiden dinge zu vereinen ist sicher nicht leicht.
Mal sehen was die Politiker hier für ne Lösung finden.
Es werden beide Seiten unzufrieden sein aber anders läst sich das nicht lösen
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18. 01. 2007, 13:56 #10
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Anonymität ist sehr wichtig! Erst dadurch kann man (eventuell) die Wahrheit sagen ohne Repressalien der Gegenseite zu befürchten.
Zum Beispiel checken manche Firmen bei Bewerben das Internet ab um zu sehen ob man weiteres von den Bewerbern erfahren kann. Wenn der Bewerber sich auf irgendeine Art und Weise im Netz geoutet hat, kann es das mit den neuen Job gewesen sein.Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
Georg Christoph Lichtenberg
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18. 01. 2007, 14:25 #11Mitglied
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- Jun 2000
- Beiträge
- 1.800
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Gravenreuth bei ihnen ist das was anderes, sie versuchen nunmal mit allen mitteln in der öffentlichkeit zu stehen, das nennt man Profilierungssucht

Aber vielleicht brauchen sie das auch als werbung damit sie noch ein paar Mandanten kriegen.
Und das dolzerchen anonym bleiben will ist klar, er fühlt sich eh schon wie der arme verfolgte. Versuch es doch einfach mal mit nem anständigen job.Dann brauchst du auch nicht bei Gravis schwester einen briefkasten aufzuhängen und abzutauchen.
Nichtsdestotrotz finde ich es zum kotzen mit realnamen überall aufzutauchen, wenn man nämlich aktiv in mehreren foren teilnimmt kann jemand der es drauf anlegt ganz schnell ne komplette lebensgeschichte plus vorlieben und interessen zusammensuchen. Das kann nicht gut sein..
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18. 01. 2007, 15:45 #12kwakbeGast
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
manche blogs sind ja so nochso, nochso oder so und so ...
und manch einer moechte nun wirklich nicht unbedingt...
also
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18. 01. 2007, 16:46 #13
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Wie man in DE 500 User, ganz ohne die verdachtsunabhängige Protokollierung der IP-Adresse, welche imo ja verboten ist, countern will, erschließt sich mir nicht.
La terre est couverte de gens qui ne méritent pas qu'on leur parle. - Voltaire
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"In unserer Toplist findest du die besten Links auf viele seriöse und lesenswerte Blogs und dem Microblogging-Dienst Twitter Platz"
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18. 01. 2007, 16:50 #14
Re: Realnamen im Netz: Der Trend geht zur Registrierungspflicht
Hmm, irgendwie ist da was dran. Allein schon die Namen, die sich einige als Pseudonym ausdenken: kwakbe, 1md, x11x14. Hört sich doch alles saublöd an, oder?
Auch Loddarnewyork, einfach bescheuert. Wer heißt so schon im RL? Ich fange deshalb mal an und werde mich hier und jetzt outen:
Mein wirklicher Name ist Erwin Lindemann. Ich bin 31, Tankwart und lasse im Herbst gern meinen Drachen steigen. Häufiger will meine Olle leider nicht mit vor die Tür. Ich höre keine Musik gern, esse Rundstück Warm ungern kalt und bin Linkshänder aus Leidenschaft.
Puh, ich hab's hinter mir. War gar nicht so schwer...
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