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Boardpsychopath
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 6.557
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Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Dieses Sticky behandelt das leidige Thema Abofallen. Abofallen sind Seiten, welche den Anschein erwecken kostenlos zu sein und Ahnungslose Opfer dann von den Betreibern zum Zahlen von mehreren Hundert Euro genötigt werden.
Für konstruktive Kritik bin ich immer offen. Verbesserungsvorschläge, zusätzliche Informationen etc kann man mir gerne via PM zukommen lassen oder hier im Thread posten. Regeln zum Posten in diesem Thread Das Sticky ist im Laufe der Zeit sehr angewachsen und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Natürlich freut es mich immer zu sehen, dass Leute sich erkundigen und auch einge bei der Verbesserung des Threads helfen.Aber ca. 90% der Posts sind Unnötig und reine "Copy-Paste"-Posts mit der Frage "Was soll ich tun?" Ich bin jetzt mal so dreist und stelle ein paar Regeln für die Hilfesuchenden auf. Sinn und Zweck dieser Regeln wird sein, die Ordnung und Übersichtlichkeit zu wahren. Regeln für Hilfesuchenden
Leider sind diese Regeln notwendig geworden, da die Forenmoderation mit dem Aufräumen nicht mehr hinterher kommt und die Übersicht einfach verloren geht, wenn immer wieder die selben, schon längst beantworteten Fragen auftauchen. Last Update(s)
Inhaltsverzeichnis Seite 1
Grundsätzliches Mich erreichen viele PM's und Emails mit richtig panischen Opfern. Ich kann euch beruhigen: Wenn ihr euch so verhaltet, wie hier im Thread beschrieben und von vielen helfenden Usern geraten wird, kann euch NICHTS passieren. Die Drohungen verursachen zugegeben Angst und Panik, aber lasst euch davon nicht einschüchtern. Bevor ihr eine Überweisung tätigt, atmet tief durch, beruhigt euch und lest diesen ersten Post im Sticky in aller Ruhe durch (nicht die 40 Seiten sondern lediglich den Post ganz oben auf Seite 1 (also diesen hier)). Was, wie, warum und wieso zu Tun ist, steht alles hier in diesem Sticky Liste bekannter Seiten
Spoiler:
Wer steckt dahinter? Es gibt hunderte solcher Seiten, aber nur wenige Personen/Unternehmen sind für diese verantwortlich. u.a sind bekannt:
Spoiler:
Die Inkassobüros Um den Druck für nichtsahnende Opfer zu erhöhen ist es mittlerweile Gang und Gebe, dass dubiose Inkassounternehmen versuchen die Forderungen der Abofallenbetreiber einzutreiben. Liste von bekannten Inkassobüros
Spoiler:
Die Anwälte Auch Anwälte haben schon längst erkannt, dass man mit Abofallen leichtes Geld verdienen kann und übernehmen mittlerweile die Mahnverfahren für die Abofallenbetreiber Liste von bekannten Anwälten (Nachname, Vorname)
Spoiler:
Die Tricks der Abzocker Um möglichst viele Opfer zu finden, nutzen die Seitenbetreiber einige Tricks.
Ich bin auf solch ein Angebot reingefallen muss ich zahlen? Kurz gesagt: NEIN. Diese Anbieter setzen auf die Angst der Betroffenen. Sie drohen mit Mahnung, Inkasso, Gerichtsvollzieher oder Gefängnisstrafen. Passieren wird allerdings nichts. Da diese "Verträge" auf etwas dubiosere Art geschlossen werden, hätten diese vor Gericht keinen Bestand. Link zum Pressebericht des Amtsgerichts München | Als Word Dokument | Quelle | Urteil des Amtsgerichts Hamm (Az. 17 C 62/08) Mein Fall ist ein Sonderfall Kurz: Nein ist er nicht. Viele glauben, dass Sie ein Sonderfall sind. Allein in diesem Jahr sind in den Verbraucherzentralen des Landes ca 62.000(!) Anfragen zu diesem Thema eingegangen. Quelle: heise.de. Letztendlich erhält jeder angemeldete User Zahlungsaufforderung mit Drohungen. Fast jeder erhält Schreiben der Inkassounternehmen und fast jeder erhält Schreiben der verbündeten Anwälte. Aber alle Schreiben sind wertlos und sollen lediglich Angst und Panik machen. Ich bin minderjährig, muss ich/ meine Eltern zahlen? Wenn man minderjährig ist, ist es die einfachste Methode. Sofern man unter 18 ist, ist man entweder überhaupt nicht oder nur teilweise geschäftsfähig. Die Betreiber versuchen dann mit solchen Tricks, wie dem §110 des BGB (der "Taschengeldparagraph") an das Geld zu kommen. Auch in diesem Fall nicht zahlen. (Quelle: Verbraucherrechtliches.de - Taschengeldparagraph) Fakt ist: Solange man unter 18 Jahre alt ist, darf man zwar Verträge abschließen, diese sind jedoch schwebend wirksam. Das bedeutet, dass die Verträge erst gültig werden, sofern die Eltern ihre Zustimmung erteilen, wenn sie dies nicht tun - und das ist in solchen Fällen ratsam - sind diese Verträge nichtig. Die Abofallenbetreiber verlangen einen Beweis für meine Minderjährigkeit Es wird empfohlen, sofern man Minderjährig ist, dies als Widerspruchsargument zu benutzen. Die Reaktion der Abzocker ist immer dieselbe. Die behaupten dieses Argument zählt nicht und man müsse beweisen, dass man minderjährig ist. FALSCH! Die müssen beweisen, dass ihr Minderjährig seid nicht umgekehrt. Sie müssten euch anzeigen, damit im Ermittlungsverfahren euer Alter recherchiert wird. Es ist aber bekannt, dass diese Abzockunternehmen keine Anzeige erstatten. Ich bin aber volljährig, was nun? Auch wenn man über 18 Jahre alt ist, ist die Antwort dieselbe wie in den vorherigen Absätzen auch. Nicht zahlen!. Mein Widerrufsrecht ist erloschen Auch setzen Betreiber auf extrem kurze Widerrufsfristen um einen Rücktritt zu verhindern. Manche Widerrufsfristen werden sogar auf 24h festgesetzt. Dies ist nicht zulässig. Das Widerrufsrecht beträgt mindestens 14 Tage nach Belehrung, auch wenn dort nur 1 Tag steht. Die Frist beginnt ab Zustellung der Email mit den Hinweis des Widerrufsrechtes. Aber auch alle diejenigen, bei denen selbst 14 Tage vergangen sind => Keine Panik. Auch in diesem Fall könnt ihr noch widersprechen. Der Grund ist einfach: Man muss ausdrücklich über sein Widerufsrecht belehrt werden und diese Belehrung geht über ein kleines Häckchen weit hinaus. Da man aber so gut wie nie, über seine Rechte aufgeklärt wird, verfällt quasi diese Frist von 14 Tagen. Ich habe mal eine treffende Textpassage aus einer Vorlage der Verbraucherzentrale Bayern (Links zu den Vorlagen auch unter "Alle Links auf einen Blick" Zitat:
Wie muss ich mich verhalten, um nicht zahlen zu müssen? Es wird oft empfohlen, es einfach zu ignorieren. Dies sollte man zuerst nicht tun. Die optimale Vorgehensweise ist, nach der ersten Zahlungsaufforderung einen schriftlichen Widerspruch (als Einschreiben am besten mit Rückschein versenden) zu schicken. Die Kosten des Einschreibens sind bei der Deutschen Post nachzulesen. Falls ihr euch mit falschen Daten angemeldet habt, reicht vorerst auch ein Widerspruch via Email. So braucht ihr im nachhinein eure richtige Adresse auch nicht offenbaren. Als Begründung kann man u.a verwenden:
Oder auch dieses Schreiben der Verbraucherzentrale als Vorlage nutzen. Mittlerweile bietet auch die Verbraucherzentrale München drei Vorlagen im PDF Format an. Link zu den Vorlagen Zudem wird empfohlen einen Screenshot der Abofalle zu machen und am besten die ganze Seite lokal speichern. Dies kann man mit den Browser über "Datei->Speichern unter" machen. Dies hat den den Vorteil, dass ihr dann immer beweisen könnt, wie die Seite zu der Zeit eures Falls ausgesehen hat. Abofallenbetreiber passen ab und an ihr Design an, damit sie wieder von in einer gesetzlichen Grauzone agieren können. Warum muss ich nicht zahlen? Es häufen sich in letzter Zeit die Fragen, ob man jetzt wegen dieser oder jener Aktion jetzt doch zahlen muss. Man kann es nicht oft genug sagen: Ihr müsst und sollt nicht zahlen. Mittlerweile scheinen auch einige Betreiber hier auf den Thread gestoßen zu sein und reagieren anscheinend mit neuen, fadenscheinigen Argumenten. Trotzdem nicht zahlen! (Schaut euch den Punkt "Wie muss ich mich verhalten, um nicht zahlen zu müssen?" an. Dort werden die Gründe aufgelistet wieso ihr nicht zahlen müsst) Mal abgesehen davon versuchen diese Anbieter mittlerweile alle hier genannten Begründungen mit fadenscheinigen Argumenten zu entkräften. Egal was Sie sagen, dass es trotzdem Betrug ist oder es nicht zählt, dass ihr minderjährig seid. Dies ist alles Quatsch. Zur Sicherheit geht auf die im Thread genannten Links, dort könnt ihr aus zuverlässiger Quelle euch von der Richtigkeit, der hier zusammengefassten Informationen, überzeugen. Wem glaubt ihr wohl mehr? Mir mit der Behauptung PI ist auf die Kommastelle genau 4,25 oder Einem studierten Mathematiker der euch sagt PI ist ungefähr und gerundet 3,14 Ich habe aber (ausversehen) die Nutzung bestätigt Diese Angebote fordern in der Regel eine Emailadresse. Mit dem Klicken eines Links bzw. mit dem Einloggen mit den Benutzerdaten, werden den zahlreichen Opfern die Bestätigung und Anerkennung des Dienstes und deren AGB vorgeworfen. Aber auch melden sich viele bei diesen dubiosen Dienstleistern an, erkennen ihren Fehler und kündigen oder geraten in Panik und schicken statt eines Widerrufs eine Kündigung. Wie schon oben beschrieben, wird dieses fadenscheinige Argument der angeblichen Bestätigung dazu verwendet, um viele Geschädigte zum Zahlen zu nötigen. Macht aber nichts. Auch wenn ihr euch wissentlich da angemeldet habt, besteht kein einziger Grund zu zahlen. 1. Bedeutet eine Bestätigung nicht automatisch, dass man die versteckten Kosten gefunden hat. 2. greift noch der Aspekt "Sittenwidrigkeit wegen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung". 3. wird man nicht ausreichend über seine Rechte und auch über die Kosten aufgeklärt. Von daher keine Panik, wenn ihr eine Kündigung geschrieben habt. 4. Man kann die Zahlungsaufforderung wegen Irrtums anfechten (BGB §119) Die Meinung von Verbraucherschutzjurist Ronny Jahn Zitat:
Egal mit welchen Drohungen, solche Betrüger kommen, gilt wie immer: NICHT zahlen. Ich habe mich mit falschen Daten angemeldet, ist dies Betrug? Nein, es ist kein Betrug. Betrug setzt einen Vorsatz der Bereicherung auf Kosten anderer voraus. Und jemand, welcher glaubt das Angebot sei kostenlos, handelt nicht in dieser Absicht. Siehe dazu auch den Punkt: "Die Abofallenbetreiber drohen mir..." mit dem Unterpunkt "... mit einer Anzeige wegen Betruges, weil ich ich mich falschen Datenangemeldet habe bzw. die Leistung in Anspruch genommen habe und nicht zahlen will". Es ist übrigens egal welche Daten nicht der Wahrheit entsprechend. Egal ob der Name, Adresse, Alter oder alles, es ist NIEMALS Betrug. Bin ich über IP/Email rückverfolgbar? Theoretisch ja, praktisch allerdings nicht. Eine Identifierzung anhand der IP oder Emailadresse ist zwar möglich, aber auf grund der Datenschutzgesetze in Deutschland dürfen weder Provider wie T-Online oder Arcor, noch Mailanbieter wie GMX einfach an Privatunternehmen Identitäten rausgeben. Weiteres beim Punkt "Die Abofallenbetreiber drohen mir..." mit dem Unterpunkt "..., dass Sie mich anhand meiner IP-Adresse identifizieren können" Sollte ich einen Anwalt das Schreiben übernehmen lassen? Die Frage stellen sich einige. Sollte ein eigener Anwalt, das ganze übernehmen? Anwälte können im Grunde nicht mehr machen, als Ihr selbst. Diese können nur auch nur die bestehenden "Nichtzahlgründe" aufführen und mit den jeweiligen Paragraphen stützen. Aber einen Vorteil bringt es nicht. Anwälte kosten Geld und das kann man sich sparen, nur weil man einen Widerspruch selbst schreibt, verliert er nicht seine Rechtsgültigkeit. Letztendlich habt ihr nur einen Widerspruch auf schönerem Briefpapier. Die behaupten meine Argumente im Widerspruch gelten nicht Natürlich behaupten die so was. Die wollen euch schließlich Geld aus der Tasche ziehen. Hier mal die häufigsten "Gegenargumente"
Sie schicken Mahnungen/Zahlungsaufforderungen Solche Mahnungen werden noch einige ins Haus/in den Posteingang flattern. Diese kann man nach einem schriftlichen Widerspruch aber getrost in den Müll (virtuell oder real) werfen. Wichtig: Werft die Mahnungen nicht ungelesen in den Müll. Es ist zwar noch nicht vorgekommen, aber einen gerichtlichen Mahnbescheid darf man nicht ignorieren. Immer erst kontrollieren ob es ein Bescheid des zuständigen Amtsgerichts ist (allerdings keine Panik. Schaut euch einfach den Punkt "Ich habe einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten an"). Dies gilt auch für beauftragte Inkassounternehmen. Diese fordern den Betrag ein, ohne in der Regel zu prüfen, ob diese Forderung überhaupt gerechtfertigt ist. Es ist auch nicht selten, dass die Inkassobüros, den Betreibern der Abofalle selbst bzw. einem Freund, Bekannten oder Kollegen gehören. Ich habe einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten, wie muss ich reagieren? Es ist nach aktuellem Stand noch nicht vorgekommenm, dass ein Abzockerunternehmen einen gerichtlichen Mahnbescheid geschickt hat, aber falls diese irgendwann mal auf die Idee kommen, keine Panik. Ein gerichtliche Mahnung ist nicht so schlimm wie man anfangs denkt. Jeder kann ein einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken. Man muss lediglich einen Antrag ausfüllen und beim zuständen Amtsgericht eine Art Bearbeitungsgebühr bezahlen. Das Amtsgericht überprüft NICHT die rechtmäßigkeit der Forderung. Daher ist es wie schon erwähnt wichtig alle Schreiben zumindest mal anzusehen. Falls ein gerichtlicher Mahnbescheid dabei ist, einfach einen Widerspruch schreiben und abschicken. Sollte dies nicht getan werden, werden die Forderungen der Abzocker legitim. ABER nach einem Widerspruch geht diese Angelegenheit ans Gericht und wird in einer Hauptverhandlung behandelt. Dort sieht es dann wieder ganz ganz düster für die Abofallenbetreiber aus. Die Abofallenbetreiber haben ein Inkassounternehmen und/oder einen Anwalt eingeschaltet Nach dem Widerruf der Forderung werden diese Abofallenbetreiber noch weiter drohen und mahnen. Danach erhält man in der Regel ein Schreiben, dass die Angelegenheit einem Inkassounternehmen übergeben wurde. Zu etwas der gleichen Zeit erhält man eine Email/Brief, indem jetzt das Inkassounternehmen das Geld fordert und natürlich eine übertriebene Gebühr für die "Arbeit" des Inkassobüros. Alles Schwachsinn: Zum einen ist ein Inkassobüro nichts staatliches. Diese können auch nur mahnen und drohen. Zum anderen sind diese Inkassobüros meistens Briefkastenfirmen bzw. gehören meist den Betreibern der Abofallen selbst. Daher habt Ihr nichts zu befürchten, diese Inkassounternehmen haben genauso viel Möglichkeiten das Geld einzufordern wie euer Nachbar. Mittlerweile wird ein Schritt weitergegangen, es wird nicht nur noch mit Inkasso sondern auch mit bzw. über Anwälte gedroht. Diese Vorgehensweise soll nur weiterhin die Angst und die Panik schüren. Schreiben von Anwälten sind ebenfalls nichts amtliches und können getrost ignoriert werden. Die Forderungen sind meistens Vordrucke und werden ungeprüft vom Fall versendet (genau wie bei Mahnverfahren, Inkassoschreiben etc). Zum Großteil stecken auch die Anwälte mit den Abofallenbetreibern unter einer Decke. Von daher gilt auch weiterhin: Ignorieren und nicht zahlen! Sie (Abofallenbetreiber, Inkassobüro, Anwalt) bestehen weiterhin auf das Geld und erhöhen die Forderungen. Diese Betreiber wollen euch um euer Geld bringen. Da denen jegliche rechtliche Grundlage fehlt, versuchen Sie es mit Druck und haltlosen Drohungen. Darunter fallen auch die sich ständig erhöhenden Kosten. Aus 90€ werden 150€ danach 300€ usw. Dies dient nur zum Angstmachen. Ihr braucht nicht die geforderten Beträge zu bezahlen, geschweige denn die "Bearbeitungsgebühren". Sie beziehen sich in den Mahnungen/Zahlungsaufforderungen auf bestehende Gerichtsurteile Um die Opfer weiter einzuschüchtern, beziehen sich einige der Abofallenbetreiber und deren Anwälte auf bestehende Gerichtsurteile, welche meist auf der jeweiligen Homepage (z.B. forderungseinzug.de geführt von Rechtsanwalt Olaf Tank) aufgeführt werden. Diese Urteile existieren ABER diese Urteile haben KEINEN Bezug zu den Forderungen der Betreiber. Grund: Es handelt sich bei den Urteilen lediglich um Anerkenntnis-, Versäumnisurteile oder Ähnliches. Solche Urteile kommen zustande, wenn man u.a. zugibt von den Kosten gewusst und sich somit wissentlich auf der Seite angemeldet zu haben oder einer Zahlung zustimmt, diese dann aber nicht einhält. Daher ist es immer ratsam einmal zu widerrufen und den Rest zu ignorieren. Falls der Schriftverkehr (egal ob Email oder Brief) weitergeführt wird, gebt NIEMALS zu, dass ihr von den Kosten gewusst habt, bzw stimmt NIEMALS der Zahlungsaufforderung bzw der Ratenzahlung zu. Hier noch ein Zitat eines Anwalts aus dem Brief an den Anwaltskammer Oldenburg über Olaf Tank betreffend der Veröffentlichung ausgesuchter Urteile und Schreiben diverser Staatsanwaltschaften. Zitat:
Zitat von teltarif.de Zitat:
Es wurden aber auch Klagen gegen diese Betreiber abgewiesen Auch hier trügt der Schein. Dies ist eine Taktik um die Forderungen mit nichtssagenden Urteilen rechtens aussehen zu lassen. Es ist zwar korrekt, dass Klagen gegen diverse Betreiber von Abofallen eingestellt wurden, aber dort sollte etwas genauer hingesehen werden. Teilweise wurden falsche Klagen eingereicht (siehe Staatsanwaltschaft Freiburg) bzw. wurden Schreiben veröffentlicht, welche keine Gründe die zur Einstellung führten, genannt haben. Leider ist Betrug relativ schwer nachweisbar. Die Machenschaften der Abofallenbetreiber sind zwar verwerflich, aber bedauerlicherweise erfüllen diese (noch) nicht einen Strafbestand. Fazit des Juristen Udo Vetter Zitat:
Hier ein paar Beispiele für solche Schreiben von forderungseinzug.de
Dies sind nur zwei Beispiele von etlichen Urteilen und Schreiben von Staatsanwaltschaften, welche mit der eigentlichen Forderung von xx,xx€ wegen diverser Seiten nichts zu tun haben. Von daher sollte sich niemand durch diese Urteile und Schreiben täuschen oder einschüchtern lassen. Diese sind ebenfalls nicht repräsentativ. Sie bieten mir eine Ratenzahlung an Leider sind diese Abzocker nicht untätig und passen sich neuen Gegebenheiten an. Eine neue Masche ist es mit einer Ratenzahlung doch noch an das Geld zu kommen. Man erhält ein "freundliches" Angebot und kann in Raten sein Geld zum Fenster rauswerfen. Auch hier gilt NICHT zahlen. Gegen eine Gebühr, wird mein Vertrag storniert Wenn alle Stricke reisen, versuchen diese dubiosen Anbieter zumindest noch ein paar Euros aus den Opfern rauszupressen, indem diese gegen eine "geringe" Gebühr von ca. 20-30€ den Vertrag stornieren. Es klingt zwar nett ist aber ein erneuter Versuch zumindest noch etwas Geld aus der Sache zu schlagen. Es ist nie ein Vertrag zu stande gekommen und schon allein deswegen braucht man nicht von einem nicht existenten Vertrag zurück zu treten. Ich habe bereits einer Ratenzahlung/Stornierungsgebühr zugestimmt bzw. schon bezahlt Die Zustimmung zu dieser Ratenzahlung/Stornierungsgebühr basiert auf Unwissenheit des Opfers und der penetranten Panikmache der Abofallenbetreiber. Auch wenn ihr schriftlich zugestimmt habt, müsst ihr nicht zahlen. Allerdings dürft es nicht aussitzen, sondern müsst eure Zustimmung widerrufen. Als Begründung gebt ihr Nötigung und Angabe von Falschinformationen seitens der Abzockerunternehmen an. Zusätzlich ein kleiner Hinweis, dass man anzeige wegen versuchten Betruges und Nötigung stellen wird, wenn Sie weiterhin auf ihre Forderungen bestehen (siehe Punkt Definitionen ""Betrug" und "Nötigung"). Es wird empfohlen nicht nur damit zu drohen, sondern tatsächlich Anzeige zu erstatten. Falls Ihr schon eine oder mehrere Raten bezahlt habt bzw. eine Stornierungsgebühr geleistet habt, seid ihr trotzdem nicht verpflichtet die angebliche Schuld zu begleichen. Ganz im Gegenteil: Widerruft, fordert euer Geld zurück und zeigt die Betreiber an. Das Geld werdet ihr wahrscheinlich abschreiben können, aber man sollte nichts unversucht lassen. Fortsetzung des Sticky Geändert von StaTiC (21. 12. 2007 um 08:25 Uhr). |
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#1
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Boardpsychopath
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 6.557
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Die Abofallenbetreiber drohen mir...
Ich habe leider schon bezahlt...
Ich bin trotzdem noch verunsichert. Falls euch nach dem Lesen dieses Threads immernoch Zweifel bleiben und ihr noch eine Bestätigung braucht, dann kann ich euch nur die Verbraucherzentrale eurer Stadt empfehlen. Link zur Verbraucherzentrale. Danach wählt ihr euer Bundesland aus. Allerdings ist der Service der Verbraucherzentralen in der Regel nicht kostenlos. Die Preise können sich unterscheiden, aber rechnen könnt ihr mit ca. 25€ (dies beinhaltet eine Beratung + Korrespondenz) Wie lange dauert es, bis die Abzocker aufhören mich zu belästigen? Das ist schwer zu sagen, da es verschiedene Betreiber sind kann es zwischen ein paar Wochen und mehr als einem Jahr dauern, bis diese aufgeben und ablassen. Generell könnt ihr die Zeitspanne kürzen indem ihr einmal widersprecht und den Rest ignoriert. Zusätzlich können Anzeigen wegen Belästigung und Nötigung etc bewirken, dass die Betreiber aufhören. Kann ich die Belästigung durch Mahnungen und Drohungen durch eine Klage stoppen bzw. den Abofallenbetreibern eins auswischen? Kurz gesagt: JA! Man kann mit einer sogenannten "negativen Feststellungsklage". Es besteht zwar ein relativ kleines Kostenrisiko, aber in bisher allen bekannten Verfahren haben Gerichte festgestellt, dass kein Anspruch auf das Geld des Klägers bestünde. In der Regel lenken die Abofallenbetreiber ein, gaben eine entsprechende Erklärung ab und übernahmen alle Kosten. Quelle: vzhh.de Zitat:
Beispielschriftverkehr mit diversen Abofallen In den oberen Punkten wurde viel geraten, beruhigt und viele Widerspruchsgründe genannt. Trotzdem kommt es noch sehr häufig vor, dass User hier schon fast verängstigt nach möglichen Konsequenzen fragen oder einfach nicht wissen, was sie schreiben sollen, da die Abofallenbetreiber mittlerweile auf die Standardvorlagen der Verbraucherzentralen mit Pseudoargumenten reagieren. Deswegen habe ich in Zusammenarbeit mit geschädigten ein PDF erstellt, welche diverse Schriftverkehre festhält. Danke an alle, welche geholfen dieses Dokument zu erstellen. In diesem Dokument wird sehr gut dargestellt, dass diese Abofallenbetreiber immer mit der gleichen oder ähnlichen Masche kommen, um ahnungslosen Internetusern Geld abzuknöpfen. Es soll als Beruhigung und Anregung für eigene Widersprüche dienen. Anmerkung: Es wurden die persönlichen Daten, sowie Kundennummern etc aus den Schriftverkehren entfernt, sollte ich dennoch einen Namen, Handy-Nr, Datum, Kundennummer übersehen haben, bitte meldet es umgehend bei mir via PM, damit ich es korrigieren kann. abofallen-schriftverkehr.pdf Was kann ich sonst noch tun? Für einen selbst reicht ein Widerruf/Widerspruch und danach kann man alles folgende ignorieren. Wenn ihr trotzdem auch für die Allgemeinheit etwas tun wollt, dann geht zur Polizei und erstattet Anzeige. Folgende Anzeigen könnt ihr aufgeben:
Letztendlich stellt sich die Frage, was bringt das Ganze? Im ersten Moment nicht viel, aber die Masse machts. Wenn Hunderte bis Tausende Anzeigen gegen die selben Firmen bzw Personen gestellt werden, dann verleihen diese dem Ganzen eine ganz andere Priorität und vielleicht wird auch der Gesetzgeber mal aktiv und unternimmt generell etwas gegen solche Seiten. Definitionen Hier werden diverse Definitionen von Begriffen beschrieben, worauf sich im Text bezogen wird.
Alle Links auf einen Blick Damit die Links, welche hier gekonnt im Thread eingefügt wurden nicht übersehen werden nochmal eine kleine Zusammenfassung Informationen zur Thematik
Vorlagen
Woher stammen all diese Informationen? Hauptsächlich hab ich mal alles was hier im Gulli:Board gefunden habe, zusammengefasst. Stichwort ist Suchfunktion mit Schlüsselwörtern wie "Abzocke" oder "Abzocker" Auch hat mich die Seite verbraucherrechtliches.de etwas inspiriert. Auch Google ist unser Freund und Helfer. Zu guter Letzt möchte ich allen Usern danken, welche mit Rat und Tat den Opfern zur Seite stehen, aber auch denen, welche mit PMs und Posts auf neue Abzockerseiten hinweisen. Selbst die Fragenden tragen ihren konstruktiven Teil bei, indem Sie mit ihren Anliegen neue, hilfreiche Tips entstehen lassen. Geändert von StaTiC (13. 12. 2007 um 09:08 Uhr). |
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#2
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1. schwarzes KKK-Mitglied
Registrierungsdatum: May 2005
Beiträge: 2.772
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
hier ist nochmal ein link, welche firmen von der verbraucherzentrale schon abgemahnt oder gar verklagt wurden oder gar nciht zu erweichen waren.
http://www.vzbv.de/mediapics/kostenfallen_im_internet_2007.pdf sieh ggf auch http://tinyurl.com/2p5gze und hier noch ein zdf-beitrag: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhal...wm_dsl,00.html Zitat:
das sie ja keine echten daten von dir haben, gehe ich mal davon aus, dass sie dir auch bisher keinen brief geschrieben haben. wenn die bisher ausschliesslich über email mit dir "kommunizierten" würde ich auch erstaml ausschliesslich mit email antworten...alleine auf grund der kosten, welche bei briefen anfallen. und wenn es es widerrufst passiert i.d.r. sowieso immer das gleiche. die kommen mit irgendwelchen fadenscheinigen gründen, warum du doch angeblich zahlen musst und versuchen so die leute zur zahlung zu nötigen. diese schreiebn kannste nach deinem widerruf aber erstmal ignorieren. in 99,9% der fälle ist dann irgendwann schluss mit den drohungen und man hört nichts mehr. wenn allerdings ein gerichtl. mahnbescheid kommen sollte, dann muss man diesen widerrufen....wenn sie ihr geld dann wirklich wollen, müssen die danach nachweisen, dass ihre forderung gerechtfertigt ist.... also...wie gesagt...in deinem einfach per mail widerrufen und den rest ignorieren, auch wenn es ein inkassounternehmen oder ein anwalt sein sollte, deren schreiben ein bisschen eindruck schinden und zur zahlung nötigen sollen... Geändert von sebamed (12. 02. 2007 um 22:12 Uhr). |
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#3
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Registrierungsdatum: Jun 2002
Beiträge: 1.867
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Wieso wollt ihr einen Vertrag widerrufen, der nicht entstanden ist?
Zunächst dürfte es in aller Regel nicht gelingen den Nachweis zu erbringen, wer den Vertrag tatsächlich abgeschlossen hat. Vom Eigentümer des Computers oder des Internetzugangs kann nicht ohne Weiteres auf den Vertragsschließenden geschlossen werden. Weiter dürfte der Vertrag schon daraus nichtig sein, weil die Kosten nicht klar und deutlich dem Vertragsangebot (ggf. der Einladung zum Angebot) zu entnehmen waren. Dann muss man aber nicht widerrufen, sondern der Vertrag ist kraft Gesetzes nichtig. Wenn man minderjährig ist, beruft man sich auf seine beschränkte Geschäftsfähigkeit und die Nichtgenehmigung der Eltern zu dem Vertrag. Dann ist dieser auch kraft Gesetzes nichtig. Sollte all das nicht helfen, hilft die Anfechtung wegen Irrtums weiter. Dann könnte aber möglicherweise ein Aufwendungsersatzanspruch entstehen. Daher sind die vorherigen Varianten zu bevorzugen. Im Übrigen halte ich das oben irgendwo genannte Musterschreiben für nicht sonderlich hilfreich in Fällen von Minderjährigen bzw. in Fällen, in denen nicht klar ist, wer den Vertrag überhaupt geschlossen hat, was regelmäßig der Fall sein dürfte. Als Minderjähriger empfiehlt es sich dringend, sich ausschließlich auf den Minderjährigenschutz zu berufen. Bei Erwachsenen ist meiner Ansicht nach zunächst diejenige Variante zu bevorzugen, nach der man abstreitet, den Vertrag selbst geschlossen zu haben. Erst wenn all das nicht in Betracht kommt, ist das Musterschreiben empfehlenswert. |
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#4
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1. schwarzes KKK-Mitglied
Registrierungsdatum: May 2005
Beiträge: 2.772
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
geil!! guckt mal was ich eben gefunden hab...
die schmidtleins jammern über von banken gesperrte konten! http://www.gomopa.net/Finanzforum/Ba...em.html#185381
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#5
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Boardpsychopath
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 6.557
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Achja noch nen kleinen Nachtrag:
es kam vor ein paar Tagen, ein Bericht auf RTL. Ok gesagt wurde nix neues. Interessant war nur die Zahlen. Im Moment liegen gegen solche Seiten und nicht nur gegen die Schmidtleins ingesammt über 3000 Anzeigen deutschlandweit vor. Von daher jeder, der Zeit hat, sollte ebenfalls ne Anzeige erstatten. |
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#6
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Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: Bayern
Beiträge: 1.830
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Es gibt jetzt ein rechtskräftiges Urteil zum Thema Abzocker-Seiten. Evtl. sollte man dieses ganze oben mit in den Sticky mit aufnehmen:
Zitat:
Quelle: http://www.teltarif.de/arch/2007/kw08/s24978.html |
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#7
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2000
Beiträge: 6.903
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
Hier die Pressemitteilung des AG München als PDF:
http://www.ag-m.bayern.de/Pressemitt...serwartung.pdf grtz BuggerT |
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#8
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 1.756
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Re: Auf Abzocker reingefallen - Was dagegen unternehmen?
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