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Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 2
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Polizeipräsident: "Junge Ausländer immer brutaler" machen wir was falsch?
Im folgenen Thread werde ich einige Tagesspiegel Artikel zitieren. Wer sich diese durchlesen möchte findet sie hier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/ar...07/3036503.asp
http://www.tagesspiegel.de/dritte-se...07/3036301.asp
Es war Freitagabend, auf einer Schulparty in Berlin-Lichtenrade, als die Gewalt über Alexanders sonst eher friedliche Welt hineinbrach. „Das war grauenhaft“, sagt der Oberschüler und schüttelt den Kopf, als könne er so die Bilder dieses Abends vertreiben. Der 18-Jährige stand direkt daneben, als in der Georg-Büchner-Oberschule rund ein Dutzend Jugendliche auf den Polizisten Michael M. losgingen, mit einer Eisenstange auf den 42 Jahre alten Beamten einprügelten, ihn schlugen und traten – auch noch, als Michael M. blutüberströmt am Boden lag. „Sieben, acht von den Jugendlichen waren auf ihm drauf“, sagt Alexander. Die Schüler sind sich sicher: Die Meute wollte töten.
Mit Stress hatten sie am Freitag auch an der Büchner-Oberschule gerechnet, weil zur Party nur die Büchner-Schüler geladen waren. „Bei den Feten versuchen jedes Mal die Jugendlichen von den benachbarten Schulen auch reinzukommen“, sagt eine Zehnklässlerin. Deshalb hatte die Schule beim Polizeiabschnitt um Unterstützung von zwei Zivilbeamten gebeten. Der Polizist Michael M. hingegen kam privat. Er stand nur deshalb vor der Schule, weil er seinen Sohn von der Party abholen wollte. Dann wurde er Zeuge eines Handgemenges. Die Jugendlichen machten Ärger, weil ihnen von Alexander und seinen als Ordner eingeteilten Mitschülern der Eintritt verweigert wurde. „Da hab’ ich gleich ’ne Faust im Gesicht gehabt“, sagt Alexander. Als sich Michael M. einmischte, ging alles ganz schnell: Der Rädelsführer schnappte sich eine der eisernen Absperrungen, die den Eingang sichern sollten. Die anderen gingen mit ihren Fäusten auf den Kriminalbeamten los. Erst als sie ein näher kommendes Martinshorn hörten, ließen die Jugendlichen von ihrem Opfer ab und rannten davon.
Eylem, Eren, Ahmet, Yahya – so heißen die Jugendlichen, die die Gewalt in das Leben von Michael M., aber auch in das von Alexander und seinen Mitschülern gebracht haben. Die Angreifer, arabischer und türkischer Herkunft, haben alle einen deutschen Pass. Die Polizei hat sie – alle zwischen 14 und 17 Jahren alt – am selben Abend nur etwa 100 Meter von der Schule entfernt festgenommen; vier der Schläger sitzen seit Sonntag in Untersuchungshaft. Michael M. liegt weiterhin im Krankenhaus, bislang wollte er – abgesehen von seiner Familie – niemanden empfangen.
Der Fall ist vielleicht auch deshalb so schockierend, weil er sich eben nicht in einem von Berlins Problemkiezen ereignet hat, in Neukölln, Kreuzberg oder Wedding, wo Polizei und Justiz bereits vor Monaten vor einer neuen Dimension der Jugendgewalt gewarnt haben. Der Trend: Die vor allem ausländischen Gewalttäter werden immer jünger, ihre Delikte wiegen immer schwerer. Jugendrichter beklagen, dass die Opfer, zumeist deutsche Jugendliche, in ihrem Kiez resignierten und sich mit den Umständen zu arrangieren versuchten, um den Zorn gewisser Cliquen nicht zu erregen.
Vor einiger Zeit hat dieser Trend auch Lichtenrade erreicht, den bürgerlichen Stadtrand Berlins, wo es neben einigen Sozialbauten vor allem Einfamilienhäuser gibt, in die West-Berliner bis heute gerne ziehen, sobald sie es zu einem guten Einkommen und dem ersten Kind gebracht haben.
An der Büchner-Schule klingelt es, die Raucherpause ist vorbei. Fast alle seine Freunde können erzählen, wie es sich anfühlt, wenn der Schulweg zum Spießrutenlauf wird. Weil sich die Schüler von nebenan über ihre Frisuren lustig machen oder über ihre Klamotten. „Vielleicht ist Intelligenz ja für die ein Zeichen von Uncoolness“, sagt einer. Am besten sei es, die Pöbeleien zu ignorieren – alles andere könne schmerzhaft enden.
Ende Zitate Artikel1
Die Tendenz ist offensichtlich: Jugendliche mit Migrationshintergrund werden häufiger kriminell und gehen dabei offenbar immer brutaler vor. Nach dem Übergriff einer Gruppe türkischer und arabischer Jugendlicher auf einen Kriminalbeamten bei einem Schulfest am Freitag sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch: „Die Gewaltkriminalität junger Menschen, insbesondere junger Männer nichtdeutscher Herkunft, nimmt zu. Die Täter werden hemmungsloser, sie machen rücksichtslos von Waffen Gebrauch, die Taten werden gefährlicher und richten sich auch gegen Polizeibeamte.“
Bereits bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2005 im vergangenen Jahr hatte die Polizei auf den „besorgniserregenden Zustand“ hingewiesen, dass jeder dritte Jugendliche nichtdeutscher Herkunft straffällig wird. Bei den Deutschen ist es jeder achte. Dieser Trend hat sich nach Tagesspiegel-Informationen auch im Jahr 2006 fortgesetzt. Aktuelle Zahlen will die Polizei nicht nennen, da diese noch ausgewertet würden. Die Statistik werde demnächst offiziell vorgestellt.
Auch die Präventionsarbeit müsse viel früher ansetzen, fordert der deutsch-palästinensische Quartiersmanager Fadi Saad. Der 27-jährige Sozialarbeiter berichtete von 13-jährigen Jungen, die sich bereits durch Schlägereien als Cliquenchefs behaupteten. Aufgrund ihres Aufenthaltsstatus hätten viele Schulabgänger keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Der Migrationsexperte Frank Gesemann bestätigt das. Er beobachtet, dass vor allem Flüchtlingskinder aus dem palästinensischen Raum schlecht integriert sind und häufiger Kontakt mit der Polizei haben. Hier sei mehr präventive Sozialarbeit nötig. Darüberhinaus müssten die Betroffenen bessere Bildungsangebote bekommen.
Ende Zitate Artikel2
Erstmal musss ich mich für die langen Zitate entschuldigen, allerdings sind sie meiner Meinung nach recht gut geschrieben, man sollte sie also recht flüssig lesen können...
Schon wieder so ein Vorfall... Langsam fange ich mir wirklich an Gedanken zu machen wo das alles hinführen soll. Ich denke das Gulli Board ist ein guter Ort um darüber zu diskutieren, was wir und vorallem was die Politik falsch macht.
Es heißt nun die "Ausländer" würden immer Brutaler werden. Nun gut es gibt in jedem Volk Gewaltbereite Menschen, was vorallem die Deutschen aufgrund ihrer Vergangenheit wissen müssten. So sollte es nur natürlich sein dass man genauso gut Streß mit einem "Ausländer" wie mit einem "Deutschen" haben kann. Das der Unterschied allerdings so gewaltig ist wie aus dieser Kriminalakte hervorgeht hätte ich nicht gedacht.
Bereits bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2005 im vergangenen Jahr hatte die Polizei auf den „besorgniserregenden Zustand“ hingewiesen, dass jeder dritte Jugendliche nichtdeutscher Herkunft straffällig wird. Bei den Deutschen ist es jeder achte.
Nagut mit Zahlen und Statistiken kann man ja bekanntlich alles beweisen, aber diese Zahlen sollte man sich wirklich einmal durch den Kopfgehen lassen, schließlich ist der "Tagesspiegel" eine Zeitung von der ich denke, dass sienicht irgendwelche zahlen aus der Luft greift.
Versteht mich nicht falsch, ich bin politisch links und Beführworter von Multikulti & Co aber eine so hohe Gewaltbereitschaft unter jungen Ausländern lässt mich über meine Ideologien grübeln.
Man hört zwar immer wieder Geschichten über Leute die Streß mit "Ausländern" hatten aber ich selbst habe da noch nicht so viel erlebt, was wohl auch daran liegt, dass ich zwar in Berlin aber nicht in einer der "Problemzonen" wohne.
Oft habe ich mich dabei ertappt Gedanken zu haben wie: "Jaja die Politiker der Parteien die eher von mitte bis rechts im politischen Spektrum angeordnet sind, verbreiten mal wieder Propaganda über den "gefährlichen Ausländer" " was wohl auch mal gemacht wurde, allerdings ist dies Jahrzehnte her. Aber solche Gedanken sind doch immer noch besser als einfach "Ausländer raus!" zu grölen oder?
Haben die linken Parteien den Wechsel zwischen "netten, arbeitsuchenden Ausländern" zu "gewaltbereiten, jungendlichen Migranten" schlichtweg verpennt?
Oder wird hier geziehlt ignoriert und verdrängt?
Bin ich ein Faschist weil ich solche Überlegungen habe? Oder nehme ich die Sache viel zu ernst weil es eh nur eine Phase der Gesellschaft ist?
Was glaubt ihr was "wir" falsch machen, dass die Gewaltbereitschaft bei jugendlichen Migranten so hoch ist und sogar noch steigt?
Reicht Präventionsarbeit aus oder muss die Polizei härter durchgreifen?
H4deZ
P.S.: Ich hab oft Ausländer in Anführungsstriche gesetzt, da viele natürlich einen deutschen Pass haben und somit deutsche Staatsbürger sind.
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25. 01. 2007, 01:22
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#1
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.884
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Re: Polizeipräsident: "Junge Ausländer immer brutaler" machen wir was falsch?
Das wäre nicht der erste Thread unter dem Titel "Die Ausländer sind kriminell". Deswegen haben derartige Beiträge mein besonderes Augenmerk zumal das Thema hier schon mehr als einmal behandelt wurde.
Solche Presseberichte sind als Einstieg in das Thema denkbar ungeeignet, da sie keinen Ansatz für eine Ursachenbetrachtung bieten sondern lediglich anklagen und aufreißen wollen. Davon haben wir nichts.
Es kann auch nicht bestritten werden, daß die Kriminalstatistik zu Lasten der Ausländergruppen ausfällt. Fraglich ist aber, was daraus für Schlußfolgerungen gezogen werden sollen.
Zitat:
Was glaubt ihr was "wir" falsch machen, dass die Gewaltbereitschaft bei jugendlichen Migranten so hoch ist und sogar noch steigt?
Reicht Präventionsarbeit aus oder muss die Polizei härter durchgreifen?
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Und was glaubst Du, warum die Gewaltbereitschaft der Migranten "so hoch ist"? Das wäre nämlich der einzige sinnvolle Diskussionsansatz. Solche Fragen lediglich in den Raum zu werfen, ist für eine Thread-Eröffnung zu wenig, wie Du in unseren Regeln nachlesen kannst.
Deine Meinung von den Dingen ist der Diskussionsansatz und nicht eine Tatsachenbeschreibung, die jeder nachlesen kann. Wir brauchen hier keine Vorleser und das Forum ist auch kein News-Ticker.
Wo ist also Deine Meinung und Beurteilung dieser Sachlage?
Es ist auch unerwünscht Full-Quotes von Presseberichten zum Lesen anzubieten. Angebotene Links reichen völlig aus. Solche und ähnliche Berichte wie oben sind bekannt und erhellen den Hintergrund nicht.
Reines Beklagen einer unbefriedigenden Situation können wir uns schenken. Und darum ....
*closed*
Rebell
P.S. Kleiner Nachtrag: Hast Du zum Vergleich irgendwelches statistisches Material über das Verhalten von "deutschen" Randgruppen in Brennpunkt-Vierteln der Städte?
Geändert von Der Rebell (25. 01. 2007 um 02:13 Uhr).
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25. 01. 2007, 01:26
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#2
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