Weltherrschaft ist im politischen Kontext die Herrschaft einer einzelnen Person, eines Staates oder einer Gruppe über die Gesamtheit aller Staaten.
Im Jahre 117 n. Chr. hatte das Römische Reich seine größte Ausdehnung erreicht. Bis dahin besetzten die Römer über viele Jahrhunderte hinweg große Landstriche, vom heutigen England bis an die Nordküste Afrikas, vom heutigen Portugal bis zur heutigen Türkei. Sie hatten somit damals fast die gesamte, ihnen bekannte Welt erobert und somit die "Weltherrschaft" übernommen.
Ein anderer großer Herrscher, der fast die komplette, zu seiner Zeit bekannte Welt oder zumindest einen sehr großen Teil davon erobert hatten, war Alexander der Große (356–323 v. Chr.), der vom heutigen Mazedonien aus Ägypten, das Perserreich und Gebiete im heutigen Pakistan und Afghanistan erobert hat.
Neben Alexander dem Großen versuchten weitere Herrscher, wie Dschingis Khan, Napoleon oder Hitler, die Weltherrschaft zu erringen. Keiner hat dies jedoch geschafft. Obwohl diese über größere Gebiete herrschten, als jene in der Antike. Die größte Ausdehnung erreichte das Britische Imperium v.a. im 19. Jahrhundert, siehe auch Pax Britannica.
Die „Protokolle der Weisen von Zion“ geben vor, Geheimdokumente zu sein, mit denen das Judentum die Weltherrschaft errichten will. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Zusammenstellung mehrerer fiktionaler Texte.