Brown lässt die Personen in seinem Buch folgende Thesen vertreten: Maria Magdalena repräsentiere einen „Kult der Großen Mutter“, der innerhalb der frühen Christenheit existierte. Sie sei Jesu Ehefrau und die Mutter seiner Tochter gewesen. Ihr Leib, der Jesu Nachkommenschaft getragen habe, sei der legendäre Heilige Gral, wie man in Leonardo da Vincis kodiertem Gemälde „Das Abendmahl“ sehen könne. Ursprünglich sei sie es gewesen, die von Jesus ausersehen wurde, eine Glaubensgemeinschaft zu gründen. Diese Rolle wird sonst meist Petrus zugesprochen.
Das Wissen über Maria Magdalena als Ehefrau Jesu sei vom Konzil von Nizäa im Jahr 325 unterdrückt worden, das im Kontext mit Kaiser Konstantins Eroberung der Alleinherrschaft im Jahr zuvor zu sehen sei. Er soll es auch gewesen sein, der Jesus als göttlich erklärt und damit eigennützige Ziele verfolgt hatte. Jesu Jünger hatten ihn gemäß Brown nicht als Gott angesehen.
Die Gebeine Maria Magdalenas und die geheimen Dokumente, welche die wirkliche Geschichte erzählten, seien auf dem Tempelberg gefunden worden, als Jerusalem im ersten Kreuzzug erobert wurde. Diese „Wahrheit“ über Christus und Maria Magdalena sei durch eine Geheimgesellschaft namens Prieuré de Sion am Leben erhalten worden, welche vom Templerorden gegründet worden sei. Vielen berühmten Persönlichkeiten, wie Leonardo da Vinci und Isaac Newton, wird nachgesagt, dort eine hohe Position bekleidet zu haben.
Diese Geschichte stehe in enger Beziehung mit den 1945 entdeckten gnostischen Evangelien von Nag-Hammadi.
Der altfranzösische Ausdruck für den Heiligen Gral Sangreal heiße richtig gelesen Sang Real, was übersetzt „königliches Blut“ bedeutet. Damit seien die Merowinger gemeint, die als Nachkommen Maria Magdalenas und Jesu bezeichnet werden und deren Stammbaum heute noch in Frankreich fortgeführt werden soll.
Desweiteren stellt Brown folgene Theorie über denn gral auf.
Der Heilige Gral wird von Brown als der weibliche Mutterschoß und die weibliche Gebärfähigkeit im Allgemeinen und im Speziellen der Mutterschoß von Maria Magdalena interpretiert.
Demnach sei er ein Symbol für die Verehrung der Urmutter und die Fähigkeit der Frau, Leben hervorzubringen. Diese Vorstellung decke sich sowohl mit der symbolischen Form (Kelch oder Gefäß) als auch inhaltlich mit den Überlieferungen anderer Beschreibungen, die ihn als einen Ort des Ursprungs, des Paradieses, des Gleichgewichtes, der Harmonie oder als Kessel der Wiedergeburt bezeichneten.
Allerdings ergänzt Brown diese symbolische Deutung des Grals um einen materiellen Aspekt. Diesen bilden die sterblichen Überreste Maria Magdalenas sowie die Dokumente ihrer Ehe und Kinder mit Jesus Christus. All das wurde laut Brown von den Templern in den Trümmern des Tempels gefunden und bedrohe die Existenz der Kirche, da es deren Jesusbild falsifiziere. Zum Schutz des wahren Grals seien von den Prieuré de Sion unterschiedliche Methoden entwickelt worden, zum Beispiel die eigentliche Legende vom Heiligen Gral, die zugleich auch intensiv mit Symbolen des göttlichen Weiblichkeitskultes verknüpft ist.
In seinem Werk „Das Abendmahl“ zeige Leonardo da Vinci die Wahrheit: Jesus zur rechten Seite sitze nicht, wie von der Kunstgeschichte allgemein angenommen, der bartlose Jünger Johannes, sondern Maria Magdalena, und zwischen den beiden werde ein mit der Spitze nach unten zeigendes Dreieck angedeutet. Dies sei sowohl das Symbol für den Mutterschoß als auch für das göttlich Weibliche. Die komplementären Farben der Kleidung von Jesus und Maria Magdalena ergänzten sich wie das Männliche und Weibliche. Die Körperhaltung der beiden entspreche ebenfalls der V-Form. Außerdem fehle der Kelch auf dem Bild, weil Maria Magdalena selbst ja der Heilige Gral sei.
Was denkt ihr darüber und vor allem stimmen diese Thesen und Theorien?
Und wenn ja welchen Folgen hätte das für denn Vatikan?