Mountain View - In einer heute veröffentlichten Gegendarstellung äußerte sich das im Silicon Valley ansässige Unternehmen Tsafor Instant Messaging Solutions (TIMS) zu den
gestrigen Vorwürfen der Monty International Inc. (MII). Das mittlerweile insolvente Startup-Unternehmen MII beschuldigte TIMS unter anderem, die vertraglich festgelegte Beteiligung an Werbeeinnahmen der populären Yet another Jabber FAQ (YaJFAQ) nicht im vollen Umfang ausgezahlt zu haben. Ein Unternehmenssprecher wies den Vorwurf heute zurück und erklärte, dass die Konten der MII schon seit geraumer Zeit
"wegen des begründeten Verdachts der Steuerhinterziehung" eingefroren seien. Eine Zahlung der im siebenstelligen Bereich liegenden Summe sei daher nicht möglich gewesen, so der Unternehmensspecher weiter. Ebenso dementierte der Konzern, Vorstandsvorsitzender Tsa For sei durch
"kommunistisches Gedankengut" beeinflusst und habe die YaJFAQ
"grob fehlerhaft und schlecht formuliert". Aufsichtsratschef Putin verwies über seinen Dolmetscher in einer kurzen Stellungnahme auf die
"auf den Prinzipien der freien Marktwirtschaft aufbauende Unternehmensstrategie" des Konzerns und gab bekannt, dass man bei der Erstellung der FAQ auf
"ein breites Spektrum hochqualifizierter Fachkräfte aus dem In- und Ausland" zurückgegriffen habe, worunter sich laut Putin auch der Erfinder der XMPP-Technologie, Jeremie Miller, befunden habe. Ebenso sei es haltlos eine
"schlechte Formulierung" anzuprangern, habe man in dieser Hinsicht doch mit literarischen Größen des 21. Jahrhunderts, darunter auch Sprachwissenschaftler aus aller Welt, kooperiert.
CEO Tsa For sah die Vorwürfe der MII gelassen und teilte mit:
"Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die von kurzer Dauer geprägte Zusammenarbeit mit der Monty International Inc. beendet seien würde. Unsere Kunden erwarten innovative und auf sie individuell zugeschnittene Produkte, die sich einerseits dem Druck der Globalisierung widersetzen können und zugleich kostengünstig, einfach und effektiv sind. Mein Unternehmen hat diese Herausforderung angenommen und musste leider feststellen, in MII den falschen Partner dafür gefunden zu haben. Mit der weltweit agierenden missi Corporation haben wir jedoch einen flexiblen, kompetenten und zuverlässigen Partner gefunden, der unseren hohen Ansprüchen gerecht wird. Wie es nun genau zu der unglücklichen Geschäftsbeziehung mit MII kommen konnte und wer dafür verantwortlich ist, werden interne Untersuchungen zeigen müssen."
Zu den momentan kursierenden Übernahmegerüchten der missi Corporation durch sein Unternehmen wollte sich der erst vor wenigen Tagen zum "Sexiest Man Alive" gekrönte Multimilliadär Tsa For nicht äußern. Aus Unternehmenskreisen hieß es jedoch, "
man werde diesen Schritt einer gründlichen Überlegung unterziehen."
Zu Redaktionsschluss erreichte uns noch die Mitteilung über einen erlassenen Haftbefehl gegen den Leiter der MII, Mon Ty. Er wird verdächtigt, sein Garagen-Unternehmen durch Kinderarbeit sowie den Betrug diverser Krebs- und AIDS-Hilfen finanziert zu haben.
ase/AFP/dpa/Reuters