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Callosum
Pirate-Wombat
 
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 4
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ein 10 minutentext... nicht wirklich was Weltbewegendes, aber etwas um den Tag (etwas zu spät) abzuschliessen und ins bett zu huschen.

Sam and Eve
„Nenn mich einfach Sam.” Das waren die einzigen Worte, die seine strichgleichen Lippen verliessen. „Einfach nur Sam“. Und sie, wie es ihr logisch erschien, sie stand auf. Sie wendete sich und stieg von der eigentlich perfekt gefederten Matratze. Ihre Haltung schrie es beinahe, dass diese Nacht ihrer Physe wie Psyche ein Stück Leben geschenkt hatten. Und sie, wie es ihr logisch erschien, wendete sich erneut. „Nenn mich Eve.“ Er streckte sich und seine grossen Hände fuhren durch sein langes ungebändigtes Haar. „ Eve…“ Sie nickte und, wie es ihr logisch erschien, wendete sich erneut. Sie ging auf den goldumfassten Türrahmen zu, an dessen Ornamenten absolut nichts auszusetzen war. „einfach nur Eve.“ Sie hörte das sanfte Knarren des Bettes, als er sein Gewicht von der Matratze löste. “einfach nur Eve“ wiederholte er und die Worte hatten eine verträumte Abwesenheit in Klang und Aussprache.
Sie, wie es ihr logisch erschien, packte ihre Sachen und riss sie beinahe von dem perfekt geformten Spülbecken, dessen silberner Hahn das wohl klarste Wasser spendete, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt getrunken hatte. „Du musst jetzt gehen.“ Er beobachtete sie, während er in seinen fleckenlosen Anzug schlüpfte. „Du willst gehen?“ Ihre Stimme klang kalt, wie sie es schon den ganzen Morgen getan hatte. „Du willst es.“. Sie schüttelte ihre langen Haare aus. Ein Friseurtermin war schon in ihrem Terminkalender eingetragen. „ Ich will es.“ Sie trat aus dem Badezimmer in das ästhetisch makellose Schlafzimmer. „ Weißt du es?“ fragte sie. „du wolltest zumindest gehen“ antwortete er. Sie nickte und warf sich die Handtasche über die Schulter, kurz betrachtete sie den Mann in schwarzem Anzug, geschmacksvoller Krawatte, modischen Hosen und perfekt gerichteter Frisur, der in seiner kleinen Oase ein Paradies auf Erden erschaffen hatte. „schöne Wohnung“ murmelte sie halblaut, doch er hörte sie nicht, als er etwas perfektionistisch seine Krawatte richtete. Sie, wie es ihr logisch erschien, wendete sich und lief sehr langsamen Schrittes auf die Türe zu, die die ganze Zeit offen gestanden hatte. Ihr Blick war auf den Boden gerichtet, ihre Haltung noch voller Leben. „ach und vergiss nicht die Türe zu schliessen.“ Sie nickte kurz, ohne sich umzudrehen, verliess die Wohnung und, wie es ihr logisch erschien, schloss sie die Türe.
Alt 30. 04. 2007, 23:06 Callosum is offline Mit Zitat antworten #51
KingNothingUA
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Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 26
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Busfahrt

Das lahme Warten am Schlangenanfang macht matt.
Lang und weilig zieht es sich hin. Wie Kaugummi, der nicht mehr schmeckt und Abfall ist.
Bunter Kinderspaß, die große Blase platzt! Der BOOM ist vorbei - Abwärtstrend.
Das Kind sieht den Vogel auf dem Baum.
Einsam ist er inmitten von Beton
massen abgefertigt, geglättet und mit weißen Streifen versehen. Alles ordentlich Natürlich
ist die Heimat des Vogels nicht.
Er zittert unter Blech und Gummi bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50km/h.
Die Fenster sind geöffnet und die Menschen hören laut zu, anstatt auf sich zu achten.
Goldi.Poldi.Halleluja! Schwarz-Rot-Schweini! Und doch verloren.
Der Bus kommt der Wurm öffnet das Maul
um den letzten Halm Gras zwischen der Pflasterung zu fressen
doch er wird zertreten beim Einstiegsvorgang. aus Versehen.
Prima Klima an Bord!
Die Schweißperlen gefrieren zu Eisküglein fast wie bei Schnee.
Die Maschine deren Sauerstoffgehalt sinkt
singt im Takt mit ihren Brüdern und Schwestern
den Blechbetonblues.
Niemand hält sich an die 50 km/h. Wir spielen den Blues schneller! Was ist dabei?
Buntes taucht auf, links, rechts, links, rechts, zwo, drei, vier.
Nicht alles ist Kinderspaß, aber alles ist bunt!
Im Stechschritt kommen die Farben und gehen.
Klaus und Gundula freuen sich im Schaufenster über ihre Nachnamen.
In der Türkei gibt es keine Kundschaft, auch wenn sich alles um den Spieß dreht.
In Amerika sehr viel trotz weniger Nähe
kann man kaufen für Geld!
Was denn eigentlich nicht?
Busbrüder begegnen brummend breiten Bahnen
Bahnen befördern breit brummende Breitmenschen nach Bremen.
- Nächster Halt: ZOB. Diese Linie endet hier. -
Der Bus biegt ein und bremst vor dem Bärtigen.

Dieser schimpft über den Bus, weil er Hartz 4 ist.
Alt 02. 05. 2007, 17:27 KingNothingUA is offline Mit Zitat antworten #52
IhaveNOmouth...
...andImustSCREAM
 
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Ort: unwichtig (Kaserne1)
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Alles klar, normalerweise bin ich ein viel zu großer Perfektionist, um irgendwas publik zu machen das nicht hundertprozentig meinen Vorstellungen entspricht, aber das hier ist wirklich ein Kurzschlussergebniss.
Daher die kurze Geschichte, die nicht wirklich eine Kurzgeschichte ist, sondern eher eine nutzlose Gleichung.

________________
Wider aller Zügeln
Die Felder sehen aus wie schwarzer Sand mit Kuhlen voller Teer und Dung, dazwischen ragten grobe Steine, groß wie Findlinge aus der Erde. Das Feld gehörte ihm schon sehr lange. Es war ihm keiner Zeit von Nutzen.
Er war auch kein armer Mann, dass er das Feld so dringlich bestellen musste. Aber es trieb ihn, noch dazu mitten im Winter hinaus. Das Vieh, das seine Eltern gepflegt hatten, war schon lange hinüber. Das einzige das ihm vom Bauernleben geblieben ist waren die Felder mitsamt eines alten Pfluges. Doch alleine konnte er den Pflug nicht bedienen. Ihm blieb nichts anderes übrig als sich damit zu begnügen die Felder mit Schaufel und Spitzhacke zu bearbeiten.
Er verlor keine Zeit und bearbeite die Felder genügsam. Drängte sich weiter... und weiter... er stolperte und stieß sich die Knie auf, fror und hackte so fest auf die harte Erde ein, dass seine Gerät in kürzester Zeit ersetzt werden mussten. Die großen Steine brach er entzwei. Das grobe Feld schaufelte er so gut es ging.
Als der Winter mit dem Frost hereinzog war die Erde alsbald gefroren. Draußen wehte ein steifer Wind, während er schnaufend auf den Boden einhieb. Doch dieser wollte und rückte nicht.
Erst der Frühling nahm ihm diese Last ab, doch jener verlor die Lust an diesem Spiel. Er frug sich denn nun warum er das Feld beackert. Er wendete immer weniger Zeit für das Feld auf, sah sich niedergeschlagen um und schaute nach der Frucht seiner Arbeit. Im Dreck steckte mittlerweile neben den wilden Wucherungen auch einige wilde Beeren. Bitteren Blickes sah er, das er nunmehr diese Beeren pflücken kann, aber den ganzen Winter verloren hat und unter Vorwürfen schloss er die Tür seiner Wohnung. Wochenlang blieb er vor geschlossenen Vorhängen und schaute nur gelegentlich hinaus.
Der Sommer brach ihn entzwei. Er wäre beinahe erstickt. Die Hitze der Jahreszeit mischte sich mit seiner Wut, seinem Versagen. Stundenlang brüllte er, nur um den Rest des Tages zu schweigen. Unter all seinem Hass, wickelte die Sehnsucht ihm den Hals zu, sodass er ausbrach, immer wieder und sich wieder verkroch.
Eines Tages stand er auf und packte seine Schaufel. In seiner Rage stieß er mit dem Spaten nach der kargen Erde. Wo er auf Steine stieß, wurde ihm die Kehle schwer und wo er Wasser fand, schöpfte er Tränen.
______FIN_______

Über stilistische und inhaltliche Dinge muss man mich meist nicht aufklären, ich bin viel zu selbstkritisch als das ich das hier auch nur ansatzweise als gelungen bezeichnen würde (häufige Wiederholungen: und, er, teilweise ermüdend, ziellos, unorigineller Satzbau, schlechter Rythmus, etc.).
Außerdem bin ich zwanghaft paranoid.
Alt 03. 05. 2007, 00:43 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #53
Muffinman
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Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 45
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ich bemühe mich mal diesen wirklich tollen Thread aufrechtzuerhalten.
Wenn ihr Spaß dran findet könnt ihr natürlich gerne kommentieren:

Nachts
oder
Wenn man auf mangelnde Zurechnungsfähigkeit durch Schlafmangel plädiert und sich alles leisten kann


Nachts, das war seine Zeit. Dann, wenn der Datenhighway sich langsam lichtete und er immer tiefer in die aufsteigende Dunkelheit des Netzes einstieg. Das leise Rauschen des Lüfters seines IBM-Notebooks ließ ihn kurz vor Müdigkeit Blinzeln. Er war weit gekommen und auch wenn ihm schon die Augen schmerzten würde er jetzt nicht aufhören. Er hatte sich Tage lang darauf vorbereitet, jede mögliche Informationsquelle ausgenutzt um auch noch den letzten Rest an Wissen über sein Opfer herauszufinden. Was ihm jetzt half war der feste Glaube, dass all seine Probleme im Moment durch eine Tasse Kaffee gelöst werden könnten. Vorsichtig ließ er die ersten Routinen anrollen, bließ zum ersten Angriff. Sie wirkte für ihn wie eine Übermacht, die Kraft seiner Finger auf der Tastatur, die in der virtuellen Welt Berge bewegen konnte. Ein kurzer Signalton bestätigte ihm das, was ihm eh schon klar war. Es ging los und war nicht mehr aufzuhalten. FreaXXX war online und er war in einer Welt jenseits der Straßenlaternen und Autos, die draußen den durch den kalten Herbstregen feuchten Asphalt beleuchteten. Ihm war nicht kalt, er war nicht müde, er spürte gar nichts mehr.
Langsam ging er mit der Maus auf die kleine rechteckige Schaltfläche. Ein letztes Atemholen. Ein kurzer Schreckmoment in dem er kurz den Mut verlor, er sich Konsequenzen einredete.
Dann war ihm alles egal. Ein kurzer Klick und es war vorbei.
...
[INFO]Query view for “Angela” opened.===
Angela <~angela196@gmail.com>
“Angela”===
Angela is a registered nick===
Angela: member of +#gulli and +#linux===
Angela is using a Secure Connection---
End of WHOIS information for Angela.
...
FreaXXX:
Hi
FreaXXX:
Lust auf quatschen?
...


Paralelen zu lebenden Personen sind natürlich vollkommen ungewollt.

Geändert von Muffinman (17. 05. 2007 um 12:26 Uhr).
Alt 17. 05. 2007, 01:20 Muffinman is offline Mit Zitat antworten #54
craid
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Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 6
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Hey Leute,
ich war schon lange nicht mehr hier, aber heute hab ich es mal wieder geschafft.

Regen

Ich wanderte vor einigen Tagen durch die Innenstadt. Dicke Wolken hingen am Himmel und verdunkelten die Umgebung. Die Passanten schauten immer wieder, mit besorgten Blicken, zum Himmel hinauf.
Mich störte es nicht, das einzigste was passieren konnte war, das es anfing zu regnen. Aber anscheinend schienen die Leute Angst vor Regen zu haben, sie liefen hastig los und suchten Deckung unter Vordächern und Läden, spannten schnell ihre Regenschirme auf. Sie wurden für kurze Zeit fast Hysterisch, als würde ihr Leben davon abhängen.
Dann fing es an zu regnen. Die Innenstadt schien wie leergefegt zu sein, Passanten drängten sich unter Vordächer oder in die Eingänge der Läden.
Mich störte es immer noch nicht. Letztendlich war es nur Wasser, völlig harmloses Wasser. Ich würde, wenn ich wieder zuhause bin, mir die nassen Klamotten ausziehen und trockene Kleidung anziehen.
Man schaute mich komisch an, als ich ohne Regenschirm oder anderen Schutz durch die Innenstadt schlenderte. Die ungläubigen Blicke amüsierten mich, es war als wäre ich für die Passanten ein Exotisches Tier aus der Steinzeit, oder so.
Während andere sich ängstlich vor dem Regen schützten, genoß ich die frische, feuchte Luft. Nachdem die nassen Klamotten Anfangs ein unangenehmes Gefühl in mir hervorriefen, fühlte ich mich erfrischt und irgendwie frei.
Frei von den seelischen Fesseln, die mir aufgezwungen wurden. Frei von dem Drang vor dem Regen zu flüchten.
Mich stört es nicht.

Tja, ich hoffe mal wieder euch hat es gefallen.
Alt 18. 05. 2007, 18:53 craid is offline Mit Zitat antworten #55
takealookaround
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ich blinzelte. Sonnenlicht durchflutete die Eichenblätter und fiel in mein Auge, Wärme durchfloss meinen Körper. Es kribbelte unter meinen Rücken. Die Grashalme zwischen meinen Fingern fühlten sich frisch und geschmeidig an. Vögel zwitscherten. Die Benommenheit des Morgens überfiel mich wieder. Kein klarer Gedanke in jenem Moment. Die verführerische Bewusstlosigkeit des Schlafes wich abermals. Kurz darauf raffte ich mich auf. Die Hütte, in der gefeiert wurde, lag verlassen und friedlich da. Es waren viele Leute da, viele die ich vorher nie gesehen hatte. Aber die anderen kannte ich ebenso wenig. Die leeren Flaschen standen noch auf den Tischen. Kopfschmerzen machten sich bei mir breit. Ich sank an einen Baum hinter der Hütte nieder. Meine Arme an meinen Kopf pressend, aus Angst er könne platzen. Ich fiel auf die Seite. Als ich wieder zu Verstand kam blinzelte ich, auf dem Gras liegend, auf eben jene Flaschen die ich am Abend zuvor genau dort geleert hatte. Der Schlaf nahm Besitz von mir, da meine Kopfschmerzen sich abschwächten. Als ich wieder aufwachte war der Abend angebrochen. Die Sonne hing in einen gleißenden Rot zwischen den Baumkronen. Alles war wie in Gold getränkt. Mir war angenehm warm...
Alt 21. 05. 2007, 16:58 takealookaround is offline Mit Zitat antworten #56
Camorra
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Frisch ausgedacht

Die Hitze stieg ihm in den Kopf. Ganter, dessen spärlich mit Borsten bedeckter Kopf nun kurz vor dem Explodieren war, schätzte sich eigentlich eher als Selbstbewusst ein. Bis jetzt. Da stand er, schaute nach unten, über seinen behaarten, speckigen und von seinen Kollegen gerne als Ranzen bezeichneten Bauch hinweg und sah hinter seinem Nabel noch die Spitze seines kleinen "Druckventils" hervorblitzen. Ganter hätte gerne ein größeres, das fiel ihm jetzt wieder ein. Seit seinem 18. Geburtstag hatte er jedoch die Hoffnungen aufgegeben, als ihn sein Hausarzt wissen ließ, dass nun engültig nichts mehr wachsen würde und ihn jäh enttäuschte. Schnell ließ Ganter den Gedanken los, seine pochenden Wangen rissen ihn wieder in seine peinliche Situation zurück. Ganter stand splitternackt vor einer riesigen Leinwand.

Ein schadenfrohes Lachen, gefolgt von einem geekelten Aufschrei einer Dame aus der zweiten Reihe machten ihm bewusst dass das Kinopublikum nun sah, was ihm, durch seinen Bauch eingeschränkt, nur halb sichtbar war.
Er konnte sich nicht errinnern wie er auf die Erhöhung vor der Leinwand kam. Schon länger hatte Ganter diese Aussetzer, genauer gesagt seit er bei einem dieser Medikamententests mitmachte. Er hatte die 2000 Euro im Kopf als er der ärztlichen Betreuerin von Bayer versicherte, dass es in seiner Familie keine psychisch kranken Menschen gab. Er dachte an die 2000 Euro und an seine paranoide, schizophrene Mutter als er die Pillen schluckte.

Langsam löste sich die seine Starre und Ganter begann zu laufen. Er ignorierte die lächerlichen Geräusche, die seine auf- und abspringenden Genitalien erzeugten, er bemerkte kaum, dass inzwischen der komplette Saal lachte und er zuckte zusammen, als er von einem leeren Cola-Pappbecher getroffen wurde. Ganter hörte nur noch dieses Rauschen. Es kam ihm so vor als würde sich alles in Zeitlupe bewegen, als er hastig die Treppe des Kinos hinunter lief. Als er die Schwingtüren in seine Sichtweite kamen, sah er sich fast am Ziel. Er stürzte aus dem Kino auf die Strasse. Ganter bemerkte wie das Rauschen langsam nachliess. Ihm war schwindelig, als es plötzlich hell vor ihm wurde. In der letzten Sekunde realisierte er, was geschah. Er konnte nichts mehr dagegen unternehmen - es war zu spät. "Immerhin ist es vorbei", dachte Ganter und sein erleichert grinsendes Gesicht klatschte auf den überdimensional großen Mercedesstern, bevor sein Körper von den LKW-Reifen zerquetscht wurde.
Alt 22. 05. 2007, 21:13 Camorra is offline Mit Zitat antworten #57
staublunge
-:LAO-TSE:-
 
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Er fühlte sich leicht. Kein Atemzug wich aus seiner Lunge. Kein Geräusch mehr nahm er wahr. Das leuchten des Mondes schmerzte ihm in den Augen. Den leblosen Körper fühlte er nicht. Seine Hände waren taub. Er ist frei.

-mh-
Alt 22. 05. 2007, 22:15 staublunge is offline Mit Zitat antworten #58
AlienT
¯ ¯ ¯¯ ¯
 
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Zitat:
Zitat von staublunge 
Er fühlte sich leicht. Kein Atemzug wich aus seiner Lunge. Kein Geräusch mehr nahm er wahr. Das leuchten des Mondes schmerzte ihm in den Augen. Den leblosen Körper fühlte er nicht. Seine Hände waren taub. Er ist frei.

Einfach klasse.
Alt 25. 05. 2007, 15:36 AlienT is offline Mit Zitat antworten #59
Goldust
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Gerade eben schnell geschrieben - gut 20 Minuten - aber überarbeite es doch nochmal.

Geändert von Goldust (27. 05. 2007 um 00:01 Uhr).
Alt 26. 05. 2007, 23:27 Goldust is offline Mit Zitat antworten #60
woina
Ω ist zwecklos
 
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ein Schularbeitsaufsatz mit dem Thema: „Schritte auf dem Dachboden“


Es war ein kühler, hässlicher Oktobertag. Dichter Nebel und ein bewölkter Himmel erinnerten an das Londoner Wetter. An diesem Morgen stand ich mit einem flauen Gefühl im Magen auf, obwohl schulfrei war. Irgendetwas war falsch an diesem Tag.

Beim Frühstücken fiel mir dann nach einer großen Tasse Blut und einer Hirnaufstrichsemmel unser Hund auf, er war nämlich verschwunden!
Noch schliefen alle und ich machte mich auf die Suche nach dem Hund. Eigentlich wollte ich ja noch Benzin über die Nachbarskatze schütten, aber das hatte noch Zeit.
Auf meine Rufe reagierte der Hund nicht, vielleicht wurde er ja vom Zug überrollt? Das gäbe wieder eine Schweinerei, schade um die neue Hundemarke.
Als ich so die Schienenstränge entlangschlenderte, kam ich auch bei einem Bahnübergang vorbei. Obwohl die Schranken unten waren, überquerte ein hektischer kleiner Mann mit Aktentasche die Gleise. So ein dummer Mann, er dachte wohl, er wäre schneller als der auf ihn zukommende Zug. Ich entfernte die abgetrennte Hand von der schwarzen Aktentasche und hebelte den Deckel mit dem Unterarmknochen des hageren Mannes auf.
Im Koffer fand ich zu meiner Überraschung einige Geldscheinbündel und eine Handfeuerwaffe mit einer Packung Patronen.
Nach erfolgloser Suche ging ich zurück nach Hause. Wie aus dem Nichts huschte eine Katze über die Straße und verschwand in einem Garten. Vielleicht lief sie ja vor meinem Hund davon? Ich ging also den schmalen Weg entlang, von dem die Katze kam. Plötzlich hörte ich ein Miauen aus einem Busch.
Katzenbabies!
Endlich hörte die Miauerei auf.
Nachdem ich das Magazin wieder vollgeladen hatte, machte ich mich wieder auf die Suche nach meinem Hund. Da am Ende des Weges nur ein alter Volvo, ein EVN-Gasreservoir und ein kleines verlassenes Häuschen stand, beschloss ich, wieder umzukehren.
Zum Glück riss mich die Druckwelle der Explosion zu Boden, mich hätte nämlich beinahe der vorbeifliegende Kotflügel des Volvos mitgerissen.
Als ich mein Heim betrat, sprang mich plötzlich mein Hund an.
Meine Mutter erklärte mir dann, dass sie den Hund aus Versehen auf dem Dachboden vergessen hatte.
Jetzt fielen mir erst die Kratzgeräusche und die Schritte auf, die vom Dachboden zu kommen schienen. Als ich die Dachbodentür öffnete, kam mir auf einmal ein Schwall Verwesungsgestank entgegen. Oben angekommen sah ich auch die Ursache für die Schritte und Kratzgeräusche. Es war der Herzschrittmacher meiner Tante, der durch ihren verwesten Körper auf den Boden klopfte. Neben der Leiche saß die Nachbarskatze, mein Hund hatte sie wohl hier heraufgejagt.
Nachdem ich mit dem Feuerlöscher die brennende Katze wieder gelöscht hatte, setzte ich mich zufrieden vor den Fernseher.

Als ich feststellte, dass auf sämtlichen Kabelkanälen „Vera am Mittag“ lief, kam mir wieder das Gefühl – irgend etwas stimmte heute nicht.



Note 5, Themenverfehlung (obwohl fehlerfrei) + angeordneter Psychiaterbesuch...
Alt 28. 05. 2007, 22:30 woina is offline Mit Zitat antworten #61
Cemo3
 
Beiträge: n/a
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ich krame mal den Thread raus. Kann grade nicht schlafen. Schaunmermal was am Ende als Produkt bleibt.

food tsi tseil sträwkcür sad rew
Steven Seagal Film. 20 Uhr 15. Pro Sieben. Früher war er ein harter Cop. Hat sich zurückgezogen in die Wildnis. Sein einziger Kontakt zur Aussenwelt: Ein kleines Mädchen aus dem Weisenhaus mit der er eine Brieffreundschaft geschlossen hat. Mädchen wird entführt von ukrainischen Menschenhändlern. Seagal benutzt seine ausgeprägte Menschenkenntnis um eine Prostituierte auszufragen. Sie kann seiner Mimik nicht standhalten. Verrät den geheimen Ausgang. Korrupte Polizisten schauen vorbei. Seagal vergibt nicht. Nach 45 Minuten habe ich genug Blut für ein paar Wochen im Vorraus gesehen. Warum nicht auch für die nächsten paar Monate? Blut wird fliessen. Ich bin mir sicher, denn Seagal vergibt nicht. Zwischendurch verliebt sich eine Polizistin in ihn. Er kann ihre Gefühle nicht erwiedern. Er ist der Einzelgänger aus der Wildnis. Adler auf der Schulter und 10 jährige Brieffreundin. Showdown mit dem Boss der Menschenhändler. Davor fliesst noch viel Blut. Danach auch. Seagal rettet den Tag. Mein Held.

22:00. Pro Sieben. Galileo. Ayman Abdallah möchte noch etwas sagen. Er zeigt einen Brief.



Ayman Abdallah. Ruining your Childhood since 1998.
Alt 02. 06. 2007, 01:13 Mit Zitat antworten #62
Adjunct
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Beiträge: 37
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Recht nette Texte, recht netter Thread...

Da sag ich doch mal Guten Tach und reihe mich ein !



NAH DRAN !!

Eine imaginäre Person riet mir neulich davon ab, mein Leben ins Klo zu werfen. Dieser Person schlug ich verbal ins Maul und spülte mich davon.
Oben klingelte ein Telefon. Auf meinem Rutsch durch den Kanal mitsamt der Scheiße entdeckte ich, daß man auch hier, ganz unten, gegen den Strom schwimmen kann. Toll.
Aufgrund meiner Erfahrung hierbei schaffte ich es, durch das Gewirr der Rohre zurück zu meinem Pott zu kraulen. Gleichwohl half mir mein stets markantes Aroma als Kompass.
So entstieg ich, die Backen voll mit Stuhl, dem Amboss; ins traute Heim zurück, kotzte und nahm ab.
"Wasslos ?" "Alles Gute und Liebe und Küsse zum Geburtstag, mein Scha.." Ich legte auf und ging duschen.
Sachen gibts, Seelen baumeln und Schweine pfeiffen, aber so richtig bescheid wußte ich deshalb noch lange nicht. Aber ich war nah dran.. an der dreißig, hurra !

Die verpissten Jahre konnten einem ganz schön um die Ohren fliegen, wenn man nicht am Ball blieb. Egal. Es galt eine Party zu organisieren und ne Menge Idioten auszuladen, damit genug Alkohol übrig bleiben würde, sich totzusaufen. Der Weg war das Ziel.
Doch schon beim Frühstück sah ich es. Der Zufall und das Schicksal, beides mal wieder Oberarschgeigen, hatten die bestellten 50 cm Schnee über Nacht von Mr. Gott geliefert bekommen.
Ich verstand, lief rot an und hörte wieder auf zu verstehen. Danach rief ich den ersten Idioten an. Dabei fiel mir etwas ein. Ich gab ihm die Namen aller anderen Pfosten durch und teilte ihm mit, wie schön es wäre, wenn auch die anderen wüßten, daß die Party ausfallen würde. Er bedankte sich, ich widerstand dem Drang, ihn zu fragen, wofür eigentlich und hängte auf.
Plötzlich ging ein Ruck durchs Haus, etwas zersplitterte unten, meine sortierte Pokemon-Sammlung flog aus dem Regal und draußen begann ein Hupkonzert. Ich achtete nicht auf das schwebende 5-Meter-Fragezeichen über meiner Rübe und sah aus dem Fenster auf die Apokalypse herab. Irgend ein Genie war wohl ins Schleudern geraten und hatte dabei beschlossen, rückwärts in unserer Haustür zu parken.

Gerade als ich anfing, mich zu fragen, was hier für ne bescheuerte Muppet-Show abging, öffnete sich die Fahrertür und .. Brad Pitt stieg aus.
Das Hupen hörte auf, die Zeit gefror und wurde schwul. Wie der Teufel nahm ich je 5 Stufen beim Runterrennen, rutschte aus und brach mir die Hand. So weit, so gut.
Endlich unten angekommen, hörte ich meinen Vermieter in gebrochenem Englisch Gott und Brad danken, daß seine alte Tür im Arsch war. Ich schob die niedere Dummwurst hinter seine Wohnungstür, kletterte über den Wagen und reichte Brad Pitt meine gebrochene Hand.
Er zögerte keine Sekunde, nahm sie, gratulierte mir grinsend zum Geburtstag, schwang sich wieder in seine Karre und brauste Richtung Leremie davon. Ich mußte endlich mit den verdammten Drogen aufhören, soviel stand fest.
Dumm auf verschneiter Straße dastehend, fiel mir auf, daß ich meine Schlüssel oben vergessen hatte, und daß meine fette Ratte Erwin wieder mal nicht in der Lage wäre, mir aufzumachen.
Da beschloß ich, Erwins Diät voranzutreiben und das Land zu verlassen. Gras mußte über die Sache wachsen. Ich war sechsundzwanzig, die Welt stand mir offen, also schiss ich auf die Party, stieg in den ersten Bus und versuchte weiterhin, so nah wie möglich dran zu bleiben und ..hey, wenn ich nicht gestorben bin, versuch ich's heute noch !!

Alt 02. 06. 2007, 01:41 Adjunct is offline Mit Zitat antworten #63
Metadrom
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Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 15
Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Rückenwind

Ich blicke weder zurück noch nach vorne. Ich will nie wieder zurück schauen! Meine Sinne sind gefangen wie in einem Kokon. Die Umgebung dringt nur langsam in mich ein, wie hinter einem roten Schleier. Da, eine Wiese. Jeder einzelne Grashalm wird von meinem gierigen Verstand aufgesogen. Die einzelnen Pflanzen, das Unkraut, jene schöne blau schimmernde herrlich anzuschauende Pflanze. Bereit soviel wie möglich von dieser Herrlichkeit mitzunehmen. Ein riesiges Fass in das sich die ganze Welt ergiesst. Die gewaltigen sonngelben Felder, mit den sich traurig wiegenden Weizenhalmen. Die fanatischen Bienen, bereit den Blütenstaub, das Leben weiterzugeben, so fleissig. Qualen für mein Herz.

Ich laufe schneller. Das Eichhörnchen mit seinem braun grauem Fell, und dem weissen Fleck auf der Stirn, gibt es ihn, den Einen? Da der Scheitelpunkt, das Fass wird voll, die lärmenden Autos, die stinkenden Abgase, das alles durchdringende Gelärm, riesen graue Betonklötzchen. Ein stetig wachsendes Krebsgeschwür. Mir wird schlecht, benebelt von diesem Glücksgefühl. Existiert es denn? Der Ort, wo sich das Gute konzentriert?

Meine Augen werden vom Hindernis angelockt, mit Blindheit geschlagen. So langsam komm ich ihm näher, sie schreien, doch jetzt ist es zu spät. Mein Fass kippt, der Inhalt ist verloren. In diesem Moment spüre ich weder die körperliche Anstrengung noch die übliche Höhenangst. Ich sehe nur das Ziel vor mir, das Ziel, das nahe Ziel, die Freiheit, lasse die Geissel hinter mir. Das Brückengeländer ist kein Hindernis mehr, für das Denken keine Zeit, keine Furcht, keine Grenzen, nur noch Staunen, nur noch Erstaunen, wie lange acht Meter doch sein können.
Alt 03. 06. 2007, 10:44 Metadrom is offline Mit Zitat antworten #64
paulweix
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Hallo! Nach langer Thread-Abstinenz, sehe ich mich verpflichtet, auch wieder einen kleinen Beitrag zu leisten!
Unglaublich, was für tolle Geschichten sich da ansammeln! Noch ein paar mehr und man könnte ein Buch herausgeben... :-)

Also nun ein kleiner Text:

Zukunft?

Die unerträgliche Einfachheit hält dich gefangen in einem komplexen Käfig.
Unvorstellbarkeiten als Gitterstäbe.
Überschreite die Grenzen der Zeit und werde Zukunft.
Herr Undenkbar – dein Wärter – er füttert dich mit geschmacklosen Utopien.
Im Nachbarkäfig macht dich das Geschrei der quirligen Vorhersagen verrückt.
Am Liebsten würdest du ihre prophetischen Mäuler stopfen.
Ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
Du erhebst deine Stimme und brüllst eine entsetzliche Gegenwart gen Himmel.
Es hilft.
Die Vorhersagen verstummen und die Gitterstäbe lösen sich in Verständnis auf.
Du weißt: Ab heute ernährst du dich nur noch von duftender Wahrheit.


mfg, PW
Alt 09. 06. 2007, 12:42 paulweix is offline Mit Zitat antworten #65
Gira
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ich hab eine kurz geschichte für die Schule verfasst mache sowas eigentlich auch ganz gerne mal so ich muss dazu sagen das ich wegen zeitdruck den inhalt nicht ganz ausfüllen konnte und des wegen das ende ein bisschen abgeschnitten ist will aber trotzdem eine Kretik und anregungen zur verbesserung ich hab nicht unbedingt die beste rechtschreibung aber getan was ich kann und die satz zeichen stimmen nicht immer ^^

naja nun zur geschichte


Der Haberrus Mond Stein




Andru Jakson schaltete sein AnalyseTransmitter ein,den Mond Stein vom Mond Haberrus musste er genauer untersuchen er war anders als die Gesteine vom Mond der Erde er war Lila gefärbt und fast so rund wie eine Murmel nur das er kleine winzige Wölbungen bildete Andru war von diesem Stein besessen er hatte noch nie so einen Faszinierenden Mondstein in der Hand gehalten, er wusste das der Stein ein Geheimnis trug und das er eine Revolution im Fundus der weltraumgeschichte werden würde es war seine Institution die ihn darauf hinwies seit 5 tagen erforschte und analysierte er ihn schon und seit 5 tagen konnte er vor Aufregung und Wissbegierde über diesen Stein nicht schlafen er konnte ihn nur schwer bei Seite legen und dieses tat er meistens nur wenn er er Ass oder seine Notdurft verrichtete er war vernarrt das Geheimnis zu finden was dieser Stein barg! Der Transmitter Piepte er zeigte ein paar zahlen an wieder nur unbedeutende es machte ihn wahnsinnig! „Verdammt“ brodelte es aus ihm raus „Dieser Verfluchte Stein“, „Andru... mach eine Pause, du bist seit 5 tagen ohne Schlaf du brauchst ruhe“ sagte Brain sein Russischer Freund der mit auf der Raumforschungsstation stationiert ist. Er machte sich sorgen um Andru denn ihm wurde klar das er besessen sein musste, „Ich kann nicht es ist wie ein unaufhaltsamer Prozess“ Brain unterbrach ihn,
„Andru wir sind hier noch zwei verdammte jahre du hast genug zeit diesen Stein zu untersuchen wir brauchen dich auch noch für anderen Sachen morgen kommt die Versorgungsrakete und wir müssen eine ausen Reparatur machen unser Solarfelktor ist beschädigt und der einzige der ihn reperieren kann bist du!“ Er nahm den stein von der Commando ablage und steckte ihn zurück in die dafür vorhergesehnde schaumstoffbox exackt dafür angepasst, er schloss die kleine schachtel und steckte sie in die Tasche. „Brain“ er wurde nervös sein stein nicht bei ihm.... „gieb ihn mir zurück“ er streckte seine Hand aus und öffnete sie erwartungsvoll „Nein!“ sagte Brain mit ruhiger stimme morgen nach den Reperaturen und der Versorgungsrakte wirst du ihn wieder kriegen aber für heute ist schluss du Ruhst dich jetzt aus und das ist ein befehl und solltest du diesem nicht folge leisten werde ich mich mit der Bodenkontrollstation auseinander setzten und dafür sorgen das du wieder nach hause Fliegst! Andru zog langsam seine hand ein „Gut“ seufzte er enteuscht!
Er schwebte langsam zu seiner Schlafkoje und band sich fest! Er knipste das Licht aus und schloss die Augen doch er dachte noch lange nach bevor er ein schlief! Er Träumte von dem Stein er leuchtete hell und um ihn herum war alles dunkel! Brain trat aus dem Schatten und nahm den Stein an sich er versuchte ihn zu hindern, seine Augen waren vernarrt er konnte es nicht verhinder das Bain den stein nahm. Ruckartig wachte er auf! Er atmete laut und der schweiss rann ihm von der Stirn! Brain hatte das ganze mitbekommen! „Dieser Stein treibt dich in den Wahnsinn!“ sagte er! Andru schaute ihn an sagte aber nichts er suchte die uhr an der anzeige tafel 6 Stunden schlief er! „Das muss ein ende finden, ich werde mit der Bodenkontrollstation reden“ „Tu was du nicht lassen kannst“ zischte Andru! Er schnallte sich los und schwebte langsam aus seiner stehschlafkoje raus er schwebte zu dem bullauge und schaute Traurig in die weite ferne des all´s er wusste das es aufhören musste er musste seine gedanken sammeln denn es gab noch andere aufgaben zu erledigen! Er machte sich ran die Koordinaten der Versorgungsrakete auszumachen 3 stunden würde sie noch brauchen bis sie ankahm und es endlich wieder viel zu essen gab! Eine Stunde Später kam Brain in den Trakt geschwebt „Andru, die Kontrollstation möchte mit dir Sprechen deine Frau und deine Tochter ist da“, Andru erwischte sich gerade dabei wie er wieder an den Stein dachte als ihm ein viel besserer Gedanke aber vertreib seine Frau und seine Tochter das machte ihn glücklich! Er sprach fast eine Stunden mit den beiden und sie schaften es doch Tatsächlich ihm den Stein aus dem kopf zu reden in dem sie ihn überredeten den stein auf der Erde mit mehr und besseren Forschungsmitteln zu erforschen und mit den sorgen der Tochter die ihn ein schlechtes gewissen verursachten von dem stein bis dato abzulassen! Er liebte sein Famiele zu sehr um ihnen dieses angebot auszuschlagen! Die Darauf folgende Nacht schlief er wie ein Fels glücklich mit dem Gedanken an seine Familie! Brain schoss ein Foto davon was er am nächsten Tag mit dem verlassen der Versorgungsrakete auf die erde sendete inklusive des mondsteines! Andru war noch eine ganze weile zerstreut freute sich aber umso mehr auf die Heimreise in erster Liene freute er sich auf seine Familie und auf festes essen und auf die schier unendlichen Möglichkeiten der Erforschung seines steines! Er dankte Brain nach ein Paar tagen dafür und sagte ihm das es die Richtige Endscheidung war! 2 Jahre noch!
Eine kurze zeit für einen Raumfahrer!

Ende
Alt 09. 06. 2007, 14:34 Gira is offline Mit Zitat antworten #66
IhaveNOmouth...
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Eigentlich ist das hier nur das Ergebnis einer Selbsttests, ob es mir gelingt Atmosphäre aufzubauen, deshalb gibt es auch kaum Handlung. Das ist auch nicht wirklich eine Kurzgeschichte, sondern eher eine Metapher, ein Traum, Hypnose, wie auch immer.

...als wir gestorben sind
Die Blätter säuseln vom Prusten und Keuchen, das vom Meer über die Ebenen der kleinen Sandläufe hin zum Blätterteich schwebt, und über die dunkle Verschlagenheit nächtlicher Geborgeneheit sitzt eine kühle Nässe. Der Himmel ist still und unbewegt von Wolken und Vögel. Stadtdessen kann man die Nacht wie ein gespanntes Pergament, so schwarz wie Ruß, am Himmel sehen, gemasert von der Diamantenschrottanhäufung versiegender Quellen.
Unter uns liegt das Wurzelwerk, gleichsam alter Eisenglieder verrostet und verrottend auf dieser hoffnungstrüben Erde im Moss gebetet. Die Ruhsamkeit der Kälte und der Erde, zwingt die Beine nieder, obschon sich Augen von tausend Gespenstern aus alten Ruinen in die kahle Nacht sich schleichen, ihre Schleier wie schwerstes Blei auf dem Wald herniederstampfen. Mit gespitzten Ohren hallt das Zittern fröstelnder Zweige im Echo durch das Land, denn der Wind schreit durch das Gehölz, in dem die Schalen und Hülsen die jungen Samen mit Leichentuch umhüllen. Von überall her strömt ein Hauch von morschem Holz bis tief in den Atemlauf.
Die Glieder sind vom Frost schon steif und die Lippen blau. Mit schweren Lidern schlafen wir unter Träumen davon.
In den Wiesen wird ein zirpen laut, aber wir können nicht hören. Wir vergessen langsam, bitter die Zweige im Wind. Die Bäume und Bäche dringen wie stumme Floskeln an das Ohr. Ihr könnt mich kaum noch sprechen hören. Das Bild stirbt mit uns.
Alt 16. 06. 2007, 23:23 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #67
edalo
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Re: Schräge Kurzgeschichten und Texte

Ohne Atem


Langsam kroch sie unter der Bettdecke hervor, schlug die Augen auf und stellte fest, dass es noch nicht mal 4 Uhr war, als sie auf die Uhr schaute.
Vicky drehte sich zur Seite und zog die Decke mit dem bunten Bezug ganz über den Kopf.
„ Versuch weiter zu schlafen“, sagte sie zu sich, „noch ein bisschen.“
Es dauerte noch eine gute halbe Stunde, bis Vicky endlich wieder eingeschlafen war.

Sie ging barfuss durch den Dreck, der auf dem Boden lag. Es war dunkel, nur ein wenig Licht schimmerte durch die halb verdunkelten Fenster.
Plötzlich hörte sie ein Röcheln, oder Gurgeln und jemand hustete stark. Was war das, wo kam es her?
Sie lief langsam weiter auf die Tür zu, hinter der sie diese Geräusche vermutete. Wo war sie bloß?
In irgendeinem alten Haus, unbewohnt, das stand fest.
Und dort war diese Tür, von da kamen diese merkwürdigen Laute.
Sie hatte Angst, panische Angst. Sie zitterte am ganzen Körper und Schweiß stand auf ihrer Stirn.
Sie strich sich ihre braunen Haare aus dem Gesicht und bewegte sich vorsichtig auf die Tür zu.
Es war richtig gruselig, aber ihre Neugier trieb sie weiter. Vielleicht braucht ja jemand ihre Hilfe.

Da krabbelte etwas in ihrem Gesicht herum, sie schrie laut und wedelte mit ihren Händen herum. Spinnengewebe im Gesicht, igitt! Sie wollte schon umdrehen, dann hörte sie abermals dieses Röcheln....
Nun stand sie direkt vor der Tür und drückte ganz leicht mit zitternden Händen die Klinke hinunter und öffnete Stück für Stück die Tür.

7 Uhr, die Nachrichten! Der Radiowecker hatte seinen allmorgendlichen Dienst aufgenommen. Das hieß Aufstehen! Die Pflicht ruft.

Vicky saß wie eine 1 im Bett, war schweißgebadet und hustete. Sie bekam kaum Luft- ein Asthmaanfall. Ihre Hand tastete zum Nachttisch, griff nach dem Spray und Vicky inhalierte kräftig zwei Züge. Das Husten war unerträglich, aber nach und nach wurde es besser und ihre Atmung fing an sich zu normalisieren.

Ja, so war das, dieser Traum...Traum und Wirklichkeit.



lg

edalo
Alt 19. 06. 2007, 12:25 edalo is offline Mit Zitat antworten #68
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