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Ohneglied
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 645
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Keine Perspektiven
Moin,
momentan läuft in meinem Leben etwas total schief und ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll, deshalb schreibe ich nun hier.
Ich habe im Februar wieder mit der Schule angefangen, nachdem ich jetzt 3 1/2 Jahre arbeitslos bzw. krankgeschrieben war. Am Anfang lief auch eigentlich alles ganz gut, ich habe gute Noten geschrieben und alles war ganz easy. Mittlerweile ändert sich das alles irgendwie.
Ich konnte die 3 1/2 Jahre nicht arbeiten, weil ich immer wieder Phasen hatte, wo es mir psychisch so schlecht ging, dass ich einfach nicht hätte arbeiten können, war dann mehrmals in Kliniken, aber gebracht hat es nicht wirklich was.
Momentan bin ich wieder in so ner Phase und es wird immer schlimmer, vor den Osterferien hatte ich nur genau eine Woche gefehlt, weil ich ne Nasennebenhöhlenentzündung hatte. Seit den Osterferien hab ich jetzt schon 7 Tage unentschuldigt gefehlt und die Osterferien sind ja noch nicht wirklich lange her.
Dazu kommt noch, dass ich in letzter Zeit viel zu viel kiffe, früher kam ich mit 5 Gramm nen Monat aus, jetzt rauch ich 2 Gramm am Tag oder so ...
Ich weiß selbst, dass das nicht gut ist, aber irgendwie komm ich anders mit meinem Leben momentan garnicht mehr klar.
Meinen Freund belastet das alles auch unheimlich, vor allem weil ich in letzter Zeit nur noch unterwegs bin, mein Freund raucht nichtmal und findet das mit dem Kiffen auch alles andere als toll. Er sagt, er kann es sich nicht mit ansehen, wie ich mich kaputt mache und leidet da unheimlich drunter. Vorletzte Woche hat er dann per SMS mit mir Schluss gemacht, weil er wohl so sauer war, weil ich während der Woche nachts um 12 immernoch nicht zu Hause war. Am nächsten Tag (habe die Nacht dann woanders verbracht) war dann aber doch eigentlich alles wieder recht normal.
Habe jetzt vor die Schule abzubrechen, habe schon mit meiner Lehrerin gesprochen, die hat versucht mich davon zu überzeugen, weiterzumachen, sie meinte, ich wäre eine so gute Schülerin (stehe in allen Hauptfächern auf 1 oder 2 und nur in einem Nebenfach auf 3, sonst auch nur 2) und ich sollte mir das nochmal überlegen und evtl. das nächste Halbjahr aussetzen und nebenbei mein Latinum machen, dann könnte ich evtl. nach dem Halbjahr dann wieder einsteigen, weil meine Noten so gut sind, dass ich ein Halbjahr überspringen kann. Allerdings frage ich mich, wenn es jetzt schon zu Anfang so ist, dass ich das alles nicht mehr auf die Reihe bekomme, dann wird das sich in den 3 Jahren bestimmt nicht verbessern.
Und so wie es momentan ist, schaff ichs auf keinen Fall.
Mein Problem ist auch, dass durch die unentschuldigten Fehlstunden mein Bafög für diesen Monat wohl gestrichen wird, das heißt, ich darf das Ende des Monats zurückbezahlen, ich weiß nur nicht wirklich wovon. War jetzt schon beim Jobcenter und die meinten, wenn ich mich jetzt arbeitslos melde und dann Ende des Monats Bafög zurückzahlen müsste, dann müsste ich mit dem Schreiben vom Amt für Ausbildungsförderung zum Jobcenter und dann würden die das Bezahlen.
Alle sagen zu mir: "Das musst du durchstehen, alle haben mal ne schlechte Phase." Aber ich habe einfach Angst davor, dass wieder alles so wird, wie es mal war. Als ich noch arbeiten gegangen bin, habe ich immer gekämpft, ich bin immer zur Arbeit gegangen, egal wie schlecht es mir ging, meine Ärztin wollte mich immer krankschreiben, aber ich hab gesagt: "Nein, die brauchen mich, ich muss arbeiten gehen, wenn ich nicht da bin, dann läuft da nix." (war wirklich so, weil ich die einzige war, die Rechnungen, Lieferscheine etc. schreiben konnte) Ich habe so lange weitergearbeitet bis ich irgendwann nen Nervenzusammenbruch bekommen hab und in ner Klinik gelandet bin. Nachdem ich 3 Wochen in der Klinik war, bekam ich meine Kündigung, ich war noch in der Probezeit und konnte daher ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Ich habe Angst, dass es jetzt wieder so wird, wenn ich weiterkämpfe, deswegen ziehe ich diese Möglichkeit mittlerweile schon garnicht mehr in Betracht.
Aber dann bin ich wieder arbeitslos und bin im Grunde wieder genau da, wo ich schon 2003 war. Ich weiß nicht wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Irgendwie ist alles so sinnlos ...
Vor allem weiß ich einerseits, dass es so nicht wirklich weitergehen kann, ich muss irgendwas tun, sonst stürz ich völlig ab. Andererseits will ich aber garnicht damit aufhören, ich will weggehen, ich will Drogen nehmen und ich will Spaß haben. Ich will irgendwie unten sein, ich weiß, dass es mir dann schlecht geht, aber irgendwie will ich das.
Allerdings ist meine Situation momentan auch unheimlich schwierig, auf der einen Seite hab ich meine Freunde, die irgendwie fast alle Drogen nehmen, andererseits meinen Freund, der so der Vernünftige ist und ohne den ich wohl komplett die Sau rauslassen würde. Ich weiß, dass ich früher oder später die eine Seite von beiden verlieren werde, ich weiß nur noch nicht welche. Das ganze tut mir auch irgendwie total leid, denn eigentlich hat mein Freund das alles nicht verdient, er steht zu mir, obwohl ich schon ziemlich viel Scheiße gebaut habe und nun mach ich das schon wieder und er leidet wieder darunter.
Eine konkrete Frage hab ich eigentlich nicht, ich muss das ganze nur mal loswerden.
Für Einschätzungen bin ich aber trotzdem dankbar. Falls jemand den kompletten Beitrag liest, ist irgendwie doch recht lang geworden, aber mittlerweile sind die Probleme irgendwie zu so nem hohen Berg angewachsen, dass das alles mal rausmusste.
Danke fürs Lesen,
liebe Grüße, ju
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11. 05. 2007, 10:52
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#1
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IT-Consultant
Registrierungsdatum: Jul 2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.378
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Re: Keine Perspektiven
Ich würde sagen, du musst dein Leben in die Hand nehmen! Ich würde die Schule nicht abbrechen! Das ist das Dümmste, was du jetzt tun kannst.
Hör mit dem Kiffen auf(!!!), such dir neue Freunde, die keine Drogen nehmen(!!!), lenk dich mit Sport ab und schreib weiter gute Noten. Wenn du das geschaft hast, bin ich mir sicher, kommt dein Freund auch wieder zurück und dann hast du doch auch keinen Grund mehr, depressiv zu sein?
Ich seh dein Problem in den Drogen und deinem Umfeld. Ganz ehrlich: Du hast schon "genug" Scheisse gebaut, indem du solange krank warst. Wenn du jetzt wieder aufgibst, sehe ich keine rosige Zukunft für dich. Ziehst du das Ding jetzt durch, könnte doch noch was feines aus dir werden. Aber ohne Drogen!!!
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11. 05. 2007, 11:21
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#2
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asShole
Registrierungsdatum: Aug 2005
Ort: hannover
Beiträge: 1.821
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Re: Keine Perspektiven
Hast du keine Familie die dir hilft?
Du hast die "falschen" Freunde.
Hör auf Drogen zu nehmen.
Hast du jetzt nen Freund oder nicht? Er hat Schluss gemacht, aber du schreibst, dass er dich oben hält.
Geh zu einem Psychologen und lass dich untersuchen. Ist nicht beleidigend gemeint, aber es kommt mir so vor, als wenn du vollkommen verpeilt durchs Leben läufst. Du brauchst einen Punkt, von dem aus du starten kannst und positiv in die Zukunft schauen kannst.
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11. 05. 2007, 11:25
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#3
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Sonnengras
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: Labor
Beiträge: 512
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Re: Keine Perspektiven
Zitat:
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Zitat von Silver111
Ich würde sagen, du musst dein Leben in die Hand nehmen! Ich würde die Schule nicht abbrechen! Das ist das Dümmste, was du jetzt tun kannst.
Hör mit dem Kiffen auf(!!!), such dir neue Freunde, die keine Drogen nehmen(!!!), lenk dich mit Sport ab und schreib weiter gute Noten. Wenn du das geschaft hast, bin ich mir sicher, kommt dein Freund auch wieder zurück und dann hast du doch auch keinen Grund mehr, depressiv zu sein?
Ich seh dein Problem in den Drogen und deinem Umfeld. Ganz ehrlich: Du hast schon "genug" Scheisse gebaut, indem du solange krank warst. Wenn du jetzt wieder aufgibst, sehe ich keine rosige Zukunft für dich. Ziehst du das Ding jetzt durch, könnte doch noch was feines aus dir werden. Aber ohne Drogen!!!
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genau meine Meinung, KEINE DROGEN! aufhören damit und habe kein kontakt mehr zu deinen Drogen freunden, zu keinem. wenn du wiklich dein leben wider auf die beine bringen willst brech sofort jeglichen kontakt ab, neue handy nummer, ambesten umziehn. breche niemals die schule ab, wenn du sie jetzt abbrechnen solltest, bist du selber daran schuld das du wider da endest wo du warst. Durchhalten, und neue interlektuele nicht drogenabhänige(ambesten auch kein alk und kein rauchen, alles was dich ann kiffen erinnert) freunde. Geh zu deinem freund oder ex freund ich weiß es nicht genau was da grade ist und rede mit ihm das du es so machen willst und er dich unterstüzen soll. Sag ihm wenn er dich siht wie du drogen dabei hast oder konsomirst dann soll er sie wegwerfen, verbrennen, auf den mond feuern und dir ein standpauke halten was das solle. Du musst aber an deinen Plan denn du machst dich halten, wenn du es nicht machst, ist es vorbei.
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11. 05. 2007, 12:02
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#4
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moo!
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: Niederbayern
Beiträge: 61
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Re: Keine Perspektiven
Das ist ganz schön heftig was du da schreibst, aber ich kann es gut nachvollziehen. Ich bin selbst 3,5 Jahre meines Lebens planlos herumgesteuert. Bis ich plötzlich vor einem riesen Scherbenhaufen stand.
Ich kann das ganze deshalb sehr gut nachvollziehen. Das letzte was ich dir an dieser Stelle empfehlen würde ist dass du die Schule abbrichst, wenn du denkst es geht nicht mehr leg erstmal eine Pause ein wie dir ja auch schon angeboten wurde. Von den Drogen solltest du tatsächlich versuchen weg zu kommen, denn sie dienen in erster Linie nur zum Verdrängen, damit du dich nicht mit dir selbst befassen musst. Das wird dir sicherlich schwer fallen und vielleicht solltest du professionelle Hilfe in Form von Suchtberatung oder eines Psychologen bzw. einer Psychologin in anspruch nehmen.
Wenn du das nicht willst und es dir schwer fällt Hilfe von einer fremden Person in Anspruch zu nehmen dann rede mit deinem Freund (dem Text nach seid ihr noch zusammen?) darüber. Ihm scheint sehr viel an dir zu liegen und er ist vielleicht der einzige der dir aus diesem Loch helfen kann.
Auf jedenfall solltest du aber, wie auch meine vorredner schon schrieben, deinen Freundeskreis überdenken. Aus deinem Text kann man auch gut rauslesen dass du dir selbst schon Gedanken darüber gemacht hast ob diese Leute der richtige Umgang für dich sind. Und wenn man so über seine Freunde denkt, dann sind sie meist der falsche Umgang.
So richtig weiterhelfen kann ich dir aber auch nicht, dazu müsste man die gesamte Situation kennen. Ich selbst habe vor allem dadurch dass ich mich einem guten Freund anvertraut habe aus "dem Loch" gefunden und bin dabei das Leben wieder zu genießen.
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11. 05. 2007, 12:16
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#5
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Re: Keine Perspektiven
Hallo Ju!
Zunächst mal kostet es sehr viel Mut das alles zu schreiben.
Und alleine das Du es geschrieben hast, zeigt doch das Du Dein Leben eher in geordnete Bahnen bringen willst.
Wie sollst Du nun aber Vorgehen?!
Am Besten ist es sicher wenn Du Dir professionelle Hilfe suchst, einen Psychiater und bei einer Drogenberatungsstelle.
Sei nicht böse deswegen aber versuche es, sie können Dir wirklich helfen.
Du solltest auf keinen Fall mit der Schule aufhören, wie schon geschrieben wurde, suche Dir vielleicht ein Hobby, oder mache Sport.
Ich denke Dein Freund kann eine wichtige Stütze für Dich sein (die meisten Kerle hätten Dich wahrscheinlich schon verlassen), rede mit ihm und nimm seine Hilfe an.
Ich glaube Du wirst Dich sicher bald zwischen Deinem Freund und Deinen anderen Freunden? entscheiden müssen.
Die Wahl kann Dir niemand abnehmen, aber ich hoffe für Dich das Du Dich für Deinen Freund entscheidest!
Ich wünsche alles Gute
Gruß Doeddel
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11. 05. 2007, 12:25
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#6
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2006
Beiträge: 383
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Re: Keine Perspektiven
Entweder nagst du die nächsten Jahre am harten Brot, machst also mit Ausbildungen jeglicher Art weiter und kannst dir dann irgendwann ein erfreuliches Leben (mit Spaß) leisten...
oder
Du hast weiterhin 'Spaß' mit Drogen und stellst irgendwann fest, dass du dein Leben versaut hast.
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11. 05. 2007, 12:53
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#7
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2005
Beiträge: 143
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Re: Keine Perspektiven
Warum rasten alle so wegen dem Kiffen aus? Jo1, du hast ein sauberes, zusammenhängendes Postig verfasst und gute Noten in der Schule. Du bist kein Drogenopfer. Du hast Angst, weil du keine Arbeit hast - das ist normal. Deswegen muss man nicht zum Psychiater. Such dir einen Job, dann wirst du das Kiffen runtefahren *müssen*. Lass Bong und Joint stecken. Deine Kifferfreunde werden anfangs doof gucken (ok, tun sie immer), aber du wirst das packen - die Sucht ist zu 90% Gewöhnung, denk dran.
Und dein Freund wird begeistert sein und dich garantiert unterstützen.
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11. 05. 2007, 13:28
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#8
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IT-Consultant
Registrierungsdatum: Jul 2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.378
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Re: Keine Perspektiven
Zitat:
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Zitat von arctor
Warum rasten alle so wegen dem Kiffen aus? Jo1, du hast ein sauberes, zusammenhängendes Postig verfasst und gute Noten in der Schule. Du bist kein Drogenopfer.
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Genau! Denn nur dumme Menschen können Drogenprobleme haben!
Zitat:
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Lass Bong und Joint stecken.
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Ja, zieh das Gras lieber durch die Nase!
Glaub ihm nicht, das Kiffen zieht dich runter. Ich selbst rauche ganz selten mal, aber wenn man erstmal "abhängig" war, und glaub mir, das bist du, kann man nicht zum Gelegenheitsraucher werden, sondern muss ganz aufhören. Zur Not, geh zu einer Drogenberatung. Mach dir keine Gedanken, es ist nicht Schlimm, Hilfe von ihnen anzunehmen.
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11. 05. 2007, 15:19
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#9
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Geisterfahrer
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: südlich des Nordpols
Beiträge: 2.211
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Re: Keine Perspektiven
Hallo Ju
Will meine Antwort mal kurz halten. Ich denk, es sind Versagensängste, die du mit deinem Suchtverhalten - sei es nun mit Arbeit oder Kiffen oder was für stoffliche und nichtstoffliche Suchtmittel- zu umgehen versuchst.
Wenn du so weiterrumzögerst, werden es irgendwann nicht mehr nur Versagensängste sein, sondern wirklich das blanke Versagen.
Wenn du mich fragst, was du tun sollst, kann ich dir nur sagen, geh geradeaus. Nicht links und rechts um diesen Berg von Ängten, sondern geh ihn an. Dazu brauchst du vermutlich schon Hilfe. Würde mal beim Schulsozialdienst nachfragen, ob sie jemanden wissen, der in dieser Thematik gut begleiten kann.
Deine Ressourcen hast du ja schon selbst beschrieben. Bist gut in Kommunikation und du kannst wirklich deutsch schreiben! Wär schade, du würdest deine Möglichkeiten vertun und dann dem Board fehlen.
Lass dir mal eine Fussmassage machen. Füsse sind die Werkzeuge des Fortschrittes, die müssen umsorgt werden.
Gruss jomsn
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11. 05. 2007, 15:53
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#10
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: NRW
Beiträge: 350
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Re: Keine Perspektiven
- Du musst nicht zur Arbeit wenn dich deine Arztin krank schreibt. Krankheiten lassen sich Geniesen. Einfach zu hause bleiben! Das sind dann halt so die 6-9 Tage die man im Jahr einfach so frei hat.
- Was du in deinem Späteren Leben machen könntest? Hilf doch Jugendlichen denen es genau wie dir gerade geht. Schön wäre auch zu wissen, welchen Schulabschluss du gerade nachmachst. Ich glaube das wäre dann so schiene Sozialarbeiterrin.
- Kiffen aufhören. Du musst nicht unbedingt deine Freunde verlassen wenn es *gute* Freunde sind. Sie werden es verstehen. Selbst wenn sie alle Kiffen. Sag denen doch einfach das du sau krasse probleme mit dir Selber hast und deswegen nicht mehr Kiffen willst. Ich mache es z.B. so, das ich ca seit 2 jahren Kiffe, allerdings dies nicht regelmäsig wie nen paar meiner Freunde. mal am Wochenende oder so mach ich einfach mal mit. Allerdings denke ich das das bei dir nicht mehr gehen wird, da du schon anscheinend in der Sucht bist. Das ist dann wie mit dem Rauchen: solange du nicht richtig anfängst zu rauchen, z.B. nur auf Partys und dich auch soweit selbst im Griff hast um das durch zu stehen, ist alles ok. Also ich sag mal so. Kiffen vördert nämlich bei manchen Leuten Depressionen. Vorallem nach dem Kiffen. Den Tag nach dem Kiffen ist man oft Lustlos z.B. zur Schule zu gehen. Auser natürlich du kiffst wieder einen. Ich schätze mal so leuft es bei dir ab. Wie TV Kaiser sagen würde: "Meine Damen und Herren ein Teufelkreis." Hör mit dem Kiffen auf.
- Die Schule würde ich auf keinen Fall aufgeben. Wenn du vertig bist und einen job machen kannst, der dir auch gefällt, denke ich das du viel mehr spass am Leben haben wirst. Mit diesem Ziel vor Augen, würde ich sagen könntest du ja die Sache durchziehen.
- Du schreibst das du "irgendwie gerne unten bist." Vieleicht ist das auch eine Art Schmerzsucht. Nur das du dir so weh tust und nicht mit Rizzen oder so. Vieleicht das nochmal den Psychologen sagen. Am besten nochmal einen Psychologen aufsuchen.
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11. 05. 2007, 20:27
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#11
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Ohneglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 645
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Re: Keine Perspektiven
Erstmal danke für eure Antworten.
Das was ihr schreibt, ist auf jeden Fall nachvollziehbar für mich und einerseits denke ich ja auch so, ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann.
Andererseits will ich aber auch garnicht aufhören, Tyrantre hat das wohl schon richtig erkannt, ist irgendwie ein Selbstzerstörungstrip auf dem ich gerade bin. Geritzt hab ich früher ne zeitlang auch, mittlerweile nur noch sehr sehr selten, aber ganz loskommen davon tu ich irgendwie auch nicht.
Im Grunde ist da seit ich 12 oder so war immer irgendeine Sucht gewesen, die ich exzessiv ausgelebt habe, so ganz frei von Süchten war ich irgendwie nie, wenn die eine wegging kam die nächste. Mal wars das Kiffen, mal das Saufen (mit 16 konnte ich nen ganzen Kasten Bier alleine trinken  ), mal das Schneiden, mal Sport, naja, jedenfalls immer etwas. Im moment ist es das Kiffen, bzw. allgemein Drogen (hab in letzter Zeit auch andere Sachen in geringen Mengen konsumiert).
Ihr schreibt alle, dass ich die Schule bloß weitermachen soll, ich weiß echt nicht, wie ich das schaffen soll. Nächsten Monat hab ich dann überhaupt kein Geld, dabei bin ich jetzt schon pleite. Wenn ich ne Therapie machen würde, dann dauert das erstmal unheimlich lange, bis ich nen Platz habe (bei ner ambulanten), bei ner stationären würde das zwar schnell gehen, aber zur Schule könnte ich dann auch nicht gehen, wenn ich in ner Klinik bin. Ich sehe momentan irgendwie keine Möglichkeit die Schule weiterzumachen, hab jetzt diese Woche schon wieder 3 Tage blau gemacht, weil ichs einfach nicht schaffe zur Schule zu kommen. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich vom Abend vorher noch zu fertig wäre oder so, ich hab einfach keine Lust. Ich setze im Moment irgendwie meine Prioritäten falsch, an erster Stelle steht Kiffen, danach kommt irgendwann Essen, Schule, usw.
Hatte mir auch eigentlich mal vorgenommen gehabt, in der Schule nicht zu Kiffen, am letzten Schultag vor den Osterferien bin ich dann aber doch mit welchen aus meiner Klasse rauchen gewesen.
Und nach den Osterferien hab ich dann in fast jeder großen Pause geraucht, in den letzten Tagen (wenn ich denn mal da war) hab ich das aber nicht mehr gemacht.
Ich mache übrigens mein Abi nach (weil hier nach Schulabschluss gefragt wurde).
Schon wieder son langer Beitrag ... Schande über mein Haupt^^
EDIT: Ach ja, und mit meinem Freund war ich am Tag nachdem er die SMS geschrieben hatte, irgendwie doch wieder zusammen ... Der Text der SMS war übrigens sehr freundlich "Ich mach Schluss, du mich hintergehende, assoziale, egoistische, drogensüchtige Schlampe." Ich denke daran erkennt man, wie sauer er war ...
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11. 05. 2007, 21:14
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#12
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IT-Consultant
Registrierungsdatum: Jul 2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.378
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Re: Keine Perspektiven
Ja, natürlich ist es einfacher "down" zu sein. Man hat dann ja auch weniger Pflichten und Verantwortung, aber so wird nunmal nichts aus einem. Ausserdem, möchtest du nicht mal ein suchtfreies Leben führen, mit Familie, Haus usw.?
Also musst du es irgendwie schaffen! Und es funktioniert auch, nur einfach ist es nicht.
Zu dem Geldproblem, da kann ich dir natürlich nicht großartig helfen, aber vll. kannst du dem Bafög-Amt erklären, dass du momentan wenig Geld hast. Vielleicht in 3 Monatsraten, oder 3-4 Monate später zahlen? Fragen kostet nichts. Gras schon.
Aufjedenfall ist es schonmal gut, dass du bemerkt hast, dass du deine Prioritäten falsch setzt. Nun musst du sie aber nur noch in die richtige Reihenfolge bringen. Es ist ja irgendwie ein Teufelskreis bei dir. Such dir Hilfe, falls du es nicht alleine schaffst, um mit den rauchen aufzuhören und du wirst merken, dass es dir nach der Zeit, viel besser geht. Und dann geht es auch wieder mit der Schule besser usw.. Das kommt dann von alleine.
Wichtig ist, dass du es willst und es auch durchziehst. Ich finde, dass du recht sympathisch rüber kommst und denke schon, dass du es schaffst. Zieh es durch! Viel Glück!
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11. 05. 2007, 21:28
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#13
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Geisterfahrer
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: südlich des Nordpols
Beiträge: 2.211
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Re: Keine Perspektiven
Hallo Ju
Du schreibst, dass du seit 12 auf der Suche bist - nein pardon, immer von irgendeinem stofflichen oder nichtstofflichen Suchtmittel abhängig bist.
Von was bist du abhängig, respektive anders gefragt, was sollten deine Mittel bei dir befriedigen?
Möchtest du überhaupt erwachsen werden?
Na ja, Ju. Hab wieder mal nur viele Fragen und wenig Antworten - aber ich denke, die Antworten kannst eh nur du finden.
Gruss jomsn
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11. 05. 2007, 21:35
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#14
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Re: Keine Perspektiven
Solange deine Umgebung die selbe bleibt und du mit den selben Leuten rumhängst, wird es fast unmöglich sein von den Drogen loszukommen. Ich habe schon von verschiedenen Leuten gehört, dass sie mit Leichtigkeit aufs Kiffen verzichten konnten, nachdem eine Zäsur in ihrem Leben erfolgte (z.B. Schulabschluss- Studium). Auch wegen deiner Verfassung und deiner Vorgeschichte kann ich es dir eigentlich nur abraten aufzuhören.
Du machst dir ganz klar selbst zuviel Druck. Und daran gehst du zu Grunde, nicht an den Drogen. Setz dir nur kleine Ziele (gute Noten in Klausuren etc.). Wende dich öfters an deinen Freund, wenn es dir schlecht geht. Hast du auch noch Kontakt zu deinen Eltern? Wenn du unbedingt kiffen musst, dann nimm dir deinen Joint. Nimm aber auf keinen Fall irgendwelche Ersatzdrogen! Aber versprich dir selbst professionelle Hilfe, wenn du bereit bist und nachdem du *selbstverständlich* dein Abi gemacht hast, aufzusuchen und bitte deinen Freund, dass er dir dabei hilft.
Genieß das Leben und mach dir weniger Gedanken um das Drumherum. Vermeide unnötigen Druck!
*noch sei gesagt:
Niemand kennt dich hier gut. Lies jeden Beitrag mit Vorsicht, du wirst Lösungsansätze finden, aber sprech dich unbedingt mit Menschen aus deinem RL ab.
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11. 05. 2007, 21:53
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#15
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: NRW
Beiträge: 350
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Re: Keine Perspektiven
Ein Vorschlag: du fängst 2 *harmlose* Suchtmittel an: Rauchen und Sport. Auch wenns gerade bescheuert klingt, aber das eine machst du in deiner Freizeit und das zweite immer in der 5 minuten Pause oder wenn dir langweilig ist. Allerdings weis ich gerde nicht ob es besser für dich wäre auf 2 andere Suchtarten umzusteigen, oder doch gleich deine "sehr starke allgemeine Sucht", die du anscheinend bei vielen Dingen schnell entwickelst, ganz bei Seite zu legen oder zu therapieren.
Das musst du wirklich mit einem Psychater bereden, denn ich will dir keine Tips geben die das ganze vieleicht noch verschlimmern. Ich glaube bei Leuten wie dir kann man irgendwie auch auf die Schnelle zu einem Psychater. Musst du dich mal irgendwie Infromieren.
Ps: Auch wenn es vielleicht bei mir was anderes ist, aber ich glaube ich/wir haben alle mal so null bock Fasen. Ich rede mir dann einfach ein: "Scheiß drauf und geh zur Schule." Ich zwinge meinen Körper Quasi sich zur Schule zu Bewegen, weil wenn ich denke: "Oh kacke, 0 Bock auf Schule ich bleibe zu hause." sach ich mir einfach: "Ne, ich habe das garnicht zu entscheiden." Ich gebe mir z.B. darüber gar keine Wahl. Ich mach es einfach, weil es sein muss. Das ist z.B. so, wie sich zu überwinden vom 10ner Turm im Schwimmbad zu springen. Man muss es einfach machen ohne darüber nach zu denken. Man tut es halt. Habe keine Ahnung wie ichs genau beschreiben soll, aber so mache ich das zu mindest wenn ich mal kein bock habe.
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11. 05. 2007, 22:08
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#16
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2005
Beiträge: 98
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Re: Keine Perspektiven
Als erstes hör auf dich selber zu bemitleiden!!! Du hast dein Leben in der Hand, nur du kannst entscheiden was du machen willst und vor allem DU hast die Verantwortung über DEIN leben. Die Lösungen für deine Probleme liegen doch alle auf der Hand! Hör auf zu konsumieren, mensch du machst ABITUR dafür braucht man Gehirnzellen, welche du dir zerstörst mit dem ganzen Scheiß. Du sagst du hast kaum Geld...da frage ich mich, ob du ganz alleine bist. Hast du keine Eltern, Bekannte,( beste Freunde vllt) die dich unterstützen können???
Naja hoffe du kriegst das alles gebacken. Das Leben ist kein bunter Teller.
ansonsten viel glück
mfg
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11. 05. 2007, 22:16
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#17
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Der Durchgeknallte ;D
Registrierungsdatum: Nov 2005
Beiträge: 467
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Re: Keine Perspektiven
erstmal lese dir mal gaanz in ruhe durch was du geschrieben hast! fällt dir was auf?du bemitleidest dich nur selbst. dein freund meint es nur gut mit dir er wird dich über lang oder breit verlassen das ist so sicher wie das amen in der kirche. leigt dir was an ihm dann tu es für ihn.
hör auf zu konsumieren, such dir andere freunde und versuch nen job zu finden oder was anderes um dich abzulenken aber außer drogen bitte! wenn du das geschafft hast dann biste durch!
achso und versuch nicht von 2 g aus 1,5 g und dann auf 1g usw. das klappt nicht dafür bemittleidest du dich selber viel zu stark.
bis dahin
MfG Whitemen
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12. 05. 2007, 18:57
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#18
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Gesperrt
Registrierungsdatum: May 2005
Ort: Lolingen
Beiträge: 253
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Re: Keine Perspektiven
1. verbrenn die Joints und schmeiß die drogen _alle_ weg
2. such dir nen hobby
3. such dir noch ein hobby
4. lern was und verdien Geld
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12. 05. 2007, 21:27
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#19
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treibender Otter
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Lekka-Kaffee-Land!
Beiträge: 4.121
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Re: Keine Perspektiven
Hallo Ju,
ich glaube ich weiss, wie´s dir gerade ergeht. am liebsten aufstehn, mischung fertich machen und den tag am besten erstmal mitnem kopf beginnen, damit dieser unangenehme ameisenhügel aus deinem bauch verschwindet und die realität im dunst des nächsten köpfchens schwindet. ich kenne diesen alltag noch von früher, wo ich mit einer ex zusammen gewohnt habe und genau das gleiche gemacht habe, was du jetzt tust.
ich bin damals durch zufall aufs tägliche kiffen gekommen. es fing ganz harmlos an mit 2 gramm und der turn hat die langeweile vertrieben und das sexleben wieder richtich aufblühen lassen. irgendwann wurde es dann zum alltag und meine damalige freundin hing dann auch mit in meinem sumpf, soll heißen, ich habe sie damals davon abhängig gemacht, was ich mir bis heute nicht verzeihen kann.
man sagt zwar immer das kiffen nicht so schlimm sei, doch die realität sieht nunmal so aus, dass man durchs kiffen einfach nichtmehr weiß, wenn probleme auf einen zukommen, wie man dann damit umgehn soll. man lässt sich schleifen und reitet auf der welle des glücks in seine problemfreie scheinwelt. alle probleme die durch vernachlässigung entstehen häufen sich und es lastet auf einen, bis man immer mehr und mehr nimmt um den alltag hinter sich zu lassen.
genau damit steigt dann auch der druck und das schlechte gewissen, der körper ist überfordert, weil er ausgepowered ist und die glückshormone fehlen. dadurch ergibt sich dieses depressive üble gefühl, welches vom bauch nach oben in den kopf zieht, wo man denkt "was habe ich nur für ein leben? was habe ich schon erreicht? nichts! egal was ich mache, es macht alles keinen sinn. warum nur ich?".
ist man unter "freunden" so ist alles vergessen, weil man in seiner eigenen welt ist, die unantastbar ist und wo man viel lacht, party macht und sich mit videospielen und pod volldröhnt. das "leben" ist dann unbeschwert man fühlt sich wohl, die perfekte illusion. hallo scheinwelt! doch ist man dann mal allein und man betrachtet sich selber, so sieht man die leere direkt ins gesicht und man verfällt in die klängliche melancholie von gedanken, welche einen in selbstmitleid zerfliessen lassen.
das ganze habe ich 3 jahre tag für tag mitgemacht, wobei wir ohne dope nicht mal mehr wussten, was wir miteinander anfangen sollten. wir lebten auf 50qm2 nebeneinander.
irgendwann wachte ich aber im klaren kopf auf und sah meine freundin mit kleinen augen auf der couch liegen, was mich echt erschreckte. ich sagte zu ihr: hey dude, alles klar bei dir? und sie sagte nur noch: hä, was? was gibz denn? ... du liegst jetzt schon seitner halben stunde rum und siehst echt super fertich aus... sie: ohh, schon ne halbe stunde? dann wirds ma wieder zeit nachzulegen. ab da hatte es dann klick gemacht.
wir waren zombis, die nicht mehr mit sich anzufangen wussten als sex, gras rauchen und sich den bauch zuzuhauen, wärend wir mit leeren blick in die röhre glotzten. so konntes nich weitergehn. später erkannte ich dann, das ich es war, der alleine die schuld dafür trug, das ich sie in meinen sumpf mit reingezogen hatte. von da an hörte ich auf zu kiffen - von heute auf morgen. die leute kamen immer noch jeden abend vorbei und ich sah mit an, wer diese leute, die 3 jahre zu uns nach hause kamen überhaupt waren. perspektivenlose zombis, die weder arbeit kannten noch sonstigen gesellschaftlichen aktivitäten teilten.
schliesslich fing es an richtich weh zu tun mit ansehen zu müssen, wie meine freundin jeden abend da lag, ihre pflichten vernachlässigte und sich immer weiter von mir entfernte, zumindest dachte ich das. in wirklichkeit war ich es aber, der sich von ALLEN entfernte, dem gras, den "freunden" und dem dauerkoma. jeder tag begann morgens schon mit einem dicken stein im magen und mit schuldgefühlen, zum einen meiner freundin gegenüber, zum anderen der gesellschaft gegenüber, und um den ganzen noch die krone aufzusetzen, lastete dieser ganze druck noch auf mir, gefüllt von versagen - realität - wovor ich damals noch meine augen, ohne es zu wissen, verschloss.
das ende vom lied war auf jedenfall, das ich mit dem versuch, sie von der droge runterzubringen, ich mich aus ihrer auffassung immer weiter von ihr distanzierte. eins führte zum andern. sie betrügte mich in meinen eigenen bett mit einem guten damaligen "freund" und aus all diesen zuständen entwickelte sich dann das gefühl von hoffnungslosigkeit, überforderung, schuld, angst vor eine ungewisse zukunft. Folge: depressionen, die kaum auszuhalten waren.
ich hatte sie verloren, hatte meine wohnung verloren und wusste nicht mehr wohin ich sollte. wie tief kann man noch sinken?, dachte ich, doch jetzt wusst ich es.
die richtigen freunde, die ich wärend meiner kifferei vernachlässigte waren weg. die falschen freunde wurden meine gegner und mein "leben" endete darin, das ich unter depressionen litt und nur noch einen freund hatte, der mich fürn paar wochen aufgenommen hatte.
ich fing dann an mein leben zu sortieren und mir ´n job zu suchen als paketzusteller. kein anspruchsvoller job, aber besser als alleine in einer fremden wohnung zu sitzen, wo alles was ich sah mich an frühere partys und vor allem an sie erinnerte. außérdem war es gerade sommer und das schöne wetter und nette menschen trugen zu einer besseren laune bei.
die ganze zeit war ziemlich hart, den schmerz aus 3 jahre tiefgründiger beziehung zu überstehn, keine freunde mehr zu haben, ausser meinen besten freund, und mit einer schuld zu leben, daß allein ICH die schuld für meine jetzige situation trug. es war ein harter kampf bis vor 3 jahren, welchen ich in eigentherapie durch ursachenforschung und schritt für schritt besserung dann letztendlich gewonnen habe.
ich erkannte was drogen mir wirklich gaben und was ich ohne sie in der realität besaß - eine realität mit problemen, die mir die luft zum atmen nahmen. melancholie, einsamkeit, keine zukunft, keinen optimismus brachten mich teils dazu mir in gedanken auszumalen, wie ich mich am besten töten könnte, um nicht noch mehr schmerz zu verspühren.
letztendlich sitze ich jetzt hier, ich habn guten job, bin mein eigener chef, lebe gut und versuche dir klarzumachen wie die realität für dich wirklich aussieht. wie würde es aussehen, wenn du nicht mehr kiffen würdest? wer wäre für dich da von all den leuten, die z.zt mit dir kiffen? wer ist da, wenns dir schlecht geht, oder wer würde für dich da sein? sind nicht gerade das die dinge, die am wichtigsten sind im leben? menschen zu kennen, die in schwierigen zeiten auch für dich da sind. menschen die zu dir kommen, einfach aus dem interesse, weil sie gerne mit dir ihre zeit verbringen ohne zugeballert zu sein? menschen, denen du vertrauen kannst, die dich in schwierigen zeiten unterstützen und dich bestärken?
das alles wirst du nie unter drogenabhängigen, u.a. auch nicht unter kiffern finden, denn selbst kiffer sind in erster linie nur mit sich selbst beschäftigt. wenn du ehrlich bist und da mal darüber nachdenkst, ist es nicht auch bei dir so, dass du egoistischer geworden bist in deinem handeln, gleichgültiger im zuhören und dir insgeheim dann sagst, blabla - ich habe selbst genug probleme, worauf dann die typische abwürgtaktik angewendet wird?
was ich dir mit meiner geschichte einfach sagen will ist, du MUßT für dein leben entscheiden, welchen weg du gehn willst. dein weg z.zt ist der falsche, dass kann ich aus eigenen erfahrungen sagen. und wenn du denkst, es wäre jetzt schlimm, dann wirst du in 2-3 jahren sehn wie schlimm es dann ist und wie schön man sich die sitaution redet bis dieses ganze "leben", ohne vorwarnung auf einmal wie eine seifenblase zerplatzt. ab dann stehst du alleine da und glaub mir, das gefühl willst du nicht kennenlernen.
du hast jetzt einen lichten augenblick, lasse ihn zu und denke nach wohin dich drogen zum schluss bringen. diese drogen können dich zwar nicht physisch umbringen, aber sie bringen dich gesellschaftlich und innerlich tag für tag um.
mache was aus deinem leben und beende deine schule. stelle dir vor was für ein gefühl es ist etwas geschafft zu haben, dass du stolz auf dich sein kannst, wenn du dein gutes abschlusszeugnis in der hand hast und das du hart dafür gekämpft hast. du wirst sehn, auch wenn die aufgabe das durchzuziehn vielleicht schwer ist, wie toll es sich anfühlen wird nicht resigniert zu haben. es ist ein unbeschreiblich gutes gefühl, glaub mir das. du bist die starke frau, die sich für den richtigen weg entschieden hat und die es sich verdient hat, dieses gefühl mit aussicht auf einer besseren zukunft zu erleben.
ich sage nicht das es leicht wird, du wirst vielleicht oft abstürzen und vielleicht auch denken du schaffst das nicht, aber wie du siehst ist es nicht unmöglich, wenn dein wille auf besserung deiner situation aus dem tiefsten innern kommt. ich wünsche dir wirklich echt viel kraft und hoffe das du dich für den richtigen weg entscheidest. denke daran das du einen freund hast, der durch dich leidet - dich aber LIEBT - und denke daran, das wenn du so weitermachst er diesen druck bald nicht mehr aushalten kann.
in dem sinne, alles gute und viel kraft - für welchen weg du dich auch immer entscheidest. handle weise!
Indianer
PS: TSCHULDIGUNG DAS ES ´n ROMAN GEWORDEN IST!
Geändert von Indianer (13. 05. 2007 um 03:33 Uhr).
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12. 05. 2007, 23:34
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Mitglied
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Re: Keine Perspektiven
@Indianer: Guter Roman!
@Silver111: Mit "Drogenopfer" meine ich eine Suchtkranke, Autoradio-Klauende Schizoide Crackhure, was Jo1 offensichtlich nicht ist. Hier wurde etliche male ein Drogenberater empfohlen, und das macht dein Eindruck, als wäre es teuflisch schwer mit dem Kiffen aufzuhören. Man braucht aber keine Monatelange Therapie, sondern den Entschluß.
@ju: Du bist eher Nikotin- denn Cannabissüchtig. Versuche mit Zigaretten zu substituieren.
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13. 05. 2007, 01:25
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#21
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