Habe einen sehr interessanten Artikel gefunden.
Funkchips: Mehr Absatz, weniger Schwund
Mit Funkchips soll Ladendiebstahl in Zukunft uninteressant werden: Erst bei Bezahlung werden DVDs und Unterhaltungselektronik an der Kassa aktiviert und damit nutzbar. Rentieren soll sich die Investition unter anderem über mehr Verkauf.
NXP Semiconductors [ehemals Philips, mit Kompetenzzentrum in Graz] und die US-Firma Kestrel Wireless haben eine Lösung auf Basis von Funkchips [RFID-Chips] vorgestellt, die den Handel nicht nur vor Diebstahl schützen, sondern auch die Kosten für Entsorgung und den bisherigen Diebstahlschutz dezimieren soll.
Ohne Aktivierung unbrauchbar
Über einen eingebauten RFID-Chip wird die gewünschte Ware nur im Bedarfsfall aktiviert - bei einer DVD ein in das Medium selbst eingelagerter elektrooptischer Film, der bestimmte "kritische" Bereiche vor dem Auslesen schützen soll.
Dieser Film muss über den Chip eigens aktiviert und damit "durchsichtig" gemacht werden, erklärt der zuständige Marketingbeauftrage von NXP, Kurt Bischof, das System.
Der elektrooptische Film, der von Kestrel Wireless gestellt wird, wird direkt bei der Produktion eingelagert und die DVD damit unbrauchbar gemacht. In diesem Zustand kommt sie in den Handel.
Aktivierung bei Bezahlung
Erst bei der Bezahlung an der Kassa kann der RFID-Chip, der direkt mit der Folie verbunden ist, über ein RFA-fähiges [Radio Frequency Activation, ebenfalls von Kestrel] RFID-Gerät aktiviert und die Folie mit einem elektrischen Impuls auf durchsichtig gestellt werden. Damit werden auch die Daten auf der DVD wieder lesbar.
Für die Freischaltung braucht es allerdings das Netzwerk von Kestrel, das den Freischaltcode bereitstellt. Dahinter liegt eine Datenbank, auf der jede DVD [oder jedes Gerät] als rechtmäßig bezahlt und damit nutzbar eingetragen wird.
Gegenüber ORF.at gab Kestrel-Chef Paul Atkinson an, dass in der Datenbank selbst keine Informationen über den Kunden gespeichert, sondern darüber nur die Zugangscodes verteilt werden.
Kein Einfluss auf Medium selbst
Sony DADC in Anif, Salzburg, zeigte sich auf Anfrage von ORF.at skeptisch, aber zumindest interessiert an dem System. Dietmar Fischerlehner von DADC bezweifelt, das der elektrooptische Film bei Blu-ray-Medien ohne weitereres integrierbar ist.
"Eine zusätzliche Schicht ist auch ein technisches Problem, jede Kunststoffschicht etwa ändert das optische Verhalten einer Disc." Er habe aber noch zu wenige Informationen über das gesamte Projekt.
Dazu meinte Atkinson, dass der Film zwar die optischen Eigenschaften ändere, sich das aber auf Grund seiner "Dicke" von 700 Nanometern in Grenzen halte und somit die Eigenschaften des Mediums nicht nachhaltig verändere.
Den ganzen Artikel bei ORF (sollte man lesen)
RFID - Ein sehr schlechter Weg in die Zukunft wenn man an die ganzen Möglichkeiten denkt.