|
|
|
|
|
|
worldwide.
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: L.E.
Beiträge: 665
|
hi.
heute war bei uns wieder plenum und ich habe mir gedanken zum freiheitsstreben der linken gemacht...
letz go
was ist freiheit?(kurz zusammengefasst)
die anarchysten sagen:
freiheit ist die abwesenheit von staat und kapital in einer pazifistischen gesellschaft...
die kommunisten sagen:
freiheit ist die abwesenheit von kapital und die des bösen kapitalisten in einem staat der das volk erzieht...(oder so)
hmm,nunja,nicht erst seit heute stell ich mir die frage:
sind diese anschauungen von freiheit es wert so genannt zu werden???
ist freiheit nicht eher die freiheit anders zu sein?d.h.
(achtung,kompliziert und philosophisch)
ohne mann kann es keine frau geben...
ohne ja kann es kein nein geben...
ohne macht kann es keine freiheit geben?
ich weiß im moment ehrlich gesagt nicht wie ich mit diesen,zugegebenermaßen neuen,gedanken umgehen soll??!!
überlegt mal!ist freiheit nicht die freiheit sich zu weigern (bzw. widerstand zu leisten) ODER etwas zu befolgen???
greetz,
DWM
|
20. 06. 2001, 23:18
|
#1
|
|
HSVler
Registrierungsdatum: Jan 2001
Beiträge: 1.041
|
Hm,schwer zu sagen. Wenn du an Chaostagen teilnimmst und die Innenstadt von z. b. Dresden plattmachst, braucht man sich nicht wundern wenn man von der polizei was abbekommt. Du hinderst die ladenbesitzer daran , etwas zu verkaufen. Du beraubst ihnen ihrer freiheit.
Wer Freiheit einschränkt , muss damit rechnen selber eingeschränkt zu werden. Sprich z.b. Knast.
Die Staatsgewalt wurde von freien Bürgern gegründet um die freiheit zu sichern. Ich weiß nicht ob das jetzt so passt aber was besseres fällt mir nicht ein.
|
20. 06. 2001, 23:52
|
#2
|
|
kapituliert
Registrierungsdatum: Jan 2001
Ort: SDF
Beiträge: 1.671
|
Die Frage nach der "Freiheit an sich" ist m.E. Quatsch.
Die Frage muß heißen: "Freiheit wovon?".
Für mich pers. vor allem Freiheit von Arbeit 
...
B.
|
21. 06. 2001, 00:17
|
#3
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: May 2000
Ort: UniMatrix
Beiträge: 3.183
|
moinsen...
imo kann es keine völlig freiheit geben, dann mit der persönlichen freiheit des einen würde man zwangsläufig einen anderen wieder einschränken und so die freiheit adabsurdum führen....
MfG
|
21. 06. 2001, 12:36
|
#4
|
|
worldwide.
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: L.E.
Beiträge: 665
|
hi.
zu den chaostagen:
gehe mal auf www.chaostage.de und sieh dir mal den bericht zu den 95. chaostagen an...ich hab mich beinahe totgelacht.
zu der freiheit:
erstmal zustimm an alle,aber nur im gewissen maß...
es kann doch nicht nur das eine geben,d.h. freiheit... dennwenn es keine macht gäbe bräuchte man auch keine freiheit?d.h. das eine kann ohne das andere NICHT existieren???!!!
versteht ihr das?
wozu ein ja wenn es kein nein gibt?
ich glaube diese diskussion wird sehr philosophisch...
greetz,
*nachdenklich*DWM
|
21. 06. 2001, 13:16
|
#5
|
|
Boeses junges Fleisch
Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: BO-FH
Beiträge: 13.416
|
Hm, die grundlegende Unterscheidung ist imo die zwischen der "Freiheit von" und der "Freiheit zu".
Freiheit von etwas, von Repressalien, Unterdrueckung etc., ist vielleicht das, was DWM ansatzweise den Kommunisten/Anarchisten unterschiebt (wobei ich diese Definitionen fuer zu einfach finde, der Kommunismus definiert sich ja nicht durch die Abschaffung von Kapital).
Freiheit zu etwas ist das, was Crool negativ gewendet auf Chaostage anwendet: Die Moeglichkeit, beliebig zu handeln. IDese findet ihre natuerlichen Grenzen in der Natur - ich bin nicht frei dazu, ohne Hilfsmittel in der Gegend herumzufliegen - und sozial an den Freiheiten anderer.
Und da ist es eine Ermessenssache, wieviel gegenseitiges Beschneiden von Freiheit moeglich sein soll oder muss. Ueblicherweise sagt man, die eigene Freiheit endet an der Freiheit anderer. Das ist natuerlich nicht so, denn diese Grenze ist anhand von Machtverhaeltnissen verschoben. In der Fabrik habe ich weniger Freiheiten als mein Meister. Ich nehme bewusst Einschraenkungen meiner Freiheitsrechte in Kauf, um etwas anderes zu bekommen.
Nun koenne man sagen, ein Maximum an Freiheit ist erreicht, wenn keine derartigen Verschiebungen mehr moeglich sind....
Ich muss aber sagen, ich bin grade aus der Diskussion etwas draussen und entsprechend wirr ist, was ich so dazu sage... Ich hatte mal eine ziemlich lange Diskussion mit einem Dozi zu dem hema, wo wir es eher auf den Gegensatz Determiniertheit - Freiheit abgesehen hatten, und da kamen wir zu dem Punkt, wirklich frei sei man nur bei Handlungen, deren Sinn man selber nicht verstehe, denn alle anderen seien durch gesellschaftliche Praegung, Erziehung, aeussere Einfluesse mitbestimmt... Selbst die Auflehnung gegen diese Einfluesse ist von ihnen bestimmt und gepraegt. Von daher ist "freies Handeln" voellig unmoeglich. Aber ich denke, da wurden schon diverse Regale dazu vollgeschrieben und werden wohl auch noch weitere dazukommen...
|
21. 06. 2001, 13:46
|
#6
|
|
Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2001
Ort: Berlin
Beiträge: 335
|
Hi,
ich glaube man muß hier zwischen der politischen Freiheit und der philosophischen Freiheit unterscheiden.
Eine politisch an zu strebende Freiheit bedeutet für mich, keine Verpflichtungen einem/einer "Oberen" gegenüber zu haben. Sei das ein Chef im Betrieb, oder ein Polizist, oder Politiker...
Diese Freiheit würde, wie Korrupt erwähnte, bei der Freiheit anderer enden.
Die philosophische Freiheit wäre wirklich die totale Freiheit von allen Regeln und Einflüssen einer Gemeinschaft oder Zivilisation. Hehe, witzig, wenn ich mir vorstelle, daß ich nur total frei bin bei Handlungen, die ich nicht verstehe. Allerdings würde ich das auch nicht unbedingt als Freiheit ansehen. Denn ich möchte mich auch *frei* entscheiden können, ob ich das tun will und warum. Oder nehme ich mir da schon wieder selbst die Freiheit? Und können wir überhaupt, sozialisiert wie wir sind, bestimmen, was "echte" Freiheit ist?
Oder ist Philosophie die wahre Freiheit, weil man ohne jede Beschränkung rumspinnen kann, ohne ein "sinnvolles" ergebnis bekommen zu müssen?
wirre Grüße
Arthur_23
|
22. 06. 2001, 12:27
|
#7
|
|
Optimistische Melancholie
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Europa
Beiträge: 2.035
|
Freiheit definiere ich als eine Art Gefühl, eine Lebenseinstellung. Freiheit kann meines Erachtens nicht durch bestimmte Politische Strukturen errreicht werden. So empfinde ich z.B. Freiheit (Achtung, jetzt wird's kitschig:-)) wenn ich morgens den Sonnenaufgang sehe...ich weiss dass ich nachher in die Arbeit fahren muss, und dort vorgeschrieben bekomme, was ich tun soll, oder auch nicht - aber hey, könnte eine Gesellschaft existieren wenn jeder tun und lassen kann, was er will (was eigentlicht die ABSOLUTE Freiheit wäre). Eine absolute Freiheit in der Gesellschaft gibt es meiner Meinung nach nicht. Mann kann sie nur für sich selbst ausmachen.
gruß
caleb
|
27. 06. 2001, 12:18
|
#8
|
|
Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2001
Ort: Berlin
Beiträge: 335
|
Hi,
@Caleb:
Nein eine totale Freiheit kann es in einer Gesellschaft nicht geben. Denn wenn ich tun und lassen dürfte was ich will, könnte ich ja auch jede Frau oder jeden Mann vergewaltigen, wenn ich Bock drauf hätte... Dann hätte ich zwar die totale Freiheit...
Aber ich könnte auch das Opfer sein... und dann hätte ich keine wirkliche Freiheit.
Deswegen ja: Die Freiheit des einzelnen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen anfängt, oder so... hat Bertholt glaub ich eingebracht...
Gruß Arthur_23
|
02. 07. 2001, 14:09
|
#9
|
|
Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 00:48 Uhr.
|
|