ich weiss zwar nicht wie philosofisch / poetisch die members hier angesiedelt sind, aber das wollte ich schon immer loswerden, um mal meinungen / kommentare zu hören...
wie könnte man das leben am besten umschreiben / metaphern oder deuten...?
- ..der weg ist das ziel? - einfach gemacht...
„Das Leben ist ein Labyrinth.”
Ein riesiges Labyrinth, in dem sich alle Menschen befinden. In diesem Labyrinth zu sein ist ein unbeschreiblich großer Zufall. Ein großes Ereignis, doch kann ich mich nicht an den Eintritt in dieses Labyrinth erinnern. Meine ersten Schritte in diesem Labyrinth habe ich nicht allein getan, ich wurde geführt von den Menschen, die mich in dieses Labyrinth versetzt haben. Sie haben mich mitgenommen, auf ihrem Weg, doch jetzt muß ich allein gehen. Muß eigene Wege gehen.
Sich für einen Weg zu entscheiden wäre einfach, gäbe es Wegweiser, die jeden zu seinem Ziel führen. Doch der Macher dieses Labyrinths hat vor jeden Weg eine Tür gestellt, die verschlossen ist. Manchmal gibt es nur eine Tür, durch die man gehen kann, dann ist es einfach, doch fast immer ist man mit einer Vielzahl von Türen konfrontiert. Man muß sich für eine entscheiden.
Die Türen sehen alle unterschiedlich aus. Die eine wirkt verlockend, andere scheinen kaum zu öffnen zu sein. Das Problem ist, dass man vorher nie weiß, was sich hinter der einen oder anderen Tür verbirgt. Manchmal scheint ein Weg auch aussichtslos versperrt, weil zu viele durch die gleiche Tür wollen. Man weiß nicht ob sich der Kampf um gerade diese Tür lohnt. Was sich einem hinter ihr bietet. Das erfährt man erst, wenn man die Schwelle überschritten hat, und dann fällt die Tür auch gleich wieder zu - es gibt kein zurück.
Die Türen, die man verschmäht hat, werden einem für immer verschlossen bleiben. Die Frage was wäre, wenn ich doch die andere Tür genommen hätte, kann man niemals beantworten. Eine flüchtige Entscheidung bestimmt den ganzen weiteren Verlauf des Lebens. Auch gibt es Menschen und Verlockungen, die versuchen, auf eine falsche Fährte zu locken, und die Gefahr, unwissend, eine Sackgasse zu betreten.
Und dann ist da noch die eine Tür, die immer offen steht, die aus dem Labyrinth herausführt. Wer durch diese Tür gegangen ist, kehrt nie ins Labyrinth zurück. Es kann also keiner berichten, was sich hinter dieser letzten Tür verbirgt.
Das beunruhigende an dieser Tür, die man sofort erkennt, wenn man vor ihr steht, ist dass man nie weiß, wie weit man noch von ihr entfernt ist, ob man vielleicht gerade genau auf sie zugeht, ohne es zu ahnen. Vielleicht verbirgt sie sich direkt hinter der nächsten Tür, die man öffnet, vielleicht läuft man Jahre an ihr vorbei.
Das Labyrinth ist nach oben offen. Man sieht den Himmel, oder was immer es sein mag - und ich frage mich, was das zu bedeuten hat. Sieht vielleicht jemand zu, wie man durch das Labyrinth irrt, oder steuert einen? Und, wo führt die immer offene Tür hin? Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wohin mich dieses Labyrinth führen wird. Ob ich es schaffe, meinen Weg zu finden.
Eines hat mir die Geschichte deutlich gemacht:
Jeder Mensch hat in diesem Labyrinth seinen eigenen Weg beschritten, hat seine eigenen ganz speziellen Erfahrungen gemacht, die der, der diesen Weg nicht beschritten hat, nicht nachvollziehen kann. Auch wenn jemand Dinge tut, die ich nicht verstehe, liegt es vielleicht an dem Weg, den er bereits hinter sich hat. Deswegen verdient jeder Mensch in diesem Labyrinth meinen Respekt, denn jeder Mensch ist einsam in diesem Labyrinth, und muss seinen Weg allein gehen...
see.sck