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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Die Süddeutsche Zeitung steht nicht gerade im Verdacht, ein linkes Kampfblatt zu sein. Um so erfreulicher, dass ein Thema den Sprung in die großen Printmedien geschafft hat, welches bislang allenfalls im Netz mit derart kontroversen Standpunkten diskutiert wurde. Nichts weniger als die Abschaffung des Copyrights fordert der Politikwissenschaftler Joost Smiers in der SZ.

    Das Urheberrecht sei ein Relikt aus vergangenen Zeiten, welches in der digitalen Welt seine Existenzberechtigung weitaus verloren habe, so Smiers. Die Folge wäre nicht etwa ein Zusammenbrechen des Medienmarkts, sondern vielmehr eine blühende Kulturlandschaft, in der weitaus mehr und bessere Medien erzeugt werden. So die Zukunftsvision Smiers, die er nüchtern aus den Fakten ableitet: das Urheberrecht ist vollkommen gescheitert.
    "Man muss blind sein, um nicht zu merken, dass die Tage des Urheberrechts gezählt sind. Selbst die massive Kriminalisierung von Schwarzbrennern und anderen Nutzern künstlerischen Materials ist wirkungslos."


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  2. #2
    Mitglied Avatar von wtfbbq
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    ist echt erfreulich zu hören, dass das thema copyright langsam puplik in nicht internet kreisen wird.

  3. #3
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Also das Beispiel von ihm ist nicht sehr logisch und nachvollziehbar. Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass das Urheberrecht abgeschafft werden sollte.
    Schon alleine deshalb, weil es mit Urheberrecht einfach viel zu kompliziert ist und man etwas neues ausprobieren sollte.

  4. #4
    Der Rebell
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    ..... und alle Musiker, Schriftsteller, Erfinder, Maler und .... und ... gehen zur Bundesagentur und beantragen Hartz IV.

    Oder sollen dann die Innovationen auf allen Gebieten davon abhängig gemacht werden, daß sich ein großzügiger Mäzen findet, der die armen Schlucker vor dem Hungertod bewahrt?

    Man kann ja gerne über Auswüchse diskutieren aber mit "haut weg den Scheiß" ist nun nichts gewonnen außer daß der dümmliche Spruch "Geiz ist geil" mal wieder seine Bestätigung findet.

    Rebell

  5. #5
    Mitglied Avatar von newdevilraider
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Da gebe ich Lucas recht, das Beispiel ist wirklich nicht logisch nach zu vollziehen. Dass das Urheberrecht abgeschafft wird, ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr sollte man die Kriminalisierung zum Eigengebrauch (damit meine ich den Austausch von beliebigen Daten) liberalisieren bzw. abschaffen. Aber ob da die Konzerne mitspielen ist eher unwahrscheinlich. Das Urheberrecht ist an sich schon notwendig. Nur sollte zwischen dem Eigengebrauch und dem organisierten Vertrieb unterschieden werden.

  6. #6
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    Thumbs down Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Ich weiss nicht.. kann mir nicht vorstellen, wie man das logisch bewerkstelligen kann. Ich meine prinzipiell bin ich gegen das Copyright, aber wenn es abgeschafft wird, wer hilft dann Künstlern, promotet sie, usw? Welche Person hat denn den Drang etwas zu schaffen, wenn er nicht dafür finanziell belohnt wird?
    Okay, heute beachtet schon niemand mehr copyrights, aber wenn sie ganz abgschafft werden, dann bricht eine ganze Industrie zusammen. Und wer trägt die finanziellen schäden dann wieder (Mehr Arbeitslose)? Wir als Steuerzahler. Also ist es totaler schwachsinn

  7. #7
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Die Themen springen langsam aber sicher auf die Themen der "Unterwelt" im Internet an. Erst kritisiert N-TV ganz offen das unverhältnismäßige vorgehen der Sicherheitsbehörden im Rahmen des G8 Gipfel und nun kommt die Süddeutsche Zeitung daher und fordert das Urheberrecht abzuschaffen.

    Mir persönlich geht das zwar auch zu weit, aber mal Patente (zumindest jene die auch für die Allgemeinheit (OpenSorce) sehr interessant / wichtig sind) abzuschaffen und Filesharung zu legalisieren und einen Pauschaltarif zu machen wäre ein guter Anfang.

    Bravem hoffentlich springen anderen Medien / Verlage noch mit auf und leisten so ihren Beitrag zur Aufklärung.

  8. #8
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    gerade, dass dann den kleinen Künstlern "mehr Aufmerksamkeit" zugewandt wird geschieht aber doch dann möglicherweise auf eine schlechte Weise.
    Während er bei den großen Bekannten wohl noch damit recht hat, es vergreife sich ohne Unterstützung des Autors niemand an dessen Werke, ist diese aber bei den Kleineren nicht unbedingt notwendig. Deren Eigentum könnte munter kopiert werden ohne dass es da groß schlechte Presse gäbe, denn wen interessiert denn schon der Newcomer von nebenan (wenn dessen Werk auf einmal (international) von 10 Firmen verwertet wird).


    Aber auch im Allgemeinen: Wäre es dann nicht lukrativ auch Populäres zu Dumpingpreisen auf den Markt zu werfen ?
    Ich glaube nicht, dass man so Erfolg hätte. Man muss vielmehr mit einer solcher Rasenmähermethode sehr vorsichtig umgehen, aber die Diskussion und ihre RIchtung sind auf jeden Fall schonmal ein Lichtblick, danke Joost Smiers.

  9. #9
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Das Urheberrecht abschaffen? Das hat noch ganz andere auswirkungen.

    Nehmen wir an Karl Heinz versucht sich als Buchautor, er hat eine klasse Idee und irgendwie hat er auch das Talent zum Schreiben. 3 Jahre seines Lebens kostet ihn die Arbeit natürlich will Karl Heinz damit auch was erreichen. Einerseits viele Leser sprich auch gute Verkäufe und sich damit vielleicht einen Namen machen.

    Karl Heinz macht sich auf die Suche einen Publisher zu finden, er findet auch einen. Das Buch wird nach 3 Wochen veröffentlicht. Karl Heinz freut sich, endlich einen Namen endlich mehr Geld. Dumm nur das der Publisher das Buch unter seinem Namen veröffentlicht hat anstatt unter dem Namen von Karl Heinz. Karl ist sauer, drei Jahre für die Katz er geht vor Gericht.

    Die Verhandlung ist kurz, sein Anwalt hat ihn auch schlecht beraten dabei war der nicht mal billig. Der Richter meinte nur "Nun das Copyright wurde vor Jahren abgeschafft, hat ihr Anwalt ihnen das nicht gesagt? Wie dem auch sein wir müssen die Klage abweisen"

    Da sitzt der nun der Karl wie ein Schluck Wasser in der Kurve, sein Publisher Otto Raubzug hat mit dem Buch Millionen gescheffelt, anzumerken wär noch die Aggressive Werbung mit der Otto Raubzug andere Mitbewerber aus dem Rennen geworfen hat. Otto ist kein Unmensch und hat Karl 10 Euro überwiesen.

    Eine Abschaffung des Copyrights führt dazu das die großen noch mächtiger werden, weil die die Geld haben können den Markt mit aggressiver Werbung fluten. Die kleinen Autoren, Künstler etc. pp. die haben nichts davon wer es wagt was zu veröffentlichen wird von der Industrie kopiert und die macht dann den Reibach - wer die Kohle hat hat die Macht. Wer von den kleinen wird dann noch etwas veröffentlichen wollen und somit wird unsere Kulturlandschaft von der Industrie bestimmt und die macht Mainstream ohne Ecken und Kanten.

    Worüber man Diskutieren kann ist die Nutzung des Copyrights.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Kahless
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Zitat Zitat von gisu
    Das Urheberrecht abschaffen? Das hat noch ganz andere auswirkungen.

    Nehmen wir an Karl Heinz versucht sich als Buchautor, er hat eine klasse Idee und irgendwie hat er auch das Talent zum Schreiben. 3 Jahre seines Lebens kostet ihn die Arbeit natürlich will Karl Heinz damit auch was erreichen. Einerseits viele Leser sprich auch gute Verkäufe und sich damit vielleicht einen Namen machen.

    Karl Heinz macht sich auf die Suche einen Publisher zu finden, er findet auch einen. Das Buch wird nach 3 Wochen veröffentlicht. Karl Heinz freut sich, endlich einen Namen endlich mehr Geld. Dumm nur das der Publisher das Buch unter seinem Namen veröffentlicht hat anstatt unter dem Namen von Karl Heinz. Karl ist sauer, drei Jahre für die Katz er geht vor Gericht.

    Die Verhandlung ist kurz, sein Anwalt hat ihn auch schlecht beraten dabei war der nicht mal billig. Der Richter meinte nur "Nun das Copyright wurde vor Jahren abgeschafft, hat ihr Anwalt ihnen das nicht gesagt? Wie dem auch sein wir müssen die Klage abweisen"

    Da sitzt der nun der Karl wie ein Schluck Wasser in der Kurve, sein Publisher Otto Raubzug hat mit dem Buch Millionen gescheffelt, anzumerken wär noch die Aggressive Werbung mit der Otto Raubzug andere Mitbewerber aus dem Rennen geworfen hat. Otto ist kein Unmensch und hat Karl 10 Euro überwiesen.
    Naja, dein Beispiel ist aber im Grunde genau das, was der werte Politikwissenschaftler kritisiert, nämlich von gestern
    Du gehst davon aus, das Schriftwerke nur auf Papier veröffentlicht werden können und ein Vetrieb beispielsweise als eBook übers Internet gar nicht möglich ist
    Das die Konzerne davon profitieren würden, halte ich auch für zweifelhaft. Klar, kein Konzern darf ohne Genehmigung nen Harry Potter-Band kopieren, aber abkupfern ist erlaubt, siehe nur das Fernsehprogramm mit seinen zig Quizshow-Ablegern.

    Und eins noch: Bitte verwechsle Künstler nicht mit Pseudo-"Für Geld mach ich alles"-Künstlern wie Zlatko, Kübelböck oder wie sie alle heißen. Die echten Künstler verdienen ihr Geld doch schon seit Jahren primär durch ihre Live-Konzerte. Da bringt einem die Nachahmung des Hits eines talentierten Künstlers auch nichts, wenn er live nicht singen kann


    Zitat Zitat von gisu
    Eine Abschaffung des Copyrights führt dazu das die großen noch mächtiger werden, weil die die Geld haben können den Markt mit aggressiver Werbung fluten. Die kleinen Autoren, Künstler etc. pp. die haben nichts davon wer es wagt was zu veröffentlichen wird von der Industrie kopiert und die macht dann den Reibach - wer die Kohle hat hat die Macht. Wer von den kleinen wird dann noch etwas veröffentlichen wollen und somit wird unsere Kulturlandschaft von der Industrie bestimmt und die macht Mainstream ohne Ecken und Kanten.

    Worüber man Diskutieren kann ist die Nutzung des Copyrights.
    Ich behaupte das Gegenteil. Jetzt bestimmt die Industrie unsere Kultur. Das Breitband-Internet und die damit verbundene egalisierung des Copyright hat doch dazu geführt, das im virtuellen Regal nicht nur Mainstream-Produkte stehen, sondern die Auswahl ins Unendliche geht und somit populär wird, wer oder was gefällt und nicht wessen Werbung am effektivsten ist. Wobei wir z.Z. noch in einem Zustand irgendwo dazwischen liegen...

  11. #11
    Mitglied Avatar von Toronto
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Dennoch ist eine Abschaffund des Urheberrechts nicht der richtige Weg! Mich alleine gräults bei dem Gedanken, dass ich etwas erfinde und dann nicht direkt mein eigen nennen kann, weil die theoretische Möglichkeit besteht, dass es jemand unter seinem eigenen Name veröffentlich und alles 1:1 abkupfert. Stell dir vor du schreibst ein Buch, gehtst damit nicht zu nem Publisher (also der ursprüngliche Weg), sondern fängst mit E-Commerce an. Die Publisher werden sich umstrukturieren und diese Bücher dann einfach einmal kaufen, ihren Namen drauf drucken und dann per aggressive Werbung als E-Book und richtiges Buch verkaufen! Schließlich kann keiner was dagegen sagen, denn Urheberrecht existiert ja nicht mehr. Jedem gehört Alles, klingt zwar schön, ist praktisch aber schwachsinnig...

  12. #12
    Mitglied Avatar von Kahless
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Naja, ich denke man kann das nicht so einfach betrachten.
    Nehmen wir an ich würde ein Buch schreiben und es übers Internet verbreiten wollen. Sollte mein Buch gut sein, wird sich dies per "Mundpropaganda" im Internet verbreiten. Ich wähle den günstigsten Vertriebsweg und entscheide mich für Freespace, SL-Domain, etc. Meine Kosten, abgesehen vom privaten Arbeitsaufwand und Stromkosten für den Heim-PC belaufen sich auf 0 €. Entsprechend kann ich mein Buch günstig verkaufen. Je nachdem wie gierig ich wäre , würde ich einen Preis unter den Möglichkeiten eines solchen Konzerns anbieten können. Was dann?

    Hinzu kommt noch die Frage, inwieweit sich das Verhalten der Konsumenten ändern würde. Würden sie das intensiv beworbene Produkt kaufen oder das vom eigentlichen Künstler? Würde Mundpropaganda einen höheren Stellenwert wie kommerzielle Werbung bekommen? Hätte Werbung überhaupt noch eine Bedeutung?

  13. #13
    Mitglied Avatar von Distrubtor
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Zitat Zitat von Toronto
    Dennoch ist eine Abschaffund des Urheberrechts nicht der richtige Weg! Mich alleine gräults bei dem Gedanken, dass ich etwas erfinde und dann nicht direkt mein eigen nennen kann, weil die theoretische Möglichkeit besteht, dass es jemand unter seinem eigenen Name veröffentlich und alles 1:1 abkupfert. Stell dir vor du schreibst ein Buch, gehtst damit nicht zu nem Publisher (also der ursprüngliche Weg), sondern fängst mit E-Commerce an. Die Publisher werden sich umstrukturieren und diese Bücher dann einfach einmal kaufen, ihren Namen drauf drucken und dann per aggressive Werbung als E-Book und richtiges Buch verkaufen! Schließlich kann keiner was dagegen sagen, denn Urheberrecht existiert ja nicht mehr. Jedem gehört Alles, klingt zwar schön, ist praktisch aber schwachsinnig...
    Abschaffen währe wirklich nicht der richtige Weg

    Es müsste etwas dazwischen geben.

    z.B müsste man versuchen eben das von dir beschriebene Problem mit entsprechenden Gesetzen zu unterbinden.

    Also z.B das Kopieren von bestehenden Werken für kommerzielle Zwecke.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Kahless
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Zitat Zitat von Distrubtor
    Also z.B das Kopieren von bestehenden Werken für kommerzielle Zwecke.
    Find ich ne gute Sache

  15. #15
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Die Geschichte hat meiner Meinung nach zumindest Eins bewiesen: Echte und gute Kunst wird von Menschen geschaffen die damit nicht primär Geld verdienen wollen wie diese DSDS-Heinis sondern denen es um das Kunstschaffen als solches ging. DIESE Menschen schaffen Innovationen weil sie sich mit der Seele der Kunst auseinandersetzen und nicht damit beschäftigen wie sie das meiste Geld aus der Sache ziehen können.

    Also wäre ein Abschaffen des Copyrights ein echter Segen, denn auf die Künstler die damit nur Geld verdienen wollen kann ich wirklich verzichten.


    Grüße,

    2XS

  16. #16
    Wandang
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    sehr schwierige thematik, bei der ich mich auf keine seite der medaillie einschiessen möchte. hat man irgendwelche statistiken wie sich eine welt ohne copyright macht? nein^^ nur wie sich open source und cc-lizensprodukte wie jamendo halten können. da die industrie mit ihrem mainstreammüll zunehmend nur bei kindern landen kann, blühen imo die exotischen, kreativen künstler auf und es bilden sich kleine fankreise die sehr gerne geld ausgeben für diese hochwertigen werke.

    aber es läuft mir eiskalt den rücken runter, falls sich der negativfall einer non-copyright entwicklung bestätigt. wenn eigene werke von majors "missbraucht" werden aus kommerziellen gründen.
    dazu muss man bedenken, dass immer mehr menschen das internet als kritische informationsquelle nutzen. daher:
    es wird sich herausstellen wer das werk nun wirklich erstellt hat und der gierige kommerzielle konzern gerät in verruf und verliert vllt seine kundschaft (wenn bis dato wirklich mehr leute ausm internet anstatt ausm fernsehn mit "müllermilch"-werbung ihre infos holen)

    die positive variante hört sich wiederum zu schön, um wahr zu sein, an, denn wie g17 bereits anmerkte, können sich die kleinen künstler gar nicht gegen die kommerzhaie wehren. auch wenn die firma in verruf gerrät, sie hat die finanziellen mittel das buch zu promoten und in alle ecken und winkel werbung aufzustellen, so dass der autor mit seinen 3 ständen in köln keine chance mehr hat

    naja es bleibt spannend. das schönste wäre, wenn jamendo standart wird und alle künstler damit und davon leben könnten ... und hoffentlich stirbt der mainstreambullshit. (DSDS, Topmodel, etc )


    Zitat Zitat von newdevilraider
    Vielmehr sollte man die Kriminalisierung zum Eigengebrauch (damit meine ich den Austausch von beliebigen Daten) liberalisieren bzw. abschaffen. Aber ob da die Konzerne mitspielen ist eher unwahrscheinlich. Das Urheberrecht ist an sich schon notwendig. Nur sollte zwischen dem Eigengebrauch und dem organisierten Vertrieb unterschieden werden.
    öhm... das hiesse ja das sämtliche daten für privatzwecke unentgeldlich zu kriegen und zu nutzen seien. das würde den copyright, wie er heute ist, nutzlos machen. ich bin zwar auch dafür, dass kopierern mit finanziellen interessen das handwerk gelegt werden (dabei mein ich nicht das schulhof verticken ) und alle werke auf cc-lizens publiziert werden. daher: mann darf das werk benutzen und weiss wer es gemacht hat. dieses recht sollte jeder uhrheber haben

  17. #17
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Man sollte hierbei schlichtweg nach Printmedien und anderen Medien unterscheiden.

    Bei Musikkünstlern sollte die Abschaffung der copyrights keine Rolle spielen. Gute Sänger / Musiker werden sich eben durch ihre Live-Auftritte durchsetzen gegen irgendwelche Kopierer.
    Schwieriger wirds natürlich bei Printmedien. Wenn man alles Wort für Wort übernimmt, kann natürlich niemand mehr zwischen Original und Imitat unterscheiden. Das gleiche gilt natürlich auch für Kleidung, Uhren etc. Da hat man dann ja, was bei Büchern nicht unbedingt der Fall ist, auch noch schlechtere Qualität. Bei sowas sollte man schon eingreifen, wenn das kommerziell wird. Wenn ich mir jetzt aber mein eigenes Harry-Potter-Buch bzw. mein eigenes tolles Abercrombie T-Shirt herstellen will, dann sollte mich niemand daran hindern können. Schließlich empfinde ich das ja sowieso als Eingriff in meine Freiheit auf eigene Persönlichkeit und Entfaltung.

  18. #18
    Mitglied Avatar von da n00b
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Die beste Lösung wäre eine freie Lizenz:
    kostenlose Nutzung, keine Verwendungsbeschränkungen (außer kommerzielle Nutzung!), bei Verwendung in anderem Werk muss Künstler genannt werden, ...

  19. #19
    Mitglied Avatar von xxxstereoxxx
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Bin gespannt wie die Süddeutsche reagieren würde wenn ich ihre Zeitung tag für tag scanne und gratis im Internet publiziere

  20. #20
    Mitglied Avatar von PcDaemon
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    Standard Re: Süddeutsche Zeitung: Copyright abschaffen!

    Zitat Zitat von xxxstereoxxx
    Bin gespannt wie die Süddeutsche reagieren würde wenn ich ihre Zeitung tag für tag scanne und gratis im Internet publiziere
    Dann würde bestimmt am nächsten Tag keiner mehr die SZ kaufen und sie würden pleite gehen.

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