Sollte sich -wie ich- jemand finden der SPIEGELONLINE als Startseite hat so werden ihm sicherlich die unzähligen Gipfelnews ins Auge gesprungen sein.
Diese wiederum bestehen zu dreiviertel aus Berichten über Aufmärsche, Blockaden und Randalierer.
Und über die Polizei, die natürlich mit 16000 Köpfen nicht unerwähnt bleiben darf.
Ist auch klar bei so hochrangigem Besuch wie dem Terrormagnet Bush, dem angehenden Autokrat Putin und einer Angela, die womöglich etwas abseits gastiert weil sich George und Wladimir wieder mal mit Diplomatischen Gedöns die Zeit vertreiben während der Rüstungsetat der beiden Staaten leise, aber stetig steigt. (Im Falle Putins sich sogar versechsfacht hat seit 2000).
Zum eigentlichen Anliegen
Ist es aus Quotengründen wirklich zwingend nur von Gewalt und Eskalation zu berichten?
Der riesige Protestmarsch - friedlicher - Globalisierungs- und Gipfelgegner wurde aus meiner Sicht völlig überschattet von den darauf folgenden Randale des Schwarzen Blocks.
Es fehlt ein wenig das Gleichgewicht, zwischen den tollen zerstörerischen Bildern und friedlichen Protesten - die ja bewusst das Medieinteresse wecken möchten.
So, wie es momentan aussieht braucht man kaum noch Mühen in eine gut durchorganisierte Demonstration stecken. Ein paar Molotowcocktails sind auch billiger und ärgern die Herren in Grün viel mehr als ein paar Hippies die die Bummelbahn blockieren.
(Nain, ich habe nichts gegen jene Personengruppe, Sarkasmus ist was tolles)
Bis jetzt konnte ich noch keine Argumente der Demonstranten hören oder lesen. Was der Schwarze Block will habe ich in Rostock gesehen - Randale,Gewalt.
Das muss etwas ganz tolles sein, den Gewalt gibts sogar ganz professionell organisiert in Afghanistan und im Irak. Uiuiui. Und da noch wild fuchtelnd die Peaceflagge zu schwingen erfordert Mut. Und gute Argumente, von den ich bis jetzt noch nichts mitbekommen habe. Aber vielleicht hat jemand dieser äußerst belesenen Community da ein paar hibsche Links für mich?