Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit einer Freundin, welches mich öfter zur Verzweiflung bringt, als mir lieb ist; darum schreib ich mir das ganze hier mal von der Seele und vielleicht habt ihr ja DIE Lösung parat
Zu meiner Situation: Ich bin 21, Student in einer eher kleinen Stadt und beziehungstechnisch unerfahren. Besagte Freundin studiert mit mir zusammen und hat eben auch den gleichen Freundeskreis. Man sieht sich also zwangsläufig täglich.
Alles fing vor 2 Semestern an. Wir waren betrunken, sie kam zu mir und sagte mir, dass ihr Freund schluss gemacht habe und dass ich das wissen sollte. Wir haben nicht lange gefackelt und ein bisschen rumgemacht. Sie sagte aber noch am gleichen Abend, dass sie hofft, wieder mit ihrem Freund zusammenzukommen (Ihre erste ernste Beziehung, hatte bis zu dem Zeitpunkt ca. 3-4 Jahre gehalten).
Am nächsten Morgen war ich dann ziemlich perplex und mindestens genauso verkatert. Wir haben dann auch nicht mehr miteinander darüber geredet.
Wenige Wochen später kam sie dann mit ihrem Freund wieder zusammen. Trotzdem küssten wir uns noch alle 1-2 Wochen, immer angetrunken und irgendwann stellte ich sie dann vor die Entscheidung zwischen ihm und mir (das war im Nov 06).
Sie entschied sich natürlich gegen mich, was mich hart traf. Ich ging erstmal auf Distanz, stellte aber schnell fest, dass das kaum durchzuhalten ist (Wir hängen wirklich die meiste Zeit in der gleichen Clique von 5-6 Leuten rum und ich bin leider nicht der Typ, der sich mir nichts dir nichts einen neuen Freundeskreis suchen kann. Also haben wir uns wenige Wochen später darauf verständigt, uns wieder normal behandeln zu wollen. Freunde bleiben quasi.
Zunächst klappte das natürlich nicht, aber nach und nach wurde die Situation normaler. Da kamen auch die Semesterferien ganz gelegen. In diesem Semester war dann wirklich erstmal wieder alles normal und schön, doch am 1. Mai geschah das nächste Unglück.
Wieder mal war Alkohol beiderseits im Spiel und wir waren nach nem abendlichen Treffen im Freundeskreis die letzten Verbleibenden. Sie brach in Tränen aus und erzählte, dass ihr das Studium zu schwierig sei und sie nicht wisse, ob sie das schaffen könne. Wir umarmten uns und ich versuchte, sie zu trösten (War in dem Moment natürlich verwirrt und es kam erneut Hoffnung in mir auf, dass da doch was gehen könnte).
Am nächsten Tag hat sie sich entschuldigt, ich solle mir keine Hoffnung machen, das würde nie wieder vorkommen.
Naja, wir verstanden uns dann eigentlich den Umständen entsprechend ganz gut, nur merkte ich, dass mit der Zeit wieder Gefühle für sie in mir aufkamen. Also haben wir uns wieder unterhalten, ich sagte, dass ich sie so nicht vergessen kann, sie warf mir vor, nicht loslassen zu können. Ich schlug vor, den Kontakt zu minimieren, sie zweifelte an der Umsetzbarkeit und schließlich einigten wir uns darauf, erstmal nicht mehr miteinander zu reden, aber Begegnungen im normalen Rahmen (also Uni, oder wenn besagter Freundeskreis was unternimmt) erstmal nicht zu vermeiden.
Das war am vergangenen Samstag. Nun zweifle ich aber schon wieder an der Richtigkeit dieser Entscheidung. So ist es nämlich ziemlich albern, das zerreißt unsere Clique und vergessen tue ich sie so auch nicht, weil man sich ja doch ständig sieht.
Also würde ich jetzt am liebsten zu ihr gehen und sagen "Hör mal zu, du hattest recht, so ist das auch doof. Wir brauchen eine andere Lösung."
Nur stellen sich mir da 2 Probleme:
1) Ich finde keine andere Lösung
(Studienortwechsel ist momentan nicht möglich,
frühestens in 2 Semestern.)
2) Ich befürchte, viel Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn ich mich alle 2-3 Tage umentscheide und ihr dazu noch Recht gebe.
So. Jetzt hoffe ich auf eure genialen Tipps. Wie krieg ich es auf die Reihe, mit dieser Frau umzugehen, ohne wieder irgendwelche Gefühle, die über Freundschaft hinausgehen, zu entwickeln? (Ich mag sie als Menschen auch wirklich gerne) Gibt es überhaupt die Chance, bei der Vorgeschichte Freunde zu sein/bleiben?
Danke für die Aufmerksamkeit.