Gestern, nach einer dreistündigen Diskussion mit 2 Freunden über die Notwendigkeit des Nationalismus zur Erhaltung der Landesehre, ist mir klar geworden: Die Anzahl der grauen Haare wächst kongruent zur Diskussionsdauer.
Man redet und redet und redet und am Ende steht man am selben Punkt wie zu Anfang. Das einzige Anzeichen einer Diskussion ist die gespannte Stimmung. Manchmal auch ein bisschen lauter. Still isst man in einem Restaurant und verschwindet dann mit einem freundlichen, aber distanzierten Gruß nach Hause. Erst nach einigen Tagen entspannt sich die Situation und man telefoniert wieder miteinander. Dann, an einem Wochenende höchstwahrscheinlich, trifft man sich zum Essen und einer der Freunde sagt zum Spaß: "Ne mutlu Türküm diyene" und die Schose fängt von vorne an.
Nationalisten und Anti-Nationalisten. Kommunisten und Anarchisten. Veganer und... naja, die Veganer halt. Spannende Sache, wie man Essgewohnheiten zur Ideologie umbasteln kann. Feministen die Worte aus Männermündern auf die Goldwaage legen.
Dann gibt es neuerdings Fraueneroberung als Spiel. Die Frau ist das "Target", die Freundin das "Bitchshield" und das Gehirn des Spielers ist "Not available". Dann gibt es eine Kategorie Mensch, die ich ganz doll mag: Religionskritiker die herumheulen mit der Frage "Das Kirchengebimmel stört meine Ruhe, wie kann ich vorgehen?" Und dann kommt als Antwort irgentetwas mit Kirche und größte Sekte und am Ende holt der letzte aus mit fantasievollen Geschichten wie man gegen Zeugen Jehovas vorgehen kann. Internet Superheroes, ganz unter sich.
Verstehe einer die Menschen...