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treckermeister
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: allgäu
Beiträge: 19
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hip-hop unpolitisch fürn arsch!?
hallo.
lasst uns doch ein neues thema zum oben genannten topic starten,... aus underground wird sell out. was am anfang mal als politische gegenkultur aus den staaten kam (fight the power & so) lässt sich natürlich wunderbar vermarkten. aus dem lifestyle einiger heads ist ein business-faktor für die industrie geworden (plattenindustrie, klammotten, dosen,...), der inhaltlich nicht mehr viel zu bieten hat,....
oder ist da noch mehr? gibt es noch ein widerstaendiges potential? sind bunte mauern ein ausdruck von unangepasstheit? hoert ueberhaupt jemand auf lyrics? ist hiphop-style ein zeichen von konformität oder von individualität?
auf eure antworten gespannt und in der hoffnung hier nicht ins OFFTOPIC geworfen zu werden, sondern eine interessante diskussion über politisches potential in (jugend)kulturen zu führen verbleibt freundlich grüssend euer
ackerpaul
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17. 07. 2001, 13:13
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#1
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Dummlaber Engineer
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Berlin-Mitte
Beiträge: 268
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Das sind viele interessante Fragen 
Also ich finde, daß es zu weit geht, HipHop als ursprünglich politisch motivierte Gegenbewegung zu definieren, eher als Alternativkultur zum Mainstream. Die ersten Rap-Tracks waren ja eher Spaßkultur und Entertainment - orientiert, erst später wurden die Sachen politisch. Selbst "White Lines", das ja als erster Concious Tune des HipHop definiert wird, ist imho nicht 100% politisch bzw. politisch nur in dem Sinne, daß die herrschenden Mißstände beschrieben werden.
Die heftigen Black Concious - Zeiten, wie sie Ende der 80er/Anfang 90er herrschen (meist von der Nation of Islam inspiriert..), sind zum Glück vorbei.
Ist HipHop jetzt politisch?
Klares Jain von mir
HipHop heißt, daß man das, was um einen herum ist, aufnimmt und kreativ umsetzt, z.B. in Raptexten.
Gehts dir beschissen, weil das "System" keine lebenswerten Vorraussetzungen schafft, dann wird deine Arbeit politisch. Aktuelles Beispiel: Adriano - letzte Warnung. Bei allem, was man daran kritisieren kann, finde ich den Song doch gut, weil (indirekt) Betroffene ihre Medienpräsenz nutzen, eine klare Ansage zu machen.
Wenn um dich herum nur Party und volle Kühlschränke herrscht, dann kommt halt sowas raus, wie wir es bei dem Großteil der dtspr. Rapproduktionen hören.
Ist Graffiti politisch?
Wieder klares Jain 
Seinen Namen rauszubrüllen (genau das ist ja Graf), ist sicherlich nicht besonders kritisch oder politisch..
Allerdings mißachtet Graf einer der tragenden Säulen unserer Gesellschaft: die Eigentumsrechte.
Jeder Writer, der die meist völlig übertriebene und unangebrachte Sanktionen des Staates an sich erfahren durfte, weiß, daß er auch ne klare Position zur Gesellschaft bezieht.
Stichwort Kommerzialisierung
Es ist wohl unbestritten, daß die zunehmende Ausschlachtung von HipHop Kultur seltsame Blüten treibt. Aber jeder Trend verschwindet irgendwann, HipHop nicht. Warum? In den USA und auch in den Großstädten Frankreichs ist HipHop wirklich eine Alltagskultur, die so fest sitzt, daß man sie nicht aushebeln kann. Die Leute wachsen mit HipHop auf, gehen in Schulen, die von HipHop - Leuten betrieben wird, arbeiten irgendwo im Biz, reden eine eigene Sprache, Bewegen sich anders, haben eine andere kulturelle Geschichte etc etc.
In Deutschland ist das sicherlich anders, aber die Tatsache, daß da ein Zerrbild die Medien beherrscht, läßt nicht darauf schließen, daß der Underground immer noch da ist.. und aktiv, man muß sich halt die Mühe machen, abseits der Medien zu diggen..
oke, mal hörn, was die anderen so meinen
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17. 07. 2001, 13:48
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#2
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: Schreibtischstuhl
Beiträge: 72
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das oben genannte lied finde ich ziemlich gut. Es hat ne klare aussage und bringt einen zum nachdenken. Wenn ich dann fettes brot höre, bringt mich das auch zum nachdenken, allerdings etwas anders....
da fang ich dann an zu zweifeln ob diese musikrichting echt das richtige für mich ist, weil ich musik immer mit einer message in verbindung setze.
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17. 07. 2001, 15:26
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#3
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Cloogshicer®
Registrierungsdatum: May 2000
Ort: fuck'nmiddlofnowhere
Beiträge: 13.259
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Ursprünglich gings ja eigentlich um Kommerzialisierung (im anderen Thread). Dazu sag ich mal: Keine Kultur oder Subkultur hat sich so stark vom Geld einnehmen lassen wie der HipHop. Angefangen bei den hochgepuschten Interpreten bis zu den Klamotten, die ein trendy HipHopper tragen MUSS um dazuzugehören. Kaum jemand in der Szene rennt in "normalen" Klamotten rum. Nein es muss eine Hose für 200,- sein, eine Jacke für 300,- usw. Wo ist da bitte der HipHop? Oder überhaupt der Sinn? Ich glaube früher oder später wird das genau so out sein wie die Punkwelle, die Hippiewelle die Technowelle usw. usf. Trends, die durchgekaut wurden, bis es keiner mehr sehen wollte. Übriggeblieben sind nur Einzelne.
Ach so zum Thema: Ja! Bis auf nicht viele Ausnahmen: Unpolitsch für'n Arsch...
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17. 07. 2001, 20:35
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#4
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deja voodoo
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: unten durch..
Beiträge: 344
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hip-hop politisch ja/nein ist auch wieder so ein ding, siehe love-parade, die lange zeit als politische demo durchgegangen ist (find die aktuelle entscheidung gut), das habe ich auch nie verstanden...
..aber es ist wie bei jedem musikstyle, es gibt die, die auf kommerz aus sind und die die "hineingerutscht" sind. "gegen den verkauf von hip-hop hab ich gar nichts, was ich hass' ist der verkauf von falschen images!" [stieber twins]
hip-hop war dazu da, um die gewalt von der strasse in körperlose zu wandeln:
- breakdance
- graffiti
- djing
- mcing
...kämpfe wurden mit battlerhymes, breakdance battles..usw ausgeführt, und einzelne clans/crews markierten ihre reviere mit graffities.
wie schon gesagt den politischen teil prägt jeweils das umfeld.
in letzter zeit fallen mir mehr und mehr sehr politische tracks aus österreich (texta,kisten..) auf.
meiner meinung nach gibt es sehr viele politische texte im hiphop bereich, meist auch sehr unterschwellig (das brühmte zwischen den zeilen lesen), nur was der mainstream bringt ist ein kleiner teil - hip-hop lebt im untergrund - immer noch.
alte tracks von advanced chemistry, too strong z.B. sind sehr politisch....
aktuell: spax, die LP, texta, brother keepers,...
das gepose gehört zum hiphop dazu, und das jeder trend seine eigene vermarktung mit sich bringt ist man ja auch schon gewohnt und wie mikeR schon sagte wird jeder trend nach und nach durchgekaut, also war es nur eine frage der zeit, bis hip-hop drann war.
um nochmal auf graffiti zu kommen...das politische ist einmal die (wie schon gesagt) rebellion gegen die gesellschaft (rock und co. haben auch ihre rebellionen gehabt) und es gibt sehr wohl auch politische graffitis, zwar selten illegale...
kurzes brainstorming... meld mich später nochmal
sick
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17. 07. 2001, 23:03
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: bei den Fischkuttern
Beiträge: 34
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warum eigentlich nur hip hop? ich meine, schaue man auf ältere gruppen aus der ddr, etc. es gibt massenweise politische texte in der musik, das macht sie ja gerade schön. ein protestmittel. musik, die von dummen menschen [meine meinung!], wie britney spears, oder den no angels, etc. gemacht wird hat doch keinen dirketen sinn, die texte sind scheiße, verdammt scheiße!
dann zieh ich mir lieber den guten alten udo rein, oder ton steine scherben. das sagt musik noch was aus! da will sie noch was erreichen, sie spricht den hörer an!
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20. 07. 2001, 13:26
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#6
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Dummlaber Engineer
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Berlin-Mitte
Beiträge: 268
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@ DantE:
jaja früher war alles besser 
Warum vor der heimischen Stereoanlage revolutionäre Lieder singen, wenn ich mit ein paar Dosen losziehen kann und graffitimäßig gegen die Anonymität anschreien? Nun, das mag dem einen oder anderen als wenig politisch vorkommen, aber andere Zeiten, andere Ausdrucksformen.
Wenn wir nochmal ein paar Jahre weiter zurückgehen, kommen wir in die Hippie /68er oder whatever - Bewegung rein, wo Gruppensex und wochenlanges Ausdiskutieren von Adorno-Texten als politischer Akt gesehen wurde.. für uns heutzutage ja auch nur noch ne nette Anektote, die hauptsächlich mit Lächeln und Kopfschütteln quitiert wird
[off-topic]
Also ich denke ganz bestimmt nicht, daß die Produzenten von Britney etc dumme Menschen sind, im Gegenteil: sie haben ein Haus auf Beverly Hills, ich nicht. Wer ist jetzt cleverer? Gut, über das Produkt kann man natürlich streiten 
[/o-t]
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20. 07. 2001, 21:30
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#7
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: bei den Fischkuttern
Beiträge: 34
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hmm, klar, die leute haben grips, produzieren mainstream, die leute wollen ja nur was hören, und ne menge propaganda, und das läuft, aber ich meine, irgendwie scheiße, oder schaue man sie big brother an, gibts ja gar nicht mehr fällt mir gerade mal auf....
allerdings find ichs echt etwas scheiße, wenn da typen ankommen und nur billig ihren namen an die wand sprühen. klar, ne meinung, aber irgendwie steckt da doch noch ne kunst dahinter, ich meine, richtig gute graffitis können echt entzücken, aber all diese tags, die irgendwie nicht geil aussehen, das ist echt nicht so doll.
wenn da was politisches dahinter steht, klar, irgendwie muss man sich ja ausdrücken, aber wenn ich an graffiti denke, dann an all die tags, die zum teil echt scheiße aussehen, weil die hier das stadtbild dominieren.
Geändert von DantE (21. 07. 2001 um 00:07 Uhr).
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20. 07. 2001, 23:57
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#8
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worldwide.
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: L.E.
Beiträge: 603
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Zitat:
Original geschrieben von goz
[off-topic]
Also ich denke ganz bestimmt nicht, daß die Produzenten von Britney etc dumme Menschen sind, im Gegenteil: sie haben ein Haus auf Beverly Hills, ich nicht. Wer ist jetzt cleverer? Gut, über das Produkt kann man natürlich streiten ;)
[/o-t] [/b]
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hmm,goz,jetzt enttäuscht du mich aber...wie kannst du die intelligenz eines menschen an seinem besitz bzw. reichtum messen?????jeder trottel kann durch ausnutzen eines anderen kohle machen,oder?
greetz,
DWM
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22. 07. 2001, 21:21
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#9
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Cloogshicer®
Registrierungsdatum: May 2000
Ort: fuck'nmiddlofnowhere
Beiträge: 13.259
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Ich muss Dante mal zustimmen. Ich wohne in einem Provinzkaff, wo alles schön clean und sauber ist, alles Pflaster und Naturstein, mit Kultur zugeschissen von oben bis unten. Das muss nicht jedem passen. (mich widert diese Eintönigkeit auch einigermassen an..) ABER: Wo ist das politische an überall hingeschmierten Tags? Worin unterscheidet sich das ewiggleiche abartige (meine Meinung) Geschmiere von der ewig gleichen Eintönigkeit. Solche Schmierereien machen auch einen Plattenbau im Ghetto nicht schöner/ interessanter/ oder aufregender. das sind pubertierende Kiddies mit Klamotten für Tausend Mark (sponsored by Mami...), die sich in Ermangelung eigener Künste an den Ruhm RICHTIGER Graffitikünstler dranhängen wollen.
Ok. Eins erreichen sie schon: Dass es absolut jeder Scheisse findet. Aber wo ist da die Politik? (apropo scheisse: wenn ich beim Nachbarn vor die Tür scheisse erziele ich genau den selben Effekt, aber meine Kumpels sehen es dann nicht...
@DWM: Nein, nicht jeder Trottel. Jeder Trottel bezahlt viel Geld für die Platten von Britney Spears. Da ist das intelligente der Plattenproduzenten versteckt. Ich glaube nicht, dass ein Trottel so'ne effiziente Gelddruckmaschinerie am laufen halten kann. Kurzfristig: vielleicht im Kleinen z.B. den Leuten irgendwelchen Kram verkaufen; aber auch da brauchst Du Talent. Wenigstens psychologisches...
geändert für bertolt
Geändert von Dexter (23. 07. 2001 um 01:04 Uhr).
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23. 07. 2001, 00:22
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#10
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kapituliert
Registrierungsdatum: Jan 2001
Ort: SDF
Beiträge: 1.671
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@ goz
Nun ja, Ignorieren der Eigentumsrechte, Schrei gegen die Anonymität...
hört sich gut an, nur das Ergebnis ringt mir, ehrlich gesagt, wenig Sympathie ab. Gruppensex hin oder her - chacun à son goût, aber zumindest das wochenlange Adorno-Ausdiskutieren, läuft für mich (parallel zum Lächeln & Kopfschütteln) immer noch eher in die politische Ecke als das Städtemitdreibuchstabenvollschmieren...
Vielleicht habe ich auch eine etwas angestaubte Vorstellung von 'politischer Akt', wenn es wenigstens Sprüche wären, zu denen man dann ja doch immer irgendwie Stellung beziehen müßte ... aber immer bloß drei Buchstaben ... ich weiß nicht ...
B.
geändert für den Korinthenkacker
Geändert von bertolt (23. 07. 2001 um 01:41 Uhr).
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23. 07. 2001, 01:11
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#11
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Dummlaber Engineer
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Berlin-Mitte
Beiträge: 268
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Also Graffiti jetzt auf Teufel komm raus politisieren zu wollen,
war nicht ganz meine Absicht - eher die Argumentation bißchen polarisieren
Graf ist natürlich per se kein politischer Akt, sondern den eigenen Namen
auf Zügen durchs Land rollen lassen.
Man kann das erst im Nachhinein als politisch ansehen, nämlich aus den von mir oben
genannten Gründen. Daß Graf da wirklich eine empfindliche Stelle unserer
Gesellschaft trifft, beweist die Tatsache, daß Graf-Maler mit Methoden verfolgt
und bekämpft werden, wie man sie eher in der Bekämpfung von Mafia und Terrorismus
vermutet (und das ist jetzt ausnahmsweise mal keine Übertreibung!  )
Daß dir, bertold, Graffiti nicht so besonders gefällt, ist in Ordnung und auch fast
gut so, denn Writer sind nicht Mitglied im Städteverschönerungsverein :cool:
Im Gegenteil, Graf darf gerne "weh tun". Obwohl ja viele Maler sich als
Künstler begreifen und nackte Mauern positiv aufwerten wollen.
Sicherlich ist durch den ganzen HipHop - Hype auch mancher mit der Dose unterwegs,
der es besser lassen sollte. So kommt es auch, daß (leider) ein Großteil der
Leute, die sich Writer schimpfen, nicht viel Ahnung davon haben. Dinge wie das
taggen historischer Gebäude wäre vor dem großen Hype nie möglich gewesen bzw wäre
szenenintern "gelöst" worden - was heute bei der Masse an Kiddies leider nicht
mehr möglich ist. Viele der alten Writer, die eigentlich eine Vorbild- und Erziehungs
funktion haben sollten, haben schon lange resigniert.. das Medienzerrbild ist leider stärker
als gewachsene subkulturelle Strukturen.
Mein Punkt ist jetzt, daß HipHop nicht (oder eher selten) politisch motiviert ist,
aber im nachhinein so verstanden werden kann (oder muß?), da es sich um
eine Ausdrucksform handelt, die sich mit der Umgebung auseinandersetzt und
sich entsprechend dazu artikuliert.
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23. 07. 2001, 13:13
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#12
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kapituliert
Registrierungsdatum: Jan 2001
Ort: SDF
Beiträge: 1.671
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Hast ja recht, die Tatsache, daß Graffitimenschen (oder auch Drogenabhängige etc.) bei uns wie Schwerverbrecher verfolgt werden, sagt einiges über unser Land, hab ich auch beim ersten Mal schon so verstanden.
Meine Ansicht ist auch nicht aus einem dialektischen Politologie-Diskurs erwachsen, sondern beim Durchqueren meiner Heimatstadt Berlin. Und da ja ein politischer Akt m.E. immer etwas mit Stellungbeziehen (bzw. ein solches herauszufordern) zu tun hat, hab ich eben mal persönlich Stellung bezogen. Und die ist: mich nervt's. Nackte Mauern positiv aufwerten - find ich prima, hab ich allerdings schon lange nicht mehr gesehen. Dafür aber so einige (alte) Fassaden, die nackt weißgott besser aussahen...
Schöne bunte Bilder an häßlichen Mauern, okay, da können's von mir aus auch bloß drei farbenfrohe Buchstaben sein. Aber zusätzlich zu den, in ½ Sekunde hingeschmierten, unleserlichen Schriftzügen hat seit einiger Zeit auch die Unsitte Einzug gehalten, dieselben Schriftzüge mittels harter Gegenstände in die Fensterscheiben des ÖPNV zu kratzen. Das find ich nur noch blöd.
Mir hat mal ein Graffitibefürworter erklärt, daß diese Tags dafür da seien, den Sprayer bekannt zu machen, weil er ja nicht überall ein nettes Bild hinmalen könne. Mittlerweile scheinen sich die Typen aber bloß noch bekanntmachen zu wollen. Wo findet man die Bilder, die diesen Bekanntheitsgrad rechtfertigen?
Ach, es müßten ja nicht einmal politische Sprüche sein. Es würde schon reichen, wenn sich jeder ein anderes lustiges Strichmännchen oder so ausdenken würde. Fänd ich schon weitaus sympathischer als diese doofen Schnörkel. Naja.
Gruß.
B.
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23. 07. 2001, 13:56
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#13
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Lars von Chill
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: Tirol
Beiträge: 819
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Servus,
ich wollt zu dem Thema auch mal meine Meinung schreiben, dass brennt mir schon seit langem unter den Nägeln....
Im Punkt Graf stimm ich mit dir 100% überein Bertold, manche Sachen müssen einfach nicht sein...
Und nun zum eigentlichen Grund meines Schreibens: Brother`s Keepers, oder wie immer man das auch schreibt.
Wieviel nimmt sich die Plattenindustrie eigentlich noch heraus? Sie nimmt (mehr oder weniger) aktuelle Dinge aus dem Tagesgeschehen, lässt eine Heerschaft von Schreiberlingen einen Text verfassen, der "aufrütteln" soll, dann wirft sie die gerade aktuellsten "Stars der Szene" zusammen, und dann sehen wir mal, was rauskommt.
:argl:
Adriano spielt in der gleichen Liga wie Britney Spears, nur kann man das meistens nicht offen sagen, weil die meisten Menschen glauben, emotional werden zu müssen, und zu fragen " Du bist doch auch einer von ihnen?!", da muss ich doch jedesmal lachen... Hinterfragen verboten.
Anderes Beispiel: Wenn Brothers Keepers als nächstes ein Lied gegen Kinderschänder machen würden, was meiner Meinung nach durchaus im Bereich des Möglichen liegt, *ironischgrins*, dann würde sich die Platte genau so gut verkaufen wie Adriano, Kohle wird gescheffelt. Hoppala, das hab ich ganz vergessen: Ein Platz auf der nächsten BravoHits wäre dem Lied natürlich auch sicher.
Und deswegen sollte jeder, der sagt Adriano bringt mich zum Nachdenken, einfach mal aus dem Fenster schauen, oder einen Spaziergang machen, mit offenen Augen, dann kann er nachdenken.
Und obwohl ich in Österreich wohne, und obwohl wir anscheinend laut unseren Parntern in der EU Faschisten sind, und obwohl ich hier in Österreich noch nie von rechter Gewalt gehört habe, geschweige denn betroffen war, sag ich allen Menschen, egal welche Nationalität, der meint es gehöre viel dazu, schwächere zu killen: Schauts in die Geschichtsbücher, Burschen.
gratias
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26. 07. 2001, 08:51
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#14
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Dummlaber Engineer
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Berlin-Mitte
Beiträge: 268
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Zitat:
Original geschrieben von natty
Wieviel nimmt sich die Plattenindustrie eigentlich noch heraus? Sie nimmt (mehr oder weniger) aktuelle Dinge aus dem Tagesgeschehen, lässt eine Heerschaft von Schreiberlingen einen Text verfassen, der "aufrütteln" soll, dann wirft sie die gerade aktuellsten "Stars der Szene" zusammen, und dann sehen wir mal, was rauskommt.
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Also ich will eigentlich nicht irgendwelche Popsongs verteitigen, aber in dem Fall ist die Vorgeschichte eine andere, so daß deine Kritik nicht ganz greift.
Brothers Keepers ist eine Initiative "von unten", also nichts am Plattenfirmen-Reissbrett geplant wie jetzt Britney oder wer auch immer. Nein, die Leute gibts auch im wirklichen Leben, die "Schwarzen Deutschen" haben auch so engen Kontakt untereinander.
Sicherlich gibts immer wieder Poplieder, die mit einer vermeindlichen Betroffenheit hausieren gehn und dabei gut verdienen.
Bei Adriano ist der Tenor jedoch ein ganz anderer: Hier wird den Faschos eine klare Aussage gemacht, implizit auch Gewalt angedroht. Das ist eigentlich nicht die Art von Texten, die Plattenfirmen und Medien gerne hören wollen.
Hintergrund der Geschichte ist u.a. auch, daß einige der Artisten von "Adriano" anfang des Jahren auf einer "Anti-Fascho" - Tournee durch die Brandherde Ostdeutschlands gefahren sind, und dort depremierende Erfahrungen machen mußten.. z.B. daß sie auf Parkplätzen spielen mußten, weil die durchnazifizierte Stadt sich geweigert hat, einen Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen. Oder daß Nazis aufmaschiert sind und sich erstmal mit den eigentlich zum Schutz abgestellten Bullen lockergemacht haben.
Ich kann über die Situation in Österreich nicht urteilen, aber in De. kommt ein solches Lied nicht zu früh. Über den Effekt kann man sich natürlich streiten, ich halte ihn für sehr begrenzt, allerdings isses eine klare Ansage, die 24/7 über die Medien tickert.
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26. 07. 2001, 09:30
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#15
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Lars von Chill
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: Tirol
Beiträge: 819
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Blöde Frage, goz, aber woher weisst du, dass Adriano eine Bewegung "von unten" her ist? Ich meine, mit dem Image, wir scheissen auf das, was der mainstream macht, wir machen unser eigenes Ding, lässt sich auch gut Geld verdienen, an dieser Stelle einen Gruß in die Imageabteilung bei EMI.
Hm, auch ein wenig komisch: Dafür das das ganze "von unten" kommt, scheint es verdammt gut geplant zu sein: In Kürze gibts auch Sister`s Keepers, das ist kein Scherz!
Also ich finde Hip Hop sollte nicht zwanghaft ernst sein, nicht um jeden Preis.==> Soll aber nicht heissen, dass ich Leute die sich zum Affen machen ("türlich, türlich....") befürworte, aber wie gesagt, man kanns auch übertreiben...
Ich meine das bo ist ein extrembeispiel, aber so schmeisst der deutsche hip hop seine glaubwürdigkeit über board. D-flame zb, mag ein netter Kerl sein, aber was ihm so an sound einfällt (diktiert wird) ist scheisse! Oder Samy Deluxe, hab ich jetzt ne Nummer gehört, INTERNET LOVE glaub ich hat die geheissen, und die ist aber so etwas von mies, da tschindert es nur so. Positive Beispiele sind da zB TotalChaos (Austria), Blumentopf usw......
Es geht so und so. Aber andererseits brauchen Samy und Co. sich um ihre pension keine Sorgen mehr machen, dass ist doch auch schon was wert. Ich hab auch nix dagegen, wenn einer durch Platten VIEL Geld verdient, nein, aber dann soll man doch nicht noch heucheln oder sich nochmal mit extra schmackes lächerlich machen.
So, dat wars, glaub nicht, dass ich dazu noch was sagen kann :-)
gratias
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26. 07. 2001, 10:12
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#16
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Dummlaber Engineer
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Berlin-Mitte
Beiträge: 268
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Zitat:
Original geschrieben von natty
Blöde Frage, goz, aber woher weisst du, dass Adriano eine Bewegung "von unten" her ist?
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Ganz einfach, ich kenn da Leute von
Wie gesagt, ich seh Adriano nicht so sehr als HipHop - Song, sondern eher als Pop - Titel mit politischer Aussage (sowas kanns ja auch geben :cool 
Sisters Keepers: da hört der Spaß natürlich auf, klar. Wo mit etwas Geld verdient wird, lassen Nachahmer kaum auf sich warten.
Btw. scheiß ich auf den ganzen dt. Rap, der auf den Fernsehstationen hoch- und runterläuft. D-Flame isn Idiot und hat aufm Splash bewiesen, daß ihm nix zu blöde ist, Sammy interessiert mich nicht, genauso wenig wie Bo oder wer auch sonst immer.
Es gibt noch genug Qualitätsstuff, der aber leider selten aus De. kommt, da jetzt zuviel Leute involviert sind, die Rap-Musiker quasi "beruflich" machen wollen..
Nur um mal klarzustellen, daß ich nicht der große Freund und Verteidiger des dt. Rap bin
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26. 07. 2001, 10:50
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#17
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Sapere aude!
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: Frankfurt
Beiträge: 406
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Ich - als nicht-HipHopper, der sich trotzdem gern mal deutschen HipHop anhört - hab´ auch ne extrem zwispältige Meinung über das Thema. Auf der einen Seite kenne ich jemand, der nach Hiphopper aussieht - und auch HipHop lebt! Er hört nicht nur die Musik, malt auch (@ Bertolt: Ich denke, ab einem gewissen Können IST es Kunst), und man merkt ihm an, das er hinter der Sache steht.
Aber zum Beispiel bei uns an der Schule gibt es genug, die machen einen auf Hiphopper weil´s eben cool ist und weil die Mädchen darauf stehn! Ich denke, nur 1% von den Leuten, die mit Hosen in den Kniekehlen rumlaufen machen auch was für HipHop (malen, MCen oder DJen oder sowas), und von denen die´s tun, ist nochmal die Hälfte nur dabei, um cool zu sein - oder seht ihr das anders?
Sobald eine Subkultur zum Trend wird, ist´s aus mit der politischen Message - da zählt nur noch der Kommerz, so schad´s iss!
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29. 07. 2001, 23:09
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#18
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Das Ding unter eurer Maus
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 192
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Zitat:
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Graf ist natürlich per se kein politischer Akt, sondern den eigenen Namen durch die Stadt rollen zu lassen
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Das stimmt nicht unbedingt. Es gibt auch politische Pieces auf Zügen z.B das berühmte 3. World War Piece von ???. Bei Grafitti ist wohl eher der individuelle Ausdruck der es ausmacht.
Der Begriff HipHop wird immer nur auf Breakdance,Graff,Mc,Dj reduziert.
Ich weiß nicht ob man das so darf, weil HipHop ist für mich auch z.B. Ehrlichkeit.
Hier bei kann man sich aj mal die Geschichte der ZuluNation durchlesen.
http://www.zulu-family.de
HipHop ist vom Grunde her frei und drückt sich immer nur durch die Menschen aus die Ihn verkörpern. Mach mit HipHop was du willst. HipHop entzieht sich jeder Bewertung. HipHop wird gefühlt, nicht logisch erklärt. So platt sich das anhört, wenn man bei einer Freestylesession mit seinen Freunden einfach rappen kann, dann weiß man was ich damit meine.
Zu der Sache mit der LoveParade fiel mir gleich was ein.
Afrika Bambataa hat auf einer LoveParade aufgelegt.
Denkt was ihr wollt, aber HipHop ist frei.
Kommerz hin oder her, mir ist es eigentlich egal, was muss ich daran denn für Interesse haben, ich habe ja die Wahl.
Ich persönlich höre seit der dritten Klasse Musik und es begann mit HipHop und ist noch da geblieben. Ich höre jetzt zwar auch z.B. Rock, aber HipHop ist immer noch das was ich am liebsten höre. HipHop ist Energie!
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12. 08. 2004, 11:39
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#19
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Mitglied
Registrierungsdatum: Dec 2001
Beiträge: 146
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Wo bitte besteht denn das Problem, dass die Jungs ein bischen Geld bzw. auch ihren Lebensunterhalt mit ihrer Musik verdienen?
Ich vermute das Problem liegt eher in der Richtung: "ich will mich von der Masse abheben und höre HipHop und plötzlich tut das jeder"
Da das Bo schon angesprochen wurde: Als "Der Tobi & Das Bo" vor 9 Jahren ihr Debütalbum rausbrachten, war das Geschrei in der HipHop-Szene gross und die Meinungen gespalten. Genial oder Bullshit - dazwischen gabs nix. Ich finde die Platte heute noch immer supergut, mitunter eine der besten deutschen Sachen, die jemals auf den Markt gekommen ist. Es steckt zwar kein grossartiges Statement dahinter, jedoch sucht der Wortwitz und die "Reimperversitäten" heute noch seinesgleichen.
Gerade der dt. HipHop hat halt sehr viele versch. Stilrichtungen...
Die alten Alben von Fettes Brot sind ebenfalls genial - und wenn du richtigen politischen HipHop suchst, dann schaff dir die Scheibe "Reimexplosion" von State of Departmentz an (meine Empfehlung!)
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12. 08. 2004, 13:51
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#20
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Ex-Administrator
Registrierungsdatum: Mar 2002
Beiträge: 3.807
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Erstmal stinkts hier wie die Hölle (Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, der Thread ist 3 Jahre alt.) Passend dazu ein Song aus dem Jahr mit sehr vielen verschiedenen Künstlern zur Bundestagswahl. Sollte man sich mal angehört haben. Hier klicken für offziellen Download
Meine persönliche Vorliebe gilt auch schon seit geraumen Jahren dem HipHop. Und auch die Entwicklung die der HipHop in diesem, und leider auch in vielen anderen Ländern genommen hat, ist bedauerlich, aber wohl leider nicht zu verhindern.
Sehr viele gute Künstler, die sehr viel sinnvolles zu sagen haben gehen leider in dem Kommerzbrei unter. Das Schlimmste daran ist, das die Zielgruppe des heutigen HipHop grösstenteils so unterbelichtet ist, das ihnen ein paar intelektuelle und politisch angehauchte Texte ganz gut täten.
Ich denke ich kann ganz gut unterscheiden; auf der einen Seite habe ich mir das Sido-Album gekauft (Ja, ich gehe noch in den Laden und kaufe CD´s) und mich köstlich über diesen Spinner und sein Gepose amüsiert, auf der anderen Seite bin ich genauso im Besitz von allen Blumentopf, Spax und Too-Strong -Alben etc. pp. . Der amerikanische HipHop/Rap nicht zu vergessen. Es gibt da nicht nur Knarren/Sex/Drogen/Bitches, sondern auch Lieder die sich mit durchaus anspruchsvollen Themen beschäftigen.
Leider Gottes landet das halt wie gesagt nur alles nicht da, wo es eigentlich landen sollte. Damit meine ich nicht die Charts, nein. Ich meine einfach nur die Köpfe der Leute.
Weiter oben wurde ja angesprochen das man rausgehen etc. sollte und nicht "erst" durch einen Text mit dem Denken anfangen sollte. Ich denke man sollte das Alles als Inspiration sehen, so ist es wohl auch gedacht.
"Kein Applaus für Scheisse"
Oggy
PS: Warum haltet ihr es mit dem Kiffen nicht wie mit dem Wichsen; macht ja auch fast jeder, aber kaum einer rapt von. *scnr*
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13. 08. 2004, 18:44
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#21
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Das Ding unter eurer Maus
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 192
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In dem punkt stimme ich Oggy zu. Der HipHop, der sinnvolle Inhalte vermittelt, kommt nicht bei den Hörern an. Und gerade die meisten HipHopHörer sind sehr primitiv. Und gerade HipHop ist doch irgendwie auch Musik die bildet und bilden sollte.
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13. 08. 2004, 19:10
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#22
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2000
Ort: g:b
Beiträge: 4.805
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Hast recht, oggy - das müffelt hier als ob da jemand Oma wieder ausgegraben hat. Leichenfledderei saugt.
OK, wir lassen diesen thread mal noch nen Moment offen. Sofern er sich gut wiederbelebt entwickelt..
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13. 08. 2004, 23:29
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#23
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 2
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Zitat:
Original geschrieben von DantE
warum eigentlich nur hip hop? ich meine, schaue man auf ältere gruppen aus der ddr, etc. es gibt massenweise politische texte in der musik, das macht sie ja gerade schön. ein protestmittel. musik, die von dummen menschen [meine meinung!], wie britney spears, oder den no angels, etc. gemacht wird hat doch keinen dirketen sinn, die texte sind scheiße, verdammt scheiße!
dann zieh ich mir lieber den guten alten udo rein, oder ton steine scherben. das sagt musik noch was aus! da will sie noch was erreichen, sie spricht den hörer an!
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ja... ton steine scherben. ich befass mich mich seit kurzer zeit etwas mit denen,... in solchen fällen schau ich doch lieber in die vergangenheit als in die gegenwart.
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19. 08. 2004, 12:11
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#24
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