Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen
Alarmistisch wie gewohnt kommt die 2007er-Studie zur Piraterie des IPI daher: Musik-Piraterie führt zu 12,5 Milliarden Dollar entgangener Einnahmen, exakt 71.060 Jobs gehen dadurch verloren. Wie auch die 2006er-Studie zu Verlusten durch Filmpiraterie ist auch die diesjährige Analyse ein höchst amüsant zu lesendes Schriftstück.
2006 konstatierte das Institute for Policy Innovation bereits 20,5 Milliarden entgangene Einnahmen durch Filmpiraterie in den USA. Fünfeinhalb Milliarden Dollar weniger Löhne und Gehälter wurden ausgezahlt, 141.030 Stellen gehen verloren. Dieses Jahr widmete sich die Studie den Schäden durch Musikpiraterie und wartet wie gewohnt mit erstaunlich präzisen Zahlen auf.
12.5 Milliarden Dollar gehen der US-Ökonomie durch Musikpiraterie verloren. 71.060 Jobs können daher nicht geschaffen werden, 2.7 Milliarden weniger Löhne und Gehälter werden ausbezahlt. Der Staat verliert darüber hinaus "mindestens" 422 Millionen Dollar an Steuereinnahmen.
Mit so exakten Daten
Re: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen
Unabhängig von der Höhe der geschätzten Schadenssummen, unredlich und unverschämt wird es bei den Angaben über verlorene Arbeitsplätze und Ausfälle an Steuern.
Nehmen wir an die Schadenssumme würde stimmen, ist auch egal, es geht ja um Arbeitsplätze und Steuern und die betragen dann eben einen entsprechend rauf- oder runtergerechneten Teil.
Selbst dann gibt es nur zwei Möglichkeiten, der Raubkopierer gibt das gesparte Geld für etwas anderes aus oder er trägt es auf die Bank und spart. Im zweiten Fall verleiht die Bank dann das Geld an jemand anders, der es für etwas anderes ausgibt. Egal, in beiden Fällen wird das Geld für etwas anderes ausgegeben.
Ergebnis: dort entstehen Arbeitsplätze, dort werden Steuern gezahlt - und zwar im statistischen Mittel genausoviel/e wie bei den IPI-Firmen.
Also unter dem Strich kein Arbeitsplatz weniger, kein StEURO weniger...
Die alte Weisheit, dass man jeden Dukaten nur einmal ausgeben kann, stimmte auch mit der Mark, stimmt mit Euro und Dollar und Yen usw. immer noch und wird auch immer stimmen solange wir unser Geld nicht selbst drucken also fälschen.
Sollte die IPI von ihren Argumenten überzeugt sein müsste sie davon ausgehen, dass jeder Raubkopierer auch ein Geldfälscher ist und dass sie der Meinung sind, dass man die vertretenen Produkte statt raubzukopieren bitteschön mit selbstgedrucktem geld bezahlen sollte. Nur so könnten nämlich zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und zusätzliche Steuern gezahlt werden. Im Falle der Steuern hätten wir allerdings bei 12,5 Mrd Falschgeld einen derartigen Inflationseffekt, dass die Steuermehreinnahmen durch die Kostensteigerungen ausgeglichen wären.
Bei der IPI sollten sie vielleicht jemand einstellen, der Makroökonomik nicht für einen Biosupermarkt hält.
PS.: Tippfehler bitte entschuldigen, ich trage gerade Handschuhe und damit ist es schwer die Tasten immer einzeln zu treffen.
Re: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen
Eins ist sicher: Raubkopierer sind schuld an der globalen Erwärmung.
Die Rechner müssen ja 24/7 für P2P, Torrent und OCH an sein. Dann noch die Zulieferung von Materialien: Europaletten voller CD- und DVD-Rohlinge, jeden Monat mindestens 20 neue CD/DVD-Brenner, LKW-Ladungen voller CD-Regale...
Muss ich mich wiederholen? Ich kaufe keine CD für 15 Euro und mehr. Ich warte bis das gewünschte Album billig verramscht wird. Es stört mich nicht, wenn ich ein paar Wochen warten muss bis es günstiger geworden ist.
Durch den Verkauf von Musik in Download-Form geht natürlich auch der Absatz zurück - man kauft sich nur den Titel, den man auch will - und verzichtet auf den Schrott!
Re: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen
DRM-freie Medien und ein kleines Entgegenkommen wären mal nicht schlecht.
BTW: Alleine durch den Shutdown-Day müssen doch hunderttausende von $ wieder in die Kassen der Konzerne fliessen, oder nicht?
Re: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen
einfach nur lächerlich irgendwann is dann mal die ganze welt arbeitslos oder was?
die kalkulieren doch auch gewinn mit ein so ists ja nich ...is doch alles nur propaganda!
Ein langes Leben hat viel zu erzählen. Wir haben für euch in unserem Presse-Archiv eine Auswahl diverser Presseberichte über gulli.com aus vergangenen Jahren zusammengestellt.
Angefangen bei den notwendigen Grundlagen, welche das Wirkungsprinzip beim Filesharing erklären, über die verschiedenen Möglichkeiten und Tools, bis hin zu den wichtigen rechtlichen Details für Deutschland. Erfahre mehr:
Wir schreiben das Jahr 1962. Der kalte Krieg tobt und die Legende um die Entstehung des Internet findet ihren Anfang. Das Arpanet wird geboren. Auftraggeber des ersten Vorläufers des heutigen Internet war damals die US-Luftwaffe.
Neben der RSS-Lösung, mit der Webmaster die gulli:News nach Belieben auf ihren Seiten integrieren können, existiert eine einfache universal anpassbare Lösung auf Javascript-Basis. Wer die News auf der eigenen Seite einbinden möchte, muss nun nur noch eine Zeile des automatisch generierten Scripts in den eigenen HTML-Code einfügen.
Schon im Newsletter informierten wir dich über die iPhone-Applikation der gulli:news. Jetzt ist die neueste Version erschienen, alle Verbesserungen basieren auf Vorschlägen der Community. Das App ist kostenlos. Gute Unterhaltung wünschen wir!
Occupy Kiel: Massiver Sachschaden...
Heute, 20:15 in gulli:news