Wie schon
hier erwähnt, buld ich mir ein neues Notebook sein und die Wahl fiel auf das T61.
Ich wollte ein NB in hoher Qualität und guter Ausstattung, das ich vorrangig für Officearbeiten nutzen werde, auch in der Uni während der Vorlesungen und in der Bib.
Leider war ab Ende August das Notebook in der Studentenversion in keinem einzigen Shop mehr verfügbar und ich wollte schon nach einem anderen Notebook suchen. HP oder Dell wären die üblichen Verdächtigen gewesen.
Lapstars.de hat es aber doch noch möglich gemacht; ein letztes Gerät lag noch im Lager und bald darauf bei mir.

Übrigens ist der Shop auch so sehr empfehlenswert, bei der Preiskalkulation unterlief mir ein kleiner Fehler zu Gunsten des Händlers, der von ihm berichtigt wurde. Nett, finde ich, auch wenn es sich nur um 3 Euro handelte. Auch der Versand war sehr schnell (Dienstag Geld überwiesen, am Freitag war das Gerät bei mir) und der Mailkontakt hatte Latenzen im Pingbereich.
Aber nun zum Gerät selbst. Es ist das:
Lenovo T61 6463-A76 mit
Intel Core 2 Duo T7100, 1,80 Ghz (4,4 Vistaleistungsbewertung)
1 GB Latenz RAM (2x 512 MB Lenovo RAM, beide Bänke somit belegt)
80 GB Festplatte von Seagate (5400 rpm) (4,8)
15,4“ Display, Auflösung 1280x800, 60 Hz Bildwiederholfrequenz
integrierte Mobile Intel X3100 Grafikkarte mit Shared Memory (3,4/3,6)
Matshita DVD-RAM-Laufwerk im Ultrabayschacht
Vista Business
Fingerprintreader
integriertes, analoges 56k-Modem
Gewicht: mit Akku: 2440 Gr. , ohne Akku, Netzteil
Schnittstellen:
3x USB, SD-Kartenleser, 1x Firewire, Audioaus- und eingang, PCMCIA-Slot, GB-Netzwerk, VGA-Ausgang, Bluetooth, Intel WLAN (a,b,g,n)
Als Studentenzugabe lag noch ein Ultronheadset bei. Dazu noch 3 Jahre Bring-in Garantie aufs Gerät und 1 Jahr auf Akku und Netzteil.
In dieser Konfiguration kostete es 1295,- Euro.
Mit dazu habe ich noch ein RAM-Upgrade auf 2 GB (1 GB Corsair), eine Lenovo Traveller Mouse und einen Thinkpad Rucksack bestellt. Bei Bedarf gibt’s hier auch gerne ein Review zu.
Endpreis: 1489,- Euro
Optisches und Verarbeitung:
Das Notebook ist Thinkpadtypisch schwarz, Design steht weit hinter Funktionalität, und die Verarbeitung ist sehr beeindruckend. Das Plastik des Gehäuses ist an der Handauflage absolut stabil, nur im Bereich des Fingerprintreaders gibt es minimal nach. Auch links (über dem VGA-Ausgang und den anderen Schnittstellen) und rechts (Ultrabay) der Tastatur ist das Plastik nicht ganz so formstabil.
Der Deckel ist mit einem Magnesiumrahmen verstärkt, der die Verwindungssteifheit deutlich erhöht. Das Display ist zwar noch leicht verbiegbar, es tritt aber keinerlei Schlierenbildung auf; direkt von hinten lässt sich der Deckel überhaupt nicht eindrücken.
Verbunden ist der Deckel mit dem Rest des Notebooks über 2 Metallscharniere, die zwar etwas schwergängig sind (man kann den Deckel nicht öffnen ohne das Notebook festzuhalten), dafür hält das Display auch in der eingestellten Position.
Ein rutschfester Belag auf dem Deckel bildet das i-Tüpfelchen.
Die 2 Boxen liegen links und rechts vor dem Display, man beschallt also nicht den Schreibtisch beim Musikhören. Der Klang ist, wie es sich für Notebookteile gehört, nicht der Beste, gerade die Bässe sind bei NIN und hoher Lautstärke grenzwertig. Aber da bin ich wohl etwas überkritisch, es geht hier ja nicht um ein HiFi-Teil, sondern ein Office-Notebook, aus dem prinzipiell nur Fehlertöne und gelegentliche Gespräche rauskommen müssen.
Tastatur:
Das Keyboard ist Lenovo-typisch überragend. Klare Druckpunkte, kein Nachgeben der Tastatur, kein unangenehmes Klappern. Der Trackpoint stört mich mit meinem 9,5-Finger-Suchsystem überhaupt nicht, zum Navigieren nutze ich aber gewohnheitsmäßig noch die Maus bzw. das Touchpad. Da der Trackpoint 3 eigene „Maustasten“ hat, ist das Touchpad etwas kleiner als bei den Notebooks, die ich mir zuvor angeschaut habe. Die 3 Tasten für Trackpoint und die 2 für das Touchpad sind angenehm weich zu bedienen und geben fast keinen Laut beim Klicken von sich. Für den normalen Desktopuser ungewohnt ist das Fehlen des Nummern-Blocks, aber der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier.
Display:
Das matte Display ist gleichmäßig ausgeleuchtet und relativ blickwinkelunabhängig. Aber bei einem Office-Notebook sollte man auch aus ergonomischen Gründen frontal davor sitzen. Unter dem Display sind grüne LED-Anzeigen, die Informationen über WLAN- und Bluetooth-Status usw. geben. Die Akkuanzeige wechselt von Grün nach Orange, wenn der Akkustand unter 20 % fällt. Ich persönlich hätte mir dann bei 10 % noch einen Wechsel zu Rot gewünscht, Lenovo aber offensichtlich nicht. Im Displayrahmen befindet sich ausserdem die Tastaturbeleuchtung, die man über „Fn+Bild nach oben“ bedienen kann und die WLAN-Antenne. Die Tastaturbeleuchtung
ist zwar ein nettes Gadget, aber sobald es richtig finster wird, sollte man doch lieber die Raumbeleuchtung nutzen, das schont auch die Augen, sagt der Arbeitsschutzbeauftragte.
Leistung:
Wie oben ersichtlich, ist der Vistaleistungsindex 3,4. Das erklärt sich durch die integrierte Grafiklösung. Wer noch einen anderen Benchmark hier sehen möchte, bitte eine kurze Bemerkung, ich werde ihn dann nachreichen.
Akku und Mobilität:
Laut meiner Stoppuhr hält der Akku bei voller Auslastung, voller Helligkeit, eingeschaltetem Bluetooth, einem Download über WLAN und Abspielen von einem DivX-Film vom CD-Laufwerk 115 Minuten, für einen abendfüllenden DVD-Film sollte man also alle nicht benötigten Verbraucher ausschalten.
Lenovo hat einen ganz passablen Energiemanager dazugepackt, der auch ein Profil „Maximale Lebensdauer des Akkus“ mitbringt. Hier wird das Display auf die niedrigste der 15 Helligkeitsstufen gedimmt, der Prozessor heruntergeregelt und somit eine Laufzeit von etwa 4 Stunden erreicht.
Ab 10 % Akkuladung regt sich ein Pop-up und bietet weitere Unterstützung um noch etwas mehr Laufzeit aus dem Akku zu kitzeln. So werden WLAN und Bluetooth ausgeschalten und die Festplatte nach 2 Minuten Untätigkeit ruhiggestellt. Ob dieses Progrämmchen jetzt von Lenovo oder Vista ist, weiß ich nicht. Es brachte im Test noch einmal etwa 10 Minuten Laufzeit, genug um alles zu speichern und den Deckel in eine waagrechte Position zu bringen.
Lautstärke:
Ein Wort: Leise.
Also richtig leise. Idelt der Rechner, dann hört man garnix. Die Platte ist bei Schreibzugriffen sehr leise, dafür ist das DVD-Laufwerk lauter, aber es kommt mir so vor, als wäre es heruntergeregelt, um ein möglichst geräuscharmes Arbeiten zu ermöglichen. Der Lüfter hat in der linken oberen Ecke 2 Auslassöffnungen, was einen hohen Luftdurchsatz bei geringen Drehzahlen ermöglicht. Und das merkt man auch im Betrieb.
Kritikpunkte:
Größter Kritikpunkt ist wohl ganz klar der Preis, für soviel Geld hätte ich mir 3 mal mein erstes Auto kaufen können. Als nächstes Großes kommt die Größe. 15,4 '' sind etwas zuviel um noch wirklich problemlos herumgetragen zu werden. Auch die Optik: Soviel Understatement gibt es wohl selten, ein paar neckische Designelemente hätten schon noch Platz finden dürfen. Da das T61 fast komplett schwarz ist, sieht man leider ebenso jedes Stäublein auf dem Gerät.
Fazit:
Verdammt hoher Preis und dafür ebenso verdammt hohe Qualität.
Ich denke, der Preis relativiert sich über die lange Lebensdauer. Ich bin bisher sehr zufrieden mit dem Notebook und auch Vista lässt sich noch ziemlich nett an. Mitte Oktober steht dann der große Uni-Kompatibilitätstest an, dann werde ich hier noch ein kleines Update nachtragen.
Wer noch Fragen oder Wünsche hat, immer her damit, ich werde versuchen, sie so schnell wie möglich zu beantworten.
Grüße,
Dozo.