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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 2.002
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Wieso ist der staatliche Zwang Arbeit zu verrichten eine Bereicherung für jeden? Man zwingt Menschen eine Arbeit auf die sie größtenteils nicht verrichten wollen, was bringt bitte eine zwangsweise "Sozialität" ist das nicht ein wiederspruch in sich? Auch kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieser Dienst nicht ohne Spuren an einigen vorübergeht, besonders an schwächeren gemütern die dann mit Dingen konfrontiert werden die ihnen seelisch zusetzen, nicht jeder Mensch will sich immer mit Tod und Leid auseinandersetzen, ich sehe es nicht ein wieso ich dem Staat auch nur irgendetwas schuldig sein sollte, in einer Demokratie ist jeder staatliche Zwang ohne wirklichen Grund einfach inakzeptabel. Wenn ich soziale Arbeit verrichten will, dann mache ich das aus freien Stücken, die Wirtschaft ist, so zeigt es sich auch in anderen Ländern durchaus in der Lage ein Sozialsystem ohne Zwangsarbeit aufrechtzuerhalten. Jeder Mensch bezahlt im laufe seines Lebens mehr als genug Geld an den Staat und für soziale Dinge in Form von unzähligen Steuern.
Und zu Soldaten, wer sich als Soldat verpflichtet und sich wissentliich selbst in gefährliche Situtationen begibt mit der Einstellung notfalls auch andere zu verletzen/töten (im Krisengebiet) braucht von anderen Menschen kein Mitleid erwarten (damit beziehe ich mich auf "kriegerische" Einsätze), wer diesen Politischen Müll in form von Gewalt im Ausland ausführt/verbreitet genießt zurecht kein Ansehen und ich sehe diese Einstellung gegenüber dem Bund nicht als rückständig gegenüber Staaten wie den USA sondern als Fortschritt, man sieht ja, dass auch in Amerika gottseidank endlich diese heuchlerische Fassade der "Krieger" stark bröckelt.
Das einzig Sinvolle was das Bundesheer leistet sind Dinge die man auch ohne Bundesheer in Form der stärkerung anderer Organisationen handhaben könnte, sprich Katastrophenschutz/hilfe, Humnitäre Einsätze etc.
Ich finde das schon irgendwie ironisch in einer demokratischen Gesellschaft in der Freiheit als höchstes Gut gehandhabt wird, werden Menschen gezwungen Dinge zu tun die sie oftmals garnicht wollen, wo ist da die Demokratie, wo ist die Freiheit? Wo ist das Grundrecht auf persönliche Freiheit?
mfg
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24. 09. 2007, 13:31
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#51
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seelisch divergent
Registrierungsdatum: Mar 2006
Ort: Planet Ogo
Beiträge: 2.115
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Ich kann da überhaupt keine Ironie erkennen, da wir nun mal in einem Gemeinwesen leben, wo nicht jeder tun und lassen kann, was er will. Bisweilen führt es dazu, daß einem auch was abverlangt wird, und vielleicht ziehe ich ja auch als Kind, Student, Arbeitsloser, Rentner meinen Nutzen daraus, daß andere etwas zahlen mußten, was sie manchmal gar nicht wollten.
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24. 09. 2007, 14:14
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#52
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jiao hua
Registrierungsdatum: May 2005
Ort: wherever I may roam
Beiträge: 3.860
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Ich kann nur noch mal meinen Standpunkt wiederholen, eine allgemeine Dienstpflicht sehe ich nicht als einschnitt oder kontraproduktiv im Bezug auf die Menschen-/ Bürgerrechte, geschweige denn als Widerspruch in sich.
Unser Staatsprinzip hat sich dem sozialen Aspekt unabänderlich verschrieben (Vgl. Art 20 GG) und "sozial" beinhaltet eine Verbundenheit aufgrund von wechselseitigen Bezügen. Genauso, wie also "Eigentum verpflichtet", habe ich auch als Bürger Pflichten dem Staat gegenüber, solange ich mich in seinem Schutz aufhalte, entziehe ich mich diesen Pflichten, erlischt auch mein Anspruch auf Freiheit und Demokratie, denn ich erteile der Prämisse Solidarität aus eigenem Antrieb eine Absage.
Eine schlicht falsche Aussage ist, man hätte aufgrund von seinen gezahlten Steuern seinen Beitrag zum Solidaritäsprinzip geleistet. Wäre dies so, dürften demgemäss auch Bsp. Wählerstimmen gekauft werden.
Es stimmt mich immer wieder bedenklich, dass ich (hier) Menschen Solidarität einfordern sehe, die dann im nächsten Atemzug ihre Mitarbeit an den demokratischen Prinzipien versagen. Ihr erinnert mich an diese Nichtwähler, die hinterher rumjammern, die falsche Partei sei an der Macht, oder "die in Berlin machen eh was sie wollen"
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24. 09. 2007, 14:24
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#53
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seelisch divergent
Registrierungsdatum: Mar 2006
Ort: Planet Ogo
Beiträge: 2.115
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Zitat:
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Zitat von Feydab
Eine schlicht falsche Aussage ist, man hätte aufgrund von seinen gezahlten Steuern seinen Beitrag zum Solidaritäsprinzip geleistet. Wäre dies so, dürften demgemäss auch Bsp. Wählerstimmen gekauft werden.
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Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen, nur hier bin ich mir nicht ganz klar, was Du meinst. Natürlich leiste ich einen Solidarbeitrag, wenn ich Steuern, Renten- und Sozialversicherung zahle.
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24. 09. 2007, 14:29
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#54
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.895
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Zitat:
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....und vielleicht ziehe ich ja auch als Kind, Student, Arbeitsloser, Rentner meinen Nutzen daraus,....
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Kinder brauchen wir, damit das System überhaupt funktioniert. Deswegen wurde auch das Kindergeld erhöht und es soll Krippenplätze geben etc.
Studenten werden aus demselben Grund gebraucht. Schade nur, da zZt zu wenige Ingenieure da sind. Da besinnt man sich dann auf den Imperialismus und wirbt bei den armen Ostblockländern die Intelligenz ab; Blue Card.
Arbeitslose haben wir wohl teilweise deswegen, weil andere kostenlose Überstunden und Praktika machen müssen.
Ich überlege mir gerade, ob ich mich als Rentner nicht für die vielen Rentenkürzungen bedanken muß, die mit den übrigen Einkommen nicht mehr Schritt halten.
Soweit kommt das noch, daß ich mich verpflichtet fühle, mich vor den Ausbeutern in den Staub zu wertfen. Entweder sind wird eine solidarische Gesellschaft oder wir lassen uns aufeinander hetzen.
Die Kaufkraft des heutigen Durchschnittseinkommens hat das Niveau von 1986. Erstaunlich übrigens, daß diese Info sehr schnell von Seite 1 des SpOn verschwunden ist.
Rebell
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24. 09. 2007, 14:30
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#55
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jiao hua
Registrierungsdatum: May 2005
Ort: wherever I may roam
Beiträge: 3.860
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Zitat:
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Zitat von Stadtneurotiker
Natürlich leiste ich einen Solidarbeitrag, wenn ich Steuern, Renten- und Sozialversicherung zahle.
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Selbstverständlich, aber es ist eben nur ein Teil meiner Pflichten, wäre ich in der Lage alle meine Pflichten in Geld abzuleisten, wäre auch meine Wählerstimme käuflich.
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24. 09. 2007, 14:33
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#56
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.895
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Das ist doch nicht das Thema.
Es geht um die Logik des Systems. Und die muß eben alle Bereiche betreffen.
Ansonsten ist es reine Willkür, mal Solidarität und Sozialengagement einzufordern und in anderen Bereichen den eiskalten Kapitalisten heraushängen zu lassen; so wie es gerade paßt.
Rebell
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24. 09. 2007, 14:37
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#57
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seelisch divergent
Registrierungsdatum: Mar 2006
Ort: Planet Ogo
Beiträge: 2.115
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
@ Rebell
Ja und? Hab ich doch nicht gesagt, daß sich diese Personengruppen in den Staub werfen müssen. Ich habe nur aufgezeigt, daß einem was abverlangt werden kann, andererseits man aber auch in der Lage ist zu partizipieren.
Daß die genannten Gruppen Leistungen erhalten, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Wobei das zugegeben ein Denken ist, das sich noch nicht endgültig durchgesetzt hat. Vielfach wird im GG immernoch das Regelwerk gesehen, daß den Bürger in seinem asymetrischen Verhältnis zum Staat schützt, anstatt anzuerkennen, daß das GG vielfach das Recht auf Teilhabe gewährleistet. Das ist ein Unterschied.
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24. 09. 2007, 14:38
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#58
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jiao hua
Registrierungsdatum: May 2005
Ort: wherever I may roam
Beiträge: 3.860
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Zitat:
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Zitat von Der Rebell
Das ist doch nicht das Thema.
Es geht um die Logik des Systems. Und die muß eben alle Bereiche betreffen.
Ansonsten ist es reine Willkür, mal Solidarität und Sozialengagement einzufordern und in anderen Bereichen den eiskalten Kapitalisten heraushängen zu lassen; so wie es gerade paßt.
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Das Thema ist allgemeine Dienstpflicht, und selbstverständlich muss der Staat einen Mittelweg finden zwischen Verpflichtungen der Bürger und einer wirtschaftlichen Handlungsweise.
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24. 09. 2007, 14:40
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#59
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.895
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Nichts einfacher als das:
Verpflichtung bei angemesserenr Bezahlung. Und schon klappts.
Dann könnten die Dienstler wenigstens etwas für ihre Rente zurücklegen und wären voll in das System integriert.
Abgesehen davon ist es mehr als lächerlich Dienstverpflichtungen in Bereichen einzurichten, die eine qualifizierte Ausbildung erfordern wie von der CDU angepeilt. Diese Idee ist doch nur entstanden, weil sie mit der Wehrgerechtigkeit nicht mehr klarkommen. Und nun wird wieder irgendein Flickwerk gebastelt.
Rebell
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24. 09. 2007, 14:47
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#60
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 286
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Re: Allgemeine Dienstpflicht?
Wie wird denn dann zwischen der "Allgemeinen Dienstpflicht" und dem Zivildienst unterschieden? Ich denke mal, man kann alles in ersterem zusammenfassen...es geht schließlich einzig und allein darum, seinen Dienst für die Gemeinschaft zu leisten.
@RevanZ Warum ist das leben eines Soldaten weniger wert als dass eines Feuerwehrmanns oder Polizisten? Stell dir vor,du sagst einem Bundeswehrsoldaten in Afgahnistan, er ist selber schuld wenn ihm etwas passiert...er wollte ja eh nur rumballern. Ich glaube, da hast du den Unterschied zwischen den US-Streitkräften und der Bundeswehr vergessen...bei den US-Truppen liegt das Ziel bei "Frieden" durch massive und blinde Gewalt. Da wären all deine Argumente angebracht. Bei der Bundeswehr gibt es aber, wie du sicherlich weisst, andere Prioritäten. Die Menschen in Afghanistan sind den Deutschen gerade deswegen so sehr dankbar, weil sie ihnen die Rahmenbedingungen stellen können, damit sie selbst wieder ein normales Leben führen können. Nur...mit Baggern, Nahrungslieferungen und Schulbüchern usw kann man zwar der Bevölkerung helfen, aber nicht gegen die Taliban kämpfen. Wenn es in Deutschland schon einen Aufschrei gegen ein paar Tornados gibt...wie will mann dann Sicherheit in Afghanistan schaffen?? Die Deutschen Soldaten trauen sich teilweise trotzdem noch ungeschützt auf die Straße, um mit der Bevökerung in kontakt zu bleiben. Da sich die Sicherhetslage aber immer weiter verschlechtert, und die Kräfte nicht aufgerüstet werden, braucht man sich nicht wundern, wenn sich die Soldaten in ihre Camps zurückziehen. Wie soll das ein deutscher Soldat, der in Afghanistan war aushalten, wenn man ihm sagt, er solle sich schämen, dass er sein leben für den Frieden und die Sicherheit des Afghanischen Volkes riskiert hat??
kleine Anmerkung...Natürlich gibt auch dort, wie überall genügend idioten (totenschändungen usw...), aber auch das ist teilweise ein Ergebnis der völligen überforderung.
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24. 09. 2007, 15:05
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#61
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