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01. 10. 2007, 09:55 #1
BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Der Tagesspiegel gab gestern bekannt, das Bundeskriminalamt (BKA) registriert und speichert seit September 2004 die IP-Adressen aller Besucher ihrer eigenen Website über die linksextreme Untergrundorganisation 'militante gruppe'. Der Redaktion der Berliner Zeitung liegt ein Vermerk der Behörde vor, aus dem die Speicherung der Adressen hervorgeht. Auf diese Weise wollten die Beamten 'möglicherweise relevante IP-Adressen' sammeln. Dazu wurden nachweislich Auskünfte über die Identität der Surfer bei der Deutschen Telekom AG und beim spanischen Telekommunikationsunternehmen 'Telefonica' beantragt.
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01. 10. 2007, 10:15 #2
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypott benutzt
Womit sich das BKA von gewissen Bloggern nicht mehr unterscheidet - denen ist puncto Datensammelwut auch fastnix heilig.
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01. 10. 2007, 10:39 #3
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Mein Aussiedlungsplan zum Studiumsende wurde soeben beschlossen.
Die Schweiz soll ja ganz schön sein .voovelab.net | In Paderborn / An der Front
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01. 10. 2007, 10:46 #4DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Die Schweiz plant auch eine Vorratsdatenspeicherung, bzw. ist ihr zumindest nicht abgeneigt gegenüber. Solange die Gerichte der Datensammelwut keinen effektiven Riegel vorschieben wird sich das auch nicht ändern.
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01. 10. 2007, 10:47 #5
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Tja, so schnell kann man zum Terroristen werden. Ok, das ist sicherlich überspitzt, aber zum Nachdenken anregen sollte es schon, das allein der Besuch einer BKA Webseite ausreicht, damit die IP-Daten erfasst und beim Provider die Realdaten nachgefragt und in einer Datei gespeichert werden. Wenn das jetzt schon gang und gebe ist, das allein der Besuch einer Webseite aus einem Bürger einen Verdächtigen macht, dann wartet ab, was alles Realität wird, wenn die neue Antiterrorgesetzgebung durch ist. Da gibt es in Deutschland bald keinen mehr, der nicht in irgendeiner Datei als Verdächtiger erscheint.
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01. 10. 2007, 10:58 #6DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Nachtrag:
Hatte Voss (Ihr wisst schon, der der T-Online wegen der IP-Speicherpraxis vor Gericht zog und in höchster Instanz gewann) nicht erwogen auch sammelwütige Webseiten vor Gericht zu ziehen? Mit dem BKA hätte er doch genau die richtige Stelle.
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01. 10. 2007, 11:04 #7
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Ausführlicher tagesspiegel-Artikel: Der falsche Klick
Dem Bundesjustizministerium wird eine solche Datenspeicherung übrigens rechtskräftig untersagt: Vorratsspeicherung von Kommunikationsspuren verboten
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01. 10. 2007, 12:06 #8
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Da kann man mal sehen, wie die sich zukünftige Verbrecherjagd vorstellen.
Besuche ich in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung zuviele Seiten, in denen mehr oder weniger offen gegen das System gewettert wird, werde ich automatisch ausgerastert und zur weiteren "Behandlung" markiert.
Hervorragend, So etwas nennt man glaube ich Gedankenpolizei.
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01. 10. 2007, 12:20 #9
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
und wo findet man den honeypot? würd auch gern auf deren liste stehen *gG
und nebenbei noch 100mio weitere proxys übergeben^^
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01. 10. 2007, 13:34 #10DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Tja, hoffentlich klagt einer gegen das BKA und die Gerichte machen endlich deutlich, dass die Speicherung von IP-Adressen verboten ist und den Betreibern harte Strafen drohen. Ich würde ja selbst Klagen, aber erstens bin ich nicht (nachweislich) betroffen und zweitens fehlt mir das Geld. Etwas juristisches Wissen wäre sicherlich auch sinnvoll, aber wir haben doch hier im Board einen berühmten Anwalt, der sich mit Abmahnungen auskennt. Der könnte doch glatt sein Image aufbessern und dem BKA verantwortlichen eine zustellen.
Zitat von Hadron

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01. 10. 2007, 22:21 #11
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Na vorsichtshalber werde ich ab jetzt auch Seiten über unsere Regierungsparteien meiden.
Wer weiss, in welchen Verdacht ich gerade, wenn ich mich dort informiere.
Gruss Moses
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22. 10. 2007, 00:06 #12
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
ACHTUNG HIER IST DER LINK
Zitat von trojan
http://www.bka.de/fahndung/personen/...itante_gruppe/

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22. 10. 2007, 00:11 #13
Re: BKA: Eigene Website über 'militante gruppe' als Honeypot benutzt
Na das könnte man sich doch gleich in die Sig tun...
Zitat von macbroadcast
http://www.bka.de/fahndung/personen/...ild/mglogo.gifwillste lachen, klickste hier!sehr lesenswertMerke: Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd!
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