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  1. #1
    Boeses junges Fleisch Avatar von Korrupt
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    Standard Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Nur wenn der Erfolg der Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn auch durch wissenschaftliche Studien belegt werden könne, solle der Pilotversuch auf weitere Linien ausgeweitet werden, so die gesetzliche Vorgabe. Nachdem die begleitende Studie nun die Nutzlosigkeit der Kameras belegt hatte, sollte sie zunächst unter Verschluss gehalten werden. Stattdessen behauptete die BVG wider besseres Wissen, der Erfolg sei da, das Projekt müsse ausgeweitet werden. Die Humanistische Union widerspricht.

    Ironischerweise beauftragten die Berliner Verkehrsbetriebe selbst Wissenschaftler aus dem Büro für angewandte Statistik in Berlin mit der Evaluierung des Pilotprojektes, bei dem drei Linien der Berliner U-Bahn mit Überwachungskameras ausgestattet wurden. Die Überwachung und ihr Nutzen wurde untersucht, ein Zwischenbericht wurde angefertigt und der BVG vorgelegt, woraufhin diese kurzerhand den Forschungsauftrag kündigte: es kamen offenbar nicht die gewünschten Ergebnisse heraus.

    Denn was tatsächlich nach der Installation der Kameras passierte, dürfte manchem Überwachungsfanatiker sauer aufstoßen. Dass öffentliche Bereiche "zu Ihrem Schutz videoüberwacht" sind, dürfen Bürger regelmäßig auf den einschlägigen Hinweisschildern lesen, im Fall der Berliner U-Bahn gilt offenbar das Gegenteil ... weiterlesen

  2. #2
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Dann muss man eben die Kameras verstecken, damit potentielle Straftäter (aka. Bürger) nie wissen ob sie gerade überwacht werden oder nicht.


    Das wird die Konsequenz sein, die unsere Herrscher (ua. Politiker) daraus ziehen werden, Grundgesetz hin oder her.


    Vielleicht wäre es besser gewesen, die Studie weiterhin unter Verschluss zu halten und einfach zu behaupten "Offene, d.h. für alle sichtbare, Überwachung ist ein voller Erfolg".



    PS: Ich hätte nie gedacht dass ich sowas mal sagen würde. Ich geh jetzt kotzen ...
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  3. #3
    Mitglied Avatar von Atros
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    1. Die Zustände in diesem Land sind unmöglich, wenn Studienergebnisse nicht passen, dann gilt "was nicht passt wird passend gemacht". Das ist ja schon Normalität.

    2. Hier wird noch hinzukommen, das da ein lukrativer Auftrag dranhängt und man sich Fragen muß, wer da alles die Hand aufgehalten hat und welche Schmiergeldzahlungen gefährdet sind, wenn die Überwachung nicht ausgeweitet wird.

    3. Zahlen tut ja eh alles der Fahrgast

  4. #4
    aus Gullis Genforschung Avatar von DerDomi21
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Delikte wie Angriffe auf Mitarbeiter oder Raub, hinsichtlich Sachbeschädigung
    ich mein wenn Berliner eine U-Bahn besprayen wollen, dann machen die das auch! Ist denen doch Wurst ob die gefilmt werden oder nicht
    mfg

    DerDomi21

  5. #5
    Wandang
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    traue keiner statistik, die du nicht selber gefälscht hast...

  6. #6
    § 129a
    Gast

    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Zitat Zitat von quasimodo2000
    Dann muss man eben die Kameras verstecken, damit potentielle Straftäter (aka. Bürger) nie wissen ob sie gerade überwacht werden oder nicht.


    Das wird die Konsequenz sein, die unsere Herrscher (ua. Politiker) daraus ziehen werden, Grundgesetz hin oder her.


    Vielleicht wäre es besser gewesen, die Studie weiterhin unter Verschluss zu halten und einfach zu behaupten "Offene, d.h. für alle sichtbare, Überwachung ist ein voller Erfolg".



    PS: Ich hätte nie gedacht dass ich sowas mal sagen würde. Ich geh jetzt kotzen ...

    Die Aussage ergibt für mich keinen Sinn. Wenn z.B. die "bösen" Sprayer sich nicht davon abschrecken lassen offensichtlich beobachtet zu werden, warum sollte die Abschreckung dann größer werden wenn man die Überwachung auf einer Vermutung reduziert?

    PS: Nieder mit dem gesamten Überwachungsstaat! Ob offensichtlich oder im Geheimen!

  7. #7
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Das ist nicht meine Folgerung, sondern die vermutliche Konsequenz, die unsere Politclowns ziehen werden.

    Wie will ich das wissen ?

    Zum Einen zeichnen sich unsere Politclowns nicht gerade durch überdurchschnittliche Logik und Eingehen auf begründete Argumente aus.
    Bornierte Ideologie und allgemeine Merkbefreitheit sind wohl eher deren Markenzeichen.

    Zum Anderen ist der Überwachungsmarkt ein Milliardengeschäft. Welcher Politiker will schon auf die "Zuwendungen" dieser Industrie verzichten ?

    Und Drittens, Politiker wollen wiedergewählt werden. Selbständig denkende Wahlbürger sind eine aussterbende Minderheit. Der grossen Mehrheit muss man als Politiker eben durch Aktionismus "positiv" auffallen.
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  8. #8
    Midgleed Avatar von Hadron
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Zitat Zitat von quasimodo2000
    Zum Anderen ist der Überwachungsmarkt ein Milliardengeschäft. Welcher Politiker will schon auf die "Zuwendungen" dieser Industrie verzichten?
    Ich befürchte, dass dies die Hauptmotivation dafür ist, dass man die Veröffentlichung der Studie möglichst lange verhindern wollte. Das ist ein Millionengeschäft, welches man sich nicht durch negative Studien verderben lassen will. Schließlich befindet sich das Projekt noch in der Pilotphase, die Überwachung soll noch deutlich ausgeweitet werden, auf alle 170 Berliner Bahnhöfe.

    Ich zitieren mal den Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix vom 30.3.06:
    [...] Nach seinen Worten handelt es sich um ein "offenes Projekt". Es gebe keine Einbahnstraße, so Dix. "Entweder wird am Ende festgestellt, daß es erfolgreich ist und die Videoüberwachung wird ausgeweitet. Oder aber es gibt keine meßbare Verbesserung, dann wird es eingestellt", sagte Dix.
    Die Studie stellt keine meßbare Verbesserung fest. Folglich müßte das Projekt jetzt eingestellt werden.

    Was geschieht aber statdessen? Die negative Studie wird mit aller Macht unter Verschluss gehalten und wenn man dann doch mit ihr herausrücken muss, dann stellt man einfach ihr Ergebnis in Frage. Nun werden wahrscheinlich so lange neue Studien in Auftrag gegeben und die Statistiken geschönt, bis man sich ein neues, positives Resultat "herbeigebastelt" hat.

    Man wird zu dem typischen Ergebnis kommen: Hat die bisherige Überwachung noch nicht den gewünschten Erfolg erzielt, dann muss man eben nicht mit ihr aufhören, sondern man muss ganz im Gegenteil noch mehr überwachen. So einfach ist das. Oder kann sich irgendwer von euch überhaupt ansatzweise vorstellen, dass man sagt: "Aha, so so. Die Studie bescheinigt uns also die Nichtwirksamkeit der Überwachungsmaßnahmen. Da haben wir uns wohl etwas zu viel versprochen. Wir revidieren unsere Entscheidung, denn wir haben etwas falsch gemacht. Ab morgen beginnen wir damit, die nutzlose Technik abzubauen und die Kameras wieder aus den U-Bahnen zu entfernen." Es ist schon bitter, dass solche Reaktionen unglaublich fremd und unwirklich klingen. Weil sie eben nie auf diese Art erfolgen. Man hat sich schon daran gewöhnt, dass einmal getroffene Entscheidungen gerade im Bereich der Überwachung bis aufs Blut verteidigt werden, selbst wenn man ihnen Wirkungslosigkeit attestiert hat.

    Ich habe das Gefühl, heutzutage werden Aussagen von Datenschützern überhaupt nicht für voll genommen. Man hält sie für verklärte jutebeuteltragende Weltverbesserer, die immer nur rummaulen und nörgeln müssen. Ganz lästige Querulanten und Störfaktoren. An das, was die sagen, muss man sich sowieso nicht halten. Auch Peter Schaar muss sich ja manchmal so fühlen, als rede er gegen Wände.

    Es geht gar nicht so sehr darum, ob die Überwachung wirksam ist, oder nicht. Es geht wahrscheinlich darum, dass man mit ihr viel Geld verdienen kann. Schlimm eigentlich.

  9. #9
    -.- Avatar von wtfbbq
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    in frankfurt gibt es in den neuen straßen- und sbahnen kameras.


    wurde nicht auch dieser eine kinderschänder aufgrund dieser kameraüberwachung gefasst bzw ein foto von ihm, wo er neben einen kleinen jungen sitzt gemacht?
    Ich habe keine Vorurteile - Ich hasse jeden

  10. #10
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    So vernichtend finde ich die Studie gar nicht. Dort wird die Qualität und damit Auswertbarkeit der aufgezeichneten Bilder kritisiert. Zudem ist die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu unkoordiniert. Auch sind die Fahrgäste nicht aureichend über die Überwachung informiert, weshalb sie sie auch nicht nutzen.
    Das kann man aber alles ändern...

    Das man mit Videoüberwachung nun alle Straftaten aufklären kann, wäre ja eine Illusion . Deshalb weis ich gar nicht was der BVG an der Studie nicht gefallen hat...

    So schlecht finde ich es gar nicht das dort ein Kamera hängt. Sinnlos finde ich es allerdings wenn die Kamera für 100% Sicherheit stehen soll. Ein paar Sicherheitsleute sind mir da doch deutlich lieber. Aber im Moment setzt man ja eher sein Vertrauen in unverständliche missbrauchbare Technik als auf Menschen denen man ja auch noch ein Gehalt zahlen muss.

  11. #11
    Sardonisch Deluxe Avatar von Mr.Harmlos
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Die nächste Generation von Schmerzwaffen wird implantiert, erst dann kann sich die volle Effektivität der Videozertifizierung der Bürgerlichen Unbedenklichkeit entfalten.
    Die Ausrottung des Antisozialen Verhaltens der Potential Terroristen oder altdeutsch "Bürger" wird damit maximiert.

  12. #12
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Sitzt da wohl ein Entscheidungsträger in dem Vorstand des Überwachungskamera Hersteller?
    So wie bei Gerhard Schröder bei Gasprom...

  13. #13
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    Standard Re: Kameraüberwachung in der Berliner U-Bahn: Nutzlos laut Studie

    Anstatt nutzloser Kameras sollte man sich lieber um geeignetes Personal kümmern, welches für Ruhe sorgen kann. Trotz Kameras haben wir in Essen Strecken, in denen selbst Bahnmitarbeiter (Securities, Kontrolleure) aussteigen und diese Strecke meiden, da sie, vorallem die weiblichen Beamten, immer häufiger Übergriffen von meist ausländischen Jugendlichen ausgesetzt sind. Da nützen auch Kameras nichts.

  14.  
     
     
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