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  1. #1
    Boeses junges Fleisch Avatar von Korrupt
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    Standard Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Die zentrale und nicht wirklich an den Haaren herbeigezogene These von Ed Felten: Irgendwann in den kommenden zehn Jahren wird es mobile Geräte mit zweistelligem Preis geben, die sämtliche Musik speichern können, die in der Menschheitsgeschichte je aufgezeichnet wurde. Die Konsequenz: "Unendlicher Speicherplatz", zumindest, was Musik angeht. Die Folgen?

    Zwei zentrale Punkte stellt Felten heraus: zum einen wird Filesharing dadurch revolutioniert, dass man in Zeiten wachsender Musiksammlungen immer weniger Kontakte braucht, um an neues Material zu kommen. Anstatt aus unbekannten Quellen unter dem auch in Zukunft bestehenden Risiko zu laden, erwischt zu werden, sieht Felten einen Siegeszug der Kleingruppen kommen: man tauscht nur noch mit Freunden.

    Ein Effekt, den man heute bereits im Bereich der portablen Massenspeicher beobachten kann und der in Zukunft enorm wachsen wird. Bereits heute ist es im Freundeskreis üblich bis normal, dass man sich gelegentlich besucht und dabei die Wechselfestplatte einpackt: die Datentransferrate einer Terabyte-Platte auf einem Autorücksitz ... weiterlesen

  2. #2
    -inaktiv-
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Dem interessierten User steht, wenn er das will, mit wenig Aufwand so viel Material zur Verfügung, dass er es im Prinzip nie komplett in Ruhe anhören wird.
    Ich habe jetzt schon einige Freunde, die öfters mal ihre iPod oder sonstwas zufallsmäßig volladen und dann bei jedem 2. Song sagen: "Oh, den kannt ich noch garnicht, ist aber cool"^^
    Aber ich halte diese Vorstellung auch für nahe liegend.
    Wenn man mal vergleicht, was für Dimensionssprünge der Speicherkapazität erfolgt sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass diese Vision sich nicht bewahrheitet.

  3. #3
    fish go m00 Avatar von holling
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    m00
    Geändert von holling (25. 03. 2009 um 17:16 Uhr)

  4. #4
    Boeses junges Fleisch

    (Threadstarter)

    Avatar von Korrupt
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Ich weiss, dass sich das Mooresche Gesetz auf Prozessoren bezeichnet Einen gleichen Fortschrit haben wir aber auch bei der Dichte der Speichermedien (Halbierung der Groesse bei Verdoppelung der Kapazitaet) und ich wage zu behaupten, dass wir wie gesagt schon mittendrin sind, was das angeht, siehe TB-Wechselplatten. Und da laesst sich auch fortschreiben - vor zehn Jahren war 1997 und ich bin recht sicher, damals eine 2- und eine 6-Gig-Platte gehabt zu haben. Zehn Jahre spaeter hab ich ungefaehr etwas ueber hundertmal soviel Speicherkapazitaet an der Kiste haengen. Schreiben wir das nur 5 Jahre fort, dann solls meinetwegen wegen dem exponentiellen Wachstum nur 20mal und nicht 50mal soviel sein, dann sind wir bei einer Normalausstattung von 16 terabyte, und da passen ueber 10 Jahre Mucke drauf, die man nur einmal hoert, wenn man 24 Stunden am Tag lauscht. Nehmen wir nen Faktor 0,1 fuer portable Loesungen, dann trag ich dann 1,6 TB in der Hosentasche auf dem Handy mit mir rum.

    Dann ist meiner Meinung nach der Fisch in der Tat geputzt.

  5. #5
    Gesperrt Avatar von foxxy
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Zitat Zitat von Korrupt
    Nehmen wir nen Faktor 0,1 fuer portable Loesungen, dann trag ich dann 1,6 TB in der Hosentasche auf dem Handy mit mir rum.

    Dann ist meiner Meinung nach der Fisch in der Tat geputzt.
    Irgendwann ist dann auch dei Grenze des Sinnvollen erreicht.
    Also die Musik die ich mag, pass locker auf 20 GIG
    Aber abgesehen davon; betrachtet man den Sprung in den letzten 10 Jahren, ist weder Speicherplatz noch Prozesserleistung ein Problem. Ehr die Qualität der Musik....

  6. #6
    Temporäre Anomalie Avatar von InVaiN
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Also 20 reichen mir schon nichtmehr, ich habe nur gemerkt, dass aufgrund der grossen Speicherkapazitaet meines mp3 Player (60 Gigabyte) meine Wiedergabeliste viel oefter wechselt.
    Klar hoer ich nicht alles was da drauf passt, aber irgendwann hab ich halt doch mal Lust auf dieses eine Lied, das ich vor 2 1/2 Monaten draufgeladen habe, und ich moechte den Komfort dieses dann auch hoeren zu koennen nicht mehr missen.

    Ich begruesse die Entwicklung.

  7. #7
    Dreck-Schwein Avatar von Killer-Plautze
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Je nach Länge und Datenrate kann eine externe 500GB-Platte für schlappe 100 Euro locker über 100.000 Mp3s fassen. Das ist dann schon mal fast 1 Jahr nonstop-music ohne Wiederholung. Das ist für mich bereits unendlich, mehr will ich gar nicht haben! Wann soll man das denn alles hören? Und vor allem: Will man das alles hören? Ich bin ein echter Musik-Freund, und meine tatsächlich bevorzugte Musik umfasst ein paar hundert CDs, und jedes Jahr kommen einige wenige dazu. Natürlich hör ich auch in aktuelle Scheiben rein (dafür liegen die hier ja auch rum ), aber das meiste interessiert mich nicht. Und das ist eben die Kehrseite der Medaille: Je mehr Musik (in Form von Mp3) man hat, desto weniger ist sie wert. Vor 10 Jahren habe ich mich wie ein Wolf über eine Mp3-CD gefreut, ca. 10 Alben auf einem Rohling. In den nächsten Wochen werde ich mal meine über 100 MP3-CDs und DVDs auf eine externe Festplatte raufspeichern. Zusammen mit den 40GB Mp3s, die mir ein Kumpel im Sommer mitgebracht hatte. Das Kopieren dauerte 2 Flaschen Bier in der Sonne, reingehört habe ich bis heute nicht.

    Ich denke, daß ganze Musiksammlungen noch nicht im großen Stil kopiert werden, aber es wird bald so kommen. Die Speicherkapazität ist schon jetzt längst vorhanden, sie wurde nur noch nicht flächendeckend entdeckt. Aber dann wird es sehr, sehr unangenehm für die Musikindustrie. Bald schon wird der Ruf nach einem Verbot der Privatkopie lauter. Und lauter. Und lauter.

    Die Musikindustrie hat dann eigentlich nur noch eine Chance: Die Flat-Fee. Dann ist das ganze Repertoire als Mega-Sampler frei verfügbar, natürlich DRM-verseucht, was bei einem einheitlichem Standard aber nicht weiter stört. Bis es soweit ist, sind die Speicherkapazitäten (hoffentlich) soweit angewachsen, daß man die Filme-Sammlung auf einer Platte unterkriegt. Dann fängt der Tanz von vorne an, allerdings mit Videos.

  8. #8

    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    naja, gerne Vergessen wird dabei das die letzten Sprünge immer auch einen wechsel der Hardware benutzten ...
    von Magnetbändern zu optischen Disk. zu Magnetplatten die einen Quanteneffekt (Riesenmagneto Effekt) benutzen. Steigerungen der letzten Zeit beruhten auf einer besseren beherschbarkeit dieses Spin Effektes ... sowohl im Flashspeicher, wie auch auf den "normalen" hdd
    Es dürfte aber bald ausgereizt sein, zumindest sollte hier kaum ein neuer "quantensprung" zu erwarten sein.
    Und ich sehe gerade nicht welche Technologie zu einer weiteren exp. Steigerung geeignet sein könnte ... zum. mit akzept. Zugriffszeiten.
    Geändert von ausgechillt (16. 10. 2007 um 20:46 Uhr)

  9. #9
    Gesperrt Avatar von foxxy
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Zitat Zitat von ausgechillt
    Es dürfte aber bald ausgereizt sein, zumindest sollte hier kaum ein neuer "quantensprung" zu erwarten sein.
    Und ich sehe gerade nicht welche Technologie zu einer weiteren exp. Steigerung geeignet sein könnte ... zum. mit akzept. Zugriffszeiten.
    Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass Grenzen immer nur scheinbar sind.

  10. #10
    Jamaikaner Avatar von Otacon
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Holographischem Speicher oder Kristallen scheint wohl die Zukunft zu gehören.
    Oh die MPAA tut mir ja jetzt schon leid, die vielen Höhlen und was da für Massen an potentiellen Raubkopien lagern könnten .

  11. #11
    Was bedeutet mein Name? Avatar von 44 69 56 69
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Ich weiß nicht wo das Problem sein soll mit dem kommerziellen Buissnes.

    Man könnte "wiederaufladbare" zerfizierte MP3-Datei-Arten doch entwickeln. So das ein Nutzer sich soviele MP3s im Monat herunterladen und anhören kann wie er will wenn er monatlich "10-20€" an den Anbieter bezahlt.

    Fänd ich fair und für beide Seiten Vorteilhaft.

  12. #12
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    es war noch nie so einfach eigene musik zu produzieren (hard und software ist zugänglich, bezahlbar, bietet sehr viele lösungsansätze), aufzulegen (unzählige dj/vj tools, auch hier ist hard/software für jeden laien zugänglich) und dank des internets zu promoten und weltweit bekannt zu machen (unzählige musik portale, foren).

    also folge: es gab noch nie so viele künstler (ob diese bezeichnung bei jedem hobbymusiker berechtigt ist ist fraglich) die tag für tag produzieren, auflegen, remixen, neue genres erfinden, sich über techniken austauschen, diskutiren.


    musik die mir wichtig ist und für einen wert hat schätze ich auf max. 30-40 gig
    in meiner sammlung befinden sich jedoch ca. 600 gig an msuik, auf die ich gerne verzichten kann - man hat sie irgendwann runtergeladen, noch nie angehört aber man möchte sie nicht löschen - vielleicht finde ich sie in paar jahren interessant? oder auch nicht?

    ich weiss dass ich nie wieder eine cd oder mp3/wma kaufen werde. aber für live konzerte und partys wo live musik gespielt/gemacht wird gebe ich gerne geld aus - es gehört für mich nun etwas mehr zur musik als ein datenträger - das musik erleben, eine art reise durch gefühle und gedanken, provokation und interaktion des künstlers und seiner umgebung. eben das was man nicht auf datenträgern speichern kann.

  13. #13
    Sardonisch Deluxe Avatar von Mr.Harmlos
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Die Musikindustrie steht seit beginn des Digitalen Zeitalters vor einem Umsturz.
    Das bisherige Geschäftsmodell wird nicht mehr funktionieren und aus diesem Grunde sind auch die bemühungen um DRM u.s.w. derart verzweifelt.

    Die wissen genau was passiert wenn die Privathaushalte ... gigabit internet, tera- pentabyte speicher, Wlan netzwerke von ganzen Stadtteilen , und sicheres Filesharing bekommen ... alles ne frage der Zeit ...

    Allzulange wird das nicht zu verhindern sein ...

    Die Tragödie ist eigentlich statt sich anzupassen was die Kunden wollen wollen sie den Kunden anpassen und das kann nicht funktionieren ...

    Eigentlich haben sie schon verloren ...

    Aber das gute ist: Aus allem untergegangenen Alten erwächst etwas Neues aufsteigendes ...

    Das sind Kreisläufe, die sind so alt wie das Universum ...

  14. #14
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Es ist doch sogar jetzt schon der Fall, dass manche das Hobby entwickeln Lieder zu sammeln.
    Die prognostizierte Entwicklung halte ich für nachvollziehbar.

  15. #15
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    hmm wird sich alles zeigen.

    aber ich weiss gar nicht was ihr alle habt? ich komme mit meinem 256 mb mp3 player nicht ganz hin, aber passt. 512 wären daher völlig ausreichend für mich

    ich hab imo 400 gig und die reichen auch, schliesslich kann man auch löschn oder brennen

  16. #16
    Anti-Human Vorrichtung
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Es muss wohl ein Princeton Professor diese These aussprechen, damit sie gehört wird.
    Jeder mit einem minimal kleinen Bewusstsein für Technik&Co ist das eigentlich klar.

    "Sammeln" ist der richtige Begriff.
    Niemand ist in der Lage, seine eigene Sammlung noch anzuhören, will er aber auch gar nicht.
    Es kann mir auch niemand erzählen, er hat in Gigabyte Größen Musik und hat da noch den Überblick drüber.
    Aber wer weiß, irgendwann mal irgendwo zufällig... ja dann ist alles da von 69-89, bis der Musiker den heldenhaften Herointod starb.
    Haben ist besser als nicht haben, auch wenn es nur virtuell ist und im Prinzip Datenmüll.
    Was heute täglich auf einem Schulhof/Uni/Arbeit/Freundeskreis die Runde macht, ist irrwitzig, nach Rechenmodell der Industrie dürfte eigentlich gar kein Geld mehr fließen.
    Das in spätestens 10 Jahren jeder zig gig Daten mit sich rum trägt... wow was für eine mutige Behauptung.

    Als ich damals noch VHS Videos sammelte.. so muss ich heute einsehen das alle als Xvid im ed2k Netzwerk zu finden sind.
    All die Mixtapes/Kassetten, heute ebenfalls verfügbar. Und niemand wird mich anpissen weil ich den alten Schund zum Spaß komplettiere.
    Selbiges wird immer wieder passieren, man ist eigentlich nur ein temporärer lokaler Zwischenspeicher, alle momentanen Daten werden immer in neuen Formaten von neuen Releasern in neuen Netzen verfügbar sein.

    Wie der Autor sagt, niemand würde auch nur einen Cent pro Datei zahlen.
    Niemand braucht es, wegwerfen ist aber auch zu schade, und die Dateigröße/Übertragungsgeschwindigkeit ist langsam echt nichtig.

    Ich denke eher, es geht teilweise Richtung streaming.
    Nix mehr runterladen, entpacken, sortieren, speichern, sammeln, archivieren...
    Wenn heute Leute kurz zu Gast sind, werden die Platten oft gar nicht mehr bemüht, einfach mal einen Videohoster anwerfen und mitsehen/hören, oder Netzradio, immer wieder neues.

    Nur die zugehörige Industrie verpasst den Zug, sie hat aber auch kein Interesse an den Terabyte Besitzern, mit Chartmusik&Superstars und den zugehörigen Dummkunden lässt sich einfacher und schneller Geld machen.

  17. #17
    Raubhörer + Laubsortierer Avatar von ludwighagen
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Den Nutzen von TB-Speichern kann man doch auch mit HD-Videos bzw. Videomaterial generell erklären. Hier reden alle nur von MP3s, was ich in diesen Grössenordnungen für ziemlich unsinnig halte... ausser man will sich tatsächlich ein Weltkulturerbearchiv zulegen . Also ich sammle jetzt seit über zwanzig Jahren leidenschaftlich Musik, und bringe es gerade mal auf gut 8000 Einzelstücke in meiner gesamten Sammlung, das sind kaum 60 GB!

    Denn längst behalte ich nur, was mir auch wirklich gefällt; weder sammle ich zwangsläufig komplette Alben, und schon gar keine Discografien. Ausschuss und Platzfüller aller Art werden sofort gnadenlos entsorgt, und was ich nicht angehört und für gut befunden habe, kommt sowieso nicht in die Sammlung. Letztlich findet weit weniger als 1 Prozent - !! - von allem was ich bekomme, seinen Weg ins Archiv, also nur ein sehr sehr geringer Anteil der täglichen Auswahl, im Schnitt weniger als etwa fünf Titel pro Tag. Schliesslich möchte ich nicht irgendwann vor einem riesigen Terabyte-Müllberg sitzen und ständig gelangweilt "skippen" müssen bis ans Ende meiner Tage
    Musik ist zum ANHÖREN da und zum GENIESSEN, nicht zum bunkern ...

  18. #18
    Sardonisch Deluxe Avatar von Mr.Harmlos
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Es kann mir auch niemand erzählen, er hat in Gigabyte Größen Musik und hat da noch den Überblick drüber.
    mediamonkey

    mfg

  19. #19
    Dreck-Schwein Avatar von Killer-Plautze
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Zitat Zitat von valium84
    musik die mir wichtig ist und für einen wert hat schätze ich auf max. 30-40 gig
    in meiner sammlung befinden sich jedoch ca. 600 gig an msuik, auf die ich gerne verzichten kann - man hat sie irgendwann runtergeladen, noch nie angehört aber man möchte sie nicht löschen - vielleicht finde ich sie in paar jahren interessant? oder auch nicht?
    Wenn man sich nicht hauptberuflich damit beschäftigen will, ist es quasi unmöglich, den Datenberg (andere nennen es Datenmüll) zu sichten. Wie lange mag es wohl dauern, 600GB an mp3s (kurz) testzuhören, zu taggen, Dubletten, Fakes und fehlerhafte Dateien auszusortieren? Da hilft einem dann ein MediaMonkey auch nicht weiter. Und komplett anhören tut sich das auch niemand. Das einzige, was einem eine solche Sammlung gibt, ist das gute Gefühl, fast alles zu haben. Und trotzdem gibt es dann doch noch das eine odere andere mp3, das man plötzlich noch haben will. Man findet es ganz schnell im Netz, genauso wie die anderen 600GB, die man schon hat. Irgendwie ist das ganze witzlos, aber der Mensch ist halt ein Jäger und Sammler.

    In der Welt konnte man gestern lesen:

    Musikkonzerne planen den Kamikaze-Preisangriff

    Richtige Strategie oder Selbstmord? Universal Music und Co. wollen laut einem Medienbericht den Internet-Platzhirsch iTunes mit Dumpingpreisen attackieren. Für 3,51 Euro im Monat soll es in einem neuen Online-Shop unbegrenzt Musik geben – also den gesamten Katalog der Konzerne.
    Das ist m.E. die Strategie, die aufgehen könnte. Eine Flat-Fee, ergänzt um ein Premium-Angebot für neue und begehrte Titel. Damit könnten alle leben.

    Bis auf die Radio-Sender.

  20. #20
    Maledictvm
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    Standard Re: Unendlicher Speicherplatz: Ed Felten über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

    Wenn es mal dazu kommen sollte, dann rippe ich aber nur noch in FLAC.

    Über mobile Abspielgeräte mit Kompatibilität für OGG und FLAC muss man sich bis dahin ja keine Sorgen machen, da wird dann ohnehin ein anständiges Betriebssystem drauf laufen, so dass man die Codecs beliebig erweitern kann.

    Edit:

    Das ist m.E. die Strategie, die aufgehen könnte. Eine Flat-Fee, ergänzt um ein Premium-Angebot für neue und begehrte Titel. Damit könnten alle leben.
    Bist du sicher? Das Vorgehen wird vermutlich für noch mehr Quantität im Trend-Bereich führen, da sich qualitativ eher anspruchsvolle Musik bei den Dumping-Preisen nicht mehr rentiert und die Labels weiterhin mehr Wert auf möglichst große Verkäufe legen. Ein Grund für die viele Kopiererei sind sicher die Preise, es ist also "gut", dass die Anzugträger bei den Majoren den Stock aus dem bornierten Hinten gezogen haben, aber die finale Lösung für das Hauptproblem ist das ALDI-Prinzip auch nicht.

    Da zahle ich doch lieber etwas mehr Geld und muss dafür keinen aufgebretzelten Pop-Diven den miesen Kleidergeschmack und den Gangstern die Plastikknarren finanzieren. Aber es wird ja auch heute noch die neuste Britney Spears-CD gekauft, ganz gleich wie leer die Musik auf dem Datenträger auch ist.

    Soll sie sich doch lieber ausziehen und vor der Kamera mit 'ner jüngeren als Madonna rummachen, bevor auch sie zu alt ist.

    Scnr.

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