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IhaveNOmouth...
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Re: Eigene Prosa

Ich will die Kritik hier kritisieren, als wenig kritisierend, denn:
Zitat:
Wenn die Kritiker verschiedener Meinung sind, ist der Künstler mit sich im Einklang.

Oscar Wilde

Also muß ich wohl zwangsläufig anderer Meinung sein.
Schließlich und endlich ist ein besserwisserisches Zitat von längst verstorbenen Klugscheissern für eine Beweißführung unerlässlich.

Führ ich's aus:
Der Haken an den Geschichten, so möchte ich es audrücken und betonen, keinesfalls im biederen Tone, aber dennoch so ernsthaft und eindringlich, als das es kaum ignorierbar, vielmehr angenehm ertragbar ist, will sagen, gut vernehmbar, laut und deutlich, mit den Vorteilen einer guten Stimmführung und Gestik, folglich pointiert kritisch, wenig ausschweifend, dass die Themen allesamt, sehr allgemein gehalten, - und ich bitte um Korrektur falls dasselbige als anstößig banal, bisweilen biedermännisch empfunden wird - der strukturelle Rahmen, welchen die große Literatur - Oh, große Literatur, Mutter aller Künste! Wie leuchtest du im Abendlicht! - von der kleinen Literatur - Oh, kleine Literatur, du Menschensohn! Wie leuchtest du ebenfalls im Abendlicht! - durch eine strikte Liniengebung, Schattierung und Punktierung voneinander unterschieden, nutzen, ausdehnen, unterstützen, Satz strecken... (ausatmen, einatmen)...
Oder kann sich irgendein guter Mensch nicht an dessen Brust erfreuen?
Alt 28. 12. 2007, 11:29 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #26
zyx36
aber beim aufstehen...
 
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Re: Eigene Prosa

war das nun ein weiterer literarischer beitrag des mundlosen, eine kritik des cemoteils oder beides?

wieauchimmer. der zweite teil von cemo is wirklich n gutes stück roher, da muss ich gyorn zustimmen, der erste is wirklich hübsch. weil ich das zweite aber auch sehr dolle finde, vor allem ein geschichtslehrer der mit was neuem kommen will, guter witz, könnte man für solche unliterarischen kolumnen über erlebtes vllt n eigenen thread eröffnen? was ment ihr, ists das wert?

btw: ich werd mich hofentlich bald mal beteiligen hier, hab schon n stück auf der zunge, es muss nur noch kommen. prosamäßig mein ich.
Alt 29. 12. 2007, 16:20 zyx36 is offline Mit Zitat antworten #27
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Nee, lass mal. Am Ende taucht noch der Hundberg auf und verpasst uns mit seinen Wortbuchvorschriften Maulkörbe. Wie besagt der (wirklich sehr billige) Reim, den ich mir für diesen Anlaß ausgedacht habe, so schön: Öfter als die Möbelgarnitur, wechselt hier die Diktatur. Öfter als zur Akkupunktur, geht man hier zur Diktatur. Schneller als die Körpertemperatur, steigt hier auf die Diktatur. Stärker als die Muskulatur, wird hier immernoch die Diktatur. Härter als die Gipsskulptur, ist immernoch die Diktatur. Schlechter als meine Reimkultur, ist aber immernoch die Diktatur.

Haha, ihr Luschen!

Edit: Wisst ihr, was mir grade eingefallen ist?
Länger als eine Legislatur, dauert manchmal ne Diktatur.

Kindische Grüße
Cemo3
Alt 29. 12. 2007, 16:49 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #28
Friesenried
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Re: Eigene Prosa

Ich leiste hiermit offiziell dem armen Menschen ohne Mund gesellschaft. Das hast du jetzt davon cemo, das du dich auch mit sowas zufrieden gibst :P
Diese Prosa wurde in einem Durchgang ohne Pause verfasst, ich finde nämlich dass es einzig und allein so sinn und spaß macht

Es war nicht der Klang, der ihn störte. Es hatte auch in keinem Fall auch nur irgendetwas mit ihrem Aussehen zu tun. Es war viel mehr die Mischung, die es machte. "Schön, blond, gesellig, klug und nett", stand in der Annonce, doch es war nicht wie ich erwartet hatte. Ein mulmiges Gefühl kam in mir auf als ich sie sah; sie war ganz unverkennbar wunderschön. Etwas dicklich zwar aber was solls, wenn störts? Nur den Perfektionisten. Und ich war ganz und gar kein Perfektionist, eher ein Mensch in einer perfekten Welt, den es anödete. Diese perfekte Welt! Blond und blauäugig, das war doch furchtbar gewöhnlich. "Nichts ist schlimmer als gewöhnlich zu sein," hieß es in diesem seltsamen Film mit Rosenblättern und einem großartigen Kevin Spacey, den die Gewöhnlichkeit zum verzweifeln brachte.
Alt 29. 12. 2007, 19:15 Friesenried is offline Mit Zitat antworten #29
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Etwas ist mir grade klargeworden: Ich mag die Typen nicht, die sich mit Psychologie und Philosophie befassen, nur weils sich so schön intellektuell anhört. Beispiel:

Cemo: Na, erzählt dochmal, was ihr so in eurer Freizeit macht.

Lutz Oberberg: "Ich befasse mich in letzter Zeit mit psychologischen und philosophischen Büchern, die mich zu der Annahme gebracht haben, dass [irgendwas mit Gott], ausserdem [Nietzschezitat] und [Kirchendiss]..."

Ingemarie Weser: "In meiner Freizeit spiele ich gerne Egoshooter und gehe mit Freunden shoppen..."

Na, wem würdet ihr eure Geldbörse anvertrauen? Lutz oder Ingemarie? Und wem würdet ihr ein Stück eurer kostbaren Zeit leihen und zuhören?
Ich würde Lutz meine Geldbörse nicht anvertrauen. Auch würde ich ihm nicht so gerne zuhören, habe aber keine Wahl, weil der Lutz mir gerne Gespräche aufzwingt über sein Weltbild, welches mich sosehr interessiert wie die Nachnamen der Bürgermeister nordsenegalesischer Kleindörfer. Aber ich habe keine Wahl. Lutz redet weiter. Ich möchte deine Annahme garnicht annehmen, denn ich nehme an, dass deine Annahme garnicht annehmbar ist. Lutz gehört nämlich zur neuen Intellektuellenelite in Deutschland. Sie sind die Kartenleger der Moderne. Nur die Trefferquote ist schlechter.
Früher war das anders. Jaja, früher war alles besser. Langweilig. Mach was neues, Cemo. Mach ein Salto. Dreh dich im Kreis. Bla Bla. Lasst mich einfach mal nostalgieren:
Heute finden die Menschen Psychologie beachtenswert, weil sie denken, dass man damit Gedanken lesen kann. Die Gedanken der Schwester ausscannen. Oder die der Süßen aus der Parallelklasse. Vielleicht liebt sie Lutz genauso wie er sie. Ich würde es Lutz sogar zutrauen, dass er kleinere Objekte mit seiner Willenskraft bewegen möchte. Oder durch die Wand blicken um Frau Beier ins Badezimmer zu schauen. Was Doktor Xavier kann, kann Lutz schon lange. Also ab in die Bibliothek, "Psychologie für Dummies" oder "Psychologie-Crashkurs für den Urlaub" geholt (Alternativ mit dem "Psychologie: Liebt mein Mann mich wirklich?" in der Brigitte anfangen) und los geht die Freakshow!
Wenn man sich früher mit Psychologie befasst hat, dann hat man sich mit Psychologie befasst. Von unten nach oben. Lernen. Beobachten. Lernen. Beobachten. Theorie. Praxis. Theorie. Praxis.
Man hat es nicht getan um Gedanken der Freundin zu lesen. Man befasste sich mit Psychologie um den Menschen zu verstehen. "Wieso jetzt diese Aktion?" Wieder das Spiel mit "Ursache > Wirkung". Man wollte nicht (wie heute) Menschen manipulieren um einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen.
Und so kam man letztendlich wirklich zum Erfolg. Wie in dem Märchen von Goldmarie und Pechmarie. Oder wie der Prophen Mohammed sagte: "Den Wert einer Tat bestimmt die Absicht dahinter."
Irgendwie kommt es mir so vor, als ob zuviele Lutz Oberbergs auftauchen, die zudem noch alle die selbe Meinung haben aber völlig individuell sind, weil sie individueller als die individuellen Individullen sind. Ausserdem denke ich, dass zuviele Lutzes mit mir über die menschlichen Geister und geistlichen Menschen diskutieren wollen. Ich möchte garnicht. Ich möchte meine Ruhe haben. Ich möchte mit Ingemarie Egoshooter spielen.

Völlig Psychologieuninteressiert
Cemo3
Alt 30. 12. 2007, 02:05 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #30
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Re: Eigene Prosa

Zitat:
war das nun ein weiterer literarischer beitrag des mundlosen, eine kritik des cemoteils oder beides?

Ich habe mal wieder einen über den Durst getrunken. Mein Gott. Biergestank aus dem Rachen. Was hab ich schon zu verlieren. Als das ob dies und jenem nicht schon jedem mal in dieser oder grundentsätzlich jener Form passiert wäre.
Es passiert... und bisweilen passiert es an diesen Tagen, an denen nichts, aber auch rein gar nichts, und damit meine ich kein anti, kein negativ, kein deut ohne docht oder kohlschwarzer Färbung, die Andeutung einer verzweifelten Idee zerstören kann.
Ich versuche dann von mir und mir allein, dem Einfalls- und Hilfslosen abzulenken: "Seht her! Ich kluger Mensch komme mit stumpfen Reimen in den Ohren. Als ob ich beinahe irgendeine besondere Befähigung andererseits der Dudenprottokolierung besitze."
Wie ich und meines gleichen, lenke ich und meines gleichen, lenke ich und meines gleichen, gleiche ich und lenke meines, ungestörten missgereimes, drum auf andere Gefilde, sinne Dichter nach und meine manches male ohne großem übel Denken, mich an diesem oder jenem manchem einem, dem großen Kanapee der übellaunigen Gedankensammlungen zu bereichern.
Störe mich an diesem einem, an jenem unbekannten (und das aus reiner unkreativer Willkür) voll gezähmt und ohne gleichen. Denn ich bin anders kann auch anders, werd nicht anders als mit hohlem Zahn meine Rotgefochtne Rechnung mit begleichen.
Wie ich ahne, wie ich stehe, wie ich gehe, wie ich wehe, wie ich mit dem löchrgen Zehenöffnung im Strumpf dem Weg der Literaten hinterher, als ob betrunken, tief versunken, zwischen, ach - wie triffts mich ehe, banal und Irritation herwanken.
Trifft's sich bald auch in Gedanken: "Nach dem Schnapps werd ich abdanken und mit mir meine Muse."

Was red ich da... ich werds bereuen schon in wenigen Stunden. Kurz abrunden... vielleicht um 11, vielleicht auch früher, mit Pijamaüberzieher... danke sehr, Gott gebs und hats vergolten, bitte sehr und drum gescholten, steh ich nun so kahl wie früher,
der ohne Mund, der ohne Mund, der ohne Mund.
Alt 30. 12. 2007, 04:50 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #31
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Re: Eigene Prosa

Ich winke Ab, Ich winke Ab.
Bitte um Salutschuß, denn ich winke ab, von hier, mein lieber Herr Gesangsverein (als ob dies hier ein Schlußstrich wär). Es ist ein neuer Anfang... auf anderen Schienen, sehr gewiss und fürs erste reichlich unproduktiv. Denn man empfahl mir, als Kurzzeitmedium der kleindeutschen Streitkräfte, überaus dringend mich nunmehr zu versammeln, an einem bestimmten Punkt, Ohr, Zeit, Punkt, Ort, Zeit.

Man sieht sich in zivil,
nomouth
Alt 01. 01. 2008, 22:26 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #32
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Na, dann sehen wir uns ja bald auf den Straßen.

Freut sich drauf
Cemo3
Alt 02. 01. 2008, 10:36 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #33
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Re: Eigene Prosa

Ein-Satz-Prosa (oder auch "Gedanken zur Bettruhe", eventuell sogar "Die Liebe")
Wo sind bloß die verwegenen Literaten, die ihre Werke nicht "Die Liebe", "Die Insel der [Gewalt, Angst, Liebe (schon wieder)] und "Gedanken zur [Blub nach Wahl]", sondern "ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ", "Times New Zigeuner" und " " nennen?
Alt 03. 01. 2008, 00:51 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #34
Whitechapel
Carrionshine
 
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Re: Eigene Prosa

Nicht von mir, passt hier aber ganz gut rein:

Was lachen Sie da? Das ist alles wertlos, das weiß ich ja.

Ich habe im Internet gelesen, dass man nichts glauben darf was man im Internet lesen kann. In jedem 2. Mülleimer wird nach Gold gegraben, die Generation Golfkrieg 1 feier die Generation Golfkrieg 2 weil 2 auf 1 folgt. Der gelangweilte Zeitgeist spukt nur mit rasselnden Ketten. Die Karikatur einer Karikatur bringt niemanden zum Lachen. Jede religiöse Figur ist schon eine Karikatur, es ist einfach ein Grinsen zu ernten. Wirklich schwierig ist es nur sich zu rechtfertigen warum man ständig darauf wartet, dass jemand den Clown spielt, auch ohne wirklich den Clown zu spielen. Ich verstehe keinen Spaß, aber ich kann über so ziemlich jeden Mist laut lachen. Die Ettikette "Politisch Korrekt" ist weder politisch noch politisch korrekt. Ich schere mich einen Dreck um meinen Nebenan, vielleicht kann darüber ja auch jemand lachen. Was lustig ist und was nicht bestimmen immer noch die, die über alles lachen können. Wäre uns die Meinung anderer wirklich wichtig, würden wir jeden Gedanken laut aussprechen. Während einer Schweigeminute in der Kirche erzähle ich Witze und habe die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gemeinde...zumindest für einen kurzen Moment. Im Moment gibt es nichts was mich derart begeistern könnte, dass sich die gute Miene zum bösen Spiel verziert.

Ach lachen Sie nicht, Ach lachen Sie nicht.
Alt 03. 01. 2008, 02:04 Whitechapel is offline Mit Zitat antworten #35
Hundberg
Mitlgied
 
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Re: Eigene Prosa

Gedanken zur Blub nach Wahl

Er saß in einem grauen Raum, in nichts als einem grauen Raum, eingerichtet nur mit einem Tisch von IKEA in Farbe Gnodol-Speylström und dem passenden Stuhl dazu. Er war einsam, seine breitgeschulterte Gestalt ruhte ohne sich großartig zu bewegen auf dem letztlich viel zu kleinen Stuhl. Vielleicht war er aus der Kinderabteilung.

Er hatte Sehnsucht. Sehnsucht nach C. und Sehnsucht nach den wilden Gedanken, die er mit ihr hatte. Er wollte Welten erschaffen und anderer Leute Welten kaputtmachen. Im Grunde war er nicht einsam, aber es war, als ob Zimt im Zimtparfait fehlen würde. Er fühlte sich, als wäre er in einer schlechten Geschichte. Eine von der Sorte, wie sie immer in den beknackten Onlineforen von irgendwelchen talentlosen Textspacken fabriziert werden. Himmel, er klang schon fast wie C. Er wollte hier raus. Er wollte zu C., er wollte C. besiegen.

Das Free Weekend! Exclusively for gamers in Germany für Team Fortress 2 stand kurz bevor.
Alt 03. 01. 2008, 12:47 Hundberg is offline Mit Zitat antworten #36
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Noch eine Stunde bis "Fluch der Karibik"
Der Fernseher geht wie von selbst an. Dann zappt die Fernbedienung zu VOX und bleibt stehen. Ich habe wirklich nichts damit zu tun. "Muss wohl an diesen magnetischen Feldern liegen", denke ich und erröte leicht. Na, wenns jetzt schon an ist, dann kann man ja auch mal schauen was los ist. "Das perfekte Dinner" läuft. Ich schaue anderen Menschen beim essen zu. Weitergezappt. "American Chopper". Ich schaue anderen Menschen beim arbeiten zu. Weitergezappt. "Super Nanny". Ich schaue anderen Familien beim leben zu. Weitergezappt. "Einsatz in 4 Wänden". Ich schaue anderen Menschen bei der Arbeit zu, die anderen Menschen die Wohnungen neu renovieren. Die Moderatorin sieht pummelig aus. Hm... da muss doch was anständiges laufen, denke ich. Herr Teletext sagt, um 21:44 kommt Fluch der Karibik. Die Kritiker haben sich vor Wollust auf dem Boden gewälzt. In einer Stunde habe ich das Vergnügen. Noch schnell den Boden gefegt, möchte mich nicht im Staub wälzen. Auf MTV gibts "Pimp my ride". "yo dawg, I got yo car all tuned up with this 4000 megabass ultrasoundsystem in your trunk. now yo need 2 things. here is the keys and now I have to pull your t-shirt and say yo officially been pimpt daddy.", worauf der junge Mann dann im Abspann erwiedert: "Wohooooo, thanks to xibit I can talk to other people without being ashamed of my car." Ich muss lächeln. Er wollte eigentlich sagen: "Wohooooo, thanks to xibit I can brag around with my new car." Autotuning um persönliche Kompetenz zu entwickeln. Danach läuft eine Sendung, in der ein junges Mädchen in 4 Wohnungen herumschnüffelt und sich dann eine aussucht. Den dazugehörigen Mann bekommt sie dann extra. In der zweiten Wohnung gibts ein NRA-Poster und die Waffenkammer eines afrikanischen Kleinstaates. Das Mädchen ist nicht so froh darüber, aber als Ausgleich gibts einen Plasmafernseher im Schlafzimmer. "Na da hast du aber nochmal Glück gehabt", kichert sie in sich hinein. Am Ende sucht sie sich die schönste Wohnung aus und dadurch den hässligsten Mann. Sie sehen sich zum ersten Mal, wahre Liebe. Mein Kopf protestiert. Ich schalte den Fernseher aus. Kannst ja auch ein Buch lesen, bis Fluch der Karibik anfängt. Ich schaue ins Buchregal. Alles schon zweimal durchgelesen. Nur drei neuere Bücher, die ich mir jüngst geholt hatte. Der Schatten des Windes, was ich aber nach Seite 100 nichtmehr gelesen habe, weils einfach zu langweilig wurde und ausserdem zu eklig, weil ich lieber glückliche Bücher lese. Nur gelesen weil der Hundberg meinte, dass das ein ganz tolles Buch ist. Dann der einsame Wolf, der aber gefühlstechnisch soviel hergibt wie ein Stück Roggenbrot und eigentlich nur im Bücherregal steht, weil die aus dem Gulliboard das Ding toll finden. Das letzte Buch ist was von Wladimir Kaminer. Mitarbeiter hat das mal vorgeschlagen. "Kaminer ist richtig lustig. Satire, darauf stehst du doch." Kaminer war angenehm. Die Sorte Mensch, welche im Hintergrund steht und lustige Witze macht, die aber niemanden kränken. "Hey, schaut mal, mein Hut brennt." Ein paar Leute lachen, die meisten lächeln einfach freundlich. Die Sorte Mensch, die keine Fatwa von Khomeni befürchten muss. Kaminer find ich einfach nur langweilig. "Na, dann doch ins Internet." Gute Entscheidung. Und dann war ich hier.
Alt 03. 01. 2008, 19:55 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #37
zyx36
aber beim aufstehen...
 
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Re: Eigene Prosa

muten neuerdings etwas austauschbar an, cemos geschichten. nichts für ungut, erstmal selbst was schaffen!

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„Kommen Sie her, kommen Sie her, scharen Sie sich um ihn, zu sehen ist es die wertvolle Zeit allemal Wert! Nur keine falsche Scheu, ma'am, es ist ja nicht so, als ob er Ihnen etwas anhaben könnte, nicht wahr? Ja, kommen Sie nur näher, Sie werden angetan sein, wie viele Fortschritte er gemacht hat! Da sehen Sie, er denkt. Erinnern Sie sich nur, vorgestern schlug er mit Steinen um sich, gestern wunderte er sich, warum, vorhin war er überzeugt davon, Sie alle zu sehen, heute hat er nur noch Augen für mich, morgen bereits wird er uns alle vergessen haben. Oh, Sir, nicht doch, beugen Sie sich bitte nicht so weit darüber, sehen Sie doch, Ihre Taschenuhr droht, herauszurutschen, sie wissen doch um die Gefahr, wir wollen doch nicht, dass ein Unglück passiert, schauen Sie, er hat gerade weiße, ungepflegte Haare und einen weißen Schnurrbart. Ja, miss? Verzeihung? Nein, er ist noch immer sehr ekelhaft anzuschauen. Wie? Nun ja, es ist geplant, dass den lästigen Sekreten als nächstes der Garaus gemacht wird. Ja bitte? Nein, nicht zum Verkauf, es ist ein reines Testobjekt. Ich bin untröstlich, Sir, aber nein, mir sind die Hände gebunden. Entschuldigen Sie nun, es ist Zeit. Verzeihung? Was ich mit dem dunklen, weiß gepunktetem Tuch mache? Das hänge ich darüber. Ja. Nein, was dachten Sie denn? So einfach geht das nun wirklich nicht. Wenn Sie mich nun also entschuldigen wollen. Ja. Ich bitte um Ihr Verständnis. Einen angenehmen Aufenthalt noch. Aber sicher!“
Alt 03. 01. 2008, 20:15 zyx36 is offline Mit Zitat antworten #38
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Betrunken schwankte er von einer Seite der Brücke zur anderen. Die kalte Dunkelheit hatte sich schon seit mehreren Stunden um ihn gelegt und um die winzigen Ziffern auf seiner Taschenuhr zu erkennen, musste er sie sich immer näher ans Gesicht halten. "Hm... fast 22 Uhr... wo bleibtse denn?", nuschelte er vor sich hin und hielt sich am Geländer fest, um nicht umzufallen. "Sie muss doch bald wiederkommen... wo bleibtse denn?"
Einige Fahrzeuge fuhren vorbei, der Krach dröhnte noch für Minuten in seinem Ohr weiter. Irgendwann wurde ihm klar, dass er vergebens wartete. Kaiser Wilhelm würde nicht wiederkommen. Sein Griff lockerte sich vom Geländer und tief einatmend ließ er sich nach Hinten fallen.
Augenzeugen berichteten, dass "für Monarchie und Vaterland" durch die Straßen hallte, kurz bevor sie etwas in den Fluss fallen hörten.
Alt 06. 01. 2008, 22:39 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #39
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Re: Eigene Prosa

"Und wie war's?"
Naja, geht so, mit einem leichtem Hauch Frust und Schulterzerren, ringel-reih-der daus und nochmal "Stillgestanden, Augen geradeaus, verrührt euch" - ja ich bin gerührt und heute Abend hat der Zugführer Herr Oberfeldwebel höchstpersönlich Minzschokolade unter mein Kopfkissen geschissen!
Man mag es kaum glauben, HAND IN HAND - ich rühre in diesen Einschub mal eine kleine Melodie - mit den Kameraden - natürlich metaphorisch - dum-di-dum Richtung Sonnenuntergang, links zwo. links zwo.
Das macht mehr Sinn ungestaffelt, Herr Stabsunteroffizier.

Rekrut nomouth,
ich melde mich ab.
Alt 11. 01. 2008, 17:38 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten #40
Friesenried
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Re: Eigene Prosa

Der Musikant

Die Musik war seit jeher mein Leben. Ich tat beinahe nichts anderes als das Klavier zu spielen, so kam es mir jedenfalls vor. Und immer wenn ich die Tasten des Pianos ruhen lies, zog ich die Geige heraus und fidelte bis mir die Finger und der Hals wehtaten. Ich liebte die Musik und hatte das seltene Talent, Töne nicht nur zu hören, sondern sie auch verstehen zu können. Die Töne flossen durch mich hindurch wie ein Fluss durch ein Wasserrad floss, und jede einzelne Sehne meines Körpers sehnte sich nach dem nächsten Lied. Jede Facette meine Körpers wartete sehnsüchtig den nächsten Ton ab und war gespannt auf den nächsten Akkord. Die Musik war immer schon alles gewesen, was mir im Leben wichtig gewesen war. Ich saugte die Töne auf wie ein Taucher die Luft aufsaugte, wenn er auftauchte.
Ich liebte die Musik.
Als ich eines Tages am Klavier saß und vor mich hinspielte und in die Musik versunken war wie schon immer, erkannte ich auf einmal ein bisher unbekanntes Pfeifen zwischen den wie immer schönen Tönen. Das Pfeifen wurde immer stärker und lauter und übertönte die Musik beinahe vollkommen.
Vier Tage später war ich taub und konnte nichts mehr hören. Ich verstand es nicht, ich war verwirrt. Ich spielte das Klavier, doch nichts in mir konnte die Musik mehr erfassen. Nichts in mir verstand die Musik noch. Ich betätigte die Tasten am Klavier und hörte nichts, dann zog ich die Geige heraus und versuchte sie zu spielen, doch ich erkannte keine Musik. Verzweifelt versuchte ich etwas zu singen, doch aus meinem Mund kam nichts heraus. Ich schrie. Ich tobte. Ich schlug um mich. Dann rannte ich vor das Haus. Ich war schon seit einer Ewigkeit nicht mehr draußen gewesen. Es war überwältigend. Gerade zu dieser Zeit, tauchten die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Berg auf und funkelten mir entgegen. Das Gras, die Wolken, die Bäume, ich musste sie nicht hören. Ich musste nur hinsehen und erkannte wie wunderschön alles war. Und das schönste war, wie zuvor die Töne meiner Instrumente, verstand ich jetzt auch die Natur und es war überwältigend. Ich sog die Luft der freien Landschaft und des Waldes in mich auf und konnte befreiter atmen als jemals zuvor. Ich wanderte herum und wusste bald nicht mehr was schöner war, die Musik oder die Natur. Als ich ein kleines Eichhörnchen sah, das angespannt an einer Nuss herumkaute und nichts anderes um sich herum mehr erkannte, wusste ich es auf einmal und alles erfüllte mich und jede Sehne meines Körpers sehnte sich nach dem nächsten Spaziergang.
Alt 12. 01. 2008, 11:38 Friesenried is offline Mit Zitat antworten #41
anZen
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Re: Eigene Prosa

Ich hätte mir aber z.B. noch gewünscht, dass du das Loslassen des Musikers ausführlicher und evtl. auch noch schmerzhafter beschrieben hättest, denn es war ja sein Leben und nun vollzieht sich die Trennung und die Setzung der Natur an die erste Stelle etwas zu schnell und unproblematisch. Ansonsten recht hübsch!

Weitermachen!

Übrigens toller Thread! Evtl. werde ich heute, oder in den nächsten Tagen versuchen auch etwas beizusteuern.
Alt 12. 01. 2008, 12:26 anZen is online now Mit Zitat antworten #42
Friesenried
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Re: Eigene Prosa

Südost

Eine einzelne Träne rollte sein Gesicht hinunter und tropfte, wie in Zeitlupe, zu Boden, als er dort, vollkommen verlassen auf dem einzigen Felsen weit und breit in der schie endlosen Wüste saß. Die Träne schlug auf dem Boden auf, wurde kurzzeitig zu einem dunklen Fleck auf dem Stein und war kurz darauf ganz verschwunden. Eine Fliege war ihm ins Auge geflogen und hatte diese eine Träne ausgelöst. Er sah sich um. Die Wüste war zwar endlos, aber irgendwo musste auch ein Ende sein, dachte er und machte sich erneut auf den Weg. Er war seit drei Tagen in Richtung Westen gelaufen. Wo Westen war wusste er, denn in dieser Richtung sah man die Berge. Das einzige Zeichen,das einzige Ziel, das er hatte waren diese Berge.
Der Wind kam weiterhin aus östlicher Richtung und wehte ihm somit genau entgegen. Besser gesagt aus südöstlicher Richtung. Also wehte sie ihm so gesehen gar nicht entgegen sondern nur ein wenig überlästig von der Seite an. Doch es war auch eine herrliche Abwechslung, das erkannte er jetzt. Dieser Südost war seine einzige Abwechslung in dieser endlosen Wüste, dessen Ende diese Berge darstellten, die sich bläulich abhoben, vom roten Horizont. Südost, das war sein Begleiter, sein Gefährte. Südost half ihm und rettete ihm Tag für Tag das Leben. Südost so hatte er den Regenwurm benannt, der in einer Streichholzschachtel in seiner zerfetzten Jacke saß und den er in besonders hoffnungslosen Momenten herausholte um ihn zu streicheln und ihn zu necken.
Südost hörte ihm zu, wenn er wollte und Südost war immer offen. Hauptsächlich bestanden ihre Gespräche aus Monologen seinerseits. Über irgendwelche Träume und Wünsche, die er hatte. Manchmal waren es auch unanständige Dinge, doch die flüsterte er Südost nur in dessen nicht vorhandenes Ohr. Aber manchmal antwortete Südost auch, wenn man ganz genau hinhörte und fest daran glaubte. Dann erzählte er von dem Leben als Regenwurm und wie doof das als Regenwurm in einer Wüste war. Südost pflegte dann weit auszuholen und sagte: „Michl,“ sagte er: „Michl, weißt du, als ich merkte, dass ich nur ein Regenwurm war und kein ganzer schöner fester Mensch, da hab ich mir gesagt, Südost, hab ich mir gesagt, och manno, jetzt bist du nur so ein blöder Regenwurm und kannst nicht reden und nicht denken. Und so sagte ich es und verfluchte mein Leben, schüttelte müde den Kopf gen Sonne, drohte ihr mürbe, drehte mich um und lies mich in die Erde fallen. Und diese Erde war warm und schön und vor allem war sie feucht, denn weißt du Michl, Regenwürmer brauchen Wasser zum Überleben. Ein kleiner Tropfen genügt.“Er verdammte sich innerlich, dass er die Träne nicht ihm sondern dem Felsen geschenkt hatte und hörte weiter zu. Südost war gerade bei der Überleitung: „Und wenn Regenwürmer kein Wasser haben, dann geht es ihnen gar nicht gut und sie bekommen Bauchschmerzen und so ein mulmiges, komisches Gefühl im Magen, und dieses flaue Gefühl ist nun wirklich nicht gut. Und jetzt bin ich ein Regenwurm in der Wüste und habe schon lange kein Wasser mehr gesehen. Meinen Magen spüre ich schon gar nicht mehr aber mein Kopf dröhnt wie ein Güterwagon auf einer klapprigen Schiene und mir geht es gar nicht gut.“
Und so jammerte Südost vor sich hin und murmelte ständig kleine Flüche gegen die Sonne. Eine Fliege flog ihm in das linke Auge. Ob das die selbe von vorhin war? Eine Träne löste sich von seinem linken Auge und war kurz davor zu fallen. Sofort dachte er an Südost und sein schlimmes Leben ohne Wasser und das ihm diese Träne sicher weiterhelfen könnte und dass er ja sein bester Gefährte war und ihm sein Leben tausendmal gerettet hatte, jeden Tag aufs neue mit seinen Geschichten. Er zückte die Streichholzschachtel und öffnete sie sogleich. Dann richtete er sie so aus, dass die Träne hineinfallen müsste. Doch im letzten Moment besann er sich und als die Träne fiel und kurz vor Südost war zog er sie zu und steckte seinen kleinen tapferen Gefährten zurück in die Tasche.
Alt 13. 01. 2008, 12:23 Friesenried is offline Mit Zitat antworten #43
Frankyboy73
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Ort: Hamburg
Beiträge: 120
Re: Eigene Prosa

Kindheit

Den Zaun der Tugend, durchbrach ihn voller Zorn.
Kindheit, umarm´ mich, lass´ mich nie mehr los.
Keine Gnade mit dem Revolverhelden an der Wand.
Lichterloh brennen die Gedanken, viel zu heiss um sie zu fassen.
Tiere nenne ich beim Namen, schlafe nachts mit offener Tür.
Geld stirbt zu meinen Füßen,kleine Käfer halt´ ich in der Hand.
Ich lache laut und frei, ersticke Sorgen noch im Keim.
Kinderreime in den Ohren, verdrängen Sorgen, Not und Angst,
Zukunft ist ein fremdes Wort. Heute ist, was wirklich zählt.
Wiesen voller Blumen, Kinderlachen mittendrin. Händchenhaltend laufen wir
der Zeit davon, belächeln das Erwachsensein. Doch irgendwann endet die
Kindheit, schleichend und kaum feststellbar, Nur die Erinnerung klebt an
uns fest, Sehnsüchte nach Freiheit kommen auf. Kindheit adé, nichts wird so
sein wie Du...
Alt 13. 01. 2008, 12:44 Frankyboy73 is offline Mit Zitat antworten #44
astrid75
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Re: Eigene Prosa

Schwimmen an der Oberfläche

Tiefe ist das, woran es uns allen mangelt.
Wir ignorieren zu viele Dinge, die eigentlich wichtig für uns sein müßten.
Wir nehmen sie nur an der Oberfäche wahr, sind nicht bereit, sie tiefer
zu erforschen. Nur im Schoß der Mutter haben wir Tiefe erfahren,
Bindung und Vertrauen. Die Glückseeligkeit;Sie liegt in der Tiefe.
Tiefe, die wir nie erreichen werden. Wir schwimmen an der Oberfläche.
Einfach und primitiv. Würden wir Liebe, Hoffnung und Schmerz tiefer ergründen,
wir würden Dinge vor uns sehen, von denen wir nie geglaubt haben,
dass sie existieren; würden tief in die Späre eindringen, die Vollkommenheit
dieses Universums spüren und wir würden verstehen, weshab wir die Tiefe
ergründen sollten, statt an der Oberfläche zu schwimmen.
Denn die Wahrheit liegt viel tiefer als wir dachten...
Alt 13. 01. 2008, 12:51 astrid75 is offline Mit Zitat antworten #45
Cemo3
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Re: Eigene Prosa

Einer muss es ja tun
Einer muss es ja tun. Auch wenn es unangenehm ist, einer muss es nunmal tun. Und wenn derjenige das nicht tut, dann wird jemand anderes müssen. Abwenden kann man das nicht. Einer muss ja den Befehl geben. Einer muss ihn ja ausführen. Einer muss ja abdrücken. Einer muss ja. Was müssten wir sonst in unsere Geschichtsbücher schreiben? Einer muss es ja tun. Einer muss ja die Enola Gay fliegen. Einer muss ja marschieren. Es ist eine dreckige Angelegenheit, und man tut es wirklich nicht gern, aber einer muss es ja tun. Einer muss ja auf die Gefahr durch Ausländer hinweisen. Und wenn man das nicht tut, dann ein anderer und man selber ist weg vom Fenster, also wieso nicht selber müssen? Irgendwann wird es ja passieren. Müssen. Einer muss es ja tun. Einer muss ja die Familienehre wiederherstellen. Wo kämen wir denn sonst hin! Ja, was wäre denn wenn keiner müsste? Was wenn jeder würde, weil er wollte? Vielleicht würden sich dann einige Menschen schuldig fühlen. Vielleicht würden einige Menschen dann lieber noch einmal nachdenken. Manchmal frage ich mich wie es wäre, wenn es wäre, wie es sein könnte wenn Menschen nicht müssten. Und wie es sein wird, wenn sie weiterhin müssen. Und wenn ich herausfinde wie es sein wird, wenn sie weiterhin müssen, obwohl sie doch wollen, dann hätte ich mich am liebsten nie gefragt. Aber einer muss es ja tun.
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Ich glaub ich widme es Walter.
Alt 16. 01. 2008, 20:47 Cemo3 is offline Mit Zitat antworten #46
IhaveNOmouth...
...andImustSCREAM
 
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Re: Eigene Prosa

Wo ist Walter? Ich brauche Inspiration.

Ich verstehe nur Ba-ba-ba-bahnhof

Es ist jetzt keine Stunde her, da saß ich noch in dem Regionalexpress "R(omeo) E(cho) **" als ich unweigerlich ein sentimentales Pärchen bei einem Gespräch bespitzelte. Wie schon so oft hat das Ruhrpöttische Ambiente mich mit einem Schlage in den Bann gezogen, links und recht noch Bruchfaserschläge alter beschmierter Bahnhöfe und inmitten dessen, nun wie soll ich sagen, Herz und Weltschmerz betrunkener Junkies. Nein. Nein. Drogen sind nicht zum Lachen, aber ich bitte euch, ein bitteres Lächeln kann man sich doch erlauben wenn zwei von goldenen, betrunken phantasieren, von goldenen, zwei goldene, die eine weil sie nicht "klarkommt" der andere weil er nicht "ohne sie" leben kann...
gut genug für einen schlechten Roman. Was mich zum springenden Punkt bringt.
Da ich jetzt wieder das Notizblock gezückt im Vorschlag halte, fällt mir jetzt nur "Pappmache" dazu ein.
Alt 18. 01. 2008, 17:17 IhaveNOmouth... is offline Mit Zitat antworten