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Re: Eigene Prosa
Topographie des Terrors
kepten jeck sperow war dieses ganze hin und her leid irgendein idiot fands witzig ihm eine falsche schatzkarte unterzujubeln und nun stand er auf seinem mast versuchte so gut wie moeglich für die kameras auszusehen doch die insel war nicht da wo sie sein sollte und unten meuterte die mannschaft schon wieder diese elendigen dachte jeck sperow und schnitt eins der seile ab und hielt sich an einem anderen fest und flog im hohen bogen ueber das schiff das ging ganz schoen auf den seilverbrauch pro monat aber es sah so gut aus und darum machte der kepten das fuer die kameras er flog hoch und hoch und hoch bis zu dem planeten des kleinen prinzen der sass da und weinte um seine rose weil sein schaf es gegessen hatte weil der pilot damals auf der erde vergessen hatte ihm einen maulkorb zu verpassen und dann flog kepten jeck zu dem eitlen aber der war damit beschaeftigt sich im spiegel zu betrachten und darum flog er zum betrunkenen und der war sturzbesoffen und jeck war traurig und dann flog er zum koenig aber der sagte immer irgendwas geschwollenes und dann flog er nach deutschland weil er gehoert hatte das hier alles wirklich ganz schoen schief laeuft ueberall in den nachrichten stand das und die menschen waren ganz doll traurig und alle weinten ganz doll es war naemlich schief gegangen alles und dann kuckte der jeck sperow in die kuehlschraenke und alles war voll und dann kuckte er in die betten und alle waren weich dann kuckte er zu den nazis und die waren hohl und jeck sperow dachte na ist doch wie immer alles und dann legte er sich in eins der warmen betten und dann kam die baerenfamilie wieder und der papa sagte oh einer hat in meinem bettchen geschlafen und die anderen baeren konnten nix mehr sagen weil der papa hatte schon das schoenste bett und darum musste jeck garnicht die plaetze tauschen und weil er immernoch im bett lag sagte der papa gleich darauf weil niemand anderes was zu sagen hatte in meinem bett schlaeft immernoch jemand und dann wollte er jeck freundlich wecken und darauf hinweisen das das nicht so von statten gehen duerfe aber der jaeger erschoss den baer und fuellte seinen bauch mit steinen und warf ihn in den fluss zum glueck hatte er eine lebensversicherung bei cosmo direkt und die mama konnte sich einen swimmingpool kaufen und die tochter ein pony doch der spot wurde verboten denn das war ja nicht so richtig pietaetsvoll was da los war die marketingtypen sind auch nichtmehr das was sie mal waren und auch nicht so richtig was sie mal sein werden und darum wanderten die sozusagen auf einem schmalen grat zwischen mehr schlecht als recht und lieber schlecht als bwl und währenddessen war kepten jeck sperow aufgewacht und hatte sich essen aus dem kuehlschrank geholt weil der voll war aber die bevoelkerung war unzufrieden die sagten wo kommen wir denn hin wenn wir von unseren steuern hungrige menschen satt machen wir sind doch kein wohlfahrtsverein jawohl hartz vier soll weg und weil die bevoelkerung so klug war dachte sich nokia das die auch so klug sind und sagte sich wo kommen wir denn hin wenn die in osteuropa billiger arbeiten als die gierigen verdikerls hier in deutschland wir sind doch kein wohlfahrtsverein doch das fand die bevoelkerung dann nichtmehr so toll weils irgendwie unsozial war und jeck sperow lachte sich einen ins faeustchen waehrend seehofer und struck ihre nokia handys zurueckschickten und sagten so nicht freundchen wenn ihn schon schwarze zahlen schreibt dann wollen wir doch auch was vom kuchen abhaben zumindestens ein sechstausendfuenfhundert classic mit flatrate in alle netze und sms option eure alten schrottdinger koennt ihr zurueckhaben die haben nichtmal drei megapixel kameras und wenn nicht dann gibts was hinter die ohren aber verbal und dann hat nokia ein bisschen kleingeld aus der eu kasse hinter die ohren bekommen und seitdem ist alles friedlich und jeck sperow auch weil er wieder auf sein schiff geflogen war und die meuterei war auch zu ende und auch sonst alles punkt
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20. 01. 2008, 02:17
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#51
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Engländer
Registrierungsdatum: Aug 2007
Ort: London
Beiträge: 193
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Re: Eigene Prosa
einfach genial
ich hab mir so in der mitte des texts mal gedacht, was das eigentlich darstellen soll aber ich glaub das ist gar nicht soo wichtig; pack ein bisschen gesellschafts- und nokiakritik in einen vollkommen konfusen aufsatz und peppe ihn mit geschichten auf, die du irgendwo aufgeschnappt hast, sei es die geschichte von den bären gemischt mit der von den 7 zwergen....ich finds großartig
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20. 01. 2008, 10:32
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#52
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Re: Eigene Prosa
Also an den kleinen Prinzen erinnere ich mich, an Rotkäppchen, an die Bärenfamilie und Goldlöckchen, Nokiakritik stimmt auch in etwa und Fluch der Karibik, sogar Cosmo Direkt war dabei, aber an die 7 Zwerge kann ich mich nun wirklich nicht erinnern.
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20. 01. 2008, 17:57
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#53
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Advocatus Diaboli
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Scumm-Bar™
Beiträge: 1.320
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Re: Eigene Prosa
@Cemo3
Das mit dem Fliegen von Ort zu Ort passt z.B. zum Namen Jack Sparrow! Sparrow=Spatz, also ein Vögelchen!
Eine sehr groteske Kurzgeschichte! Warst du etwas angetrunken, oder was hatte dich inspiriert?
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20. 01. 2008, 18:12
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#54
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Re: Eigene Prosa
Sagen wir, es ist meine Art von Astralreisen.
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20. 01. 2008, 18:24
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#55
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
Sagen wir, Cemo lacht sich nun eins.
und ich mir wegen euch beiden auch..
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20. 01. 2008, 19:57
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#56
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Re: Eigene Prosa
Schatz, ich weiss wirklich nicht wovon sie spricht
Zitat:
Betreff: Hey kennst du mich noch?!
Von: "Anna-Lena" <anna-lena@trekolite.com> ins Adressbuch
An: Cemo
Datum: 23.01.08 23:04:08 Uhr
Ich hoffe, du kannst dich noch an mich erinnern, ich bin jetzt immer bei Herzoase, da kannst du auch mein
neustes Foto sehen. Schreib mir doch mal da!
Liebe Grüsse
Anna-Lena
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Zitat:
Betreff: Re: Hey kennst du mich noch?!
Von: Cemo ins Adressbuch
An: "Anna-Lena" <anna-lena@trekolite.com>
Datum: 24.01.08 23:24:29 Uhr
erweiterter Header
Betreff: Re: Hey kennst du mich noch?!
Von: Cemo ins Adressbuch
24.01.08 23:24
Hey Anna-Lena,
schön das du mir schreibst, ich hatte schon befürchtet, dass du meine Mailadresse verloren hast und mir darum nicht schreiben konntest. Und natürlich erinnere ich mich noch an dich, wie könnte ich den lustigen Abend damals denn vergessen? Erinnerst du dich noch daran wie Hannelore-Judith nach der 5. Pepperoni rot angeschwollen ist? Ich muss heute noch lachen wenn ich zurückdenke.
Und das mit deinem Großvater... ich habe erst vorgestern davon erfahren. Mein herzlichstes Beileid, wenn du jemals eine Schulter zum Ausweinen brauchst, ich bin immer für dich da. Klingel einfach mal durch. Meine Handynummer hast du ja.
Naja, muss jetzt leider schon wieder los. Die Kleinste heult schon wieder, du weisst ja was für einen Lärmpegel sie erreichen kann. Letzten Donnerstag, waren wir beim Arzt, aber seitdem geht es ihr nicht wirklich besser. Der sagt nur, dass wir ihr weiter den Saft aus der Apotheke geben sollen. Wenn es was neues gibt lass ich es dich natürlich wissen.
Danke nochmal für deine Mail, hab mich sehr gefreut.
Bis nächsten Mittwoch (und vergiss bitte die Pinsel nicht)
dein Cemo
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Spambots sind auch nur Menschen.
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24. 01. 2008, 23:27
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#57
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Mitlgied
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 315
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Re: Eigene Prosa
Du kannst nicht mit Geld umgehen. Irgendwann wirst du am Straßenrand sitzen und dir sagen: "Verdammt... ich hätte die königlich-malaysischen Milchwerke wohl doch nicht kaufen sollen."
Und dann sitzt du da und du hast nichts als ein paar greise Hirten und Kühe. Auf Bergen. Du wirst dich hassen für diese Entscheidung, du wirst dir wünschen, nie auch nur an königlich-malaysische Milchwerke gedacht zu haben. Du wirst dir wünschen, doch bei Hoch- und Tiefbau Mayr eingestiegen zu sein, du wirst dir wünschen, auf Stahlbeton gesetzt zu haben und nicht auf Calcium.
Und dann gibt dir jemand eine Gitarre und die Kühe spielen Geige und ein greiser Malaysier benutzt greise Malaysier als Schlagzeug und ihr nennt euch Louis XIV, weil der immer so hübsche Hüte hatte und du wirst berühmt und der Kauf der königlich-malaysischen Milchwerke hat sich doch noch gelohnt und jeder ist glücklich.
Und beim Eierkuchenessen fällt dir ein Nashorn auf den Kopf. Tödlich, Sachen gibt's!
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07. 02. 2008, 22:48
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#58
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
was für ein zufall
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09. 02. 2008, 17:31
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#59
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
Zufall ist, was einem von Gott zufällt. So manches mal ist das ein Nashorn, und wenn man nicht recht acht gibt, oder Gott einen nicht vorwarnt, dann kann es einem schon mal auf den Kopf fallen. Das ist dann auch Zufall, denn es ist einem von Gott zugefallen. Es ist aber auch scheiße. Zu bestreiten, dass es scheiße ist, ist schwer. Erstens ist ein Nashorn an sich schwer, zweitens ist ein Nashorn auf dem Kopf – Todessehnsucht nicht vorausgesetzt – nun einmal scheiße. Es ist einem also von Gott zugefallen, scheiße und zufällig. Und ein verdammt schweres Nashorn noch dazu. Das wirft die Frage auf, warum Gott einem etwas so schweres wie ein Nashorn zufallen lässt und das auch noch Zufall nennt. Nun, vermutlich wollte Gott auch nur seinen (ihren) Spaß an einem haben. Ist ja nicht so, dass Gott Spaß nicht mag, nur weil er (sie) einem den Sex als Spaßhandlung verbietet. Es ist auch nicht so, dass Gott einem den Sex als Spaßhandlung verbietet, das hat die katholische Kirche einem verboten. Schließlich kann man sich als Gott auch nicht um alles (einen) kümmern. Andererseits hat Gott einem den Sex gewissermaßen zufallen lassen, so ist er doch auch nur Zufall. Und jetzt ist dem (der) Gott sein Sex runtergefallen. Man stelle sich vor, einem würde sein Sex runterfallen.
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09. 02. 2008, 23:16
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#60
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Advocatus Diaboli
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Scumm-Bar™
Beiträge: 1.320
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Re: Eigene Prosa
Die Stimme im Kopf
23. Oktober
Es ist etwas dort draußen, weiss nicht wer, oder was, oder....oder wie...ach Irrsinn, alles pure Hirngespinste! Doch ganz gleich, es beobachtet mich, jaja, ganz sicher, jede Nacht, nur selten am Tag. Ich weiss nicht genau was passiert wird, möchte vorbereitet sein. Aaachjaaaaaa...es sind die neuen Nachbarn! Jajajaja! So jetzt bloß die Ruhe bewahren!
25. Oktober
Tagsüber spüre ich nichts, da bin ich bei der Arbeit und kann mich gut ablenken, ja das klappt ganz gut! Aber Nachts... Nun, es ist nicht ganz einfach einzuschlafen. Wenn es ganz ruhig ist, höre ich sie wie sie etwas treiben, dort hinter der Wand, etwas was mit mir zu tun hat, ich spüre es. Flüstern und leises Klopfen, ich kann nicht ausmachen woher es kommt, aber es ist eindeutig hinter einer dieser Wand.
Jeder Versuch einer Ablenkung von diesen Gedanken macht mich nur nervöser, weil ich unsicherer werde, etwas verpassen könnte, die Folgen nicht abschätzen kann und darum geht es nicht mit und auch nicht ohne. Nein, es ist nicht ganz einfach!
Meinem Arzt erzähle ich immer, ich hätte Schwierigkeiten beim Einschlafen und so verschreibt er mir ohne viel Gerede immer diese Schlafmittel, die ich dankend an-, und auch einnehme.
Insomnie nennt er das immer...als ob mir die ständige Benennung meines Problems weiterhilft!? Aber die Tabletten sind toll und was geht ihn auch mein Privates an!? Er hat seine Funktion und ich meine, er teilt aus und ich schlucke, er teilt aus und ich schlucke.
Ärzte sind wahrlich gute Menschen!
13. November
Es ist noch etwas schwieriger geworden, ich habe nun gekündigt. Eigentlich hatte man mich gekündigt, aber im Grunde wollte ich sowieso schon gehen, ich brauche diese aufgeblasenen Idioten nicht, wozu das alles noch? Warum habe ich das eigentlich nicht schon früher erkannt? Naja, man gewinnt mit den Jahren eben an Erfahrung und jetzt ist es viel einfacher, ja es ist wahrlich viel einfacher! Das erste mal in meinem Leben weiss ich was ich definitiv will! Oder ist es lediglich das was ich nicht will und was mir die scheinbare Klarheit meines Willens vorgaukelt? Nein, mein Geist ist klar und ich weiss, dass ich weiss! Zweifel sind etwas die Jugend, ich kann mir keine Zweifel mehr leisten und ich hätte schon längst entscheiden sollen.
20. Dezember
Es ist sehr kalt, und die Heizung funktioniert nicht mehr. Diese Bestien haben sie mir abgeschaltet, wie unmenschlich von ihnen!
Diese Nachbarn, sie observieren mich immer noch und merke wie sie diese Lügen über mich verbreiten. Was habe ich den Leuten getan, dass sie mich damit strafen? Was war es, so sage es doch endlich einer! Doch niemand sagt etwas, keiner entschuldigt sich bei mir für all das, alles ist in ihrem pefidem Schweigen getaucht. Sie lügen! Diese Mistkerle, wie können sie nur?
3. Januar
Es ist sehr beschwerlich raus zu müssen und Essen zu besorgen. Die Mittel sind etwas knapp geworden, aber es ist schon in Ordnung so! Herr Oksiljor ist sehr nett, wir kennen uns von früher und er hilft mir gerne aus. Es landet eh fast alles auf der Deponie, was die Kunden bei ihm nicht kaufen und die paar Tage tun auch nichts zur Sache, es schmeckt dennoch fabelhaft! Ich sollte mich aber nach anderen Quellen umschauen, wer weiss ob Herr Oksiljor nicht etwas zustößt, dann werde auch ich hier eingehen!
15. Januar
Nur das Nötige, das Unnötige lasse ich sein. Ja ich mache nur das Nötige und es ist nicht viel. Man kann auch mit wenig gut Leben! Das ist die Wahrheit!
Doch sie predigen das Gegenteil, es ist Irrglaube, Ideologie, falsche Ideale! Götzenanbeter, wie abstoßend sie alle doch sind! Ich will meine Ruhe, sie sollen damit aufhören, bei allem was an diesem Ort noch heilig ist! Ich habe es satt mit all dem hier, ich muss endlich eine Entscheidung treffen!
10. Februar
Schriftliche Notitz
Liebe Nachbarn, ich habe mich dazu entschlossen freiwillig diese Örtlichkeit zu räumen und übergebe jene nun feierlich an sie. Ich habe die Wohnung grob aufgeräumt (es war schwer all den Müll hinauszutragen; bitte verzeihen sie um die Details; ich hatte wenig Kraft) und bin nun im Stande die Räumlichkeiten zu verlassen, ohne viele Abschiedsspuren zu hinterlassen.
Die Duftbäume habe ich überall im Zimmer, ihres Komforts wegen, verteilt (man kann sie übrigens anschließend leicht wieder abnehmen), die Zeitung und der Eimer sind in Position falls es zu Ausscheidungen kommen sollte. Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass sie diese nötigen Objekte, zusammen mit meinen Überresten, werden wegräumen müssen. Entschuldigen sie bitte um die Unannehmlichkeiten!
Ich bin dann mal weg!
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10. 02. 2008, 03:16
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#61
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Re: Eigene Prosa
Die Unerhörtforschung
Nun, da wir zu den Zivilisiertesten gehören, zu den Intelligentesten, zu denen, die sagen wo es lang geht, lohnt es sich zurück zu schauen, um all denen die uns zu dem gemacht haben was wir sind zu danken. Natürlich gibt es viele Menschen, die sich in den Vordergrund stellen müssen. Diven der Wissenschaft wie Albert Einstein, der Weissagungen auf Kirmesplatzniveau von sich gab über zukünftige Waffentechnologien und anderen Mumpitz. Oder Galilei, der aufgeregt "Und sie bewegt sich doch" durch die Gassen schrie, nur weil er auf der anderen Seite der Straße ein paar Journalisten von der Lokalzeitung erspäht hatte. Die Liste der Diven ist lang, doch auf der anderen Seite sieht es karg aus. Die Wissenschaftler, die nicht für Anerkennung, sondern Wissen schuften sind eine Rarität. Die, die nicht in der warmen Diskussionsrunde mit leichtbekleideten Damen über die Bedeutung vom "Coitus ergo sum" sinnieren, sondern draussen vor dem Fenster in der Kälte stehen und sich mit der weiblichen Frisur von Descartes zufrieden geben müssen.
An vorderster Stelle dieser armen Hunde und großen Visionäre stehen Hand in Hand die Pioniere der Unerhörtforschung. Nie wurden ihre Namen in Büchern genannt, nie wurden ihre Mühen belohnt. Im Gegenteil: Die meisten Unerhörtforscher haben nach dem Ende ihres Studiums eine Lebenserwartung von etwa zwei Jahren. Das wiederrum hat weniger mit Exessen und Völlereien zu tun, sondern mit der Borniertheit der Gesellschaft. Hier nun einige der größten Pioniere in der Geschichte der Unerhörtforschung:
1. Abraham Herrlotte (1924-1972)
Mit 48 Jahren Lebensdauer der Rekordhalter unter den Unerhörtforschern. Größter bekannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ernährung, hat unter Anderem einer Delegation von Diplomaten aus Russland 1941 Spargel ohne Sauce Hollandaise serviert. Der Nichtangriffspakt zwischen Russland und dem Dritten Reich wurde sofort für nichtig erklärt. Heute wird dieses Ereignis in den meisten Geschichtsbüchern als "Überfall auf Russland" umschrieben. Holte sich einige Monate vor seinem Tod bei einem All-You-Can-Eat-Buffet fünfmal Nachschlag. Bei einer Käsemesse nahm er dann später mehrmals Kostproben vom selben Stand. Starb, nachdem er in einem italienischen Cafe einen Espresso ohne Glas Wasser dazu bestellte.
2. Antoine de Ruexpy (1843-1881)
Romantiker der alten Schule und Literaturliebhaber. Bei Aufzählungen nannte er seinen Namen immer zuerst. Veröffentlichte eine Reihe von Liebesromanen, die abrupt auf Seite 50 endeten, manchmal mitten im Satz. Die restlichen 150 Seiten wurden leer gelassen. Vom Verband der verlassenen Ehefrauen gelyncht. Heute werden seine Bücher gerne auf Bücherverbrennungen gereicht.
3. Carlos Dall (1955-1997)
Einer der wagemutigsten Wissenschaftler der Unerhörtforschung, die meisten Experimente wurden in der Öffentlichkeit durchgeführt. Wurde von Kollegen liebevoll "Infrafucktur" genannt. Fuhr die meiste Zeit auf der Autobahn mit Innenstadttempo und winkte den überholenden Wagen noch einmal freundlich zu. Spielte Gitarre in öffentlichen Verkehrsmitteln, nachdem er sich selber beigebracht hatte das dis vom cis zu unterscheiden, mit dem Ergebnis: "Cis ist Dis mit C". Starb 1997 in einem S-Bahn-Wagon, nachdem er sein Fahrrad parallel zur Tür selbigen Wagons stellte um im Ringverkehr den Brockhaus durchzulesen.
Diese Wissenschaftler haben (mit so vielen anderen) beigetragen zu unserer modernen Gesellschaft: Die meisten Menschen danken ihnen mit Verschmähungen und viele gebräuchliche Sprichwörter unserer heutigen Zeit lassen erkennen, welches falsche Verständnis gegenüber Unerhörtforschern in allen Gesellschaftsschichten kursiert:
1. "Der/Die hat wohl Unerhörtwissenschaft studiert!"
2. "Benimm dich nicht wie ein Unerhörtforscher!"
3. "Dafür bekommst du nicht mehr als einen abgekauten Apfel und einen Unerhörtforscher!" (Beliebt im kaufmännischen Bereich)
Ich plädiere an die Vernunft in jedem von uns und hoffe, dass in Zukunft die Arbeit der Unerhörtwissenschaftler respektiert und vielleicht sogar geehrt wird, denn ohne diese selbstlosen Menschen würden wir heute vielleicht immernoch den Boogie tanzen und mehrmals den Wasserspender in öffentlichen Einrichtungen benutzen ohne zu wissen, wie das auf unsere Umgebung wirken könnte.
Herzlichst
Ihr Cemo3
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17. 02. 2008, 00:54
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#62
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Engländer
Registrierungsdatum: Aug 2007
Ort: London
Beiträge: 193
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Re: Eigene Prosa
Fliegen schwirren über ihm herum und erfüllen die Luft mit dem Klang, der nach Gestank zu stinken pflegt. Das Blut und die Gedärme dunsten im Dunst der untergehenden Sonne dahin und der Staub, der von den vorbei fahrenden Cheeps aufgewühlt wird, bringt die ohnehin schon trockene Luft dazu noch trockener zu werden. Die Leiche des Afroafrikaners liegt noch immer im Graben und fault munter vor sich hin. Ich wische mit den herunter rinnenden Schweiß ab und sehe Hilfe suchend zur Seite. Ich blicke wie ein gehetztes Tier und die Augen rollen wie wild. Der nächste Cheep hält bestimmt. Doch auch er rollt vorüber. Nur ein kurzer Augenblick dann ist die Szene auch schon wieder verschwunden.
Kugeln fliegen umher und die zischenden Geräusche machen mir Angst. Die Bombe explodiert genau im richtigen Moment, der Herr im Anzug entkommt aus der Fabrikhalle. Er zieht eiskalt seine Magnum und ballert wie wild auf die Sicherheitsbeamten, die nur so herumfliegen. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn. Spannung pur. Eine Kugel kommt direkt auf mich zu. Zum Glück bin ich durch das dünne Glas getrennt, erinnere ich mich im letzten Augenblick und hole mir ein kühles Bier aus dem Kühlschrank.
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18. 02. 2008, 14:39
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#63
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Re: Eigene Prosa
Könnt bunter sein, von der Wortwahl her. Viele Standart-Wörter. "nach Gestank zu stinken" und "dunsten im Dunst" haben auf mich eher Gegenteiliges bewirkt, als du erhofft hattest. "Afroafrikaner" hat mich positiv überrascht. Falsche Wortwahl war dann auch nervig, u.A.: "Kurzer Augenblick, dann war die Szene wieder verschwunden". Szene verschwunden hört sich eigenartig an. Als wäre dir in dem Moment kein passenderes Wort eingefallen. Im zweiten Drittel kann man schon erraten, wie die Geschichte endet, hatte nicht gewünschten Überraschungseffekt.
Gruß
c.
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18. 02. 2008, 21:22
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#64
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
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20. 02. 2008, 20:11
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#65
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Engländer
Registrierungsdatum: Aug 2007
Ort: London
Beiträge: 193
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Re: Eigene Prosa
"Ich bin ein Hochstapler," sagte er in seiner mitreisenden, inbrünstigen Stimme und blickte dabei funkelnd in die Runde, dann in die Kamera. "Und was wollt ihr jetzt tun? Mich nicht mehr wählen? Dann sei euch gesagt: alle Politiker sind Hochstapler, alle versprechen viel, mehr als sie halten können. Ich gebe es wenigstens zu. Vor den letzten Wahlen verpsprach ich euch ein verbessertes Gesundheitssystem, Pustekuchen, das ist unmöglich; das Staatsbudget sinkt, der Export ebenfalls und vom Brutosozialprodukt ganz zu schweigen!"
Er fiel in sich zusammen: "Was soll ich sagen? Es geht Berg ab, immer weiter, unaufhaltsam. Und euer sogenannter Regierungschef, also ich, hat nicht einmal einen Numerus Clausus, ich war faul in der Schule wie eine schwangere Elchkuh und das bin ich noch heute. Während meiner Regierungsperiode habe ich wohl die meiste Zeit damit verbracht meinen Sekretärinen beizubringen, dass Kamasutra nicht der chinenisische Außenminister ist. Was soll ich sagen? Ich fühle mich oft einsam, die Wähler denken doch gar nicht an mich als Menschen, sondern viel mehr als euer Oberhaupt das immer alles richtig machen muss. Aber das tue ich nicht, glaubt mir. Letzens habe ich bei einem Besuch im Parlament dem Bundestagspräsidenten meine Jacke in die Hand gedrückt und gesagt: "Nicht zerknüllen, die war wertvoll!" Also ich bin keineswegs perfekt, wer ist das schon? Und ich hab auch gar keine Lust dieses Amt weiter zu übernehmen. Glaubt mir Kanzler zu sein ist megagay, alle maulen nur rum, was kann ich denn dafür?" Er bemühte sich seine Tränen zurück zu halten. "Also wählt doch diese Frau Maier von der SPD, die hat wenigstens Grips. Nebenbei gesagt hat sie auch einen verdammt geilen Hintern aber darum geht es hier nicht. Hier geht es um Politik! Ihr wisst doch gar nicht wie Politik funktioniert, hättet ihr sonst mich gewählt? Wohl kaum, oder? Politik geht eigentlich ganz einfach, ich bin der Boss, werde aber von verschiedenen Trotteln kontolliert und bewacht, einmal dem Bundesverfassungsgericht, das sind ein Haufen alter Männer die am Tag entscheiden ob die NPD verfassungswiedrig ist und sich am Abend ihren Brei vorkauen lassen, weil ihr Gebiss schon lange den Geist aufgegeben hat. Und dann noch der behinderten Opposition, das sind ein paar Leutchen, die immer sagen sie würden alles besser machen als wir und wenn sie an der Regierung ist, bleibt alles wie immer. Also wählt morgen nicht mich! Oder noch besser wählt weder mich noch die Opposition, die hats auch nicht drauf. Wählt am besten die NPD, die ist ja auch gar nicht verfassungswiedrig haben die alten Männer mit dem Gebiss gesagt. So schauts aus!"
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02. 03. 2008, 17:29
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#66
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Advocatus Diaboli
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Scumm-Bar™
Beiträge: 1.320
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Re: Eigene Prosa
Ne, diese Kurzgeschichte ist alles andere als gut, sry! Die Wortwahl war größtenteil vergleichbar mit Bauarbeiter-, oder Straßenkidsjargon, was nicht für die Geschichte spricht, da sie auch dadurch noch unrealistischer erscheint, als sie es unter den beschriebenen Bedingungen ohnehin schon ist. Will dich nicht entmudigen und wünsche dir, dass du dran bleibst und die Fähigkeiten verbesserst!
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02. 03. 2008, 17:41
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#67
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
zyx36 wirbelt aufgeregt ein großes weißes Plakat mit der Aufschrift "Friesenried" herum: woooohooo!
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02. 03. 2008, 18:39
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#68
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Engländer
Registrierungsdatum: Aug 2007
Ort: London
Beiträge: 193
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Re: Eigene Prosa
hm ich gehe mal davon aus, dass anZen hier die aussage etwas entgangen ist...natürlich ist es unrealistisch, vor allem die wortwahl soll unrealistisch sein, also nicht auf dem Stand eines gängigen "Politikers". Und dass du sie mit bauarbeiterjargon vergleichst ist für mich eher ein großes lob, da ich genau das erreichen wollte. Politiker drücken sich heute und in vergangenen Zeiten auf einem Stand aus der keineswegs der Norm entspricht sondern ihr sogar entgegenwirkt. Möglichst viele Versprechen werden verpackt in eine Sprache die möglichst hochgestochen wirken soll um die eigene Intelligenz zu unterstreichen. Gewürzt mit ein paar Fremdworten, die garantiert jeder erst mal im Rechtschreibduden nachschauen muss und fertig ist die Politiksuppe, und die schmeckt scheiße 
Meiner Meinung nach soll gerade den Bauarbeitern oder im Idealfall sogar Kindern Politik ermöglicht werden...Politik auf dem Stand der gegenwart ist für die gebildete Schicht und ausschließlich für diese, und das ist falsch
Anmerkung der Redaktion: Das traurigerweise gesunkene Niveau des gulli boards veranlasste mich dazu, micht garantiert nicht von dahergelaufenen Pseudo-Reich-Ranickis kritisieren zu lassen, und schon gar nicht von solchen Möchtegernliteraten, die den Sinn außer Acht lassen...Das klingt jetzt ein bisschen hart, du hast es ja eigentlich gut gemeint...und Kritik ist ja eigentlich immer positiv, außer sie ist grundlegend falsch wie deine
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02. 03. 2008, 19:20
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#69
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Advocatus Diaboli
Registrierungsdatum: Jul 2005
Ort: Scumm-Bar™
Beiträge: 1.320
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Re: Eigene Prosa
Ich möchte nur eine kurze Stellungnahme zu deinem letzten Post abgeben.
1. Ich habe nie behauptet, dass ich ein Literat bin! Ich habe lediglich von Zeit zur Zeit einige Gebärden, die ich zu Papier zu bringen versuche. Literatur interessiert mich und ich jage keiner zielgerichtete Entwicklung meiner schriftstellerischen Fähigkeiten nach (fraglich ist, ob ich überhaubt über irgendwelche verfüge) und ohne jegliche Ambitionen beruflich als Schriftsteller zu fungieren möchte ich mit diesem Hobby einen Teil meiner Katharsis abdecken.
2. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!
3. Ich verstehe nicht wie man ein "Numerus clausus" haben kann?  Belehre mich bitte, denn der Sinn bleibt mir verwehrt. (und komme mir nicht mit: "Er sagt das, weil meine Figur so konstituiert ist, dass sie Fehler macht, sich zu ihnen bekennt und den kryptischen Schleier der politischen Sprache abgelegt hat.", oder so...^^)
4. Die Geschichte ist immer noch schlecht, jetzt erst recht. Manchmal ist die Person hinter einer Geschichte auch für die Wirkung relevant. Das klingt jetzt etwas hart, aber du hast dein Bestes gegeben!
5. Eine Kritik kann positiv und negativ sein, bitte überprüfe deine semantischen Kenntnisse! Und wenn eine Kritik berechtig ist, dann sollte man diese auch nicht anfechten, sondern lieber etwas darüber nachdenken, was man hätte anders, oder besser machen können.
Gruß anZen
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02. 03. 2008, 20:06
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#70
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Engländer
Registrierungsdatum: Aug 2007
Ort: London
Beiträge: 193
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Re: Eigene Prosa
zu Punkt 1: hört sich schön an 
zu Punkt 2: sag ich doch?!
zu Punkt 3: a) ne ich dachte das wäre der Schnitt sorry
b) zu dem was in klammern steht: lol 
zu Punkt 4: Hm das ist meine Geschichte zur Geschichte: Lerne gerade Sozialkunde wegen Klausur am Dienstag, lese Artikel zur aktuellen Politikverdrossenheit, schweife (wie es sehr oft vorkommt  ) ein wenig ab und denke nach woher diese allgemeine identitationskrise kommt, eine glühbirne erscheint über meinem kopf, ich schreibe innerhalb von 1 minute den text (  sorry is so), deine kritik kommt, versuche mich krampfhaft rauszureden was man auch mal wieder an dieser zu lang geratenen entschuldigung lesen kann  ...
zu Punkt 5: a) ich kann mich nur wiederholen: sag ich doch?!?!
b) semantisch, soviel zum bereits erwähnten krampfhaften versuch möglichst unbekannte wörter zu verwenden um den eindruck zu erwecken man wäre proportional dazu intelligenter 
c) nach diesem kriterium wäre meine kritik an deiner kritik aber auch wieder angebracht und du müsstest darüber nachdenken usw.
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02. 03. 2008, 21:44
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#71
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
um mal n bisschen ehrlich offen zu reden und nichtr wie bisher in bissigen seltsam-geschrei:
friesenried, im prinzip kann man gegen deine prosa meien meinung nach nichts aussetzen, alles was ich nicht schön finde ist geschmackssache, außer:
die tatsache dass du es (nach eigener aussage und sichtbar) in einber minute schreibst und auf den Absenden-button drückst. auch ein wort wie identitationskrise gibt es nicht. identifikations~ oder identitäts~ schon. wenn du also so einen textschreiben willst, schreib ihn in der minute runter (und ich finde durchaus dass schreibfluss förderlich für qualität sein kann) und les dir das ganze nochmal durch. simple rechtschreibung sollte sowieso verbessert sein, aber auch fremdwörter mal bei wikipedia oä nachschauen und wenn nötig berichtigen.
wenn du das machst, wird man dir wohl nur noch 'ich finds scheiße.' an den kopf geworfen werden können, was dir als eigenverantwortlicher schreiber mit eigener meinung auch dementsprechend scheißegal sein dürfte.
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03. 03. 2008, 22:42
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#72
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bibliophil
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 104
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Re: Eigene Prosa
Zitat:
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Zitat von Cemo3
Weil Prosa viel schöner ist als Lyrik...
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Hm...sagt wer?
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05. 03. 2008, 00:09
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#73
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 455
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Re: Eigene Prosa
Zitat:
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Zitat von Bierfreak
Hm...sagt wer? 
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Ich 
(Und deine Signatur  )
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05. 03. 2008, 12:49
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#74
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..wie bei ner Bockwurst!,
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 93
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Re: Eigene Prosa
lyrik ist auch literatur fragezeichen?
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05. 03. 2008, 21:32
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#75
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